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Siedamsdorf

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Siedamsdorf
Stadt Weismain
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(37)&title=Siedamsdorf 50° 5′ N, 11° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(37) 50° 5′ 7″ N, 11° 11′ 16″ O
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Höhe: 400 (389–410) m ü. NHN
Einwohner: 37 (1. Apr. 2018)<ref name="Einwo2018">Stadt Weismain: Ortsteile. Abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Postleitzahl: 96260
Vorwahl: 09575
Lage von Siedamsdorf in Bayern
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Siedamsdorf ist ein Ortsteil mit 37 Einwohnern von Weismain im Landkreis Lichtenfels im Regierungsbezirk Oberfranken in Bayern. Das Dorf besteht aus 14 Häusern, die in zwei kleinen Ansammlungen an je einer Quelle gebaut wurden und kaum zusammenhängen.<ref name="mbien-sied">private Infoseite über Siedamsdorf, mbienlein.de, abgerufen am 29. Dezember 2011</ref>

Geografische Lage

Siedamsdorf liegt im Schöpfleinsgrund,<ref name="mbien-sied" /> einem Nebental des Kleinziegenfelder Tals, auf 389 bis 410 m ü. NN. Die Höhe wird amtlich mit 399 m ü. NN angegeben.<ref name="geoport"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Siedamsdorf im Bayernviewer (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geodaten.bayern.de, geodaten.bayern.de, abgerufen am 29. Dezember 2011</ref> Unmittelbar östlich des Dorfes befindet sich der Kröttenstein. Der Ortskern von Weismain ist rund 3,6 Kilometer östlich entfernt. Das Tal, in dem sich das Dorf befindet, gehört ebenso wie der Kröttenstein und der Kordigast zu den Ausläufern des nördlichen Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura.

Geschichte

Datei:Kapelle Siedamsdorf.jpg
Die Kapelle Zur Kreuzauffindung im Mai 2011

Die erste urkundliche Erwähnung war 1250, als das Kloster Langheim den Zehnt zu „Sidandorf“ erwarb.<ref name="George">Dieter George: Lichtenfels; Der Altkreis. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 6: Lichtenfels. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 144.</ref>

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die noch bestehende Kapelle Zur Kreuzauffindung erbaut.<ref>Die Siedamsdorfer Kapelle, mbienlein.de, abgerufen am 29. Dezember 2011</ref>

Ab 1810 gehörte Siedamsdorf zusammen mit den Ortsteilen Altendorf, Bernreuth und Giechkröttendorf zur neu gebildeten Gemeinde Kaspauer.<ref name="Göldner">Göldner (2006), S. 40</ref> Als Folge der Gemeindenbildung in Bayern nach der Verabschiedung der Zweiten Verfassung des Königreich Bayerns wurde diese Gemeinde umstrukturiert und bestand ab 1818 nur noch aus Altendorf, Siedamsdorf und dem Hauptort Kaspauer.<ref name="Göldner" /> Im Ersten Weltkrieg gab es einen Toten, im Zweiten vier Gefallene und drei Vermisste. Am 1. Juli 1976 wurde die Gemeinde Kaspauer mit ihren dazugehörigen Orten nach Weismain eingemeindet.<ref name="sw"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Altendorf (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/stadt-weismain.de, stadt-weismain.de, abgerufen am 18. Mai 2013</ref>

Im April 1998 erhielt Siedamsdorf zusammen mit Altendorf und Kaspauer als Dorfgemeinschaft den Sparkassen-Förderpreis für herausragende Leistungen im Natur- und Umweltschutz.<ref name="mbien-sied" />

Eine Besonderheit der Ortschaft ist, dass fast jedes alte Haus (Nummern 1–10) seinen eigenen Steinbruch besitzt (insgesamt ca. sechs), die zum Teil jedoch stark verfüllt wurden, sodass die ursprüngliche Funktion nur noch bei dreien erkennbar ist. Das Haus mit der Nummer 10 in der Ortsmitte ist das ehemalige Gemeinde- oder Armenhaus. Bis in die 1970er Jahre befand sich unterhalb des Kröttensteins das Haus Nummer 11, das dann abgerissen wurde. Der Ort verfügte einst über zwei Wirtshäuser, die Gastwirtschaft Dauer (Nr. 5, Richtung Kaspauer; Schließung zum 1. Januar 1980) und die Bierwirtschaft Murmann (Nr. 9, Richtung Altendorf; der letzte Besitzer verstarb 1985).

Einwohnerentwicklung

Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Siedamsdorf anhand einzelner Daten wieder.

Jahr Einwohner Anwesen Quelle:
1818 54 12 <ref name="Göldner" />
1861 68 <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 907, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref>
1871 65 <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1081, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref>
1875 70 <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 3. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1875), S. 144, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref>
1950 75 11 <ref name="Göldner" />
1987 41 ca. 12 <ref>Siedamsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>
1999 43 13 <ref name="mbien-sied" />
2000 47 13 <ref name="Göldner" />
2010 44 14 <ref>Die Freiwillige Feuerwehr Altendorf-Siedamsdorf, feuerwehr-weismain.de, abgerufen am 29. Dezember 2011 (offline)</ref>
2012 41 14 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2012 (Memento vom 5. Januar 2013 im Internet Archive), stadt-weismain.de, abgerufen am 30. Dezember 2012</ref>
2013 41 14 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2013 (Memento vom 6. März 2013 im Internet Archive), stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018</ref><ref name="geoport" />
2014 38 14 <ref>Angabe eines Ortsansässigen, basierend auf eigener Zählung</ref>
2015 37 14 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2015 (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref>
2016 37 14 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2016 (Memento vom 26. Januar 2016 im Internet Archive), stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018</ref>
2017 37 14 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2017 (Memento vom 20. August 2017 im Internet Archive), stadt-weismain.de, abgerufen am 16. August 2018</ref>
2018 37 14 <ref name="Einwo2018" />

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Altendorf-Siedamsdorf, gegründet 1906
  • Gartenbauverein Schöpfleinsgrund, gegründet 1992
  • Kapellenpflegeverein

Literatur

  • Andrea Göldner: 100 Jahre Freiw. Feuerwehr Altendorf-Siedamsdorf, Weismain 2006

Weblinks

Commons: Siedamsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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