Everllence
| Everllence SE
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Everllence Logo 2025.svg | |
| Rechtsform | SE (Societas Europaea) |
| Gründung | 2010 |
| Sitz | Stadtbachstraße 1, 86153 Augsburg, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung | Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender<ref>Dr. Uwe Lauber. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> |
| Mitarbeiterzahl | rund 15.000 (Stand 2024)<ref name="We are Moving">We are Moving big things to zero. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> |
| Umsatz | rund 4,3 Mrd. Euro (2024)<ref name="Geschaeftsbericht2024">Geschäftsbericht 2024. In: Volkswagen Konzern. 2024, abgerufen am 28. April 2025.</ref> |
| Branche | Maschinenbau |
| Website | www.everllence.com |
Die Everllence SE (Societas Europaea), bis 3. Juni 2025 MAN Energy Solutions SE, mit Sitz in Augsburg ist Anbieter von Großdieselmotoren und Turbomaschinen für maritime und stationäre Anwendungen.<ref name=":0">MAN Energy Solutions SE, Augsburg. In: Northdata. Abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Das Unternehmen entwickelt und fertigt Zweitakt- und Viertaktdieselmotoren<ref name=":1">Impulse zur Dekarbonisierung. In: Schiff und Hafen. 1. November 2023.</ref><ref>Olaf Preuß: „Das wird unsere beste Schiffbaumesse aller Zeiten“. In: Die Welt. 2. September 2022, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> sowie Gasturbinen,<ref name=":2">Wasserstoffkraftwerke: Eine Alternative zu Turbinen tut sich hervor. In: Zeitung für kommunale Wirtschaft. 11. März 2024, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Dampfturbinen<ref>MAN Energy Solutions steam turbines. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Kompressoren.<ref>MAN Energy Solutions compressors for the process industry. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen bietet auch Turbolader,<ref name=":9">Anne Richter: Kooperation von Rolls-Royce und MAN Energy Solutions. In: Schweizer Maschinen Markt. 24. Juni 2021, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Propeller,<ref>Naval propellers. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gasmotoren<ref name=":2" /> und chemische Reaktoren an.<ref>MAN Energy Solutions schickt 800. Reaktor auf die Reise. In: Passauer Neue Presse. 3. August 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Zudem produziert es Schiffsmotoren, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden,<ref name=":20">Marleen Gründel: Containerschifffahrt: Wie die maritime Energiewende gelingen soll. In: Manager Magazin. 12. Januar 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> und entwickelt Technologien für die CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS), Großwärmepumpen sowie Elektrolyseure.<ref name=":19">Marc Widmann: „Andere rennen uns davon“. Interview mit Uwe Lauber. In: Die Zeit. 20. April 2023.</ref><ref>Michael Kerler: MAN Energy Solutions liefert eine Wärmepumpe für 100.000 Menschen. In: Augsburger Allgemeine Zeitung. 3. Oktober 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Das Unternehmen beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter an mehr als 140 internationalen Standorten,<ref name="We are Moving" /> insbesondere in Deutschland, Dänemark, Frankreich, der Schweiz, Tschechien, Indien und in China.
