Birkenfels
Birkenfels Markt Flachslanden
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(39)&title=Birkenfels 49° 22′ N, 10° 32′ O
{{#coordinates:49,370833333333|10,529722222222|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Birkenfels | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 471 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 39 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91604 | |||||
| Vorwahl: | 09829 | |||||
Birkenfels (fränkisch: Birgafels<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 50. Dort folgendermaßen transkribiert: „birgəfels“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Birkenfels liegt in der Gemarkung Kettenhöfstetten.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Nordöstlich des Dorfes entspringt der Birkenfelser Graben, ein rechter Zufluss des Seebachs. Der Ort ist westlich, nördlich und östlich vom Forst Birkenfels umgeben. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Birkenschlag. Die Kreisstraße AN 21 führt nach Borsbach (1,7 km nordwestlich) bzw. nach Brünst (2 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im Jahr 1275 wurde eine Burg Birchenfels urkundlich erwähnt, die Bruno von Birkenfels gehörte.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 50 f.</ref> Im Jahr 1317 verloren die Herren von Birkenfels die Stammburg an die Grafen von Hohenlohe, 1399 ging sie an die Herren von Seckendorff über. 1632 wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg von den kaiserlichen Truppen geplündert und zerstört.
Das Kloster Heilsbronn erwarb dort ein Gut.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 324.</ref>
Erst 1745 entstand das heutige Dorf Birkenfels durch Zerschlagung des herrschaftlichen Ökonomiegutes in drei Höfe, ein Gütlein, ein Haus, eine Schenke und einen Schafhof. Der Ort unterstand nun dem markgräflichen Vogtamt Lehrberg.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Birkenfels 6 Anwesen (1 Schafhof mit Gütlein, 2 Eineinhalbhöfe, 1 Hof, 1 Leerhaus, 1 Wirtschaft) und ein Brechhaus der Gemeinde. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels.<ref name="J840">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 840.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J998">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998.</ref> Im Jahr 1799 wurde der Ort folgendermaßen beschrieben: „Weiler mit dem schönen Ruin eines Hohenlohe und von Seckendorfischen Schlosses, im Kammeramte Ansbach, zwey Stunden von Residenz. Es wurde erkauft von Appel von Seckendorf. Die Einwohner pfarren nach Flachslanden.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 393.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Birkenfels dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Jahr 1836 wurde Birkenfels nach Kettenhöfstetten umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 948.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Kettenhöfstetten am 1. Januar 1972 nach Flachslanden eingemeindet.<ref name="J998"/><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Reste einer ehemaligen Burg mit Hügel und ehemaligem Graben, nördlich anschließend Reste von Bruchsteingewölben, eines mit Schießscharte; in den anschließenden Häusern Nr. 6 und 7 große tonnengewölbte Kelleranlagen<ref>Denkmalliste für Flachslanden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="J840"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Birkenfels. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 393 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 50–51.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 83.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 324 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Gottfried Stieber: Birckenfels. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 253–254 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Birkenfels. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Birkenfels in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Birkenfels im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Birkenfels | Borsbach | Boxau | Flachslanden | Hainklingen | Hummelhof | Kellern | Kemmathen | Kettenhöfstetten | Lockenmühle | Neustetten | Rangenmühle | Rohrmühle | Rosenbach | Ruppersdorf | Schmalnbühl | Sondernohe | Virnsberg | Wippenau
Sonstige Wohnplätze: Kesselmühle | Schneidmühle