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Ávila

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Ávila
Datei:Avila 001.jpg
Blick auf Ávila
Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Ávila
Ávila (Spanien)
Ávila (Spanien)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonDatei:Flag of Castilla y León.svg Kastilien und León
Provinz: Ávila
Comarca: Vorlage:Metadaten Comarca ES
Gerichtsbezirk: Vorlage:Metadaten Gerichtsbezirk ES
Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 40° 39′ N, 4° 42′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 40° 39′ N, 4° 42′ W
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Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Postleitzahl(en): 05001 – 05005
Gemeindenummer (INE): 05019 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Jesús Manuel Sánchez Cabrera
Website: www.avila.es
Datei:Ávila - Stadtmauern mit Fluss Adaja.jpg
Mauern von Ávila im Spiegel des Rio Adaja

Ávila ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der spanischen Region Kastilien-León. Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) hatte die Gemeinde {{#property:P1082}} Einwohner. Im 16. Jahrhundert war Ávila die Wirkungsstätte der hl. Teresa. Zusammen mit Toledo und Segovia gehört die Stadt zu den drei historischen Zentren in der Umgebung der spanischen Hauptstadt. Seit 1985 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.<ref>Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).</ref>

Die Einwohnerinnen und Einwohner werden Abulenses genannt.<ref>Gentilicios curiosos en español | Lunes 24 Febrero. In: Harenberg Sprachkalender Spanisch 2025. Harenberg, ISBN 978-3-8400-3363-6.</ref>

Lage und Klima

Ávila liegt in der Sierra de Ávila, einem Teil des Iberischen Scheidegebirges, ziemlich genau auf halbem Weg (jeweils ca. 108 km Fahrtstrecke) zwischen den Städten Salamanca und Madrid am Fluss Adaja in einer Höhe von ca. 1100 bis 1135 m. Das Klima ist gemäßigt; Regen fällt übers Jahr verteilt.<ref>Ávila – Klimatabellen</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017 2022
Einwohner 6.606 11.885 22.577 47.943 58.149<ref>Ávila – Bevölkerungsentwicklung</ref> 57.730

Die Landflucht infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft führte in der zweiten Hälfte des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem deutlichen Bevölkerungswachstum. Darüber hinaus wurden in den 1970er Jahren mehrere kleine Dörfer der Umgebung eingemeindet. Die Stadt wächst deutlich langsamer als die boomende Hauptstadtregion, denn die dünn besiedelte Umgebung bietet außer dem Tourismus nur wenig wirtschaftliches Potenzial.

Wirtschaft

Das Umland von Ávila ist immer noch in hohem Maße landwirtschaftlich orientiert, wobei die Viehzucht eine große Rolle spielt. Auch der Weinbau ist wichtig für die regionale Wirtschaft. Der weiße Wein von Ávila wurde in der Literatur oft erwähnt. In der Stadt siedelten sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister aller Art an. In Ávila befindet sich ein Automobil-Montagewerk von Nissan Motor Ibérica mit ca. 220.000 m² Gesamtfläche und ca. 480 Mitarbeitern (Stand: 2018).

Verkehr

Ávila liegt an der Bahnstrecke Madrid–Hendaye.

Geschichte

Die Gegend um Ávila (Obila oder Abula) war schon von den keltischen Stämmen der Arevaker und Vettonen besiedelt. Spätestens seit der römischen Zeit war die Stadt ununterbrochen bewohnt. Unter den Westgoten gehörte sie aufgrund ihrer Nähe zur Hauptstadt Toledo zu den wichtigsten Städten des Königreichs. Vom 8. bis zum 11. Jahrhundert war Ávila maurisch. Die Lage im umkämpften Grenzland zwischen moslemischer und christlicher Welt (Kastilien = „Land der Burgen“) verhinderte zunächst eine wirtschaftliche Blüte, die erst ab dem 15. Jahrhundert einsetzen konnte, als sich die Kämpfe weiter nach Süden verlagerten und die Muslime schließlich im Jahr 1492 ganz aus Spanien vertrieben wurden. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre Blütezeit. Die Pest, die Vertreibung der Morisken, d. h. der getauften Mauren, die Auswanderung vieler Menschen nach Mittel- und Südamerika und die Abwanderung des Adels nach Madrid bewirkten Ávilas allmählichen Verfall, von dem sich die Stadt seit dem 19. Jahrhundert nur langsam erholt hat.<ref>Ávila – Geschichte</ref>

In den Napoleonischen Kriegen auf der Iberischen Halbinsel wurde Ávila 1813 von französischen Truppen belagert und eingenommen. Dabei kam es zu Plünderungen und Vergewaltigungen.<ref>Marion Trévisi: Suiveuses de guerre. De l’Ancien Régime à l’Empire. Presses universitaires de France, Paris 2025, ISBN 978-2-13-087986-2, S. 315.</ref>

Im Spanischen Bürgerkrieg und während der anschließenden Franco-Diktatur galt Ávila als besonders Franco-treue Stadt und führte den Titel „Ávila de los leales“ („Ávila, Stadt der Treuen“). In der Altstadt hängen bis heute mehrere Gedenktafeln, die den Ruhm General Francos mehren sollten.