Everllence entstand als MAN Energy Solutions im Geschäftsfeld Power Engineering des MAN-Konzerns, der seinerseits seit 2011 eine Tochter der Volkswagen AG war. Im Vorfeld der Verschmelzung der MAN SE auf die Traton SE wurde MAN Energy Solutions an die Konzernmutter VW verkauft.<ref>Isabell Walter: VW kauft MAN Energy Solutions und RENK. In: B4B Schwaben. 26. Oktober 2018, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref><ref>Isabell Walter: Das Ende von MAN Energy Solutions. In: B4B Schwaben. 22. April 2025, abgerufen am 27. Mai 2025.</ref>
Geschichte
Vorgeschichte
MAN entstand 1898 durch die Fusion der 1840 als Sander’sche Maschinenfabrik gegründeten Maschinenfabrik Augsburg mit der Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg zur „Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft Nürnberg A.G., Augsburg“ 1889.<ref name=":5">MAN – Geschichte, Produkte und Organisation. In: Münchner Merkur. 29. Januar 2022, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref><ref name=":10">Geschichte. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>
Im Zeitraum 1893 bis 1897 entwickelte Rudolf Diesel in der Maschinenfabrik Augsburg den ersten Dieselmotor,<ref name=":10" /> einen Einzylinder-Viertaktmotor, der einen spezifischen Verbrauch von 324 g/kWh erzielte und 17,8 PS (13,1 kW) bei 154/min leistete. 1899 wurde nach mehreren Versuchen an dem Viertaktmotor von Hugo Güldner der erste Zweitakt-Dieselmotor gebaut.<ref name=":4">Günter Mau: Handbuch Dieselmotoren im Kraftwerks- und Schiffsbetrieb. Springer, 1984, ISBN 3-528-14889-6, S. 7–30.</ref>
Nach der Jahrhundertwende entwickelte MAN den ersten Dieselmotor in Tauchkolbenbauart.<ref name=":4" /> Der Tauchkolbenmotor wurde von Wilhelm Eberle und Imanuel Lauster konstruiert. Lauster hatte bereits 1897 wesentlich an der Konstruktion des ersten funktionsfähigen Dieselmotors mitgewirkt.<ref>Friedrich Sass: Geschichte des deutschen Verbrennungsmotorenbaus von 1860 bis 1918. Springer, 1962, ISBN 978-3-662-11843-6, S. 469.</ref>
1905 errichtete MAN in Kiew das erste Dieselkraftwerk. Nachdem ab 1908 Diesels Grundpatent abgelaufen war, begannen auch andere Unternehmen, wie beispielsweise Krupp, Benz & Cie. oder die Gasmotorenfabrik Deutz AG mit dem Bau von Dieselmotoren.<ref name=":4" />
1910 begann MAN Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Werft Blohm + Voss den Bau stehender Zweitakt-Schiffsmotoren.<ref name=":4" /> Zudem konnten ab etwa 1912 die von MAN entwickelten Dieselmotoren mit Steinkohlenteeröl betrieben werden. In den Folgejahren wurden weitere Dieselmotorentypen für den Einsatz im Kraftwerks- sowie im Schiffsbetrieb entwickelt. 1919 wurde der Dieselmotorenbau von Nürnberg nach Augsburg verlegt. Hier erfolgte zudem der Übergang von ventilgesteuerten Systemen auf reine Schlitzspülung.<ref name=":4" />
1921 erwarb die Gutehoffnungshütte, die sich aus dem 1758 im Ruhrgebiet gegründeten Eisenwerk St. Antony entwickelt hatte, die Mehrheitsbeteiligung an der MAN. Hierdurch wurde ein Mischkonzern geschaffen, der sowohl das klassische Hüttenwesen als auch modernen Maschinenbau sowie die Herstellung von verschiedenen Nutzfahrzeugen umfasste. Der Konzern firmierte unter der Abkürzung GHH.<ref name=":5" /> Ab 1926 startete MAN mit der Konstruktion von Hochleistungs-Zweitaktmotoren für die Marine.<ref name=":4" />
Zweiter Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkriegs verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzwachstum, da die Gutehoffnungshütte als Rüstungshersteller tätig wurde. Die Produktion umfasste überwiegend Panzer, Dieselmotoren für U-Boote und Geschosszylinder.<ref name=":5" /> In dieser Zeit wurden auch zivile Zwangsarbeiter eingesetzt, wobei sowjetische Arbeiter ungleich weniger Lohn erhielten als etwa die Zivilarbeiter aus Frankreich oder den Niederlanden.<ref>MAN-Historie. Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. In: Manager Magazin. 10. Juli 2008, abgerufen am 25. November 2025.</ref>
Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg
Seit 1953 unterhält das Unternehmen bzw. seine Vorläufer am Standort Augsburg ein MAN-Museum.<ref>MAN-Museum (nicht) in die Jahre gekommen MAN Diesel & Turbo. In: B4B Schwaben. 24. April 2013, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>
