Steinach am Wald
Steinach am Wald Gemeinde Geslau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(33)&title=Steinach+am+Wald 49° 22′ N, 10° 16′ O
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dim=10000 | globe= | name=Steinach am Wald | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 457 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 33 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91608 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
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Steinach am Wald ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Steinach am Wald liegt in der Gemarkung Gunzendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Beim Weiler fließen der Seewiesengraben (links) mit dem Stockengraben (rechts) zum Mühlbach zusammen, einem rechten Zufluss des Kreuthbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Nordwesten grenzt das Johanniterholz und der Karrachwald an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt über die Neumühle zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,9 km östlich), die nach Aidenau (1,2 km südwestlich) bzw. die Staatsstraße 2250 kreuzend nach Gunzendorf führt (0,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Steinach 6 Mannschaften verzeichnet: 5 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg und 1 Anwesen dem Bürgermeister Schnepf der Reichsstadt Rothenburg. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 8r. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 705.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 wurden für Steinach 7 Mannschaften verzeichnet, wovon 6 dem Kastenamt Colmberg unterstanden.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 12. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 710.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinach am Wald 8 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Vogtamt Colmberg aus. Grundherren waren das Kastenamt Colmberg (2 Halbhöfe, 2 Söldengütlein, 1 Köblergut, 1 Wirts-Söldengütlein) und die Reichsstadt Rothenburg (2 Halbhöfe).<ref name="J911">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 911 f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Steinach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 104 (Digitalisat). Hiernach gab es 7 Untertansfamilien, von denen 6 ansbachisch waren.</ref><ref>Nach J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 423, soll es nur 4 Untertansfamilien gegeben haben: „Steinach am Wald oder auf dem Wald, königlich Preußischer Weiler an der Rothenburgischen Landesgränze gegen Colmberg, von vier Gemeindrechten, worunter die Rothenburgischen vogtbaren Unterthanen 6 Dienste thun und 2 Wagen stellen. Der Ort ist nach Geßlau eingepfarrt und entrichtet den Zehnten in das Kammeramt Colmberg und nach Herrieden.“</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J991">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 991 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinach am Wald dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Geslau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Geslau zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Steinach am Wald in die neu gebildete Ruralgemeinde Gunzendorf umgemeindet. Am 1. Januar 1972 wurde Steinach am Wald im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.<ref name="J991"/><ref>Geslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Geslau) gepfarrt.<ref name="J911"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steinach am Wald. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 423 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Steinach a.Wald in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Steinach a.Wald im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Aidenau | Dornhausen | Geslau | Gunzendorf | Hürbel | Kreuth | Lauterbach | Oberbreitenau | Oberndorf | Reinswinden | Schwabsroth | Steinach am Wald | Stettberg | Unterbreitenau
Sonstiger Wohnplatz: Neumühle