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Eli Lilly and Company

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Eli Lilly and Company

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Eli Lilly and Company.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US5324571083
Gründung 1876
Sitz Indianapolis, Indiana,
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Leitung David A. Ricks (CEO)<ref>Executive Committee. In: Eli Lilly and Company. Abgerufen am 23. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mitarbeiterzahl 50.605<ref name="key facts">Key Facts. In: Eli Lilly and Company. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 65,179 Milliarden US-Dollar<ref name="key facts" />
Branche Pharmaunternehmen
Website www.lilly.com
Stand: Dezember 2025
Datei:Colonel eli lilly in 1885.JPG
Gründer Eli Lilly
Datei:Eli Lilly on Pearl Street, Indianpolis, 1876.jpg
Apotheke von Eli Lilly 1885
Datei:Eli Lilly Corporate Center, Indianapolis, Indiana, USA.jpg
Zentrale in Indianapolis
Datei:Bad Homburg Zentrale Eli Lilly.JPG
Deutschlandzentrale in Bad Homburg

Eli Lilly and Company (kurz Lilly) ist ein international tätiges forschendes Pharmaunternehmen mit mehr als 50.600 Mitarbeitern, davon über 12.000 im Bereich Forschung und Entwicklung (Stand Dezember 2025). Namensgeber des Unternehmens ist der Apotheker Eli Lilly, der den Konzern 1876 in Indianapolis (Indiana, USA) gründete. Lilly erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 65,179 Milliarden US-Dollar.<ref name="key facts" />

Geschichte

1923 brachte Lilly das erste Insulinpräparat (Iletin) für den bis dahin tödlichen Diabetes mellitus auf den Markt.<ref name=":0">Lilly Timeline. In: Eli Lilly and Company. Abgerufen am 23. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den Dreißigerjahren produzierte das Unternehmen auch Phagentherapeutika,<ref>Thomas Häusler: Rettung aus der Kloake. In: Die Zeit. 11. Januar 2001, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref> bis Lilly im Jahr 1943 als erstes Unternehmen mit der Massenproduktion des Antibiotikums Penicillin begann, welches die Phagentherapeutika ersetzte.<ref name=":0" /> In den Fünfzigerjahren wirkte Lilly an der Produktion des von Jonas Salk entwickelten ersten Impfstoffs gegen Kinderlähmung (Polio) mit.<ref>Die große Prüfung. In: Der Spiegel. Nr. 12, 1955.</ref><ref name=":10">Ralf Heidenreich: Wer ist das Pharmaunternehmen Eli Lilly?. In: Wiesbadener Kurier. 8. Dezember 2023.</ref> 1958 brachte das Unternehmen das selbst entwickelte Antibiotikum Vancomycin auf den Markt,<ref></ref> welches seitdem zu den wichtigsten Mitteln gegen schwere bakterielle Infektionen zählt.<ref>Elena Bernard: Neues Antibiotikum aus Bodenbakterien entschlüsselt. In: Bild der Wissenschaft. 25. August 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>

Im Jahr 1982 führte Lilly das weltweit erste gentechnisch hergestellte Insulinpräparat ein.<ref name=":0" /> Vier Jahre später wurde der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Fluoxetin unter dem Handelsnamen Prozac (in Deutschland Fluctin<ref>Werner Bartens: Fragwürdige Stimmungsmacher. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Mai 2010, abgerufen am 24. Mai 2024.</ref>) erstmals zur Behandlung von Depressionen zugelassen (zunächst in Belgien, ein Jahr später dann auch in den USA).<ref>Birgitta vom Lehn: Das Grauen in den bunten Pillen. In: Die Welt. 22. Januar 2008, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> In den Folgejahren stieg Lilly zu einem der führenden Pharmaunternehmen auf.<ref>Siegfried Hofmann: Eli Lilly will Biotech-Sparte ausbauen. In: Handelsblatt. 17. Mai 2004.</ref>

Im Jahr 1995 erhielt das Zytostatikum Gemcitabin die europäische Zulassung für die Behandlung von bestimmten fortgeschrittenen Pankreaskarzinomen. Das Medikament galt lange Zeit als Standardtherapeutikum für diese Indikationen.<ref>Barbara Peruche, Martin Schulz: Gemcitabin, ein neues Zytostatikum. In: Pharmazeutische Zeitung. 15. Februar 1999, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Im Folgejahr brachte Lilly das atypische Neuroleptikum Olanzapin auf den Markt, welches in bestimmten Bereichen weniger Nebenwirkungen als Neuroleptika der ersten Generation zur Behandlung von Schizophrenie aufweist.<ref>Bettina Schwarz: Schizophrenie: Olanzapin soll Compliance bessern. In: Pharmazeutische Zeitung. 4. November 1996, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>

