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René Prêtre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Rene Pretre 1 Jun 2012 Delemont.jpg
René Prêtre (2012)

René Prêtre (* 30. Januar 1957 in Boncourt) ist ein Schweizer Herzchirurg. Er war Schweizer des Jahres 2009.

Leben

Prêtre wuchs zusammen mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Boncourt auf.<ref name="Soblick" /> Er studierte an der Universität Genf Medizin. 1988 erlangte er den Facharzttitel in Allgemeiner Chirurgie. Nach dem Studium zog er nach New York, wo er Opfer von Gewaltverbrechen und Unfällen operierte. Er arbeitete in Kliniken in England, Deutschland und Frankreich. Von 2001 bis Ende Juni 2012 war Prêtre Chefarzt der Kinderherzchirurgie am Kinderspital Zürich, von 2004 bis Ende Juli 2012 Professor an der Universität Zürich.<ref>Berufungen vom 8. Mai 2012. In: Universität Zürich vom 11. Mai 2012.</ref> Seine Nachfolge trat Michael Hübler an. Seit August 2012 ist er Professor und Klinikdirektor der Herz- und Gefäßchirurgie für Erwachsene und Kinder am Universitätsspital Lausanne<ref name="tagi">René Prêtre: Zürich hat mich verändert. In: Tages-Anzeiger vom 3. Juli 2012.</ref> und Professor an der Universität Lausanne.<ref>Le Professeur René Prêtre rejoint le CHUV et l’UNIL le 1er août. Medienmitteilung der Universität Lausanne vom 26. Juli 2012 (PDF-Datei; 65 kB).</ref>

2007 gründete er die Stiftung «Le petit cœur», die in Mosambik tätig ist. Einmal im Jahr fliegt er mit seinem Team für zwei Wochen nach Maputo, um dort Kinder und Jugendliche zu operieren, die ohne diesen Einsatz keine Überlebenschance hätten.

Prêtre ist geschieden und hat zwei erwachsene Töchter und zwei Enkel.<ref name="Soblick">Deborah Lacourrège: «Wir ticken anders als der Rest der Schweiz» In: SonntagsBlick vom 20. Juli 2014.</ref> Ende 2020 wurde er Vater eines Sohnes.<ref>René Prêtre: Als Jungvater in die Pension. Abgerufen am 3. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Im Januar 2010 wurde René Prêtre zum Schweizer des Jahres 2009 gewählt. Gleichzeitig wurde er in der Fernsehgala «Swiss Award» ausgezeichnet mit dem «SwissAward 2009 – Kategorie Gesellschaft» für seine unermüdliche Arbeit an den Herzen der Kleinsten als einer der renommiertesten Chirurgen der Schweiz.

Autobiografie

  • Et au centre bat le coeur. Chroniques d’un chirurgien cardiaque pédiatrique. Arthaud, Paris 2016, ISBN 978-2-08-139753-8.
    • In der Mitte schlägt das Herz. Von der großen Verantwortung für ein kleines Leben. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2017, ISBN 978-3-498-05278-2.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 2002: Beat Richner | 2003: Roger Federer | 2004: Lotti Latrous | 2005: Peter Sauber | 2006: Köbi Kuhn | 2007: Jörg Abderhalden | 2008: Eveline Widmer-Schlumpf | 2009: René Prêtre | 2010: Marianne Kaufmann und Rolf Maibach | 2011: Didier Cuche | 2012: Dario Cologna | 2013: Stan Wawrinka | 2014: Didier Burkhalter | 2015: Polo Hofer Vorlage:Klappleiste/Ende

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