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Jaguar D-Type

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Jaguar
Bild
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Jaguar D-Type
D-Type
Produktionszeitraum 1954–1956
Klasse Sportwagen
Karosserieversionen Roadster
Motoren 6-Zylinder-Ottomotoren, 3442 cm³
Länge 3910 mm
Breite 1660 mm
Höhe 880 mm
Radstand 2286 mm
Leergewicht 865<ref>Website auto5p.eu . Abgerufen am 23. Januar 2026.</ref> kg

Vorgängermodell Jaguar C-Type
Nachfolgemodell Jaguar E-Type
Datei:1955 Jaguar XKD rear 34.jpg
Jaguar D-Type (1955)
Datei:Jaguar XKD403 (bearb Sp).jpg
D-Type XKD403, Gewinner des 1954 12-Stundenrennens in Reims
Datei:1956 Jaguar D-Type Auto Zuerich 2025 DSC 3255.jpg
Cockpit

Der Jaguar D-Type ist ein zweisitziger Sportwagen für den Rennbetrieb, der 1954 als Nachfolger des Jaguar C-Type eingesetzt wurde.

Modellbeschreibung

Motor, Kupplung und Getriebe

Der D-Type hat einen Sechszylinder-Reihenmotor mit 3442 cm³ (Bohrung 83 mm, Hub 106 mm). Die Leistung mit Kompressor beträgt 253 PS (ca. 185 kW) bei 6000/min, das maximale Drehmoment 33,3 mkg (ca. 325 Nm) bei 4000/min. Die Höchstgeschwindigkeit dieses zweisitzigen Rennfahrzeugs liegt je nach Übersetzung bei 275 bis 295 km/h. Der Motor hat schräg gegenüber hängende Ventile, zwei obenliegende, mit Ketten angetriebene Nockenwellen, Trockensumpfschmierung (Ölinhalt 16 Liter), 3 Horizontal-Doppelvergaser Weber 45 DCO 3, mechanische Benzinpumpen, Wasserkühlung mit Pumpe und Thermostat. Die Kraft wird über eine Dreischeiben-Trockenkupplung und ein mit Mittelschalthebel geschaltetes 4-Gang-Getriebe an die Hinterräder übertragen; 2., 3. und 4. Gang sind synchronisiert.<ref name="Zwischengas">Website Zwischengas. Catalog 1955. Abgerufen am 23. Januar 2016.</ref><ref>Jaguar D-Type 1954. Abgerufen am 16. Februar 2021.</ref>

Aufbau und Fahrwerk

Jaguar verwirklichte eine selbsttragende Cockpitwanne als Schalenkonstruktion aus Aluminiumblech, kombiniert mit einem Gitterrohrrahmen, auch aus Aluminiumlegierung, der mit der Spritzwand verbunden ist und am Getriebe entlang des Kardantunnels bis unter das Cockpit reicht. Die riesige, vorn angeschlagene Motorhaube schließt die Radhäuser mit ein.

Die Vorderräder mit Zahnstangenlenkung sind an je zwei ungleich langen Dreiecksquerlenkern mit längs liegenden Drehstabfedern aufgehängt, hinten ist eine Starrachse mit Längslenkern und quer liegenden Drehstabfedern eingebaut. Vorn und hinten hat der D-Type hydraulische Teleskopstoßdämpfer sowie hydraulisch betätigte Dunlop-Scheibenbremsen und einer Gesamtbremsfläche von 484 cm²; die Handbremse wirkt mechanisch auf Hinterräder. Der D-Type ist 3910 mm lang, 1660 mm breit und Höhe 810 mm hoch bei einer Bodenfreiheit von 130 mm; der Radstand beträgt 2286 mm, die Spur vorn 1269 mm, hinten 1219 mm, Reifen 6.50–16; Wendekreis 9,7 m. Der Kraftstofftank fasst 168 Liter<ref name="Zwischengas" /> und ist als Blase aus elastischem Material ausgeführt.

Produktion

1955 stellte Jaguar eine „Production“-Kleinserie des D-Type mit Vorjahresspezifikation her, während man sich im Werk selbst die für 1955 vorgenommenen Verbesserungen vorbehielt. Aus dieser Serie waren nach einem Jahr noch einige Exemplare unverkauft, die mit Verdeck, Stoßstangen und Gepäckbrücke versehen und als Jaguar XK-SS an amerikanische Kunden verkauft wurden. Einige dieser Wagen verbrannten am 12. Februar 1957, als Teile der Werkshallen in Flammen aufgingen. Bis 1956 wurden insgesamt 87 Fahrzeuge dieses Typs gebaut.

