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Geutenreuth

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Geutenreuth
Stadt Weismain
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(139)&title=Geutenreuth 50° 5′ N, 11° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(139) 50° 5′ 20″ N, 11° 17′ 10″ O
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Höhe: 434 (420–450) m
Einwohner: 139 (1. Jan. 2018)<ref name="Einwo2018">Stadt Weismain: Ortsteile. Abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 96260
Vorwahl: 09575
Lage von Geutenreuth in Bayern
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Geutenreuth ist ein Gemeindeteil<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2016 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-weismain.de, stadt-weismain.de, abgerufen am 24. Oktober 2016</ref> der oberfränkischen Stadt Weismain im Landkreis Lichtenfels in Bayern mit 139 Einwohnern.

Geografische Lage

Das von Wald umgebene Kirchdorf befindet sich auf einer Talstaffel östlich der Stadt Weismain im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura. Im Norden fällt diese Staffel steil ins Maintal ab, während sie im Süden zum Görauer Anger im Fränkischen Jura aufsteigt. Geutenreuth gehört noch zum Obermainischen Schollenland.

Geschichte

Geutenreuth wurde als „Jvtenrut“<ref>StABa Bbg. Urk. Nr. 543</ref> 1230 bei einer Übergabe von Gütern des Bischofs Eckbert von Bamberg an das Kloster Langheim erstmals erwähnt.<ref>Dieter George (2008), Historisches Ortsnamenbuch von Bayern - Oberfranken - Lichtenfels, Artikel 49, Seite 36</ref>

In älteren Forschungen wird der ursprüngliche Ortsname mit „Wugastarode“ angegeben. Der erste Teil des Wortes lässt auf einen Gründer mit dem Männernamen Guto oder Guta schließen.<ref name="gelder1978">Ferdinand Geldner: Frühe Siedlung am Obermain - Zur Ortsnamenforschung im Westlichen Gebiet (Auszug). In: Martin Kuhn (Colloquium Historicum Wisbergense): Geschichte am Obermain, Band 1., Colloquium Hist. Wirsbergense, Lichtenfels, 1951 [1978], ohne ISBN, S. 10–14</ref>

Die Namensbestandteile -reuth, -rode, -röden und -roth besagen, dass Urwald gerodet wurde, um eine Siedlung anzulegen. 1230 tauchte für den Ort die Bezeichnung „Jutenrut“ auf, was als Reut des Juto oder der Juta erklärt wird, wobei es sich wie bei den Vorsilben Wuga um denselben Namen handelt, der aber durch mündliche Weitergabe leicht verfremdet wurde. Es tauchten noch weitere Namen auf, wie „Juttenreuth“ (1290), „Geuttthenreuth iuxta Wismain“ (1309), „Jewtenrewt vor dem Weißmeyner Forst“ (1431) und „Geitenreuth“ (1622).

1230 kam Geutenreuth als Filiale der Urpfarrei Altenkunstadt zum Zisterzienserkloster Langheim und gehörte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu dieser Pfarrei. Laut mündlicher Überlieferung führten zwei Wege zum Pfarrort: der Leichenweg, bevor Geutenreuth noch keinen Friedhof hatte und der Brautweg. Letzteren gibt es auch heute wieder als Hinweisschild zwischen Geutenreuth und Baiersdorf.

Im Markgrafenkrieg (1552–1554) wurde das Dorf fast vollständig niedergebrannt. Auch im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde das Dorf, wie die meisten Ortschaften der Umgebung, stark in Mitleidenschaft gezogen; selbst die Kirche wurde beschädigt. Das Langhaus der Kirche wurde knapp 100 Jahre später erneuert und erhielt 1743 seine heutige Form.<ref name="dechant2010-57">Dechant (2010), S. 57</ref>

Von Klosterlangheim wurde Geutenreuth im Jahre 1803 gelöst, als unter Napoleon durch die Reichsdeputation eine Anzahl von Fürstbistümern, Klöstern, und Städten in Franken (Region) und Schwaben zu Bayern kamen.

Eine Gebietsreform teilte Bayern in Kreise und Gemeinden ein. An der Spitze der Kreise standen ab 1829 Landräte. Gemäß dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 erfolgte noch in demselben Jahr die Bildung der politischen Gemeinde Geutenreuth mit den Ortschaften Motschenbach, Dörfles, Pöhl und Wüstenreuth und Geutenreuth als Gemeindehauptort. Die Gemeinde wurde am 1. Juli 1972 aufgelöst.<ref></ref> Geutenreuth wurde nach Weismain, die anderen Orte wurden nach Mainleus umgegliedert.

Einwohnerentwicklung

Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Geutenreuth wieder.

Jahr Einwohner Quelle
1833 184 <ref>Joseph Anton Eisenmann: Geographische beschreibung des erzbisthums Bamberg: nebst kurzer übersicht der suffragan diöcesen: Würzburg, Eichstätt und Speyer. Bamberg 1833, S. 511 (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)., S. 496</ref>
1871 170 <ref name="VZ1875"/>
1900 150 <ref name="VZ1900"/>
1925 162 <ref name="VZ1925"/>
1950 266 <ref name="VZ1950"/>
1970 147 <ref name="VZ1970"/>
1987 131 <ref name="VZ1987"/>
2012 144 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2012 (Memento vom 5. Januar 2013 im Internet Archive)</ref>
2016 136 <ref name="Einwo2018" />

Sehenswürdigkeiten

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Geutenreuth
  • Musikverein Geutenreuth
  • Tischtennisclub Geutenreuth
  • Gartenbauverein Geutenreuth

Literatur

  • Alois Dechant, Gerhard W. Peetz: Wanderführer Weismain. Marie Link Verlag, Kronach, 2010

Weblinks

Commons: Geutenreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="VZ1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1081, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1077 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1112 (Digitalisat). </ref> <ref name="VZ1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 957 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 164 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 318 (Digitalisat).</ref> </references>

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