2002 wurde das von Lilly hergestellte Medikament Cialis (Tadalafil) zur Behandlung von erektiler Dysfunktion in der EU zugelassen.<ref>Maike Telgheder: Viagra, Cialis und Nachahmerprodukte gibt es weiterhin nur auf Rezept. In: Handelsblatt. 11. Juli 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Zwei Jahre später, im September 2004, wurde der Arzneistoff Pemetrexed (Alimta) zur Behandlung von Krebserkrankungen zugelassen.<ref>Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Alimta). (PDF) In: EC.Europa. European Commission, S. 26, abgerufen am 25. Mai 2024.</ref> Im Jahr 2008 übernahm Lilly nach einem Bieterwettstreit mit Bristol-Myers Squibb das amerikanische Biotech-Unternehmen ImClone.<ref>Pharmariese Eli Lilly schluckt Biotechkonzern Imclone. In: Der Spiegel. 6. Oktober 2008, abgerufen am 9. Januar 2020.</ref> Das Unternehmen entwickelte unter anderem einen monoklonalen Antikörper (Cetuximab) für die Krebstherapie.<ref>Imclone Systems Kampf gegen den Krebs. In: Wirtschaftswoche. 20. April 2000.</ref>

Im November 2002 gaben Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company eine internationale Vereinbarung für die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Duloxetin zur Behandlung von Belastungsinkontinenz und Depression bekannt.<ref name=":18">Belastungsinkontinenz: Beckenbodentraining und Duloxetin reduzieren Inkontinenze. In: Deutsche Ärzte Zeitung. 8. Mai 2005, abgerufen am 14. Mai 2024.</ref><ref>Matthew Herper: Eli Lilly Goes Back To The Brain. In: Forbes. 17. September 2002, abgerufen am 14. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Allianz wurde im März 2010 beendet. Im Januar 2011 starteten die beiden Unternehmen eine Entwicklungs- und Vermarktungsallianz für Diabetesmedikamente.<ref>Typ-2-Diabetes: Zulassung für Linagliptin. In: Pharmazeutische Zeitung. 29. August 2011, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref><ref>Kein Linagliptin für Deutschland. In: Ärzte Zeitung. 26. April 2012, abgerufen am 24. Mai 2024.</ref> 2014 kam der SGLT-2-Inhibitor Empagliflozin (Jardiance) auf den Markt.<ref>Weitere Indikation für Empagliflozin. In: Pharmazeutische Zeitung. 9. März 2022, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref>

Am 22. April 2014 übernahm Lilly für 5,4 Milliarden US-Dollar die Tierarzneimittelsparte von Novartis.<ref>Franziska Gerhardt: Tauschgeschäft der Pharma-Giganten. In: Apotheke Adhoc. 22. April 2014, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref> Drei Jahre später begann Eli Lilly and Company mit den Planungen zur Abspaltung seiner Tiergesundheitssparte Elanco Animal Health. Zunächst wurden 2018 knapp 20 % der Anteile an die Börse gebracht. Seit März 2019 ist Elanco komplett unabhängig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Colleen Parr Dekker: Elanco Animal Health Completes Separation from Lilly. In: Elanco Animal Health (englisch). 11. März 2019. (Memento vom 21. August 2019 im Internet Archive)</ref>

