Steinbach (Sachsen bei Ansbach)
Steinbach Gemeinde Sachsen bei Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(146)&title=Steinbach 49° 17′ N, 10° 38′ O
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| Höhe: | 398 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 146 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91623 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Steinbach (<templatestyles src="IPA/styles.css" />, fränkisch: Schdahmba<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 176. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdāmba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Steinbach liegt in der Gemarkung Alberndorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt an der Rezat und am Silberbach, der dort als rechter Zufluss in die Rezat mündet. Nordwestlich des Ortes liegt die Anhöhe Roßleite, westlich schließt sich der Silberwald an. Eine Gemeindeverbindungsstraße stößt in Alberndorf auf die Staatsstraße 2223 (0,3 km nördlich) bzw. führt an der Unteren und Oberen Walkmühle vorbei nach Ratzenwinden (2 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wallersdorf (2,5 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Wahrscheinlich wurde Steinbach im 12. Jahrhundert von Alberndorf aus gegründet.<ref>G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 27.</ref> Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1210. Der Ortsname nimmt Bezug auf den Steine und Geröll mit sich führenden Bach, der durch den Ort fließt (heute heißt dieser Bach Silberbach).<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 176.</ref> 1323 erhielt Gottfried von Heideck von König Ludwig den Bayern Steinbach als Freieigen. 1403 verkaufte Friedrich von Heideck seine Besitzungen, zu der auch Steinbach gehörte, an das Gumbertusstift. 1424 und 1433 verkaufte Kunz Bühler Grundstücke und Ansprüche in Steinbach an das Stift.<ref>G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 28.</ref>
Im Dreißigjährigen Krieg wurden die vier Anwesen des Stiftes abgebrannt, die Hintere Mühle blieb unbeschädigt und bewohnt. Über das Schicksal der Anwesen der anderen Grundherren ist nichts bekannt.<ref>G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 119.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Steinbach mit Alberndorf und Büchenmühle eine Realgemeinde. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. In Steinbach gab es 12 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Gütlein, 2 Leerhäuser, 1 Mühle; Stiftsamt Ansbach: 1 Hof, 1 Halbhof, 1 Mühle, 2 Gütlein; Ansbacher Rat, Johannispflege: 1 Söldengut) und das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens (1 Tafernwirtschaft, 1 Mühle).<ref name="J912">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 912.</ref> Es gab zu dieser Zeit 9 Untertansfamilien (ohne Büchenmühle), von denen 7 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Steinbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 428.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J976">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 976.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Eyb und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Eyb zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 30. September 1827 wurde Steinbach in die neu gegründete Ruralgemeinde Alberndorf umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 946.</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Ort durch die vielen Flüchtlinge, die sich dort niederließen, stark an. Am 1. Januar 1972 wurde Steinbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Sachsen eingegliedert.<ref name="J976"/><ref>Sachsen bei Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Scheune, zu einem ehemaligen Gutshof gehörig<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Sachsen bei Ansbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Einfriedung<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J912"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren bis 2025 nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt. Zum 1. Januar 2026 wechselte der Ort in das Bistum Eichstätt.<ref>Bistumsgrenze wird verschoben. In: st-ludwig-ansbach.de. 22. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steinbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 428 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3000050604 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 176.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte. C. Brügel & Sohn, Ansbach 1940, DNB 575937491, OCLC 72078529, S. 27 f., 318 f., 377–383 (Volltext [Wikisource]).
- Gottfried Stieber: Steinbach. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 783–785 (Digitalisat).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Steinbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Steinbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Alberndorf | Büchenmühle | Hirschbronn | Milmersdorf | Neukirchen | Obere Walkmühle | Ratzenwinden | Rutzendorf | Sachsen | Steinbach | Steinhof | Untere Walkmühle | Volkersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Rutzendorfer Mühle
Wüstung: Silbermühle