Leuzenbronn
Leuzenbronn Große Kreisstadt Rothenburg ob der Tauber
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(140)&title=Leuzenbronn 49° 22′ N, 10° 8′ O
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| Höhe: | 456 (448–461) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 140 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91541 | |||||
| Vorwahl: | 09861 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Leuzenbronn ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Rothenburg ob der Tauber im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Leuzenbronn hat eine Fläche von 11,165 km². Sie ist in 644 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17.337,20 m² haben.<ref>Gemarkung Leuzenbronn (092990). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Brundorf, Burgstall, Hemmendorf, Hollermühle, Schnepfendorf, Vorbach und Ziegelhütte.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Pfarrdorf liegt am Dorfgraben und am Langwiesengraben, beides rechte Zuflüsse des Vorbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Tauber ist. Der Ort ist von Feldern umgeben.
Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rothenburg (3 km östlich), Schnepfendorf (1,4 km südlich), Heiligenbronn (2,2 km westlich), Hemmendorf (1 km nördlich), zur Landesstraße L 1020 bei Schwarzenbronn (2 km nördlich) und zur L 1005 (4 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Bereits im 9. Jahrhundert gab es im Ort die St.-Andreas-Kirche. Sie ist damit die älteste Kirche im Rothenburger Dekanat. Im Jahre 1714 hatte die Kirchengemeinde 1124 Mitglieder, 1776 935 und aktuell (Stand 2024) 240 Gemeindeglieder.
Im Jahre 1801 gab es 28 Haushalte, die alle der Reichsstadt Rothenburg untertan waren.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 3, Sp. 342.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Leuzenbronn gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Brundorf, Hemmendorf, Reusch, Schnepfendorf und Vorbach. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Leuzendorf mit den Orten Brundorf, Burgstall, Hemmendorf, Hollermühle, Schnepfendorf, Vorbach und Ziegelhütte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 11,189 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1972 nach Rothenburg eingemeindet.<ref> </ref><ref>Rothenburg ob der Tauber > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Leuzenbronn gibt es sieben Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Rothenburg ob der Tauber (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Andreas: Langhaus 11.–13. Jahrhundert über Mauerresten des 9. Jahrhunderts, Chor und Nordturm 13./14. Jahrhundert, Umbauten 18. Jahrhundert; mit Ausstattung; Friedhofsmauer
- Haus Nr. 7: Fachwerkwohnhaus, 18./19. Jahrhundert
- Haus Nr. 8: Wohnhaus, Walmdach, 19. Jahrhundert
- Haus Nr. 9: Bauernhaus, Fachwerkobergeschoss, Krüppelwalm, 19. Jahrhundert
- Haus Nr. 20: Pfarrhaus, Massivbau mit Fachwerkgiebel, 16./17. Jahrhundert
- Haus Nr. 31: Flachsbrechhaus, massives Bruchsteingebäude, 18./19. Jahrhundert; an der Straße nach Schnepfendorf
- Haus Nr. 33: Ehemalige Schule, barockisierender Bau mit Walmdach, 1913
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Bodendenkmäler
In der Gemarkung Leuzenbronn gibt es 18 Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Leuzenbronn
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 367 | 393 | 389 | 413 | 420 | 412 | 416 | 393 | 404 | 407 | 391 | 389 | 403 | 414 | 402 | 388 | 396 | 377 | 354 | 493 | 527 | 481 | 332 | 312 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 64 | 66 | 65 | 65 | 64 | 65 | 65 | 68 | 71 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 54 (Digitalisat). Für die Gemeinde Leuzenbronn zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Brunzendorf (S. 13), Burgstall (S. 15), Hemmendorf (S. 39), Holdermühle (S. 43), Schnepfendorf (S. 82) und Vorbach (S. 98).</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 224–225 (Digitalisat). </ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1073, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1238–1239, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1174 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1245 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1285 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1112 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 815 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref> |
Ort Leuzenbronn
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 131 | 142 | 159 | 153 | 142 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *150 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *150 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *223 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *149 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *142 | 140 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 29 | 29 | 26 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *29 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *29 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *30 | <templatestyles src="FN/styles.css" /> *33 | 39 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 330 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Andreas und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Leuzenbronn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 342 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 65–68.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Leuzenbronn in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Leuzenbronn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references responsive />
Bettenfeld | Bronnenmühle | Brundorf | Burgstall | Detwang | Dürrenhof | Fuchsmühle | Haltenmühle | Hammerschmiede | Hansrödermühle | Hemmendorf | Herrenmühle | Herrnwinden | Hohbach | Hollermühle | Kaiserstuhl | Langenmühle | Leuzenbronn | Ludlesmühle | Lukasrödermühle | Mittelmühle | Obere Walkmühle | Obermühle | Reusch | Rothenburg ob der Tauber | Sankt Leonhard | Schandhof | Schlößlein | Schmelzmühle | Schnepfendorf | Schwarzenmühle | Siechenmühle | Steinbach | Steinmühle | Untere Walkmühle | Vorbach | Weißenmühle | Wildbad | Ziegelhütte
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- Ort im Landkreis Ansbach
- Ortsteil von Rothenburg ob der Tauber
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Gemeindeauflösung 1972
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Ansbach