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Elisabeth Baume-Schneider

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Datei:Élisabeth Baume-Schneider (2026) (cropped).jpg
Elisabeth Baume-Schneider (offizielles Porträt für das Jahr 2026)
Datei:Gruppenbild Bundesrat 2026.jpg
Elisabeth Baume-Schneider (zweite von rechts) auf dem offiziellen Bundesratsfoto 2026

Elisabeth Baume-Schneider [<templatestyles src="IPA/styles.css" />e.li.za.bɛt bom ˈʃnaɪ̯dɛʁ] (* 24. Dezember 1963 in Saint-Imier als Elisabeth Schneider; heimatberechtigt in Les Breuleux) ist eine Schweizer Politikerin (SP). Am 7. Dezember 2022 wurde sie als Nachfolgerin von Simonetta Sommaruga in den Bundesrat gewählt. Sie trat ihr Amt als Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes am 1. Januar 2023 an und wechselte per 1. Januar 2024 ins Eidgenössische Departement des Innern.

Leben

Elisabeth Schneider wuchs auf einem Bauernhof in Les Bois auf.<ref name="homepage"/> Ihre Eltern sprachen Schweizerdeutsch, sind jedoch Französisch eingeschult worden. Die ebenfalls beide Sprachen sprechende Tochter erlebte die Unabhängigkeit des Kantons Jura 1979 als Schulkind.<ref>Elisabeth Baume-Schneider – Teamplayerin mit Regierungserfahrung. In: swissinfo.ch. 7. Dezember 2022, abgerufen am 13. Dezember 2022.</ref> Die Handelsschule in La Chaux-de-Fonds beendete sie 1983 erfolgreich mit einer Wirtschaftsmatura.<ref>Remise des diplômes à l’Ecole de commerce: excellente année 82-83. In: FAN – L’Express – e-newspaperarchives.ch. 2. Juli 1983, abgerufen am 13. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Eidgenössisches Justiz-und Polizeidepartement: Elisabeth Baume-Schneider, Bundesrätin. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. August 2023; abgerufen am 24. Dezember 2024.</ref> Danach studierte sie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Neuenburg<ref>Der Bundesrat: Porträt Elisabeth Baume-Schneider. In: admin.ch. Abgerufen am 2. Januar 2023.</ref> und schloss 1987 mit einem Lizenziat in Sozialwissenschaften zum Thema bäuerliche Identität ab.<ref>Question d’identité paysanne – Mémoire de licence d’une étudiante franc-montagnarde. In: Le Franc-Montagnard – e-newspaperarchives.ch. 30. Oktober 1987, abgerufen am 13. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1989 bis 2002 war sie als Sozialarbeiterin tätig.<ref>Service social des Franches-Montagnes, Nominations. In: Le Franc-Montagnard – e-newspaperarchives.ch. 30. September 1988, abgerufen am 10. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sie ist mit Pierre-André Baume verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne.<ref name="homepage"/> Sie wohnt in Les Breuleux, im Westen des Kantons Jura.<ref name="swissinfo" />

Politische Laufbahn

Ihre politischen Aktivitäten begann sie als Studentin bei der Sozialistischen Arbeiterpartei,<ref>Adrian Schmid: Baume-Schneider war nicht in der Revolutionären Marxistischen Liga. In: Tages-Anzeiger/SonntagsZeitung, 3. Dezember 2022.</ref> später trat sie der SP bei. Sie beschreibt sich selbst als links stehend: «Ich stand immer eher links. Aber ich habe auch immer als Minorität gearbeitet. Und da musste ich immer mitmachen, mit Leuten, die weniger links waren oder eher rechts oder aus der Mitte. […] Ich habe immer gezeigt, dass ich etwas beitragen kann, auch wenn ich sehr links bin.»<ref name="srf">Die neue Bundesrätin – Elisabeth Baume-Schneider – Teamplayerin mit Regierungserfahrung. In: SRF.ch. 7. Dezember 2022, abgerufen am 7. Dezember 2022.</ref>

Datei:Elisabeth Baume-Schneider IMG 2616.JPG
Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider (2011)