Aeródromo de Ávila

Zwischen 1915 und 1957 gab es in Ávila einen kleinen Flugplatz in der Gegend nordöstlich des Stadtzentrums, wo sich heute das Krankenhaus Sonsoles befindet. Bei Beginn des Bürgerkrieges wurde der Platz umgehend ausgebaut und ab September 1936 auch von Francos Verbündeten Italien und Deutschland mitbenutzt. Der Stab und die Betriebskompanien, die Luftfahrzeuggruppe und Luftpark (P/88) der Legion Condor waren hier bis zu ihrer Verlegung nach Vitoria im folgenden Frühjahr stationiert, hinzu kamen die Aufklärungsstaffel 88 (A/88) und die 4. Staffel der Jagdgruppe 88 (4.J/88). In dieser Zeit war Ávila öfter das Ziel republikanischer Luftangriffe. Während der Schlacht von Brunete im Sommer 1937 operierten Teile der Kampfgruppe 88 und die 2. Staffel der Jagdgruppe (2.J/88), die bereits zum Jahresanfang einige Wochen hier lag, erneut von Ávila.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Avila Catedral PM 73576 E.jpg
Kathedrale von Ávila
Datei:Avila - Iglesia de los Santos Mártires Vicente, Sabina y Cristeta 03.jpg
Iglesia de los Santos Mártires Vicente, Sabina y Cristeta
Datei:Avila - Iglesia San Pedro 02.jpg
Iglesia San Pedro
Datei:Avila Convento de Sta Theresa01.jpg
Konvent der heiligen Teresa
  • Bekanntestes Bauwerk der Stadt ist die ca. 2500 m lange, komplett erhaltene romanische Stadtmauer aus dem 11. bis 14. Jahrhundert mit ihren 88 Türmen und neun Stadttoren.
  • Die Kathedrale von Ávila ist die vielleicht erste gotische Kathedrale Spaniens und ist insofern interessant, als ihre von Strebepfeilern stabilisierte halbrunde romanische Apsis mit in die Stadtbefestigung einbezogen wurde. Das Innere ist dreischiffig mit Querhaus. Die Chorpartie ist ausgesprochen reich gestaltet; berühmt ist das Grabmal des Bischofs Alonso Fernández de Madrigal. Es gibt ein Kathedralmuseum.<ref>Ávila – Kathedrale</ref><ref>Ávila – Kathedrale</ref>
  • Ávila besitzt zahlreiche romanische Kirchen, darunter San Vicente, San Pedro, Santo Tomás und San Andrés, die teilweise außerhalb der bereits im Mittelalter zu engen Stadtmauer liegen.
  • Aus der maurischen Zeit hat sich außerdem eine Synagoge erhalten.
  • Das durch Teresa von Ávila gegründete Karmelitinnenkloster San José beherbergt ein Museum und ist eine weitere Sehenswürdigkeit Ávilas. In der Stadt befinden sich noch zwei weitere Klöster der unbeschuhten Karmelitinnen.
Umgebung

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Ávila – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Ávila – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

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Historische Stadtzentren:
Alcalá de Henares mit Universität (1998) | Ávila mit Kirchen außerhalb der Stadtmauer (1985) | Cáceres (1986) | Córdoba mit Moschee/Kathedrale (1984) | Cuenca (1996) | Granada mit Alhambra und Generalife-Palast (1984) | Salamanca (1988) | San Cristóbal de La Laguna (1999) | Santiago de Compostela (1985) | Segovia mit Aquädukt (1985) | Toledo (1986)

Bauwerke:
Bergwerk Almadén (2012) | Architektur der Mudéjaren in Aragón (1986) | Baudenkmäler von Oviedo und des Königreiches Asturien (1985) | El Escorial bei Madrid (1984) | Herkulesturm (2009) | Kathedrale von Burgos (1984) | Kathedrale, Alcázar und Archivo General de Indias in Sevilla (1987) | Kirchen der Katalanischen Romanik im Vall de Boí (2000) | Kloster Poblet (1991) | Klöster San Millán de Yuso und de Suso (1997) | Königliches Kloster Santa María de Guadalupe (1993) | Monumentale Ensembles der Renaissance von Úbeda und Baeza (2003) | Palau de la Música Catalana und Hospital de la Santa Creu i Sant Pau in Barcelona (1997) | Biscaya-Brücke (2006) | Römische Stadtmauern von Lugo (2000) | Seidenbörse von Valencia (1996) | Werke von Antoni Gaudí (1984)

Archäologische Stätten:
Atapuerca (2000) | Dolmen von Antequera (2016) | Felskunst des Mittelmeerbeckens auf der Iberischen Halbinsel (1998) | Altamira-Höhle und paläolithische Höhlenkunst von Nordspanien (1985) | Las Médulas (1997) | Madīnat az-zahrāʾ (2018) | Mérida (1993) | Siega Verde * (2010) | Tarraco (2000) | Prähistorische Stätten des Talayotischen Menorca (2023)

Kultur- und Naturlandschaften:
Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (2017, N) | Aranjuez (2001, K) | Ibiza (1999, K/N) | Monte Perdido (1997, K/N) | Nationalpark Doñana (1994, N) | Nationalpark Garajonay (1986, N) | Nationalpark Teide (2007, N) | Palmenhain von Elche (2000, K) | Paseo del Prado und Buen Retiro (2021, K) | Pilgerwege nach Santiago de Compostela: Camino Francés und die Routen Nordspaniens (1993, K) | Serra de Tramuntana (2011, K)

* Erweiterung der archäologischen Stätten im Vale do Côa, Portugal;

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