Milmersdorf (Sachsen bei Ansbach)
Milmersdorf Gemeinde Sachsen bei Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(39)&title=Milmersdorf 49° 18′ N, 10° 40′ O
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| Höhe: | 442 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 39 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91623 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
Milmersdorf (fränkisch: Milmasch-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 132. Dort folgendermaßen transkribiert: „milməschdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Milmersdorf liegt in der Gemarkung Sachsen b.Ansbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Milmersbach. Nördlich schließt sich der Milmersdorfer Forst an, westlich das Waldgebiet Urles. Östlich liegt die Flur Milmersdorfer Leiten, südlich die Bergäcker. Der Ort ist durch ein Neubaugebiet mit dem westlich gelegenen Sachsen zusammengewachsen. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße AN 12 kreuzend nach Sachsen (1,3 km südwestlich) bzw. nach Herpersdorf zur Staatsstraße 2412 (2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1450 als „Wilmannsdorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname „Willmann“. Eine Person dieses Namens ist als Gründer dieser Siedlung anzunehmen.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 132 f.</ref>
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamtes Lichtenau von 1515 wurden für Milmersdorf 3 Untertansfamilien angegeben, die alle der Reichsstadt Nürnberg unterstanden.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744.</ref>
Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Sachsen. Es gab 3 Untertansfamilien, die alle nürnbergisch waren (Landesalmosenamt: 1, Mendelsche Zwölfbruderstiftung: 1, St.-Klara-Klosteramt: 1).<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 747.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Milmersdorf drei Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Pflegamt Lichtenau aus. Die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt: 1 Hof, Mendelsche Zwölfbruderstiftung: 1 Hof, St.-Klara-Klosteramt: 1 Hof).<ref name="J887">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 887.</ref>
1806 kam Milmersdorf zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Milmersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sachsen und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sachsen zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref><ref>Sachsen bei Ansbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J887"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Willmersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 254 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Miemersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 842 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3000050604 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 132–133.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte. C. Brügel & Sohn, Ansbach 1940, DNB 575937491, OCLC 72078529, S. 24, 312, 340–342 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Milmersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Milmersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alberndorf | Büchenmühle | Hirschbronn | Milmersdorf | Neukirchen | Obere Walkmühle | Ratzenwinden | Rutzendorf | Sachsen | Steinbach | Steinhof | Untere Walkmühle | Volkersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Rutzendorfer Mühle
Wüstung: Silbermühle