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Derartu Tulu

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Derartu Tulu Vorlage:SportPicto
Nation AthiopienDatei:Flag of Ethiopia.svg Äthiopien
Geburtstag 21. März 1972
Geburtsort Bekoji
Größe 155 cm
Gewicht 44 kg
Karriere
Disziplin Langstreckenlauf
Bestleistung 14:44,22 min (5000 m)
30:17,49 min (10.000 m)
2:23:30 h (Marathon)
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Crosslauf-WM 6 × Goldmedaille 5 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Barcelona 1992 10.000 m
Gold Sydney 2000 10.000 m
Bronze Athen 2004 10.000 m
 Weltmeisterschaften
Silber Göteborg 1995 10.000 m
Gold Edmonton 2001 10.000 m
 U20-Weltmeisterschaften
Gold Plowdiw 1990 10.000 m
 Crosslauf-Weltmeisterschaften
Silber Aix-les-Bains 1990 Team
Silber Antwerpen 1991 Einzel
Silber Antwerpen 1991 Team
Gold Durham 1995 Einzel
Silber Durham 1995 Team
Silber Stellenbosch 1996 Team
Gold Turin 1997 Einzel
Gold Turin 1997 Team
Gold Vilamoura 2000 Einzel
Gold Vilamoura 2000 Team
Gold Brüssel 2004 Team
Datei:Derartu Tulu in 2019.jpg
Derartu Tulu (2019)

Derartu Tulu (amharisch: ዻራርቱ ቱሉ; * 21. März 1972 in Bekoji) ist eine ehemalige äthiopische Langstreckenläuferin aus der Volksgruppe der Oromo. Sie wurde zweimal Olympiasiegerin und einmal Weltmeisterin im 10.000-Meter-Lauf sowie sechsmal Weltmeisterin im Crosslauf.

Biografie

Tulu machte zum ersten Mal auf sich aufmerksam, als sie 1991 die Silbermedaille bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften gewann. Bei den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio wurde sie Achte über 10.000 Meter. Über dieselbe Distanz gewann sie dann bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona die Goldmedaille. Der Lauf in Barcelona gilt als historisch, da Tulu als erste schwarze Frau aus Afrika eine Goldmedaille über 10.000 Meter gewann; in einem epischen Duell mit der weißen Südafrikanerin Elana Meyer, das in einer symbolträchtigen Ehrenrunde Hand in Hand endete, wurde dieser Moment als Zeichen der Versöhnung und Hoffnung für eine bessere Zukunft Afrikas gefeiert.<ref>Alina Schwermer: Emanzipation durch Sport: Ein befreiender Lauf. In: Die Tageszeitung: taz. 26. September 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 26. September 2024]).</ref> Ebenfalls über 10.000 Meter gewann sie bei den Weltmeisterschaften 1995 in Göteborg die Silbermedaille. 1995 holte sie auch den ersten von drei Weltmeistertiteln im Crosslauf; weitere folgten 1997 und 2000. Auch bei Straßenläufen war sie schon früh in ihrer Karriere erfolgreich. 1994 gewann sie die Corrida Internacional de São Silvestre und 1996 den Great South Run. 1997 trat sie beim Boston-Marathon an und belegte den fünften Platz.

Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gewann sie ein zweites Mal die Goldmedaille über 10.000 Meter, diesmal mit ihrer persönlichen Bestzeit von 30:17,49 min. Kurz danach siegte sie bei der Erstaustragung des Portugal-Halbmarathons. Bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton wurde sie erstmals Weltmeisterin über 10.000 Meter. Aber auch über die Marathonstrecke war sie in diesem Jahr erfolgreich: Sie siegte beim London-Marathon in 2:23:57 h und beim Tokyo International Women’s Marathon. 2003 triumphierte sie beim Lissabon-Halbmarathon.

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde sie über 10.000 Meter Dritte hinter Xing Huina (CHN) und ihrer Cousine Ejegayehu Dibaba. Im Jahr darauf wurde sie beim Nagano-Marathon Dritte, beim Marathon der Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki Vierte in ihrer persönlichen Bestzeit von 2:23:30 h, Siegerin beim Great North Run und beim Great South Run und Dritte beim New-York-City-Marathon. Nach zwei Jahren Wettkampfpause meldete sie sich 2008 mit einem zweiten Platz beim Madrid-Marathon zurück. Um Abschluss der Saison siegte sie bei der Course de l’Escalade. 2009 wurde sie zunächst Vierte beim Nagano-Marathon und gewann dann als erste äthiopische Läuferin den New-York-City-Marathon.<ref>IAAF: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Keflezighi and Tulu triumph in New York (Memento vom 3. November 2009 im Internet Archive). 1. November 2009</ref>

Derartu Tulu ist 1,55 m groß und wiegt 44 kg. Sie stammt aus demselben Dorf wie der erfolgreiche Langstreckenläufer Kenenisa Bekele. 1998 wurde sie Mutter einer Tochter. Tulu ist Athletenbotschafterin der Entwicklungshilfeorganisation Right To Play.

Persönliche Bestzeiten

Weblinks

Commons: Derartu Tulu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1988: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Olga Bondarenko | 1992: Athiopien 1991Datei:Flag of Ethiopia (1991–1996).svg Derartu Tulu | 1996: PortugalPortugal Fernanda Ribeiro | 2000: Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Derartu Tulu | 2004: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Xing Huina | 2008: Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Tirunesh Dibaba | 2012: AthiopienDatei:Flag of Ethiopia.svg Tirunesh Dibaba | 2016: AthiopienDatei:Flag of Ethiopia.svg Almaz Ayana | 2020: NiederlandeNiederlande Sifan Hassan | 2024: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Beatrice Chebet

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeisterinnen im Crosslauf (Einzel)Vorlage:Klappleiste/Anfang 1979: Sakina Boutamine | 1982: Justina Chepchirchir | 1984: Mary Chepkemboi | 1985: Hellen Kimaiyo Kipkoskei | 1988: Fatima Aouam | 1989: Hellen Kimaiyo Kipkoskei | 1990: Derartu Tulu | 1992: Derartu Tulu | 1993: Gwen Griffiths | 1996: Florence Djépé | 1998: Berhane Adere | 2000: Asmae Leghzaoui | 2002: Berhane Adere | 2004: Etalemahu Kidane | 2006: Meseret Defar | 2008: Meselech Melkamu | 2010: Vivian Cheruiyot | 2012: Gladys Cherono | 2014: Almaz Ayana | 2016: Sheila Chepkirui | 2018: Hellen Obiri | 2022: Beatrice Chebet | 2024: Fantaye Belayneh Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1985: Hassania Darami | 1988: Marcianne Mukamurenzi | 1989: Jane Ngotho | 1990: Derartu Tulu | 1992: Derartu Tulu | 1993: Berhane Adere | 1998: Zahra Ouaziz | 2000: Souad Aït Salem | 2002: Susan Chepkemei | 2004: Eyerusalem Kuma | 2006: Edith Masai | 2008: Tirunesh Dibaba | 2010: Tirunesh Dibaba | 2012: Gladys Cherono | 2014: Joyce Chepkirui | 2016: Alice Aprot Nawowuna | 2018: Stacey Chepkemboi Ndiwa | 2022: Caroline Nyaga | 2024: Gladys Kwamboka Vorlage:Klappleiste/Ende

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