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Hainklingen

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Hainklingen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42)&title=Hainklingen 49° 26′ N, 10° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42) 49° 25′ 53″ N, 10° 32′ 30″ O
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Höhe: 430–448 m ü. NHN
Einwohner: 42 (1. Jan. 2023)<ref name="flachslanden">Zahlen & Fakten. In: flachslanden.de. Abgerufen am 18. Juni 2023.</ref>
Postleitzahl: 91604
Vorwahl: 09829

Hainklingen (fränkisch: Hahn-glinga<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 91. Dort folgendermaßen transkribiert: „hānglinga“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hainklingen liegt in der Gemarkung Neustetten.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Durch das Dorf fließt der Hainklingengraben, ein linker Zufluss der Bibert. 0,5 km nordwestlich liegt die Plattenhöhe, 0,5 km südöstlich der Bibertgrund. Die Kreisstraße AN 24 führt nach Obernbibert (1,4 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 (0,3 km nordwestlich), die nach Großhabersdorf (18 km östlich) bzw. nach Oberdachstetten führt (9 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schmalnbühl (0,8 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

1294 wurde der Ort in einer Schenkungsurkunde, mit der Burggraf Friedrich III. von Nürnberg Besitzungen dem Deutschen Orden zu Virnsberg überließ, als „Hegninklingen“ erstmals erwähnt. Der Ortsname bedeutet Bei der Schlucht des Hegino, wobei Hegino ein Personenname ist. Im 17. Jahrhundert war der Personenname offensichtlich unbekannt und man meinte den Ortsnamen von Heim ableiten zu können, dementsprechend ist von da an die Form „Haimbklingen“ bezeugt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 91.</ref>

Das Kloster Heilsbronn erwarb dort acht Anwesen, von denen drei im Dreißigjährigen Krieg bewohnt blieben.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 329.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Hainklingen mit Schmalnbühl eine Realgemeinde. In Hainklingen gab es 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg des Deutschen Ordens aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Deutschordenskommende Nürnberg. Alle Anwesen hatten den Deutschen Orden als Grundherrn (Deutschordenskommende Nürnberg: 2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Tropfgut, 1 Hirtenhaus; Deutschordenskommende Virnsberg: 1 Hof).<ref name="H99">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 99.</ref>

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hainklingen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Virnsberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Virnsberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 12. Juni 1824 wurde Hainklingen in die neu gebildete Gemeinde Neustetten umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese Gemeinde mit Hainklingen am 1. Januar 1972 in den Markt Flachslanden eingegliedert.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1003 f.</ref><ref>Flachslanden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>

Baudenkmal

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Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002011 002017 002022
Einwohner 67 57 69 62 60 68 64 80 57 55 38 42 40 42
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 10 9 10 14 12 11 11 11
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 35 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 44 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 985, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1150, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1091 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1155 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1192 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1029 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 757 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 169 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref> || || || <ref name="flachslanden" />

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt.<ref name="H99"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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