Zum Inhalt springen

Czech Airlines

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. November 2025 um 17:58 Uhr durch imported>Aka (Nach dem Ende der Sowjetunion: Tippfehler entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Czech Airlines
Datei:Czech Airlines Logo.svg
Airbus A330-300 der Czech Airlines
IATA-Code: OK
ICAO-Code: CSA<ref name="Doc8585">Designators for Aircraft Operating Agencies, Aeronautical Authorities and Services. ICAO Doc 8585. 197. Auflage. International Civil Aviation Organization, 2021, ISBN 978-92-9265-522-8, ISSN 1014-0123.</ref>
Rufzeichen: CSA<ref name="Doc8585" />
Gründung: 1995 (1923 als CSA)
Betrieb eingestellt: 2024
Sitz: Prag, TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien
Drehkreuz: Flughafen Prag
Heimatflughafen: Flughafen Prag
Unternehmensform: Akciová společnost
IATA-Prefixcode: 064
Mitarbeiterzahl: ~430 (Februar 2021)<ref name=Angestellte>ČSA Czech Airlines has announced a collective redundancy to the Labour Office – 430 jobs threatened. In: busnews.com. 24. Februar 2021, abgerufen am 24. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz: 3,3 Mrd. CZK (2020)<ref>Jahresbericht 2020</ref>
Allianz: SkyTeam
Vielfliegerprogramm: OK Plus
Flottenstärke: 6
Ziele: national und international
Website: www.czechairlines.de
Czech Airlines hat den Betrieb 2024 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Czech Airlines (Firma: České aerolinie a.s., früher auch kurz ČSA; tschechisch für „Tschechische Luftfahrtlinien AG“) war eine tschechische Fluggesellschaft mit Sitz in Prag und Drehkreuz auf dem Flughafen Prag sowie Mitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam.

Geschichte

Gründung und erste Jahre

Datei:Walter Castor II a Airspeed AS.6E Envoy III (OK-BAL).jpg
Airspeed Envoy der ČSA, 1936
Datei:CSA Czech Airlines Logo.svg
Ein ehemaliges Logo der ČSA

ČSA wurde am 29. Juli 1923 als staatliches Luftfahrtunternehmen der Tschechoslowakei mit der Bezeichnung Československé státní aerolinie gegründet und ins Firmenregister eingetragen. Damit war sie bei Einstellung des Betriebs die fünft-älteste Airline der Welt.<ref>aerosecure.de: Die 10 ältesten Airlines der Welt</ref> Die erste Fluglinie Prag-Bratislava wurde am 28. Oktober 1923 durch eine Aero A.14 (Lizenzbau der Hansa-Brandenburg C.I) symbolisch eröffnet. Der erste reguläre Flug des Piloten Karel Brabenec mit dem Passagier Vaclav König und etwas Post (ganze 760 Gramm) erfolgte einen Tag später. Bis Ende des Jahres wurden noch 29 Personen befördert. Anfangs kamen umgebaute ehemalige Militärflugzeuge zum Einsatz. Bis zur Eröffnung des Flughafens Ruzyně im Jahr 1937 nutzte ČSA Prag-Kbely als Basis. Im Frühjahr 1924 wurde die Strecke Prag-Košice mit der Aero A.10, dem ersten tschechoslowakischen Verkehrsflugzeug, eröffnet. In den Jahren 1925/26 wurden die ersten Zivilflugplätze Brünn, Marienbad und Bratislava errichtet.

Aero hatte mit der A.22 seit 1925 die Linie Prag-Marienbad beflogen. Im Jahr 1927 wurde diese von der ČSA übernommen. Am 22. Januar 1927 wurde von der Škoda A.G. parallel zur ČSA die Československá letecka společnost (ČLS) gegründet, die bis zum Jahre 1930 die Auslandslinien übernahm, während sich ČSA auf das inländische Streckennetz beschränkte. Hier kamen meist einheimische Flugzeuge wie Aeros A.35 und A.38 zum Einsatz, jedoch auch ausländische wie die britische De Havilland DH.50. Die ČLS blieb bis zum Ende der 1930er Jahre Partner der ČSA.

