Silbermühle (Sachsen bei Ansbach)
Silbermühle Gemeinde Sachsen bei Ansbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Silberm%C3%BChle 49° 17′ N, 10° 37′ O
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| Höhe: | 438 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 22 ha | |||||
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Silbermühle (fränkisch: Silbermil<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 173.</ref>) ist eine Wüstung, die sich auf dem Gebiet der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im mittelfränkischen Landkreis Ansbach befindet. Silbermühle lag in der Gemarkung Brodswinden. Das Gebiet der Silbermühle kam mit der Gebietsreform zur Gemarkung Alberndorf.
Geografie
Die Einöde lag am Silberbach. Im Norden ist sie vom Silberwald umgeben, circa 200 Meter südlich erhebt sich der Lehmberg (447 m ü. NHN).<ref>Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023.</ref>
Geschichte
1398 wurde der Ort als „Silbersmůl“ erstmals urkundlich erwähnt. Benannt wurde sie nach dem Silberbach.<ref name="Fechter" />
In der Vetter’schen Beschreibung des Oberamtes Ansbach von 1732 heißt es über den Ort: „Silbermühl. Eine Teutschherrl[iche] Eschenbachl[iche] Mühl so nach Brodswinden gepfarret und des Zehendens befreyet ist, weil keine Feldgüter darzu gehören. Mit der hochfraisch[lichen] hohen Obrigkeit gehört solche in das allhiesige Ober und Castenamt Anßpach.“<ref>J. G. Vetter: Oberamt Ansbach, S. 182 f. Zitiert nach H. Dallhammer: Sachsen b. Ansbach: eine Chronik, S. 108.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Silbermühle zur Realgemeinde Wallersdorf. Sie hatte das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Silbermühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 15 des Ortes Wallersdorf.<ref name="J922">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 922.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 980f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Silbermühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 337.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Silbermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–1817. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref>
Die letzte bis dahin betriebene Mühle wurde in den 1950er Jahren abgerissen. Während Brodswinden am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Ansbach eingegliedert wurde, kam das Gebiet, auf der die Silbermühle stand, zur Gemeinde Sachsen bei Ansbach.
Ehemaliges Baudenkmal
- Wassermühle: zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit Satteldach; Scheune mit Fachwerkgiebeln, etwa gleichzeitig<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbac, S. 140. Objekt ist abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Brodswinden) gepfarrt.<ref name="J922"/> Die Katholiken waren nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1950"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Silbermühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 337 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3000050604 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 173.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 140.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
Fußnoten
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Alberndorf | Büchenmühle | Hirschbronn | Milmersdorf | Neukirchen | Obere Walkmühle | Ratzenwinden | Rutzendorf | Sachsen | Steinbach | Steinhof | Untere Walkmühle | Volkersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Rutzendorfer Mühle
Wüstung: Silbermühle