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Selka

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Selka
Stadt Schmölln
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(210)&title=Selka 50° 52′ N, 12° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(210) 50° 52′ 28″ N, 12° 18′ 30″ O
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Höhe: 275 (267–281) m ü. NHN
Fläche: 2,8 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Selka, Stadt Schmölln. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref>
Einwohner: 210 (2024)<ref name="Einwo2024">Statistik 2024. (PDF; 7,8 MB) In: Stadt Schmölln. S. 4, abgerufen im November 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 1973
Eingemeindet nach: Weißbach
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034491
Lage von Selka in Thüringen
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Selka ist ein Ortsteil der Stadt Schmölln im Landkreis Altenburger Land in Thüringen.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 529 kB) § 3 und 4. In: Webauftritt. Stadt Schmölln, abgerufen im Januar 2026.</ref>

Geographische Lage

Das Dorf liegt südwestlich von Schmölln und auch am Tal der Sprotte am Rande eines Landschaftsschutzgebietes. Die Gemarkung befindet sich im Gebiet des Ausläufers des Ronneburger Acker- und Bergbaugebietes.

Angrenzende Orte sind im Uhrzeigersinn östlich beginnend Sommeritz und südöstlich Weißbach als Ortsteile von Schmölln sowie westlich Nöbdenitz, nordwestlich Lohma und nördlich Burkersdorf als Ortsteile von Nöbdenitz.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung fand für den Ort am 1. November 1291 statt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 262</ref> Im Jahre 1359 wurde Selka als Lehen der Vögte von Weida erwähnt.<ref name="Rittergüter">Christiane Nienhold, Gustav Wolf, Klaus Hofmann: ... und nachmittags fuhren wir nach Nöbdenitz segeln! In: Susann Hesselbarth, Museum Burg Posterstein (Hrsg.): Rittergüter im Altenburger Land und ihre Gärten. Teil 1. Selbstverlag, Posterstein 2007, S. 128.</ref> Im 14. Jahrhundert wurde erstmals das Rittergut Selka erwähnt, welches sich aus einer mittelalterlichen Höhenburg entwickelt hatte. 1618 kam es zu einer Besitzteilung des Rittergutes, wodurch Ober- und Unterselka entstand, letzteres als eigentliches Rittergut. Das Gut erhielt im 18. Jahrhundert ein Herrenhaus. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Neubau des Schlosses.<ref>Das Rittergut Selka auf der Website der Burg Posterstein</ref><ref>Rittergut Selka in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref>

Selka gehörte zum wettinischen Amt Altenburg<ref>Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201. Abgerufen am 26. März 2020.</ref><ref>Adolf Stieler: Die Orte des Amts Altenburg in „Geographische Übersicht der sachsen-ernestinischen, schwarzburgischen, reußischen und der anliegenden Lande“, Gotha 1826, ab S. 83. Abgerufen am 26. März 2020.</ref>, welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Selka bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)<ref>Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> bzw. zum Landratsamt Ronneburg (ab 1900).<ref>Das Landratsamt Ronneburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2024; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zunächst zum Landkreis Altenburg, wurde aber am 1. Januar 1927 in den Landkreis Gera umgegliedert.<ref>Selka im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam Selka zum Kreis Schmölln im Bezirk Leipzig; jener gehörte seit 1990 als Landkreis Schmölln zu Thüringen und ging bei der thüringischen Kreisreform 1994 im Landkreis Altenburger Land auf. Am 1. November 1973 wurde Selka in die Gemeinde Weißbach eingemeindet, welche wiederum am 8. März 1994 in die Stadt Schmölln eingegliedert wurde. Nach der Wende hat sich im Dorf ein Autohaus angesiedelt. Im Jahr 2024 hatte Selka 210 Einwohner.<ref name="Einwo2024" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Das ehemalige neogotische Schloss aus dem Jahre 1869 wurde am 20. Juli 1948 auf der Grundlage des Befehls Nr. 209 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland gesprengt. Heute existiert nur noch der Westflügel des Schlosses aus dem Jahre 1739, der als Witwensitz diente. Der ursprüngliche Aufteilungsplan zur Bodenreform vom 31. Januar 1948 sah noch den Erhalt des Schlosses vor. Die Abbruchsteine wurden als Baumaterialien für Neubauernhäuser etwas abseits des Ortes, die sogenannte Siedlung, verwendet. Der Park mit Teich wird heute von einem Wanderweg durchzogen. In dem Park existiert noch eine Statue der Jagdgöttin Diana.<ref name="Rittergüter" />

Direkt an der Ortsdurchfahrt gelegen befindet sich ein kleiner Vierseithof, ein ehemaliges Handfrongut. All seine Gebäude sind in Fachwerkbauweise errichtet. Das Wohnhaus ist ein Umgebindehaus mit Bohlenstube, des Weiteren existiert noch der Backofenanbau.

Neben dem ehemaligen Rittergut existiert die seit 1994 bestehende Musikkneipe Rock Bock, die restaurierte Ruine des Wirtschaftshofes des Schlosses, in der heute ein Kinderspielplatz untergebracht ist sowie die denkmalgeschützte Dorfkirche Selka.

Abseits des Dorfes nahe an dem Ort Burkersdorf gelegen, befindet sich das Landhotel Leedenmühle, eine ehemalige Wassermühle in Fachwerkbauweise.

Weblinks

Commons: Selka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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