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Didier Burkhalter

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Datei:Didier Burkhalter 2011.jpg
Didier Burkhalter (2011)

Didier Eric Burkhalter (* 17. April 1960 in Auvernier<ref>Grégoire Schneider: Didier Burkhalter. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2. Juni 2022.</ref>; heimatberechtigt in Neuenburg und Sumiswald) ist ein Schweizer Politiker (FDP). Er war im Jahr 2014 Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft.<ref name="Bundespräsident 2014">Burkhalter: «Ich werde andere Krawatten tragen als Maurer». In: Tagesschau (SRF). 4. Dezember 2013, abgerufen am 28. Dezember 2013.</ref>

Politische Laufbahn

Lokale und kantonale Ebene

Burkhalter war von Mai 1988 bis September 1990 im Gemeinderat (Legislative) von Hauterive politisch tätig. Zwischen Juli 1991 und Juni 2005 amtete er in der Stadtregierung von Neuenburg, daneben gehörte er zwischen Mai 1990 und Mai 2001 dem Grossen Rat des Kantons Neuenburg an.

National und Ständerat

Ab den Wahlen 2003 bis Dezember 2007 war er im Nationalrat. Bei den Wahlen 2007 wurde er am 11. November im zweiten Wahlgang zum Ständerat gewählt. Ab 2005 war er Vizepräsident der FDP-Liberalen Fraktion der Bundesversammlung, zudem präsidierte er deren Ständeratsgruppe von 2007 bis zu seinem Amtsantritt als Bundesrat.

Bundesrat

Datei:Bundesratswahl 2009 - Annahme der Wahl.jpg
Burkhalter erklärt Annahme der Bundesratswahl 2009

Burkhalter wurde von seiner Partei zusammen mit dem rechtsliberalen Genfer Nationalrat Christian Lüscher für die Bundesratswahl vom 16. September 2009 nominiert. Die CVP portierte einen eigenen Kandidaten, den Freiburger Ständerat und Fraktionspräsidenten Urs Schwaller. Nachdem Lüscher nach dem dritten Wahlgang seinen Verzicht erklärt hatte, erreichte Burkhalter im vierten Wahlgang das absolute Mehr mit einem Vorsprung von 23 Stimmen auf Schwaller.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />«Ich schwöre vor Gott» (Memento vom 23. September 2009 im Internet Archive). In: Tages-Anzeiger. 16. September 2009 (Ablauf der Bundesratswahl).</ref> Als Nachfolger Pascal Couchepins übernahm Burkhalter auch dessen Vorsitz im Departement des Innern. Didier Burkhalter trat nach der symbolischen «Schlüsselübergabe» vom 30. Oktober das Amt als Bundesrat offiziell am 1. November 2009 an. Er sagte, die Krankenversicherung stehe ganz oben auf seiner Traktandenliste.<ref>Couchepin: Der Vorhang fällt. Schlüsselübergabe des scheidenden Bundesrats an Nachfolger Burkhalter. In: Neue Zürcher Zeitung. 30. Oktober 2009, abgerufen am 1. November 2009: «{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)»</ref> Am 16. Dezember 2011 wurde bekannt, dass Burkhalter auf 1. Januar 2012 als Nachfolger von Micheline Calmy-Rey ins Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten wechselt.<ref>Burkhalter wird Aussenminister, Berset rückt nach. In: Handelszeitung. 16. Dezember 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2012; abgerufen am 16. Dezember 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.handelszeitung.ch</ref>

Datei:Bundesrat der Schweiz 2016.jpg
Didier Burkhalter (zweite Position von links) auf dem offiziellen Bundesratsfoto 2016

Am 5. Dezember 2012 wählte ihn die Vereinigte Bundesversammlung mit 205 von 219 gültigen Stimmen zum Vizepräsidenten für das Jahr 2013.<ref>Die Sitzungen in Kürze (SDA) – Wintersession 2012. Bundesversammlung.</ref> Am 4. Dezember 2013 wurde Burkhalter mit 183 von 202 gültigen Stimmen zum Bundespräsidenten 2014 gewählt.<ref name="Bundespräsident 2014" /> Bei den Gesamterneuerungswahlen 2015 am 9. Dezember bestätigte ihn die Vereinigte Bundesversammlung mit 217 von 231 gültigen Stimmen als Bundesrat.

