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U 17 (U-Boot, 1912)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | U 17
Datei:SM U 17 800px.jpg
U 17 auf einer Vorkriegspostkarte
U 17 auf einer Vorkriegspostkarte
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Flagge Deutsches Reich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Deutsches Reich
Schiffstyp U-Boot
Klasse U 17 – U 18
Bauwerft Kaiserliche Werft, Danzig
Stapellauf 16. April 1912
Indienststellung 3. November 1912
Verbleib abgewrackt
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 62,35 m (Lüa)
Breite 6,00 m
Tiefgang (max.) 3,4 m
Verdrängung aufgetaucht: 564 t
getaucht: 691 t
 
Besatzung 29 Mann, davon 4 Offiziere
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 4 × Petroleummotor
2 × Doppel-Modyn-Elektromotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat Petroleum: 1030 kW = 1400 PS
Elektro: 824 kW = 1120 PS
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="für U-Boote spezifische Daten" |Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius max. 6700 sm
Tauchtiefe, max. 50 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
9,5 kn (18 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
14,9 kn (28 km/h)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung

U 17 war ein U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine.

Bau und Indienststellung

Das Boot war ein sogenanntes Zweihüllenboot, als Hochseeboot in einem Amtsentwurf konzipiert.<ref name="Deutsche U-Boote">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 46.</ref><ref name="Enzyklopädie">Eberhard Möller/Werner Brack: Enzyklopädie deutscher U-Boote Von 1904 bis zur Gegenwart, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02245-1, S. 27.</ref> Es wurde am 6. Mai 1910 bei der Kaiserlichen Werft Danzig in Auftrag gegeben. Es war geplant, das Boot mit Dieselmotoren auszurüsten, was allerdings an Lieferschwierigkeiten scheiterte.<ref name="Die deutschen U-Boote">Ulf Kaack: Die deutschen U-Boote Die komplette Geschichte, GeraMond Verlag GmbH, München 2020, ISBN 978-3-96453-270-1, S. 24–25.</ref> Der Stapellauf fand am 16. April 1912, die Indienststellung am 3. November 1912 unter Kapitänleutnant Johannes Feldkirchner statt.<ref name="Enzyklopädie" /><ref name="Deutsche U-Boote1">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 67.</ref>

Technik

Das Boot war 62,35 m lang und 6 m breit und hatte einen Tiefgang von 3,4 m sowie eine Verdrängung von 564 Tonnen über und 691 Tonnen unter Wasser. Die Besatzung bestand aus 29 Mann, davon vier Offiziere. Die Maschinen für die Überwasserfahrt waren vier Achtzylinder-Zweitakt Petroleummotoren von Körting mit zusammen 1.030 kW (1400 PS). Zur Unterwasserfahrt kamen zwei AEG-Doppel-Modyn-Elektromotoren mit zusammen 824 kW (1.120 PS) zum Einsatz. Damit waren Geschwindigkeiten von 14,9 kn über Wasser bzw. 9,5 kn unter Wasser möglich. Der Aktionsradius des Boots betrug bis zu 6700 NM bei Überwasserfahrt. Bei getauchter Fahrt mit 5 kn Marschgeschwindigkeit wurden bis zu 75 NM erreicht. Die maximale Tauchtiefe betrug 50 Meter. Die Bewaffnung bestand aus sechs mitgeführten Torpedos, die über zwei Bug- und zwei Heckrohre verschossen werden konnten, sowie einer 3,7-cm-Revolverkanone bis Ende 1917, die ab 1915 durch ein zusätzliches 5-cm-Geschütz ergänzt wurde.<ref name="Enzyklopädie" /><ref name="Deutsche U-Boote" />

Einsätze und Verbleib

U 17 gehörte bei Kriegsbeginn der I. U-Bootflottille in Kiel an. Vom 10. Januar 1916 bis Kriegsende wurde das Boot zu Ausbildungszwecken eingesetzt.

Das Boot unternahm insgesamt 16 Feindfahrten, bei denen zwölf Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 16.635 BRT versenkt wurden.<ref name="Deutsche U-Boote1" /><ref name="Deutsche U-Boote3">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 101.</ref><ref name="Deutsche U-Boote4">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 123.</ref> Nach anderen Quellen waren es vier Feindfahrten mit elf versenkten Schiffen und zwei Schiffen, welche als Prise aufgebracht wurden und 4.956 BRT hatten.<ref name="uboat.net">U 17 auf uboat.net englisch, abgerufen am 31. Juli 2024.</ref><ref name="uboat.net1">Versenkungsliste von U 17 auf uboat.net englisch, abgerufen am 31. Juli 2024.</ref>

Das erfolgreiche aufbringen und versenken des englischen Dampfer Glitra mit 866 BRT am 20. Oktober 1914 vor der norwegischen Küste bei Skudesnes durch U 17 war die erste Versenkung eines Handelsschiffs im Ersten Weltkrieg. Nach Prisenrecht wurde das Schiff angehalten und die Besatzung aufgefordert das Schiff zu verlassen. Danach wurden die Seeventile geöffnet und das Schiff sank. Die Besatzung des Schiffes wurde von der norwegischen Marine aufgenommen.<ref name="U-Boote im Duell">Harald Bendert: U-Boote im Duell. 2. Auflage. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg 2004, ISBN 3-8132-0832-X, S. 9.</ref><ref name="wrecksite">Eintrag der Glitra in der Wrackdatenbank englisch, abgerufen am 2. August 2024.</ref> Sechs Tage später, am 26. Oktober 1914 torpedierte das Boot nahe Cap Gris-Nez die französische Kanalfähre Amiral Ganteaume mit 4.590 BRT, wobei 40 Menschen ums Leben kamen. Es war der erste Angriff ohne Vorwarnung eines deutschen U-Boots auf ein Handelsschiff im Ersten Weltkrieg.<ref name="facebook">Bericht des Augenzeugen Thomas McClune an Bord der Queen englisch, abgerufen am 2. August 2024.</ref>

Ab dem 27. Januar 1919 wurde U 17 auf der Kaiserlichen Werft Kiel abgewrackt. Die gepresste Hülle wurde Anfang 1920 an die Stinnes AG verkauft.<ref name="Deutsche U-Boote2">Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-88199-687-7, S. 88.</ref><ref name="uboat.net" />

Versenkte Schiffe (Auswahl)

Die folgende Liste enthält alle verifizierten Schiffe, welche von U 17 versenkt wurden:<ref name="uboat.net1" />

Vorlage:Hinweisbaustein

Kommandanten

Datei:Feldkirchener.jpg
Kapitänleutnant Johannes Feldkirchner
Kommandanten von U 17
Dienstgrad Name von bis
Kapitänleutnant Johannes Feldkirchner 3. November 1912 7. März 1915
Kapitänleutnant Hans Walther 8. März 1915 26. Dezember 1915
Kapitänleutnant Hermann von Fischel 27. Dezember 1915 28. März 1916
Kapitänleutnant Johannes Feldkirchner 29. März 1916 23. April 1916
Kapitänleutnant Walter Remy 24. April 1916 3. Oktober 1916
Kapitänleutnant Karl Koopmann 4. Oktober 1916 15. Januar 1917
Kapitänleutnant Max Eltester 16. Januar 1917 12. März 1917
Kapitänleutnant Kurt Heeseler 13. März 1917 5. Mai 1917
Kapitänleutnant Walther Telge 6. Mai 1917 28. Juli 1917
Kapitänleutnant Hans Beyersdorff 29. Juli 1917 14. Dezember 1917
Korvettenkapitän Paul Pastuszyk 15. Dezember 1917 20. Juli 1918

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: U 17 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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