Ab dem Jahr 2017 stand mit Baricitinib in Europa erstmals ein Vertreter der Januskinasen-Hemmer zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zur Verfügung. Der von Lilly entwickelte Arzneistoff hemmt ein Enzym, das am Entzündungsgeschehen beteiligt ist.<ref name=":19" /><ref>Kerstin A. Gräfe: Neue Option bei RA. In: Pharmazeutische Zeitung. 3. Mai 2017, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Später wurden mit Atopischer Dermatitis und Alopecia areata weitere Anwendungsgebiete zugelassen.<ref name=":19">Rheumamittel Baricitinib wirkt auch bei der Atopischen Dermatitis. In: Ärzteblatt. 21. Oktober 2020, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref><ref>Emma Andrus: Majority of Dermatologists in US Prescribe Baricitinib to Patients With Alopecia Areata, Report Shows. In: Dermatology Times. 16. November 2023, abgerufen am 27. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Marcia Frelick: Baricitinib bei Alopecia areata zugelassen: Was Ärzte und Patienten über die neue Therapieoption wissen müssen. In: Medscape. 1. August 2022, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Abemaciclib wurde seit dem 27. September 2018 in der Europäischen Union als dritter CDK4/6-Inhibitor zur Behandlung von Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zugelassen.<ref>Abemaciclib: Dritter Cdk4/6-Hemmer in Europa zugelassen. In: Krebsinformationsdienst. 8. Oktober 2018, abgerufen am 3. März 2026.</ref> 2020 erfolgte die Zulassung von Ixekizumab unter dem Namen Taltz. Das Arzneimittel kommt bei Schuppenflechten und Psoriasisarthritis zur Anwendung.<ref>Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Taltz). (PDF) In: EC. Europa. European Commission, abgerufen am 25. Mai 2024.</ref> 2020 wurde es zudem für die Behandlung von axialer Spondyloarthritis zugelassen.<ref>EU-Zulassung für Ixekizumab in beiden Stadien der axialen Spondyloarthritis. In: Ärzte Zeitung. 23. Juni 2020, abgerufen am 24. Mai 2024.</ref>

Im Jahr 2021 entwickelte Lilly zwei neue Medikamente für die Behandlung von Patienten mit einem hohen Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf: den neutralisierenden Antikörper Bamlanivimab sowie eine Kombination von Bamlanivimab und Etesevimab. Da das Unternehmen jedoch nicht mit einer steigenden Nachfrage für den Antikörper-Cocktail in Europa rechnete und keine zusätzlichen Daten für den Zulassungsantrag zur Verfügung stellen konnte, stoppte die Europäische Arzneimittel-Agentur das Rolling-Review-Verfahren nach der Bitte des Unternehmens. Dadurch wurde keine reguläre Zulassung erteilt, jedoch dürfen die monoklonalen Antikörper weiterhin verwendet werden.<ref>Daniela Hüttemann: Bamlanivimab und Etesevimab: Eli Lilly zieht Antrag für Antikörper-Cocktail zurück. In: Pharmazeutische Zeitung. 3. November 2021, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>

2022 wurde mit dem Lilly-Wirkstoff Tirzepatid, ein dualer GLP-1/GIP-Rezeptoragonist, eine neue Klasse von Medikamenten entwickelt, um dem Typ-2-Diabetes sowie den Begleit- und Folgeerkrankungen entgegenzuwirken.<ref>Nicola Siegmund-Schultze: Schwer einstellbarer Typ-2-Diabetes: Bessere Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion mit Tirzepatid 1-mal pro Woche. In: Ärzteblatt. 24. November 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref><ref>Nadine Eckert: Adipositastherapie: Erstmals ein wirksames Abnehmmedikament. In: Ärzteblatt. 21. August 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref><ref>Sven Siebenand: Typ-2-Diabetes: Tirzepatid in den USA zugelassen. In: Pharmazeutische Zeitung. 17. Mai 2022, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Tirzepatid ist unter dem Handelsnamen Mounjaro sowohl in den USA als auch in Europa als Ergänzung zu Diät und Bewegung zugelassen,<ref>Mounjaro: Abnehm-Trend in den USA. In: Apotheke Ad Hoc. 29. April 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> um die glykämische Kontrolle bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zu verbessern.<ref>Christine Vetter: Typ-2-Diabetes: Dualer GIP/GLP-1-Rezeptoragonist Tirzepatid bewirkt bessere glykämische Kontrolle. In: Ärzteblatt. 22. August 2022, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Abemaciclib war am dem 27. September 2018 in der Europäischen Union als dritter CDK4/6-Inhibitor zur Behandlung von Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs zugelassen worden. Im Jahr 2022 erhielt Abemaciclib eine Zulassungserweiterung für Patienten mit Brustkrebs mit einem positiven Status für den Hormonrezeptor und negativen Status für den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor im frühen Stadium.<ref>HR+, HER2- Mammakarzinom: Zulassungserweiterung von Abemaciclib. In: Journal Onkologie. 12. August 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Mai 2024; abgerufen am 23. Mai 2024.</ref><ref>Petra Eiden: HR-positives, HER2-negatives Mammakarzinom: Erweitertes Therapiespektrum. In: Ärzteblatt. 18. Januar 2019, abgerufen am 28. Mai 2024.</ref><ref>Dr Katharina Arnheim: Effektivere Adjuvanz in der Hochrisikosituation. In: Medical Tribune. 20. Mai 2023, abgerufen am 3. März 2026.</ref>