Am 14. Juni 2017 gab Bundesrat Burkhalter seinen Rücktritt per 31. Oktober bekannt.<ref>Désirée Föry: «Je ne regrette rien». In: Neue Zürcher Zeitung. 14. Juni 2017, abgerufen am 14. Juni 2017.</ref><ref>Bundesrat tritt zurück. Burkhalter: «Den Entscheid habe ich am letzten Sonntag gefällt». In: Radio SRF 4 News (SRF). 14. Juni 2017, abgerufen am 14. Juni 2017.</ref><ref>Per Ende Oktober. Didier Burkhalter tritt als Bundesrat zurück. In: 20 Minuten. 14. Juni 2017, abgerufen am 14. Juni 2017.</ref> Ende Oktober 2017 trat er von seinem Amt zurück. Nachfolger im EDA ist sein Tessiner Parteikollege Ignazio Cassis.

Internationale Ebene

Da die Schweiz 2014 den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte, wurde Burkhalter in seinem Präsidialjahr amtierender Vorsitzender der OSZE. Er erklärte, dass sich die Sicherheitslage in Europa im 2014 verschlechtert habe aufgrund der Annexion der Krim.<ref>David Signer: Russland stellt sich taub. Der OSZE-Ministerrat hat sich an seinem Treffen in Basel nicht auf eine Erklärung zur Ukraine einigen können. Zwischen Russland und den restlichen Teilnehmern zeigten sich tiefe Brüche. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. Dezember 2014, abgerufen am 23. Dezember 2014.</ref><ref>Gregor Poletti, Peter Meier: «Wenn wir Federer als Weltbesten feiern, ist das nicht überheblich». Didier Burkhalter zieht Bilanz über sein Präsidialjahr – und sagt, warum die Schweiz vermehrt auf der internationalen Bühne präsent sein muss. In: Tages-Anzeiger. 17. Dezember 2014, abgerufen am 23. Dezember 2014: «{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)»</ref>

Auslandbesuche als Bundespräsident und OSZE-Vorsitzender 2014

Datum Ort Hauptgrund
16. und 17. Januar Wien (OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich)

Treffen mit dem österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer und Rede vor dem ständigen Rat der OSZE

27. und 28. Januar Warschau und Krakau (PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen)
  • Treffen mit dem polnischen Präsidenten Bronisław Komorowski
  • Besuch von durch die Schweiz unterstützten Projekten zur Verminderung der wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede in Europa
  • Besuch des KZ Auschwitz
1. Februar München (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland)

Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz

2. bis 6. Februar Tokio und Kamakura (JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan)
  • Audienz beim japanischen Kaiser Akihito und Treffen mit Kronprinz Naruhito
  • Treffen mit dem japanischen Premierminister Shinzō Abe
7. und 8. Februar Sotschi (RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland)

Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2014

18. Februar Berlin (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland) und Paris (FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich)
24. und 25. Februar New York City und Washington, D.C. (Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten)
5. März Paris (FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich)

Teilnahme an einer Konferenz zur Situation in Libyen

24. und 25. März Den Haag (NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande)

Teilnahme am Gipfel zur Nuklearen Sicherheit

7. und 8. April Helsinki (FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland)

Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö und dem finnischen Premierminister Jyrki Katainen

11. April Kiew (UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine)

Treffen mit dem ukrainischen Aussenminister Andrij Deschtschyzja

24. April Belgrad (SerbienDatei:Flag of Serbia.svg Serbien)

Treffen mit dem serbischen Präsidenten Tomislav Nikolić und dem designierten Ministerpräsidenten Aleksandar Vučić

24. April Tirana (AlbanienDatei:Flag of Albania.svg Albanien)

Treffen mit dem albanischen Präsidenten Bujar Nishani

25. April Priština und Kosovska Mitrovica (KosovoDatei:Flag of Kosovo.svg Kosovo)
6. Mai Wien (OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich)

Teilnahme an der 124. Sitzung des Ministerkomitees des Europarates

7. Mai Moskau (RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland)

Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin

7. Mai Brüssel (BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien)

Treffen mit dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy

12. Mai Brüssel (BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien)

Teilnahme am Treffen der EU-Aussenminister zur Lage in der Ukraine

2. Juni Baku (AserbaidschanDatei:Flag of Azerbaijan.svg Aserbaidschan)

Treffen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten İlham Əliyev

3. Juni Tiflis (GeorgienDatei:Flag of Georgia.svg Georgien)

Treffen mit dem georgischen Präsidenten Giorgi Margwelaschwili und dem georgischen Premierminister Irakli Gharibaschwili

4. Juni Jerewan (ArmenienDatei:Flag of Armenia.svg Armenien)

Treffen mit dem armenischen Präsidenten Sersch Sargsjan

6. und 7. Juni Kiew (UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine)