Im Jahr 1929 wurde ČSA in die IATA aufgenommen. Ein Jahr später konnte am 1. Juli 1930 die erste Auslandsroute nach Zagreb, später nach Sušak verlängert und als Jadranský Express (Adriaexpress) bezeichnet, eröffnet werden. In den 1930er Jahren kamen weitere Auslandsrouten hinzu. Die Avia F-VIIb/3m (Lizenzbau der Fokker F.VIIb/3m) beflog ab 1933 die Strecke Košice-Bukarest. Britische Airspeed Envoy verkehrten ab September 1936 auf der Linie Prag-Moskau. Im Gegenzug flog die Aeroflot mit PS-35 von Moskau nach Prag. Später wurden für die längeren Strecken italienische Savoia-Marchetti SM.73 und US-amerikanische Douglas DC-2 und DC-3 angeschafft. Anfang April erfolgte die Aufnahme des Flugbetriebes mit der Verbindung Prag-Brüssel vom neuerrichteten Flughafen Prag-Ruzyně aus. Im Mai 1937 eröffnete ČSA Auslandsrouten nach Italien.

Im Jahr 1938 verfügten ČSA und ČLS zusammen über ein Streckennetz von 2.638.729 Kilometern. Nach der Okkupation durch Deutschland wurden beide Gesellschaften aufgelöst und der Flugzeugpark und die Flugplätze in die Deutsche Lufthansa integriert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Datei:Ilyushin Il-12 OK-DBN CSA Orly 27.05.57.jpg
Eine Iljuschin Il-12 der ČSA im Jahr 1957
Datei:CSA Tu-104A OK-LDC ARN May 1971.png
Eine Tupolew Tu-104 der ČSA im Jahr 1971

Nach Ende des Krieges wurde am 14. September 1945 die ČSA wieder gegründet, diesmal unter der Bezeichnung Československé aerolinie und der provisorische Flugbetrieb mit drei deutschen Junkers Ju 52 auf der Linie Prag-Brno-Bratislava wieder aufgenommen. Bis 1946 kamen ehemalige Transporter Douglas DC-3/C-47 hinzu, die bei Avia zu Zivilmaschinen umgerüstet worden waren. Als erste Auslandsziele wurden ab März 1946 Zürich und Paris angeflogen, in den folgenden Monaten kamen mehrere Routen nach Westeuropa hinzu. Als erste interkontinentale Verbindungen wurden im April 1947 die Strecken Prag-Kairo und Prag-Ankara eröffnet.

Ab 1949 vollzog sich die Umorientierung auf sowjetische Technik. Die Lissunow Li-2 und Iljuschin Il-12 ersetzten die bis dahin eingesetzten Maschinen, Mitte der 1950er Jahre kamen als Avia Av-14 in Lizenz gebaute Il-14 und für größere Entfernungen ab 1960 Il-18 hinzu. 1957 hielt der Strahlantrieb mit drei Tu-104A bei ČSA Einzug, die anfangs auf der Strecke Prag–Moskau zum Einsatz kamen und ab 1958 die Strecke nach Kairo bedienten. Zwischenzeitlich flogen sie auch während der Weltausstellung von 1958 nach Brüssel.<ref>Heinz A. F. Schmidt (Hrsg.) Die ČSA, das Luftverkehrsunternehmen der befreundeten Tschechoslowakischen Republik. In: Flieger-Jahrbuch 1960, Transpress, Berlin 1959, S. 42</ref> Anfang der 1960er flog ČSA 37 Länder auf vier Kontinenten an. Von 1961 bis 1969 wurden auch von der Cubana gemietete Langstreckenmaschinen des Typs Bristol Britannia mit tschechoslowakischen Luftfahrzeugkennzeichen eingesetzt, die erst 1969 durch Iljuschin Il-62 abgelöst wurden. 1968 umfasste das Streckennetz 49 Verbindungen mit insgesamt 87.403 km Länge.<ref>Aerosport Nr. 7/1968 (Rubrik Luftverkehr), S. 259</ref> Mit zunehmender politischer Eiszeit im Rahmen des Kalten Krieges wurden viele Verbindungen nach Westeuropa und in den Nahen beziehungsweise Mittleren Osten wieder eingestellt.

Agrolet und Slov-Air

Als Ableger für den Agrar- und Geologiebereich wurde nach Übernahme der bisher dafür zuständigen Charterfluggesellschaft Svitlet 1951 die Agrolet als Nebenzweig der ČSA mit Sitz in Bratislava gegründet. In ihrem Bestand befanden sich einheimische K-65 Čáp, L-60 Brigadýr und Z-37 Čmelák, sowjetische An-2 sowie zwei Jahre darauf auch Hubschrauber vom Typ Mi-1, SM-2 und Ka-26. Stützpunkte befanden sich in Prag-Ruzyně (mit Werft), Košice, Bratislava und Holešov. Daraus entstand am 1. Juli 1969 Slov-Air, die außer Spezialaufgaben wie Luftbildwesen, Krankenbeförderung (mit Aero 45 und L-200 Morava) oder Schädlingsbekämpfung auch einen kleinen innerstaatlichen Flugbetrieb mit Kurzstreckenflugzeugen Let L-410 unterhielt („Lufttaxi“). Die Slov-Air führte auch Auslandseinsätze durch, wie etwa 1971 Agrarflüge zum Schutz von Baumwollkulturen im Sudan. 1968 nahm das Unternehmen mit Einführung des Drehflüglers Mi-8 auch Kranflüge in ihr Repertoire auf, die teilweise auch mit Unterstützung durch Hubschrauber der Interflug absolviert wurden.<ref>Emil Gerhát: Slov-Air. In: Flieger-Jahrbuch 1972. Transpress, Berlin 1971, S. 74–77.</ref>