Im Jahr 2023 erfolgte die EU-Zulassung für Mirikizumab,<ref>Union Register of medicinal products for human use: Omvoh. In: Europäische Kommission. 30. Mai 2023, abgerufen am 22. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> das erste Medikament des Unternehmens in der Gastroenterologie. Mirikizumab ist für die Behandlung von Colitis ulcerosa bei erwachsenen Patienten indiziert.<ref name=":1">Mirikizumab: Neue Option bei Colitis ulcerosa. In: Ärztezeitung. 14. Dezember 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Im selben Jahr begann Lilly seine Tätigkeit im Bereich der Hämato-Onkologie, indem Pirtobrutinib die EU-Zulassung für Patienten mit Mantelzelllymphom, einer seltenen, aber oft aggressiven Form von Blutkrebs, erhielt.<ref>Kerstin A. Gräfe: Mantelzell-Lymphom: Pirtobrutinib überwindet Resistenzen. In: Pharmazeutische Zeitung. 28. November 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>

Lilly kündigte im November 2023 auf Pressekonferenzen in Berlin und Alzey an, 2,3 Milliarden Euro in den Bau einer Produktionsanlage in Alzey (Rheinland-Pfalz) investieren zu wollen.<ref>Darum investiert Eli Lilly 2,3 Milliarden Euro in Deutschland. In: Handelsblatt. 17. November 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Der neue Produktionsstandort soll 2027 in Betrieb genommen werden und bis zu 1000 Arbeitskräfte beschäftigen.<ref name=":2">„Eine echte Leuchtturmansiedlung“: Arzneimittelunternehmen Eli Lilly baut Produktionsstätte in Alzey. In: Stadt Alzey. 17. November 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Dezember 2023; abgerufen am 23. Mai 2024.</ref><ref name=":3">Eli Lilly investiert 2,3 Milliarden Euro in neuen Standort in Alzey. In: Ärzte Zeitung. 17. November 2023, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref><ref name=":5">US-Pharmariese Lilly will 1.000 Arbeitsplätze in Alzey schaffen. In: SWR Aktuell. 17. November 2023, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref> Am 8. April 2024 wurde der symbolische Spatenstich für das Bauvorhaben gesetzt. Die eigentlichen Bauarbeiten nahmen jedoch erst am 1. Juli 2024 ihren Anfang.<ref>Lilly & Alzey Sommerfest 2024. In: Eli Lilly and Company. Abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref><ref>Sandra Biegger: Pharmakonzern Lilly sorgt für gute Stimmung in Alzey in Rheinhessen. Abgerufen am 9. April 2024.</ref> Im Dezember 2024 wurde mit dem Rohbau einiger Gebäude begonnen.<ref>Christoph Mautes: So weit sind die Bauarbeiten bei Eli Lilly in Alzey. In: SWR. 8. April 2025, abgerufen am 28. Oktober 2025.</ref>

Zudem wurde im Jahr 2023 Tirzepatid (Zepbound) in den USA für die Indikation Gewichtsmanagement bei Personen mit Adipositas sowie Übergewicht mit weiteren gewichtsbedingten Erkrankungen zugelassen. Im selben Jahr erfolgte die EU-Zulassung in der Indikation Gewichtsmanagement, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung, hier unter dem Handelsnamen Mounjaro.<ref>Sven Siebenand: Gewichtsmanagement: Tirzepatid jetzt auch bei Adipositas zugelassen. In: Pharmazeutische Zeitung. 27. Dezember 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref><ref>FDA lässt Tirzepatid-Präparat zum Gewichtsmanagement zu. In: Deutsche Apotheker Zeitung. 9. November 2023, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref> Im Juli 2024 erfolgte die Zulassung für Donanemab (Handelsname Kisunla) durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA). Das Medikament wird zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt.<ref>Donanemab update: new Alzheimer’s disease treatment approved by the FDA. In: Alzheimer's Disease International. 3. Juli 2024, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die EU-Zulassung folgte im Jahr 2025.<ref>Commission authorises medicine to treat early stages of Alzheimer's disease. In: health.ec.europa.eu. 25. September 2025, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jules Adam: Eli Lilly’s strategy in motion: Beyond diabetes and obesity. In: Labiotech.eu. 24. September 2025, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2024 schloss Lilly eine Kooperation mit der britischen Regierung. Diese will in den kommenden zehn Jahren übergewichtige Briten auf Staatskosten mit Tirzepatid zur Gewichtsreduktion behandeln, um das Gesundheitssystem zu entlasten.<ref>Bettina Knipp: Staatlich verordnete Abnehmspritze. In: Die Zeit. 18. Oktober 2024. </ref><ref>Hennrik Bahlmann: Britische Regierung empfiehlt übergewichtigen Arbeitslosen Abnehmspritze. In: Der Spiegel. 15. Oktober 2024.</ref>