Ab 1964 entschied sich MAN, Motoren mit einer Aufladung von 50 % oder mehr für den Serien-Parallelbetrieb zu konfigurieren. Dabei wurde für Motoren mit 6, 9 und 12 Zylindern der Stoßbetrieb sowie für Motoren mit anderen Zylinderzahlen der Staubetrieb gewählt.<ref name=":4" />
Nachdem der Weltschiffbau in den Siebzigerjahren zunehmend nach Fernostasien verlagert worden und die Entwicklungskosten bei den Motorenherstellern gestiegen waren, schieden Ende der Siebzigerjahre mehrere Großdieselmotoren-Hersteller aus dem Markt aus. MAN übernahm 1979/80 Burmeister & Wain. Seitdem wird die Entwicklung der Viertakt-Motoren in Augsburg vorgenommen, während die Zweitaktmotoren in Kopenhagen konzipiert werden.<ref name=":4" />
1982 erfolgte der Bau des ersten Zweitakt-Großdieselmotors mit über 50 % Wirkungsgrad.<ref name=":4" /> 1986 wurde der GHH-Konzern in MAN umbenannt.<ref>Nina Luttmer: Dax-Absteiger: Abschied aus der Topliga. In: Frankfurter Rundschau. 21. Juni 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>
Entstehung der MAN Diesel & Turbo SE sowie weitere Entwicklungen ab 2010
Die MAN Energy Solutions SE entstand im März 2010 aus der Fusion von MAN Diesel und MAN Turbo unter dem Namen MAN Diesel & Turbo SE.<ref name=":0" /><ref>Rüdiger Köhn: MAN Diesel & Turbo im Schwebezustand. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. Februar 2011, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> 2011 übernahm der VW-Konzern die Mehrheit des Aktienkapitals sowie der Stimmrechte der MAN SE.<ref name=":5" />
2013 genehmigten die Aktionäre von MAN einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit VW, der dem Volkswagen-Konzern umfassende Leitungsrechte der MAN gewährte.<ref name=":5" /> Im selben Jahr erwirtschaftete die damalige MAN Diesel & Turbo SE einen Umsatz von 3,4 Mrd. Euro.<ref name="facts"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />MAN at a glance. Key performance indicators (2013). In: MAN Global Corporate Website (englisch) ( vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref> Des Weiteren nahm das Unternehmen einen Methanisierungsreaktor für die erste Power-to-Gas-Anlage Europas in Werlte in Betrieb.<ref name=":11">Axel Höpner: Übernahme von H-Tec Systems. Wasserstoff: MAN Energy Solutions will Deutschlands führender Anlagenbauer werden. In: Handelsblatt. 14. Januar 2021.</ref>
2015 nahm MAN Energy Solutions seine High-Speed Oil-Free Integrated Motor compressor (HOFIM)-Kompressoren für die Öl- und Gasförderung am Meeresgrund ins Programm auf.<ref>MAN: Unterwasser-Kompressortechnologie für Westaustralien. In: Umweltdialog. 30. September 2021, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Zudem fertigt das Unternehmen seit 2015 Schiffsmotoren, die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.<ref name=":20" />
2018 wurde der Name des Unternehmens in MAN Energy Solutions SE geändert,<ref>Giorgio V. Müller: MAN schickt den Diesel in Pension – davon profitiert Zürich. In: Neue Zürcher Zeitung. 26. Juni 2018, abgerufen am 26. Juni 2018.</ref> wobei die Umfirmierung die Energiewende des Unternehmens verdeutlichen sollte. Bis 2030 sollte demnach der Geschäftsbereich mit nachhaltigen Technologien mehr als 50 % umfassen.<ref>Axel Höpner, Kathrin Witsch: Anlagenbauer in Deutschland drängen auf mehr Förderung für Wasserstoff. In: Handelsblatt. 10. Dezember 2018, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Des Weiteren plante das Unternehmen, das Angebot um Hybrid-, Speicher- und weitere digitale Dienstleistungstechnologien zu erweitern.<ref name=":15">Iris Zeilnhofer: Darum firmiert MAN Diesel & Turbo zu Energy Solutions um. In: B4B Schwaben. 27. Juni 2018, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Zudem gab das Unternehmen bekannt, sich für die Weiterentwicklung von emissionsarmen Gasen als Treibstoff für Schiffe einzusetzen.<ref name=":15" /> Im selben Jahr stellte MAN Energy Solutions außerdem den Dual-Fuel-Zweitaktmotor MAN B&W ME-LGIP für LPG-Betrieb vor.<ref>Felix Selzer: Gasantrieb wird erwachsen. In: Hansa – International Maritime Journal. 20. September 2018, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> 2018 wurde MAN Energy Solutions von MAN SE an deren Konzernmutter Volkswagen übertragen.<ref name=":6">Christian Müßgens, Ilka Kopplin: MAN Energy Solutions – vom Sorgenkind zum Musterschüler. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. Juni 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref>
