Boxau
Boxau Markt Flachslanden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53)&title=Boxau 49° 26′ N, 10° 31′ O
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| Höhe: | 414 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 53 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91604 | |||||
| Vorwahl: | 09829 | |||||
Boxau (fränkisch: Box-aab<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 53. Dort folgendermaßen transkribiert: „boksāb“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Boxau liegt in der Gemarkung Virnsberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Virnsberger Bach, ein rechter Zufluss des Kemmathbachs, der rechts in die Zenn fließt. Der Ort bildet mit dem südwestlich gelegenen Virnsberg eine geschlossene Siedlung. Die Kreisstraße AN 21 führt über Virnsberg zur Staatsstraße 2245 (0,5 km südlich) bzw. nach Sondernohe (1,6 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
In einer Schenkungsurkunde, mit der Burggraf Friedrich III. von Nürnberg Besitzungen dem Deutschen Orden zu Virnsberg überließ, wurde der Ort 1294 als „Bockaw“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zu der Aue, die von den Böcken aufgesucht wird.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 53. Ähnlich: Boxbrunn (Lichtenau).</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Boxau zur Realgemeinde Virnsberg. In Boxau gab es sieben Anwesen (drei Höfe, einen Halbhof, einen Viertelhof, einen Sechstelhof und ein Tropfhaus). Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Deutschordenskommende Virnsberg.<ref name="H83">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 83.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt wurde Boxau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Flachslanden eingegliedert.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013.</ref><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
- ehemaliges Siechenhaus des Deutschen Ordens; zweigeschossiger Bau mit Walmdach, zum Teil Fachwerk-Obergeschoss aus dem 18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Flachslanden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Bildstöcke: am Weg nach Sondernohe Sandsteinbildstock wohl des 16. Jahrhunderts; über runder Basis auf hohem Podest verwitterte Reliefs des Gekreuzigten, der heiligen Elisabeth und des heiligen Georg; verputzter Bildstock aus Ziegelsteinen des späten 18. oder frühen 19. Jahrhunderts mit Marienbild in der Nische<ref name="Denkmalliste"/>
- Wegkapelle wohl des späten 18. Jahrhunderts aus Sandsteinquadern mit Gemälde der Marienkrönung (Öl auf Metall) und an der Rückseite Sandsteinrelief der Heiligen Dreieinigkeit<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="H83"/> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Boxalb. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 422 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 53.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 84.
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 83 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Ortsteile > Boxau. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Boxau in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Boxau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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