Seit 2025 ist das Medikament Omvoh (Mirikizumab) auch für die Behandlung von Morbus Crohn zugelassen.<ref>Brigitte M. Gensthaler: Zweite Indikation: Mirikizumab jetzt auch bei Morbus Crohn. In: Pharmazeutische Zeitung. 17. Februar 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref> Im selben Jahr erhielt Lilly die Zulassung für den Estrogenrezeptor-Antagonisten Imlunestrant (Inluriyo) für Erwachsene mit ER-positivem, HER2-negativem, ESR1-mutiertem, fortgeschrittenem bzw. metastasiertem Brustkrebs, deren Erkrankung nach mindestens einer Linie einer endokrinen Therapie weiter fortgeschritten ist.<ref>Center for Drug Evaluation and Research: FDA approves imlunestrant for ER-positive, HER2-negative, ESR1-mutated advanced or metastatic breast cancer. In: FDA. 25. September 2025 (fda.gov [abgerufen am 11. Dezember 2025]).</ref>

Unternehmensstruktur

Eli Lilly and Company gilt als der wertvollste internationale Pharmakonzern (Stand 2025; gemessen am Börsenwert).<ref>Roland Lindner: Eli Lilly: Dank Abnehmspritzen zum wertvollsten Pharmakonzern der Welt aufgestiegen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 30. April 2024, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref><ref>Jürgen Salz: Preiskampf um die Abnehmpille. In: Wirtschaftswoche. 6. Januar 2026, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref> Der Hauptsitz ist in Indianapolis, USA. Insgesamt unterhält Eli Lilly and Company Forschungseinrichtungen in acht und Produktionsstandorte in neun Ländern. Darüber hinaus werden klinische Studien in mehr als 55 Ländern durchgeführt.<ref name="key facts" />

Mit einer Marktabdeckung in rund 90 Ländern erwirtschaftete der Konzern 2025 einen internationalen Umsatz in Höhe von 65,179 Milliarden US-Dollar. Etwa 20,5 % (2025: 13,3 Mrd. USD) des jährlichen Umsatzes investiert Lilly in den Bereich Forschung und Entwicklung.<ref name="key facts" /> Größte Anteilseigner neben dem Lilly Endowment sind Vanguard (8,96 Prozent) und BlackRock (7,33 Prozent).<ref>Notice of 2024 Annual Meeting of Shareholders and Proxy Statement. In: Eli Lilly and company. Abgerufen am 28. Oktober 2025.</ref>

Im Geschäftsjahr 2024 waren die umsatzstärksten Wirkstoffe des Unternehmens Mounjaro (Tirzepatid), Verzenio (Abemaciclib), Trulicity (Dulaglutid), Zepbound (Tirzepatid), Jardiance (Empagliflozin), Taltz (Ixekizumab), und Humalog (Insulin lispro).<ref name="Financial Results">Lilly reports full Q4 2024 financial results and provides 2025 guidance. (PDF 125 kB) In: Eli and Lilly Company. 6. Februar 2025, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wie Karim Serrar in den Schweizer Aktien schreibt, übertreffe Lilly durch seine biotechnologischen Innovationen größere Pharmaunternehmen wie Merck & Co. sowie Pfizer bezüglich der Marktkapitalisierung.<ref>Karim Serrar: Bio Revolution: Neu-Bewertung von Biotech-Aktien durch Biokonvergenz. In: Schweizer Aktien. 8. August 2023, abgerufen am 11. September 2023.</ref>