2019 übernahm das Unternehmen eine 40%ige Beteiligung an H-Tec Systems,<ref>Axel Hopner: VW-Tochter; MAN Energy Solutions setzt auf Wasserstoff als Energieträger. In: Handelsblatt. 25. März 2019.</ref> das 2021 zu rund 99 % übernommen wurde.<ref>Ralph Diermann: MAN Energy Solutions übernimmt Elektrolyseur-Hersteller H-Tec Systems vollständig. In: PV Magazine. 16. Juni 2021, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref><ref>https://www.h-tec.com/news/detail/man-energy-solutions-investiert-weiter-in-wasserstoff-uebernahme-von-h-tec-systems/</ref><ref name=":11" />
2020 gab das Unternehmen bekannt, im Rahmen des Programms Performance 2023 Umstrukturierungen vorzunehmen. Dies beinhaltete unter anderem Kostensenkungen und Restrukturierungen (wie die Streichung von Arbeitsplätzen in Deutschland und dem Ausland)<ref>MAN: Der Sozialplan steht. In: Passauer Neue Presse. 10. Dezember 2020.</ref><ref name=":12">Kevin Knitterscheidt: MAN Energy Solutions streicht Tausende Stellen. In: Handelsblatt. 22. Juli 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> sowie die Zustimmung der Volkswagen AG, dass MAN Energy Solutions für mindestens weitere vier Jahre Teil des Konzerns bleibe,<ref>Angelina Märkl: Volkswagen bestätigt: MAN bleibt Teil des VW-Konzerns. In: B4B Schwaben. 21. Dezember 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> sofern es die Wachstums- und Renditeziele erreiche.<ref name=":6" /> Zudem wurde das Produktionsnetzwerk angepasst, sodass beispielsweise die Dampfturbinenfertigung in Hamburg eingestellt wurde.<ref name=":12" />
2021 begann MAN Energy Solutions mit der Entwicklung sowie dem Bau einer Wärmepumpe für die dänische Stadt Esbjerg,<ref>Michael Sutter: MAN Energy Solutions erhält Auftrag aus Dänemark. In: Energate Messenger Schweiz. 8. Februar 2021, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> die Meerwasser zur Wärmeerzeugung nutzt.<ref>Andreas Herz: Deutsche Firma baut eine der weltgrößten Wärmepumpen in Esbjerg. In: tagesschau.de. 19. September 2023, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Im selben Jahr gab das Unternehmen bekannt, eine Wasserstoff-Konfiguration für gasbetriebene Viertaktmotoren anzubieten.<ref>Thorsten Czechanowsky: Motoren von MAN Energy Solutions sind „H2-ready“. In: Energate Messenger Schweiz. 5. November 2021, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> 2021 wurde zudem das Containerschiff Elbblue in Zusammenarbeit von MAN Energy Solutions mit der Reederei Elbdeich erstmals mit synthetischem Methan betankt und gestartet.<ref>Christoph Schlautmann: Synthetischer Sprit an Bord. In: Handelsblatt. 12. April 2022.</ref> MAN Energy Solutions entwickelte hierfür unter anderem den Motor des Schiffes, der sowohl mit LNG als auch mit Synthetic Natural Gas (SNG) betrieben werden kann.<ref>Weltpremiere: Erstes Schiff mit Öko-Sprit. In: Hamburger Morgenpost. 5. Oktober 2021.</ref> Seit 2021 ist das Unternehmen außerdem an der Entwicklung der international ersten CO2-Abscheidungsanlage für die klimaneutrale Zementproduktion in Norwegen beteiligt. Hierfür stellt MAN Energy Solutions ein Kompressorsystem für die CO2-Abscheidung und -Verdichtung zur Verfügung, sodass ab Sommer 2024 an dem Standort CO2 verflüssigt und abgeschieden werden kann, wobei das CO2 eingelagert und als Rohstoff verwendet wird.<ref>Keefe Borden: Large-scale CO2-capture project to halve emissions. In: Compressor Tech 2. 21. Dezember 2021, abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":16">Stefan Stahl: „Wir machen Schiffe klimafreundlich“. Interview mit Uwe Lauber. In: Augsburger Allgemeine. 4. Februar 2023.</ref>
2022 wurde die neue Viertakt-Motorenreihe MAN 49/60 auf den Markt gebracht. Die Motoren können sowohl im Gas- als auch Dieselbetrieb mit LNG, Diesel und HFO sowie nachhaltigen Kraftstoffen betankt werden.<ref>Anna Wroblewski: Bereit für Brennstoffe der Zukunft – MAN stellt neuen Motor vor. In: Hansa – International Maritime Journal. 7. September 2022, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Im selben Jahr erhöhte das Unternehmen seine Investitionen in Wasserstoffsysteme, indem 500 Millionen Euro in H-Tec Systems eingebracht wurden.<ref>Axel Höpner: MAN Energy Solutions investiert 500 Millionen Euro in Wasserstoff. In: Handelsblatt. 25. Februar 2022, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>