Kantonal

Ab 1995 gehörte sie dem jurassischen Parlament an, das sie 2000 präsidierte. 2002 wurde sie in die Kantonsregierung (Gouvernement) des Kantons Jura gewählt. Sie leitete dort das Departement für Bildung, Kultur und Sport.<ref>Elisabeth Baume-Schneider, nouvelle présidente du Comité stratégique de la Haute Ecole Arc, jura.ch, 17. Mai 2013</ref> In den Jahren 2006, 2008 und 2012 präsidierte sie das Gouvernement (Regierungsratspräsidentin), bis 2015 war sie dessen Mitglied. Später leitete sie vier Jahre lang die Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit (Haute École de travail social et de la santé) in Lausanne.<ref name="homepage">Über mich auf der Website von Elisabeth Baume-Schneider, abgerufen am 10. Dezember 2022 (Archiv).</ref>

Eidgenössisch

Datei:Elisabeth Baume-Schneider in Saignelégier.jpg
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (2023)

Bei den Wahlen 2019 wurde Baume-Schneider in den Ständerat gewählt. Dort war sie Präsidentin der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK), Mitglied der Geschäftsprüfungskommission (GPK), der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) und des Büros des Ständerates. Sie war bis zu ihrer Wahl in den Bundesrat Vizepräsidentin der SP Schweiz.<ref name="swissinfo">Elisabeth Baume-Schneider geht ins Rennen um Bundesratssitz. In: Swissinfo.ch, 11. November 2022.</ref>

Baume-Schneider kandidierte für die Bundesratswahl 2022 als Nachfolgerin der zurücktretenden Simonetta Sommaruga. Am 26. November 2022 beschloss die SP-Fraktion, Baume-Schneider zusammen mit Eva Herzog auf ihren Wahlvorschlag an die Bundesversammlung aufzunehmen.<ref>Herzog und Baume-Schneider auf SP-Zweierticket. In: SRF.ch. 26. November 2022, abgerufen am 6. Dezember 2022.</ref>

Am 7. Dezember 2022 wurde Baume-Schneider im dritten Wahlgang zur Bundesrätin gewählt, nachdem sie anfangs als Aussenseiterin gegolten hatte.<ref name="srf"/><ref>Kaspar Surber: Die Überraschungswahl: «Unrueh» im Bundeshaus. In: woz.ch. 7. Dezember 2022, abgerufen am 8. Dezember 2022.</ref> Mit ihr ist der Kanton Jura erstmals im Bundesrat vertreten. Sie trat ihr Amt als Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes am 1. Januar 2023 an.<ref>Im dritten Wahlgang: Baume-Schneider schafft die Überraschung. In: SRF.ch. 7. Dezember 2022, abgerufen am 7. Dezember 2022.</ref><ref>Bundesrat hat Departementsverteilung vorgenommen. admin.ch, 8. Dezember 2022, abgerufen am 8. Dezember 2022.</ref> Per 1. Januar 2024 übernahm sie das Eidgenössische Departement des Innern.

Werke (Auswahl)

  • Questions d’identité paysanne : un référent identitaire : la transmission des savoirs. [Neuchâtel] : Université de Neuchâtel, Institut de sociologie et de science politique 1987. (Mémoire de licence Sociologie Neuchâtel, 1987).
  • Filmförderung – ein «Acte Citoyen». In: Filmbulletin 55 (2013), Nr. 5 (Juli) = Heft 332, S. 48. (Digitalisat in E-Periodica).
  • La Question jurassienne et les socialistes. In: Einig – aber nicht einheitlich: 125 Jahre Sozialdemokratische Partei der Schweiz. Zürich: Limmat Verlag 2013, S. 308–310.
  • L’égalité : une question de liberté, de dignité et de solidarité. In: D’égal à égale! No. 15 (2015), S. 3–5. (Digitalisat in E-Periodica).
  • mit Christoph Eymann und Ingrid Hess: «Wir müssen Probleme lösen, statt Fronten bewirtschaften». In: ZESO. Zeitschrift für Sozialhilfe 116 (2019), Nr. 2 (3. Juni), S. 8–11. (Digitalisat in E-Periodica).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerinAmtNachfolger
Simonetta SommarugaMitglied im Schweizer Bundesrat
seit 2023

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