Lilly Deutschland

Die Lilly Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen von Eli Lilly and Company mit Hauptsitz in Bad Homburg vor der Höhe (Hessen).<ref name=":6">Lilly Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bad Homburg v. d. Höhe, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 17. August 2023, abgerufen am 26. Februar 2024.</ref> Die deutsche Niederlassung wurde am 12. Mai 1960 zunächst in Frankfurt am Main gegründet; aus Kostengründen wurde der Sitz dann nach Gießen, später nach Bad Homburg verlegt (wobei das Distributionszentrum in Gießen bis 2014 unterhalten wurde).<ref name="GA20101008">kw: Standort Gießen hatte Schlüsselrolle beim Erfolg. In: Gießener Allgemeine, Nummer 234, 8. Oktober 2010, S. 26.</ref><ref name=":11"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Agentur kann noch keine Verkaufsergebnisse für Eli-Lilly-Immobilie vermelden. In: Gießener Anzeiger online. 14. Januar 2015. (Memento vom 29. März 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Eli Lilly – ein halbes Jahrhundert Erfolgsgeschichte. In: Ärzte Zeitung. Nr. 60, 31. März 2010, S. 12.</ref>

Lilly Deutschland beschäftigt in Deutschland 1155 Mitarbeiter (Stand 31. Dezember 2024).<ref>Zahlen und Fakten. In: Lilly Deutschland. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Mai 2025; abgerufen am 11. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im selben Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresumsatz in Höhe von 1319 Millionen Euro.<ref name=":4">Lebensqualität entsteht wenn Fürsorge und Forschergeist sich verbinden (Unternehmensbroschüre). (PDF) Lilly Deutschland GmbH, S. 7, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref> Seit Juni 2023 ist Alexander Horn Geschäftsführer des Unternehmens.<ref>Alexander Horn ist neuer Geschäftsführer bei Lilly Deutschland. In: Pharmaindustrie Online. 28. Juni 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>

Das 2024 verabschiedete Medizinforschungsgesetz sah in der Entwurfsfassung entgegen Positionen früherer Bundesregierungen die Vertraulichkeit von Erstattungsbeträgen vor und löste entsprechende Irritationen unter Krankenversicherungsverbänden aus.<ref>Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt: Sorge vor Milliardenlöchern durch vertrauliche Erstattungspreise. In: Ärzteblatt. 3. April 2024, abgerufen am 7. Juli 2024.</ref> In einigen Medienberichten zum Gesetzesentwurf wurde mit dem Begriff „Lex Lilly“ auf eine mutmaßlich einseitige Veränderung der Rechtslage zugunsten des Unternehmens im Zusammenhang mit seiner Investition am Standort Alzey hingewiesen.<ref>Linke fragen nach „Lex Lilly“. In: ÄrzteZeitung. 17. Juni 2024, abgerufen am 7. Juli 2024.</ref> In der letztlich verabschiedeten Version des Medizinforschungsgesetzes wurde die Vertraulichkeit von Erstattungsbeträgen an strengere Voraussetzungen gekoppelt.<ref>Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt: Bundestag verabschiedet Medizinforschungsgesetz. In: Ärzteblatt. 4. Juli 2024, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref><ref>Bundesrat beschließt Medizinforschungsgesetz. In: Apotheke Adhoc. 27. September 2024, abgerufen am 9. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Aus Sicht der pharmazeutischen Industrie sei die Regelung damit so unattraktiv, dass sie in der Praxis keine Rolle spiele und zum Nischenthema herabgestuft werde.<ref>Medizinforschungsgesetz: Ein Meilenstein mit Schwächen. In: Pharma Fakten. 4. Juli 2024, abgerufen am 9. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Partnerschaften

Lilly Deutschland entwickelte gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Erlangen Rheumality, eine VR-Applikation, die Patientenfälle und Krankheitsverläufe in den unterschiedlichen Stadien einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung visualisiert, wobei sowohl die äußere als auch die innere Struktur der Knochen dargestellt wird. Durch die Software können Studenten beispielsweise eine virtuelle Krankenvisite durchführen.<ref>Rheumatische Erkrankungen: Ein Spaziergang durch die Knochen. In: Ärzte Woche. Nr. 47, 23. November 2023, S. 12.</ref><ref>Martina Lenzen-Schulte et al.: Kurz informiert. In: Deutsches Ärzteblatt. Nr. 7/118, 19. Februar 2021, S. 364.</ref> In Zusammenarbeit mit der Charité Berlin wurde ein Konzept für den Einsatz von Rheumality in der medizinischen Ausbildung erstellt.<ref>Leitfaden für den Einsatz der Virtual Reality und interaktiven App "Rheumality" in der studentischen Lehre. Lilly Deutschland GmbH, Charité, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (Fraunhofer ITMP) entwickelt Lilly Deutschland im Projekt IMMUVision eine digitale Plattform zur Unterstützung der Versorgung bei immunvermittelten Entzündungs- und Immunerkrankungen.<ref>Digitale Innovation in der Entzündungsmedizin: Fraunhofer ITMP entwickelt mit »IMMUVision« einen digitalen Zwilling für komplexe Immunerkrankungen- Technologieland Hessen. In: Technologieland Hessen. 10. Februar 2026, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Lilly Deutschland rief außerdem gemeinsam mit BioLabs und den TUM Venture Labs das Biotech-Innovationszentrum BioLabs|TUM in München ins Leben.<ref>Markus Frühauf: TUM Venture Labs: Start-up-Schmiede für Biotechnologie. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Juli 2025, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