Im April 2023 wurde bekannt, dass das Tochterunternehmen H-Tec Systems in Hamburg-Rahlstedt einen Standort für die Entwicklung sowie Produktion von PEM-Elektrolyse-Stacks gründen werde.<ref name=":7">Olfa Preuß: Elektrolyse: Warum MAN Energy Solutions künftig Wasserstoff-Technologie in Hamburg herstellt. In: Die Welt. 27. April 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Außerdem schloss MAN Energy Solutions 2023 mit Shell eine Absichtserklärung, wonach beide Unternehmen gemeinsam Ansätze für das Erreichen von Klimazielen erarbeiten. Unter anderem sollen Technologien entwickelt werden, die den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid in CCUS-Anlagen reduzieren. Die Vereinbarung umfasste außerdem die Förderung der Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe für Schiffsanwendungen sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Methanschlupfreduzierung.<ref>Melisa Cavcic: Shell and MAN pooling resources to propel low-carbon energy era forward. In: Offshore Energy. 29. Juni 2023, abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juni 2023 verkündete MAN Energy Solutions die Absicht, den Produktbereich Gasturbinen an den chinesischen Konzern CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co Ltd. (GHGT), eine Tochter der China Shipbuilding Industry Corporation, zu verkaufen.<ref>MAN Energy Solutions verkauft Geschäft mit Gasturbinen. In: MAN Energy Solutions. 20. Juni 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Die Transaktion stand unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen (Stand Mai 2024)<ref name=":3">Ulf Meinke: Diese Pläne haben die Chinesen für Oberhausens Gasturbinen. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 22. Juni 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref><ref>Dana Heide, Julian Olk: Ministerium prüft umstrittenen China-Deal von MAN länger. In: Handelsblatt. 27. Februar 2024, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> und wurde am 3. Juli 2024 von der Bundesregierung untersagt.<ref>Sicherheitspolitik: Habeck stoppt Verkauf von VW-Tochter nach China. In: Süddeutsche Zeitung. 3. Juli 2024, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Die Neuentwicklung von Gasturbinen wird nach der Untersagung des Verkaufs eingestellt, das profitable Servicegeschäft soll erhalten bleiben.<ref>Julian Olk, Dana Heide: Bund untersagt Verkauf von MAN-Tochter an Chinesen: MAN wollte sein Gasturbinen-Geschäft an eine chinesische Firma mit engen Verbindungen zur Rüstungsindustrie verkaufen. Der Deal war sehr umstritten. Aus dem Parlament kommt Zustimmung für das Übernahmeverbot. In: Handelsblatt. 3. Juli 2024, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>
Im selben Jahr führte das Unternehmen außerdem mit einem Zweitakt-Dieselmotor Testläufe für die Nutzung von kohlenstofffreien Ammoniak als Treibstoff durch. Als Ergebnis gab MAN Energy Solutions bekannt, bis 2026 den Ammoniak-Antrieb für den Schiffsbetrieb bereitzustellen.<ref name=":21">Olaf Preuß: Klimaschonend übers Meer. In: Die Welt. 7. November 2023.</ref> Im selben Jahr stattete MAN Energy Solutions 19 Containerfrachter der Reederei A. P. Møller-Mærsk mit umweltfreundlichen Methanolmotoren aus.<ref name=":6" />
2024 schloss MAN Energy Solutions mit Karpowership, Istanbul, einen Vertrag über die Lieferung von 48 Dual-Fuel-Motoren für deren Kraftwerksschiffflotte, wobei die Motoren auf mehrere schwimmende Kraftwerke aufgeteilt werden.<ref name=":13">Nicole Eidinger: MAN Energy Solutions bekommt Vertrag von türkischem Hersteller Karpowership. In: B4B Schwaben. 16. Januar 2024, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>
2025 wurde MAN Energy Solutions SE in Everllence umbenannt. Laut Unternehmensangaben vereine der neue Name die Begriffe „First Ever“ (erstmalig) und „Excellence“ (Exzellenz) – er stehe sowohl für eine lange Tradition bahnbrechender Entwicklungen als auch für das klare Bekenntnis, in allen Bereichen höchste Standards setzen zu wollen.<ref>Augsburger Firma MAN Energy Solutions heißt künftig Everllence. In: Augsburger Allgemeine. Abgerufen am 24. April 2025.</ref>
Produkte
