Zum Inhalt springen

Ruhrquelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. Juni 2025 um 00:20 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Ruhrquelle
Datei:Ruhrquelle im Winter.jpg
Ruhrquelle (2010)
Lage
Land oder Region Ruhrkopf, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Koordinaten 51° 12′ 49″ N, 8° 33′ 30″ O
 {{#coordinates:51,213694444444|8,5583333333333|
dim= globe= name=Ruhrquelle region=DE-NW type=waterbody
  }}
Höhe 674 m ü. NHN
Ruhrquelle (Nordrhein-Westfalen)
Ruhrquelle (Nordrhein-Westfalen)
Ruhrquelle
Lage der Quelle
Geologie
Gebirge Rothaargebirge
Quelltyp Fließquelle
Austrittsart Hangschuttquelle
Hydrologie
Flusssystem Rhein
Vorfluter Ruhr

Koordinaten: 51° 12′ 49,3″ N, 8° 33′ 30″ O

 {{#coordinates:51,213694444444|8,5583333333333|primary
   |dim=100
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=waterbody
  }}
Datei:Ruhrquelle.jpg
Rondell unterhalb der Ruhrquelle (2005; 666,5 m)
Datei:Ruhrquelle2.jpg
Detail des Rondells mit Gedenkstein (2002)
Datei:Ruhrquelle im Mai 2014.JPG
Rondell nahe der Ruhrquelle (2014)
Datei:Ruhrquelle im Mai 2014 1.JPG
Rondell nahe der Ruhrquelle (2014)

Die Ruhrquelle im Rothaargebirge ist die im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen, gelegene Quelle der Ruhr, einem 219,3 Kilometer<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> langen rechtsseitigen Nebenfluss des Rheins.

Geographie

Lage

Die Ruhrquelle liegt im Nordosten des Rothaargebirges im Hochsauerland. Sie befindet sich im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge etwa 3 km nordöstlich der Winterberger Kernstadt auf dem Nordosthang des 695,7 m ü. NHN hohen Ruhrkopfs auf 674 m<ref name="Tafel" /> Höhe. Die der Quelle am nächsten gelegenen Dörfer, die beide zu Winterberg gehören, sind das 1,8 km nördlich liegende Grönebach und das 1,5 km (jeweils Luftlinie) südöstlich befindliche Elkeringhausen.<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>

Rhein-Weser-Wasserscheide

Südlich oberhalb der Ruhrquelle verläuft über den Ruhrkopf die langgestreckte Rhein-Weser-Wasserscheide: Während die Ruhr in Richtung Westen fließt und schließlich in den Rhein mündet, verläuft das Wasser der nur kurzen Bäche, die am Südosthang des Bergs entspringen, durch die Orke, Eder und Fulda letztlich nordostwärts zur Weser.

Naturräumliche Zuordnung

Der Ruhrquelle gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr. 33) in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) und in der Untereinheit Winterberger Hochland (333.5) zum Naturraum Harfeld (Winterberger Hochmulde) (333.56).<ref name="BfL-111" />

Quellbeschreibung

Die Ruhr entspringt einem kleinen, morastigen Gebiet im Wald, das unter Naturschutz steht. Etwa 330 m (Luftlinie) nordöstlich des Berggipfels und 7,5 m unterhalb der eigentlichen Ruhrquelle liegt auf 666,5 m<ref name="DGK5" /> Höhe ein steinernes Rondell (

 {{#coordinates:51,213666666667|8,5583333333333|
   |dim=
   |globe=
   |name=Steinrondell unterhalb der eigentlichen Ruhrquelle
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}) aus den 1950er Jahren, an dem ein Gedenkstein errichtet wurde. Der Stein erinnert laut Inschrift und Text der unterhalb davon angebrachten Metallplatte sowohl an die erstmalige Errichtung einer Mauer von 1849 (damals noch kein Rondell) als auch an das Hundertjahresjubiläum von 1949. Durch das 1980 restaurierte Rondell wird das Ruhrwasser im Rahmen eines nach oben offenen Kanals geleitet. Die Quelle hat im Durchschnitt eine Schüttung von 2500 Litern pro Stunde (das entspricht etwa 0,7 Litern pro Sekunde). Sie ist eine Hangschuttquelle.

Die Kilometrierung der Ruhr bezieht sich weder auf die eigentliche Ruhrquelle noch auf das vorgenannte Steinrondell, sondern auf die Quelle (

 {{#coordinates:51,212916666667|8,5605833333333|
   |dim=
   |globe=
   |name=Kilometrierungsbezug der Ruhr
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}) eines etwa 200 m langen Ruhr-Zuflusses. Sie beginnt rund 180 m ostsüdöstlich des Rondells auf 667 m Höhe, wobei als Ruhrlänge 219,3 km angegeben sind.<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>

Renaturierungsmaßnahmen

In den Jahren 2006/2007 wurden die Ruhrquelle und die ersten Meter ihres Verlaufes umgestaltet. Der kanalisierte Bachlauf erhielt wieder ein naturnah strukturiertes Bachbett, zudem wurden dichte Büsche ausgelichtet, um wieder einen guten Blick auf das kleine Bächlein zu ermöglichen. Für Besucher wurden über dem Boden Stege zum Besuch der Quellregion angelegt. Außerdem wurden die Einfassungsmauern des Rondells saniert, Wege zur natürlichen Entwicklung der Ufervegetation zurückgebaut und neue Wege, ein paar Meter abseits der Ruhr, zur Entlastung derselbigen angelegt.