Die serienmäßigen Karosserien des D-Type hatte der britische Spezialbetrieb The Abbey Panel & Sheet Metal Co. konstruiert und aufgebaut.<ref>Geschichte von Abbey Panels auf der Internetseite der Konzernmutter Loades Plc (abgerufen am 13. Oktober 2019).</ref>

Motorsport

Unter anderem waren D-Type 1955, 1956 und 1957 Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans. Bereits 1954 waren Tony Rolt und Duncan Hamilton mit einem Jaguar D-Type in Le Mans auf Platz 2 gefahren, obwohl der Wagen auf nasser Strecke ins Schleudern geraten und die Front an einem Strohballen beschädigt worden war. Zwei weitere D-Type waren ausgefallen.<ref>Günther Molter: Le Mans, Examen der Sportwagen. In: Jahrbuch Internationaler Motorsport. Hrsg. ADAC und AvD, Europa-Contact-Verlags-GmbH, Döffingen 1954, S. 119.</ref> Beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1956 fielen Mike Hawthorn und Desmond Titterington mit dem D-Type kurz vor Schluss des Rennens mit gebrochener Antriebswelle aus. Paul Frère mit dem zweiten Wagen gab das Rennen schon nach sieben Runden mit einem Getriebeschaden auf. Das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1957 verlief für den D-Type erfreulicher: Von den vier gestarteten Wagen kamen drei ins Ziel, der beste auf Platz acht, gefahren von Ron Flockhart und Jack Fairman, gemeldet von Ecurie Ecosse. Er legte 43 Runden = 980,83 km in 7:47:51,200 Stunden zurück. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 125,786 km/h.<ref>Michael Behrndt, Jörg Thomas Födisch, Matthias Behrndt: ADAC 1000 km Rennen. Heel Verlag, Königswinter 2008, ISBN 978-3-89880-903-0.</ref>

Literatur

  • Philip Porter, Chas Parker: Jaguar D-type. XKD 504 – eine Autobiographie. Heel Verlag, Königswinter 2017, ISBN 978-3-95843-564-3
  • Halwart Schrader: Typenkompass Jaguar – Personenwagen seit 1931. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-613-02106-8
  • Heiner Stertkamp: Jaguar – Die komplette Chronik von 1922 bis heute. Heel Verlag, Königswinter 2006, ISBN 978-3-89880-337-3
  • Zeitschrift Oldtimer-Markt: Europas größte Zeitschrift für klassische Autos und Motorräder, Ausgabe August 2006, ISSN 0943-7320

Weblinks

Commons: Jaguar D-Type – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/> Vorlage:BoxenVerschmelzen Vorlage:Klappleiste/Anfang Aktuelle Modelle:

Ab 1945: 1 ½ litre | 2 ½ litre | 3 ½ litre | Mark V | XK120 | Mark VII | C-Type | D-Type | XK140 | 2.4 Litre | Mark VIII | XK-SS | 3.4 Litre | XK 150 | Mark IX | Mark II | E-Type | Mark X und 420 G | S-Type | XE (X760) | XF (X250) | XF (X260) | XJ 13 | 420 | 240 | 340 | XJ Serie I-III | XJS | XJ (XJ40) | XJR-15 | XJ 220 | XJ (X300) | XK (X100) | XK (X150) | XJ (X308) | XJ (X350) | XJ (X351) | F-Type | X-Type | S-Type | E-Pace | I-Pace | F-Pace

1931–1940: S.S. 1 | S.S. 2 | S.S. 90 | S.S. 100 | S.S. 1 ½ litre | S.S. 2 ½ litre | S.S. 3 ½ litre Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang

Zeitleiste der Jaguar-Modelle von 1945 bis 1970
Typ \ Jahrgang Unabhängig BMH British Leyland
1940er 1950er 1960er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
Obere Mittelklasse 2.4 Litre / 3.4 Litre (Mark I) Mark 2 2.4/3.4/3.8 240/340
1 ½ Litre S-Type (3.4 S & 3.8 S)
Oberklasse 2 ½ Litre Mark V 2 ½ 420 XJ 6 (Serie 1)
3 ½ Litre Mark V 3 ½ Mark VII Mark VIII Mark IX Mark X 420 G
Sportwagen XK 120 XK 140 XK 150 E-Type 3.8 E-Type 4.2 (Serie 1) E-Type 4.2 (Serie 2)
Hochleistungssportwagen XK-SS
Rennwagen C-Type D-Type E-Type XJ 13

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Zeitleiste der Jaguar- und Daimler-Modelle seit 1970
Jaguar: British Leyland Unabhängig Ford Tata
Daimler: British Leyland Jaguar Ford („a division of Jaguar Cars“) Tata
Typ \ Jahrgang 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er 2020er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6
Mittelklasse X-Type XE
Obere Mittelklasse S-Type XF
(X250)
XF
(X260)
Oberklasse XJ 6
(Serie 1)
XJ 6
(Serie 2)
XJ 6
(Serie 3)
XJ 6
(XJ 40)
XJ 6
(X 300)
XJ 8/XJR
(X 308)
XJ
(X 350)
XJ
(X 351)
Sovereign 2.8/3.4/4.2 / Vanden Plas 4.2
(Serien 1/2/3)
3.6/4.0
(XJ 40)
Six
(X 300)
V8
(X 308)
XJC
420 G XJ 12
(S. 1)
XJ 12
(S. 2)
XJ 12
(Serie 3)
XJ 12
(XJ 81)
XJ 12
(X 305)
Double-Six
(S. 1/2)
Double Six
(Serie 3)
Double Six
(XJ 81)
Double Six
(X 305)
Super V8
(X 308)
Super Eight
(X 350)
Limousine DS 420
SUV E-Pace
F-Pace
I-Pace
Sportwagen F-Type
E-Type
4.2 (S. 2)
E-Type
V12
XJ-S XJ-S HE/XJ-S 3.6 XJS XK8/XKR
(X 100)
XK/XKR
(X 150)
Hochleistungssportwagen XJ 220 XJR-15 XJ 220 V6
Rennwagen XJR-5 bis 17 220 C R1/2/3/4/5

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