Everllence produziert unter anderem Großmotoren für Schiffe und Kraftwerke, darunter auch Gasmotoren, die zum Beispiel in Gaskraftwerken für die Erzeugung von Strom und Fernwärme verwendet werden. Zudem umfasst das Produktangebot Energiespeicherprodukte und den Bau von Großwärmepumpen.<ref>Isabell Walter: MAN Energy Solutions und Politik im Dialog zur Energieversorgung. In: B4B Schwaben. 15. Mai 2019, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref><ref name=":6" /> Weitere Geschäftsbereiche des Unternehmens sind die Produktion und der Vertrieb von Gas- und Dampfturbinen, Kraftwerkstechnik und Reaktoren für die chemische Industrie. Es ist zudem in der Ausstattung von Containerfrachtern mit Methanolmotoren tätig.<ref name=":6" /> Das Unternehmen bietet Schiffstreibstoffe an, die aus CO2 und Wasserstoff hergestellt werden.<ref name=":16" /> Für die Produktion des Wasserstoffs liefert das Unternehmen zudem Elektrolyseure.<ref name=":16" /><ref name=":19" />
Teil der Unternehmensstrategie ist außerdem die Förderung von CCUS-Technologie. Am Standort Berlin werden im Rahmen dessen unter anderem Kompressoren zur Verdichtung von Kohlenstoffdioxid produziert, die überwiegend nach Nordamerika exportiert werden.<ref>Steven Hanke: Unter die Erde. Die Speicherung von CO₂ ist umstritten. In: Der Tagesspiegel. 20. Mai 2022.</ref><ref>Carbon Capture and Storage. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerdem arbeitet das Unternehmen an der Entwicklung eines Schiffsmotors, welcher auf der Verbrennung von Kraftstoffen wie Methanol oder Ammoniak basiert.<ref name=":18">Johannes Winterhagen: „Wasserstoff allein reicht nicht“. Interview mit Uwe Lauber. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. November 2023.</ref>
Das Liefer- und Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst komplette Schiffsantriebssysteme,<ref>MAN Energy Solutions liefert GenSets für Antarktis-Kreuzfahrtschiff. In: Schiff & Hafen. 21. Februar 2024, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Turbomaschinensätze sowohl für die Öl- und Gas- als auch die Prozessindustrie sowie komplette Kraftwerke.<ref>MAN Energy Solutions Wins Compressor Revamp Order for Troll A. In: Offshore Engineer. 21. Dezember 2023, abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Schiffsmotoren
Viertaktmotoren
Everllence bietet mittelschnelllaufende Viertaktmotoren an,<ref>Freerk Meyer: Gasmotoren für die Schifffahrt. In: Schiff & Hafen. Nr. 3, 2019, S. 14–19.</ref> die einen Leistungsbereich von 177 bis 21.600 kW abdecken und mit flüssigen oder gasförmigen Kraftstoffen betrieben werden können. Sie werden zum Antrieb aller Handelsschiffstypen, aufgrund ihrer Kompaktheit und der Möglichkeit einer elastischen Lagerung aber auch in Passagierschiffen eingesetzt. Neben Kreuzfahrtschiffen sind Spezialschiffe wie Schlepper, Schwimmbagger oder Kabelleger weitere Einsatzgebiete. Kleinere mittelschnelllaufende Viertaktmotoren werden außerdem in Schnellfähren und Marine-Schiffen verbaut. Die Motoren werden an den Unternehmensstandorten Augsburg (von dort Schwertransport über Land zum Neckarhafen Heilbronn), Saint-Nazaire (Frankreich) und Aurangabad (Indien) sowie von Lizenznehmern produziert.<ref name=":14">Production locations. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zudem bietet das Unternehmen komplette Antriebssysteme, bestehend aus Hauptmotor, Getriebe, Welle und Propeller, an.<ref>MAN Propulsion Package to Power Tanker Quartet. In: The Maritime Executive. 5. Februar 2024, abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Optimized propulsion systems. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Zweitaktmotoren
Zweitakt-Großdieselmotoren werden am Unternehmensstandort Kopenhagen, Dänemark,<ref name=":14" /> entwickelt und verfügen über ein Leistungsspektrum von 2.000 kW bis 87.000 kW. Die Motoren werden aufgrund ihrer Größe von internationalen Lizenznehmern in unmittelbarer Nähe der Werften gefertigt und treiben große Containerschiffe, Frachter oder Öltanker an. Langsamlaufende Zweitakter benötigen zur Kraftübertragung keine Getriebe; sie sind über die Antriebswellen direkt mit den Propellern verbunden. Durch die Marktführerschaft bei Zweitaktschiffsmotoren werden rund 50 % des Welthandels mit Motoren von Everllence bewegt, ein Konkurrent dabei ist Winterthur Gas & Diesel.<ref>Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.</ref>
Turbolader
Everllence baut Abgasturbolader<ref name=":9" /> für hohe Ladedrücke mit einstufigen Radial- und Axialturbinen. Das Spektrum der Lader, die sowohl bei Zweitakt- und Viertakt-Schiffsmotoren als auch bei stationären Anlagen zum Einsatz kommen, reicht von etwa 300 kW bis zu 30.000 kW Motorleistung.