ČSA im Jet-Zeitalter

Datei:CSA Tupolev Tu-124 Soderstrom-3.jpg
Eine Tupolew Tu-124 der ČSA, 1970
Datei:CSA Ilyushin Il-62 Marmet-2.jpg
Eine Iljuschin Il-62 der ČSA

Im Jahr 1957 wurde die ČSA der einzige Exportkunde für die Tu-104 und ging damit ins Jet-Zeitalter über. Am 15. Dezember 1964 wurde die Linie Prag-Frankfurt mit Tu-124 eröffnet. Am 15. Juni 1968 wurde der Flughafen Prag-Ruzyně wiedereröffnet, zwei Jahre später der Flughafen Bratislava. Auf den internationalen Routen verkehrte ab 1969 das Langstrecken-Verkehrsflugzeug Iljuschin Il-62. Im Mai 1970 wurden mit Montreal und New York erstmals transatlantische Flughäfen angeflogen. Anfang der 1970er Jahre beförderte ČSA nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Passagiere und 25.000 Tonnen Fracht.

Nach dem Ende der Sowjetunion

Datei:Czech Airlines Boeing 737.jpg
Eine Boeing 737-400 der ČSA
Datei:CSA building Ruzyne.jpg
Der Hauptsitz der Czech Airlines in Prag

In den 1990er Jahren ersetzte man alle sowjetischen Flugzeuge durch westliche Muster, zum Beispiel durch Boeing 737 und Airbus A320, auch wurden wieder westliche Flughäfen angeflogen. 1990 wurden Routen nach Hamburg und Mexiko-Stadt eröffnet, 1991 kamen Tel Aviv und Istanbul hinzu. Im Juni 1992 wurde ČSA privatisiert, 19,1 % der Anteile gingen an die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, weitere 19,1 % an Air France, 49,3 % an den Nationalen Vermögensfonds (Fond Národního majetku), der Rest an kleine Eigner.<ref>Ditmar Hauer: ČSA auf höchstem Stand. In: Fliegerrevue 5/1994. S. 14</ref> Außerdem erfolgte eine Ausweitung des Streckennetzes nach Chicago, Bahrain, Toronto, Manchester, Düsseldorf, Lemberg, Riga und Wien. Nach finanziellen Turbulenzen zum Ende 1993 übernahm die tschechische Regierung im März 1994 die Anteile von Air France.

Nach dem Zerfall der Tschechoslowakei übernahm die Fluggesellschaft im Mai 1995 ihren Namen ČSA Czech Airlines, der Namensbestandteil ČSA geriet in den folgenden Jahren immer mehr in den Hintergrund und wird mit Stand 2013 offiziell nicht mehr ausgeschrieben.

Entwicklung seit 2000

Die Luftfahrtallianz SkyTeam nahm Czech Airlines am 18. Oktober 2000 als Mitglied auf. Das Finanzministerium der Tschechischen Republik (56,92 %) und die tschechische Konsolidierungsagentur Český Aeroholding (43,59 %) waren Hauptanteilseigner. Im März 2007 beschäftigte ČSA 5440 Mitarbeiter.

Am 14. September 2007 stellte Czech Airlines ihre neue Corporate Identity der Öffentlichkeit vor. Das erste Flugzeug mit der neuen Bemalung (OK-DGL) wurde Mitte Oktober in Southend-on-Sea umlackiert und am 15. Oktober 2007 übergeben.

Die Marke click4sky wurde von Czech Airlines am 17. September 2007 auf den Markt gebracht, die den Billigfluggesellschaften Konkurrenz machen soll. Click4sky verkaufte Tickets der Czech Airlines zu festen Preisen ausschließlich über das Internet.