In Deutschland ist Lilly des Weiteren im Dialogforum Demenz aktiv<ref>Dialogforum Demenz – Die Partner der Initiative. In: Dialogforum Demenz. Abgerufen am 23. Mai 2024.</ref> und kooperiert bei dem Projekt ALFie – Alzheimer-Leitliniengerechte Früherkennung mit der Gesundheitsregion KölnBonn e.V., wobei Lilly Deutschland die Entwicklung und Umsetzung der digitalen Versorgungsplattform unterstützt.<ref>Thomas Müller: Lilly-Geschäftsführer Horn: „In der Alzheimerversorgung muss es einen Paradigmenwechsel geben“. In: Ärztezeitung. 9. April 2025, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Therapiegebiete und Medikamente

Die wichtigsten Therapie- und Forschungsgebiete von Lilly sind die Bereiche Alzheimer-Demenz,<ref name=":7">Dominik Feldges: «Speed» – der Chef des wertvollsten Pharmakonzerns Eli Lilly beschreibt im Gespräch das Erfolgsrezept der US-Firma. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. September 2022, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Schmerz, Krebs,<ref name=":8">Bertold Schmitt-Feuerbach: Politische Handicaps für Pharmaforschung in Deutschland. Interview mit Nick Schulze-Solce. In: Ärzte Zeitung. Nr. 178, 4. Oktober 2004, S. 19.</ref> Immunologie,<ref name=":9">Karl Schlieker, Sonja Werner: Milliardeninvestition in Rheinhessen. In: Oberhessische Zeitung. 17. November 2023.</ref> Diabetes,<ref name=":7" /> und Adipositas.<ref>Kampf gegen die Pfunde: Diese Unternehmen forschen an Abnehm-Medikamenten. In: Wirtschaftswoche. 28. Juni 2023, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Lilly vertreibt ausschließlich verschreibungspflichtige Medikamente.<ref name=":6" />

Lilly vertreibt in Deutschland unter anderem folgende Medikamente:<ref name=":4" /><ref>Pirtobrutinib Jaypirca. In: Pharmazeutische Zeitung. Abgerufen am 29. November 2024.</ref>

Diabetes

Immunologie

Neurologie

Onkologie

Weitere Therapiegebiete

Kritik

2007 geriet Lilly wegen des Vorwurfs der Unterdrückung von Studien über Nebenwirkungen der Medikamente in die Kritik. John Virapen, der in den 1980er-Jahren in der Geschäftsführung von Lilly in Schweden tätig war, beschrieb 2007, dass er während seiner Tätigkeit dafür gesorgt habe, „dass es positive Studien“ für das Medikament Fluoxetin gab, das auf den schwedischen Markt gebracht werden sollte.<ref name=":12">Elke Brüser: „Ich habe Menschen bestochen“. Interview mit John Rengen. In: Die Tageszeitung. 12. Januar 2007, ISSN 0931-9085, S. 18 (taz.de [abgerufen am 23. Mai 2024]).</ref> In seinem Buch Nebenwirkung Tod berichtete Virapen zudem über Marketingstrategien und Korruption des Unternehmens im Zuge der Markteinführung von Fluoxetin als Antidepressivum.<ref>Virapen, John: Nebenwirkung Tod. 2. Auflage. Neuer Europa Verlag, Leipzig 2008.</ref>