Kraftwerke
Dieselmotoren des Unternehmens werden im stationären Bereich vor allem für Kraftwerke<ref>Stadtwerke feiern Motorentaufe. In: Märkische Oderzeitung. 14. Mai 2021.</ref> und die Notstromversorgung<ref>Emergency Diesel Generators. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> eingesetzt. Das Angebot reicht von kleineren Stromerzeugungsaggregaten, GenSets genannt, bis hin zu kompletten Kraftwerken mit Leistungen von bis zu 400 MW. Das Angebot für stationäre Anlagen umfasst Viertaktmotoren mit einer Einheitsleistung von 450 kW bis 18.900 kW und Zweitaktmotoren für Einheitsleistungen bis 80.000 kW. Die Kraftwerke werden unter anderem mit Schweröl, Diesel, Gas oder erneuerbaren Treibstoffen betrieben. Die von dem Unternehmen entwickelten gasbetriebenen Viertaktmotoren sind begrenzt wasserstofftauglich und ermöglichen, den Treibstoffen bis zu 25 % Wasserstoffanteil beizumischen.<ref>Sanja Pekic: MAN gas engines hydrogen-ready. In: Offshore Energy. 4. November 2021, abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Petra Hannen: MAN-Gasmotoren ermöglichen in Kraftwerken die Beimischung von bis zu 25 Volumenprozent Wasserstoff. In: PV Magazin. 5. November 2021, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> Weiterhin können die Motoren mit Biogasen und synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.<ref>Sonal Patel: Shifting Gears: How Diesel and Gas Engines Are Thriving in the New Power Paradigm. In: Power. 1. März 2024, abgerufen am 5. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> MAN Energy Solutions übernimmt für seine Kunden auch den Betrieb und die Wartung der Kraftwerke.<ref>MAN PrimeServ schließt zehnjährigen Wartungsvertrag für Kraftwerk in Benin ab. Pressemitteilung. In: MAN Energy Solutions. 22. Oktober 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>
Turbomaschinen
Für die Prozess- und Grundstoffindustrie, Düngemittelherstellung, Eisen- und Stahlherstellung oder für petrochemische Anwendungen entwickelt und produziert das Unternehmen Kompressoren,<ref>Joshua Wygand: FPSO-Großauftrag für MAN Energy Solutions. In: Täglicher Hafenbericht. 25. März 2024, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> ebenso wie Gas- und Dampfturbinen für die Stromproduktion.<ref>Laura Cedrone: MAN Energy Solutions liefert neue Technologie nach Nigeria. In: B4B Schwaben. 8. Oktober 2019, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref><ref>Jürgen Schreier: Dampfturbine für das größte Solarthermie-Kraftwerk der Welt. In: Maschinenmarkt. 27. März 2013, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Darüber hinaus bietet das Unternehmen Verdichter für die Öl- und Gasindustrie (Upstream) an. Dazu zählen hermetisch gekapselte Kompressoren mit Magnetlagertechnik sowie Hochdruckkompressoren mit Enddrücken von 300 bis 1000 bar. Das Unternehmen baut zudem Isothermkompressoren für die Verarbeitung von industriellen Gasen.<ref>Magnus Schwarz: Blauer Wasserstoff: MAN liefert Kompressoren für Air Products' Clean Energy Complex. In: H2 News. 12. Juli 2023, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Everllence-Getriebekompressoren werden für Anwendungen im Bereich industrielle Gase oder bei der Verarbeitung und dem Transport von CO2 eingesetzt. Produktionsstandorte sind Oberhausen, Berlin, Zürich, Changzhou (China) und Bengaluru (Indien).<ref name=":14" />
Everllence stellt folgende Turbomaschinen her:
- Turboverdichter (Radial-, Axial-, Mehrwellenverdichter)
- Expander (Prozessgasturbinen)
- Dampfturbinen
- Gasturbinen
- Prozessgasschraubenverdichter
- Maschinenleitsysteme/Regelsysteme
Chemiereaktoren und Apparate
Am Standort Deggendorf werden unter der Bezeichnung DWE Reactors Röhrenreaktoren für die chemische und petrochemische Industrie<ref name=":8">MAN Energy Solutions schickt 800. Reaktor auf die Reise. In: Passauer Neue Presse. 3. August 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref> sowie Spezialapparate für Forschungsinstitutionen (z. B. Komponenten für CERN oder ITER)<ref>MAN Energy Solutions components for RFCC and FCC. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deggendorfer arbeiten an Kernfusion mit ( vom 6. Juni 2024 im Internet Archive) In Passauer Neue Presse 24. Mai 2020</ref> hergestellt.