Am 23. März 2009 wurde bekannt, dass sowohl Air France-KLM als auch Aeroflot Interesse an der Übernahme der Czech Airlines haben,<ref>airliners.de: Air France/KLM will Czech Airlines kaufen</ref> wobei die tschechische Regierung die Verkaufsverhandlungen im November 2009 stoppte, da der letzte verbliebene Kaufinteressent Travel Service nur 40 Millionen Euro bot.<ref>Flug Revue Dezember 2009, S. 16, Vorerst kein CSA-Verkauf</ref>

Datei:Czech Airlines (CSA), Airbus A319-112, OK-NEO (14239038875).jpg
Ein Airbus A319-100 der Czech Airlines
Datei:ATR 42-500, (OK-JFK), České aerolinie.jpg
Eine ATR 42-500 der Czech Airlines

Von 2010 bis 2014 existierte die Tochtergesellschaft Holidays Czech Airlines, die mit eigener Corporate Identity und eigener Flotte Charterflüge zu europäischen Urlaubszielen durchführte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />holidayscsa.com – about us (Memento vom 1. Juli 2011 im Internet Archive) (englisch) abgerufen am 19. Mai 2023</ref>

Im Januar 2013 verließen die letzten Boeing 737 die Flotte der Czech Airlines.<ref>ch-aviation.ch – CSA completes B737-500 retirement (englisch) 17. Januar 2013</ref> Das SkyTeam-Mitglied Korean Air übernahm am 10. April 2013 die knapp 44 % Anteile der tschechischen Konsolidierungsagentur für umgerechnet 2,6 Mio. Euro.<ref>airliners.de: Korean Air kauft sich für 2,6 Millionen Euro bei Czech Airlines ein. vom 12. April 2013.</ref> Travel Service übernahm im März 2015 34 % der Anteile.<ref>Travel Service odkoupil třetinu akcií ČSA, Novinky.cz, 31. März 2015</ref> Am 6. Oktober 2017 übernahm Travel Service zusätzlich die 44 % Anteile von Korean Air sowie weitere 20 % von anderen Anteilseignern,<ref>Travel Service ovládne ČSA, Novinky.cz, 6. Oktober 2017</ref> womit der Gesamtanteil bei 97,7 % lag.<ref name="radiocz2019">Fluggesellschaft ČSA ist 2017 im Aufwind, Český rozhlas, 11. Januar 2019</ref>

Wegen der Krise in der Ukraine 2014 hatte Czech Airlines sehr viel weniger Passagiere aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Deshalb teilte die Fluggesellschaft am 24. September 2014 mit, sechs Airbus A320 stillzulegen, 36 % des Personals zu entlassen und dem verbliebenen Personal den Lohn zu kürzen.<ref>Czech Airlines entlässt 36 Prozent des Personals wegen Ukraine-Krise, abgerufen am 25. September 2014</ref> Im Jahr 2017 wurden die Verbindungen in die Ukraine und nach Russland wieder erweitert.<ref name="radiocz2019" /> Ende des Jahres 2018 wurden Verbindungen nach Bratislava und Ostrava eingestellt.<ref name="radiocz2019" />

Im Februar 2021 setzte die tschechische Wartungsfirma Czech Airlines Technics zwei ATR-72 wegen offenstehender Rechnungen am Flughafen Prag fest.<ref>Wartungsfirma setzt zwei ATR 72 von CSA fest. In: aerotelegraph.com. 9. Februar 2021, abgerufen am 9. Februar 2021.</ref> Am 24. Februar 2021 wurde bekannt, dass die Fluggesellschaft alle etwa 430 Angestellten entlassen will.<ref name=Angestellte /> Am 26. Februar 2021 wurde Insolvenz angemeldet, der Flugbetrieb sollte weitergeführt werden.<ref>Czech Airlines meldet Insolvenz an. In: tip-online.at. 26. Februar 2021, abgerufen am 26. Februar 2021.</ref> Im Juni 2022 wurde das Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen.<ref>Aufatmen bei Czech Airlines. In: aero.de. 1. Juli 2022, abgerufen am 24. Januar 2024.</ref>

Im Mai 2024 wurde bekannt gegeben, dass Czech Airlines in eine Holding umgewandelt wird, in der Smartwings den gesamten Flugbetrieb unter beiden Markennamen durchführt.<ref>Czech Airlines Flugzeuge werden in Zukunft unter dem Smartwings-Code fliegen. In: Tschechien News. 17. Mai 2024, abgerufen am 26. Oktober 2024.</ref><ref>Czech Airlines to cease operations after 101 years - Air Data News. 2. September 2024, abgerufen am 26. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 26. Oktober 2024 fand der vorerst letzte Linienflug der CSA statt. Im Zuge der Einstellung des Flugverkehrs verließ die Fluggesellschaft außerdem das SkyTeam, in dem sie 24 Jahre lang Mitglied war.<ref name=":1">After 101 years of flight, Czech Airlines takes off for the last time this weekend. 24. Oktober 2024, abgerufen am 26. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugziele

Czech Airlines bediente mehrere Ziele innerhalb Tschechiens sowie zahlreiche Metropolen in Europa und Asien, beispielsweise Paris, Rom, Madrid und Moskau. Einige Langstreckenflüge, wie etwa nach New York, Toronto und Montreal wurden zwischenzeitlich eingestellt. In Deutschland wurde zuletzt keine Ziele mehr angeflogen.<ref>CSA: Wohin wir fliegen, abgerufen am 7. November 2021.</ref> Im Shuttle-Service wurde früher auch Braunschweig bedient.<ref>[Artikel] CSA Czech Airlines. Luftfahrt Club Braunschweig Forum, abgerufen am 30. Juni 2017.</ref> Die Verbindungen nach Köln/Bonn und München wurden im Oktober 2010 eingestellt. Die mit einer ATR 42 betriebene Verbindung nach Hannover wurde zum Winterflugplan 2012/2013 eingestellt. Außerdem bot Czech Airlines seit dem Beginn des Sommerflugplans 2013 auch wieder eine Langstrecke nach Seoul, der Heimatbasis von SkyTeam-Partner Korean Air an.<ref>Korean und CSA im Codeshare von Prag nach Seoul. In: austrianwings.info. 3. Juni 2013, abgerufen am 19. Mai 2023.</ref> Dieses Ziel wurde 2020 eingestellt.<ref name=seoul>CSA gibt einzigen Langstreckenflieger ab. In: aerotelegraph.com. 1. Mai 2020, abgerufen am 28. Juli 2020.</ref>

Ab 31. Oktober 2022 bis zur Einstellung des Betriebs am 26. Oktober 2024 flog die CSA selbst nur noch Paris an, alle anderen Flüge wurden von Smartwings durchgeführt.<ref>ČSA zbyla poslední pravidelná linka, dopravce bude létat pouze do Paříže. 31. Oktober 2022, abgerufen am 4. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flotte

Aktuelle Flotte

Da im Oktober 2024 der Flugbetrieb eingestellt wurde, wird die Flotte der Czech Airlines komplett von Smartwings betrieben.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Mit Stand Juli 2025 besteht die Flotte der Czech Airlines aus sechs Flugzeugen mit einem Alter von 6,8 Jahren:<ref name=":0">Czech Airlines (CSA) Fleet Details and History. In: planespotters.net. 15. Juli 2025, abgerufen am 15. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze Durchschnittsalter
Airbus A220-300 4 Auslieferung seit 2024 149 0,4 Jahre
Airbus A320-200 2 180 19,6 Jahre
Gesamt 6 6,8 Jahre

Ehemalige Flugzeugtypen

Datei:Bristol 175 Britannia 318 OK-MBB, Ceskoslovenske Aerolinie (CSA), Southend, UK, 02 Sep 1966 (9040223443).jpg
Eine Bristol Britannia der ČSA, 1966
Datei:Ilyushin Il-18V, CSA - Ceskoslovenske Aerolinie AN0192942.jpg
Eine Iljuschin Il-18 der ČSA, 1988
Datei:Yakovlev Yak-40K, CSA - Ceskoslovenske Aerolinie AN0197187.jpg
Eine Jakowlew Jak-40 der ČSA, 1988

Zuvor wurden auch folgende Flugzeugtypen eingesetzt:<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966–2007.</ref><ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008–2013.</ref>

Zwischenfälle

Zwischen 1945 und 2024 hatte die Gesellschaft 33 Totalverluste von Flugzeugen zu verzeichnen, davon 21 tödliche mit insgesamt 550 Todesopfern.<ref>Daten über die Fluggesellschaft CSA im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Beispiele:

  • Am 18. August 1970 kam es mit einer Tupolew Tu-124V der CSA Ceskoslovenské Aerolinie (OK-TEB) auf dem Flughafen Zürich (Schweiz) zu einer Bauchlandung. Probleme mit dem Kabinendruck während des Sinkflugs zwangen den Flugingenieur, den Druck manuell zu kontrollieren. Beim Anflug auf die Landebahn 16 befahl der Kapitän dem Flugingenieur, das Fahrwerk auszufahren, aber dieser hörte nicht darauf, da er mit dem Kabinendruck beschäftigt war. Der Landeanflug wurde fortgesetzt, die Tupolew setzte auf dem Bauch auf und rutschte 875 Meter weit über die Landebahn. Das akustische Fahrwerkswarnsystem war zu Beginn des Anflugs ausgeschaltet worden. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle 20 Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.<ref>Unfallbericht TU-124 OK-TEB, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />