Obere Walkmühle (Sachsen bei Ansbach)
Obere Walkmühle Gemeinde Sachsen bei Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5)&title=Obere+Walkm%C3%BChle 49° 16′ N, 10° 38′ O
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| Höhe: | 429 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91623 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
Obere Walkmühle (fränkisch: Äjba-walkmil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 149. Dort folgendermaßen transkribiert: „ęibəʳwalkmil“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Obere Walkmühle liegt in der Gemarkung Ratzenwinden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt am Büchenbach, einem rechten Zufluss der Fränkischen Rezat. Im Norden grenzt das Bergholz an. Es führt eine Gemeindeverbindungsstraße an der Unteren Walkmühle vorbei nach Steinbach (1,6 km nördlich) bzw. nach Ratzenwinden (0,3 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Mühle wurde 1715 erbaut und erst seit 1746 als Walkmühle betrieben.<ref>G. Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte, S. 387.</ref> Da die circa 500 Meter flussabwärts errichtete Mühle bereits 1719 zum Walken eingesetzt wurde, bürgerte sich die Unterscheidung zwischen unterer und oberer Walkmühle ein, so z. B. 1809 belegt als „obere Walckmühle“. Daneben wurden auch beide Mühlen als „Ratzenwinderwalkmühle“ (1818)<ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 74 (Digitalisat). 2 Mühlen mit 6 Einwohnern.</ref> bzw. „Razenwinderswalkmühlen“ (1832) bezeichnet.<ref>Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 2: M–Z. Palm und Enke, Erlangen 1832, OCLC 258665698, S. 371 (Digitalisat).: „Razenwinderswalkmühlen, 2 Mühlen mit 2 H[äusern] und 6 E[inwohnern], bei Ratzenwinden, im L[an]dg[ericht] Ansbach.“</ref> Von der ursprünglichen Mühle ist heute nichts mehr erhalten.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Obere Walkmühle zur Realgemeinde Ratzenwinden. Sie hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Obere Walkmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 10 des Ortes Ratzenwinden.<ref name="J900">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 900.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1006">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1006.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurden die Ratzenwinderwalkmühlen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref>
Am 10. August 1836 wurden die Ratzenwinderwalkmühlen in die neu gebildete Gemeinde Ratzenwinden umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949.</ref> Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Sachsen bei Ansbach eingegliedert.<ref name="J1006"/><ref>Sachsen bei Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J900"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 149.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte. C. Brügel & Sohn, Ansbach 1940, DNB 575937491, OCLC 72078529, S. 387–388 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Walkmühle (obere) in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Walkmühle (obere) im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alberndorf | Büchenmühle | Hirschbronn | Milmersdorf | Neukirchen | Obere Walkmühle | Ratzenwinden | Rutzendorf | Sachsen | Steinbach | Steinhof | Untere Walkmühle | Volkersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Rutzendorfer Mühle
Wüstung: Silbermühle