Der Standort Deggendorf ist zudem in Bereich der Entwicklung von Technologie für E-Fuels tätig. Das Unternehmen konzipiert und produziert Anlagen für die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen wie beispielsweise Methanol und synthetischem Erdgas. Diese Kraftstoffe werden mittels Wasserstoff erzeugt und können beispielsweise für den emissionsarmen Antrieb von großen Containerschiffen verwendet werden.<ref name=":8" />
Konzernstruktur
2024 beschäftigte MAN Energy Solutions rund 15.000 Mitarbeiter an über 140 Standorten.<ref name="We are Moving" /> 2023 wurden rund 4,0 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet.
MAN Energy Solutions war zu 100 % Teil der Volkswagen-Gruppe, Everllence ist es wohl noch. Stand 5. Juni 2025 war das damalige Vorstandsmitglied des Volkswagenkonzerns Gunnar Kilian Aufsichtsratsvorsitzender von Everllence, Stand 11. September 2025 wird kein Aufsichtsratsvorsitzender angegeben.<ref>https://www.everllence.com/imprint</ref><ref>Volkswagen Aktiengesellschaft, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023, veröffentlicht im Unternehmensregister am 22. März 2024, abgerufen am 8. April 2024.</ref> Die 14 Produktionsstandorte des Unternehmens befinden sich in Europa (11) und Asien (3).<ref name=":14" /> Zudem kooperiert Everllence mit 28 Lizenznehmern in 6 Ländern (Zwei- und Viertaktmotoren, Turbolader).<ref>MAN Licensees. In: MAN Energy Solutions. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die PrimeServ-Standorte (Service-Netzwerk) befinden sich an rund 140 Standorten.
Auszeichnungen
MAN Energy Solutions wurde 2023 mit dem 16. Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.<ref>Diana Schneider: MAN Energy Solutions wird mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. In: B4B Schwaben. 29. November 2023, abgerufen am 5. Juni 2024.</ref>
Literatur
- Hans-Jürgen Reuß: Zweitakt-Motorenprogramm ganz auf Gas eingestellt. MAN Diesel & Turbo führt in Kopenhagen neuen Motor mit Wechselbetrieb von Diesel auf Gas vor. In: Hansa, Heft 7/2011, S. 43/44, Schiffahrts-Verlag Hansa, Hamburg 2011, ISSN 0017-7504.
Weblinks
- Internetauftritt der MAN Energy Solutions
- Christian Müßgens und Ilka Kopplin: MAN Energy Solutions – vom Sorgenkind zum Musterschüler (FAZ und faz.net vom 15. Juni 2023)
- MAN-Museum
Einzelnachweise
<references responsive />
Koordinaten: 48° 22′ 47,4″ N, 10° 53′ 53,9″ O
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| Personenkraftwagenmarken: |
Audi | Bentley | Ducati | Lamborghini | Porsche | Seat | Škoda | Volkswagen |
| Nutzfahrzeugmarken: |
VW Nutzfahrzeuge | Traton mit MAN Truck & Bus, Volkswagen Caminhões e Ônibus, Navistar, Neoplan und Scania |
| Beteiligungen und Joint Ventures: |
Kaili (60 %) | Bugatti Rimac (57,1 %) | Tantos (50 %) | FAW-Volkswagen (40 %) | Shanghai Volkswagen (50 %) |
| Finanzdienstleistungen: | |
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