Teilnahme an der Amtseinführung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko

24. Juni Wien (OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich)

Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin

27. und 28. Juni Baku (AserbaidschanDatei:Flag of Azerbaijan.svg Aserbaidschan)

Teilnahme an der Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der OSZE

29. Juli Rom (ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien)

Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi

25. August Berlin (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland) und Tallinn (EstlandDatei:Flag of Estonia.svg Estland)
5. September Newport (Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich)

Teilnahme am NATO-Gipfel

10. September Prag (TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien)
  • Teilnahme am Wirtschafts- und Umweltforum der OSZE
  • Treffen mit dem tschechischen Premierminister Bohuslav Sobotka
11. September Riga (LettlandDatei:Flag of Latvia.svg Lettland)

Treffen mit dem lettischen Staatspräsidenten Andris Bērziņš und der lettischen Premierministerin Laimdota Straujuma

16. September Rostock (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland)

Teilnahme am jährlichen Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter

23. bis 26. September New York City (Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten)

Teilnahme an der 69. UNO-Generalversammlung

16. Oktober Mailand (ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien)

Teilnahme am ASEM-Gipfel

28. Oktober Berlin (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland)

Teilnahme an einer Konferenz zur Situation in Libyen

30. Oktober Paris (FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich)

Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande

13. November Berlin (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland)

Teilnahme an der OSZE-Antisemitismuskonferenz

14. November Ypern und Brüssel (BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien)
  • Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung für die Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs
  • Treffen mit dem König der Belgier Philippe und dem belgischen Premierminister Charles Michel
20. November Aşgabat (TurkmenistanDatei:Flag of Turkmenistan.svg Turkmenistan)

Treffen mit dem Präsidenten von Turkmenistan Gurbanguly Berdimuhamedow und dem turkmenischen Aussenminister Raşit Meredow

20. November Astana (KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Kasachstan)

Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew

21. November Taschkent (UsbekistanDatei:Flag of Uzbekistan.svg Usbekistan)

Treffen mit dem usbekischen Präsidenten Islom Karimov

22. November Duschanbe (TadschikistanDatei:Flag of Tajikistan.svg Tadschikistan)

Treffen mit dem tadschikischen Präsidenten Emomalij Rahmon

22. November Bischkek (KirgisistanDatei:Flag of Kyrgyzstan.svg Kirgisistan)

Treffen mit dem kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew und dem kirgisischen Premierminister Djoomart Otorbajew

27. November Berlin (DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland)

Teilnahme am Vierertreffen der deutschsprachigen Aussenminister

9. Dezember Bratislava (SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Slowakei)

Teilnahme am Treffen der Visegrád-Gruppe

Politische Haltung

Burkhalter gehört weder zum rechten noch zum linken Flügel der FDP, befürwortet wirtschaftliche Liberalisierung und eine offene Aussenpolitik und stimmt auch sonst in den meisten Punkten mit der Linie seiner Partei überein.<ref>Claudio Habicht: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bundesrat Burkhalter befürwortet Stimmrecht für Ausländer (Memento vom 30. September 2016 im Internet Archive). In: Tages-Anzeiger. 16. September 2009.</ref><ref>siehe Profil bei smartvote</ref> Er ist jedoch kein typischer Wirtschaftsvertreter. Auch tritt er stark für Integration ein, befürwortet beispielsweise das Stimm- und Wahlrecht für Ausländer auf Gemeindeebene.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Didier Burkhalter: Loyal, fleissig und erfahren (Memento vom 22. September 2009 im Internet Archive). In: Radio DRS. 16. September 2009.</ref>

Ehrungen

Privates

Burkhalter studierte Ökonomie, ist seit 1986 mit Friedrun Sabine Burkhalter (geb. Schuchter) verheiratet, lebt in Neuenburg und hat mit seiner Frau drei Söhne.

Literatur

Weblinks

Commons: Didier Burkhalter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Pascal CouchepinMitglied im Schweizer Bundesrat
2009–2017
Ignazio Cassis

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 2002: Beat Richner | 2003: Roger Federer | 2004: Lotti Latrous | 2005: Peter Sauber | 2006: Köbi Kuhn | 2007: Jörg Abderhalden | 2008: Eveline Widmer-Schlumpf | 2009: René Prêtre | 2010: Marianne Kaufmann und Rolf Maibach | 2011: Didier Cuche | 2012: Dario Cologna | 2013: Stan Wawrinka | 2014: Didier Burkhalter | 2015: Polo Hofer Vorlage:Klappleiste/Ende

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