Das Unternehmen geriet des Weiteren im Zusammenhang mit der Vermarktung des Antipsychotikums Zyprexa (Wirkstoff: Olanzapin) ab 2005 in Kritik, da Lilly vorgeworfen wurde, Nebenwirkungen (beispielsweise starke Gewichtszunahme, Diabetes, eine erhöhte Suizidrate, plötzlicher Tod)<ref>Gordon Gibb: Zyprexa: Highest Rate of Suicides in its Class. In: Lawyers and Settlements. 15. November 2007, abgerufen am 20. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in der öffentlichen Darstellung verschwiegen oder heruntergespielt zu haben. Darüber hinaus war das Medikament illegal für Patientengruppen vermarktet worden, für die es keine Indikation besaß.<ref>Zyprexa: Eli Lilly will Schlussstrich ziehen. In: Pharmazeutische Zeitung. 15. Januar 2009, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref> Im Dezember 2006 gelangten einige hundert interne Dokumente an die Öffentlichkeit, die diese Praktiken beschrieben, unter anderem wurde darüber in der New York Times berichtet.<ref></ref> Lilly veröffentlichte daraufhin am 16. Dezember 2006 eine Stellungnahme, wonach wichtige Fakten im Artikel nicht genannt wurden; so sei das Medikament beispielsweise in mehr als 23 Jahren erforscht worden und 1996 von der FDA zugelassen worden; Starke Gewichtszunahme ist seit der Zulassung als eine mögliche Nebenwirkung in der Fachinformation benannt worden. Die von der Times verwendeten Dokumente seien zudem nur ein Bruchteil der mehr als 11 Millionen Seiten umfassenden Dokumente, die Lilly im Zuge einer Untersuchung zur Verfügung gestellt hatte.<ref>Eli Lilly and Company Responds to New York Times Article of 12/17/06. In: Eli Lilly and Company. 16. Dezember 2006, abgerufen am 23. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Zusammenhang mit dem in den Medien als „Abnehmspritze“<ref>Bettina Hartmann: Abnehmspritze: Ozempic, Wegovy, Mounjaro & Co: Was taugen die Medikamente? In: Stuttgarter Zeitung. 22. Januar 2024, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref><ref>Edda Grabar: Abnehmen: Auch bei Abnehmspritze 2.0 kommt das Übergewicht schnell zurück. In: Die Welt. 14. Dezember 2023, abgerufen am 23. Mai 2024.</ref> bezeichneten Medikament Mounjaro sprach sich Lilly gegen die Verwendung von Adipositasmedikamenten aus rein kosmetischen Gründen aus.<ref>Open Letter Regarding the Use of Mounjaro (tirzepatide) and Zepbound (tirzepatide). In: Eli Lilly and Company. 4. Januar 2024, abgerufen am 22. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen betonte, dass solche Arzneimittel fälschlicherweise als Lifestyle-Produkte angesehen werden, die lediglich das persönliche Wohlbefinden beeinflussen sollen.<ref>Jürgen Salz: Abnehmspritze: „Bald werden weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen stark übergewichtig sein“. Interview mit Alexander Horn. In: Wirtschaftswoche. 7. Februar 2024, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref> Vielmehr sei es wichtig, über die chronische Krankheit Adipositas aufzuklären.<ref>Melanie Amann, Stefan Kaiser: Machen Sie die Leute abhängig von Ihrer Abnehmspritze, Herr Yuffa? Interview mit Ilya Yuffa. In: Der Spiegel. 29. Januar 2024, abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>

Lilly gehört neben Novo Nordisk und Sanofi zu den Hauptproduzenten von Humaninsulin zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Alle drei Unternehmen stehen seit Jahren in der Kritik, diese Präparate in den USA im Vergleich zu anderen Ländern besonders teuer zu verkaufen, da es keine staatliche Preisdeckelung gibt. So sind Antidiabetika in den USA im Durchschnitt etwa zweieinhalb mal teurer als in der EU.<ref>Thorsten Denkler: USA: Menschen sterben, weil Medikamente zu teuer sind. In: Süddeutsche Zeitung. 25. Februar 2019, abgerufen am 9. April 2024.</ref> Die Insulinpreise in den USA stiegen zwischen 2007 und 2018 um etwa 200 %.<ref>Ira B. Hirsch: Insulin in America: A Right or a Privilege? In: National Library of Medicine. National Center for Biotechnology Information, 29. August 2016, abgerufen am 9. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Lilly senkte bis Ende 2023 die Listenpreise für Humalog und Humulin in den USA um rund 70 %, nachdem es Krankenkassen im Inflation Reduction Act erlaubt wurde, Preise für bestimmte Medikamente auszuhandeln.<ref>USA - Pharmahersteller Eli Lilly senkt deutlich die Preise für Insulin in den USA. In: Deutschlandfunk. 1. März 2023, abgerufen am 9. April 2024.</ref><ref>Robin Foster: More Americans will only have to pay $35 a month for insulin in 2024. In: Medical Xpress. 2. Januar 2024, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Weblinks

Commons: Eli Lilly and Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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