Anfahrt und Wandern

Das Rondell an der Ruhrquelle ist über den an der im Westen von der Bundesstraße 480 abzweigenden und in Richtung Osten nach Küstelberg führenden Landesstraße 740 gelegenen Wanderparkplatz Ruhrquelle zu erreichen; dorthin führt ein etwa 200 m langer Fußweg.

Von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg-Ruhrort kann man auf dem Ruhrhöhenweg des Sauerländischen Gebirgsvereins entlang der Ruhr wandern oder auf dem RuhrtalRadweg radfahren; beide Wege starten an der Quelle, an welcher der Abschnitt Küstelberg–Winterberg des Rothaarsteigs vorbeiführt.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tafel">Infotafel am Rondell unterhalb der Ruhrquelle</ref>

<ref name="BfL-111">Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)</ref>

<ref name="DGK5">Deutsche Grundkarte (DGK 5) in <ref name="TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref></ref> </references>

Weblinks

Commons: Ruhrquelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Dillquelle | Ederquelle | Ferndorfquelle | Friedensquelle | Hoppeckequelle | Ilmquelle | Ilsequelle | Lahnquelle | Lennequelle | Möhnequelle | Ochsenborn | Ruhrquelle | Siegquelle | Sombornquelle Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm

Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Ruhrquelle | Besucherbergwerk Ramsbeck | Hennetalsperre | Biggetalsperre | Möhnetalsperre | Sorpetalsperre | Laufwasserkraftwerk Wickede | Laufwasserkraftwerk Warmen | Laufwasserkraftwerk Schwitten | Wasserwerk Warmen | Obere Ruhrtalbahn | Kettenschmiedemuseum | Informationszentrum aqua publik | Rohrmeisterei Schwerte | Ruhrflutbrücke Schwerte-Ergste | Pumpwerk Westhofen | Buschmühle | Hohensyburg Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk | Hengsteysee | Energiewirtschaftlicher Wanderweg Herdecke | Ruhrviadukt Herdecke | Burg Wetter | Kraftwerk Harkort | Gemeinschaftswasserwerk Volmarstein | Villa Bönnhoff | Haus Schede | Schlebuscher Erbstollen | Wasserturm Bommerholz | Bergerdenkmal auf dem Hohenstein Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Wasserkraftwerk Hohenstein | Ruhrviadukt Witten | Stahlhammer Bommern | Deutsches Gruben- und Feldbahnmuseum | Zeche Nachtigall Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Kohlenniederlage Nachtigall und Nachtigallbrücke | Villa Friedrich Lohmann sen. | Villa Gustav Lohmann | Villa Friedrich Lohmann jun. | Villa Albert Lohmann | Haus Berger | Verbund-Wasserwerk Witten | Edelstahlwerk Witten | Ruhrschleuse Herbede mit Königlichem Schleusenwärterhaus)| Privatbrennerei Sonnenschein | Edelstahlfabrik Lohmann | Kemnader See | Brückenwärterhaus und Lake-Brücke | Schleuse Blankenstein und Wasserwerk Stiepel | Stanzwerk | Stadtmuseum Hattingen | Henrichshütte Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Ruhrtalbahn | Birschel-Mühle | Haus Weile und Gahlener Kohlenweg | Leinpfad unterhalb des Isenbergs | Schwimmbrücke Dahlhausen | Schleuse Dahlhausen | Bergbauwanderweg Dahlhausen | Eisenbahnmuseum Bochum Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Bahnhof Dahlhausen | Villa Vogelsang | Horster Mühle | Schleuse Horst | Zeche Wohlverwahrt | Holteyer Hafen | Dinnendahlsche Fabrik | Historische Kläranlage Rellinghausen | Zeche Heinrich | Bahnhof Kupferdreh und Museumsbahn Hespertalbahn | Kulturlandschaft Deilbachtal mit Kupferhammer, Geologischem Aufschluss an der Nierenhofer Straße, Eisenhammer, Deilmannschem Bauernhof, Deiler Mühle, Hundebrücke, Prinz-Wilhelm-Bahn, Ringofenziegelei, Betriebsgebäude Zeche Victoria | Baldeneysee | Zeche Carl Funke | Villa Hügel Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Villa Werden | Neukircher Schleuse | Abtei Werden | Papiermühlenschleuse | Kettwiger Stausee | Laufwasserkraftwerk und Schleuse Kettwig | Scheidt‘sche Hallen | Eisenbahnbrücke Kettwig | Schloss Landsberg | Kloster Saarn | Leder- und Gerbermuseum in der Lederfabrik Abel | Villa Joseph Thyssen | Textilfabrik J. Caspar Troost | Ruhrschleuse Mülheim und Wasserbahnhof Mülheim | Laufwasserkraftwerk Kahlenberg | RWW-Hauptverwaltung | Stadt-Viadukt und Ruhrbrücke Mülheim | Ringlokschuppen Mülheim und Camera Obscura | Mannesmannröhren-Werke | Friedrich Wilhelms-Hütte | Aquarius-Wassermuseum Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Rhein-Ruhr-Hafen Mülheim | Wasserkraftwerk Raffelberg | Solbad Raffelberg | Ruhrschleuse Duisburg und Ruhrwehr | Innenhafen Duisburg Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Haniel Museum | Rheinorange

Vorlage:Klappleiste/Ende