Hürbel (Geslau)
Hürbel Gemeinde Geslau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(58)&title=H%C3%BCrbel 49° 21′ N, 10° 21′ O
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| Höhe: | 439 (434–444) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 58 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91608 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
Hürbel ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hürbel liegt in der Gemarkung Dornhausen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am südlichen Rand der Frankenhöhe. Durch den Ort fließt das Buchklingenbächlein, ein rechter Zufluss des Kreuthbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist, und der Mausgraben mündet dort als rechter Zufluss des Buchklingenbächleins. 0,5 km östlich liegt das Lachfeld und das Hartholz. 0,75 km südwestlich liegt die Buchklinge.
Die Kreisstraße AN 5 führt nach Dornhausen (1 km nördlich) bzw. nach Buch am Wald (2,5 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kreuth (1,3 km nordwestlich) und nach Frommetsfelden (2,3 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Hürbel 12 Mannschaften verzeichnet: 7 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 13 Anwesen dem Vogtamt Jochsberg und 2 Anwesen dem Rittergut Wiedersbach. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 7v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 waren die grundherrschaftlichen Verhältnisse für Gunzendorf unverändert.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 18. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 708.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hürbel 13 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Colmberg: 1 Halbhof, 5 Köblergüter, 2 halbe Köblergüter; Vogtamt Jochsberg: 2 Höfe, 1 Köblergut) und das Rittergut Wiedersbach der Herren von Eyb (1 Halbhof, 1 Köblergut). Neben den Anwesen gab es noch herrschaftliche Gebäude (Zehntscheune), kirchliche Gebäude (Pfarrkirche, Widdumgut) und kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J871">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 871.</ref> Es gab zu dieser Zeit 12 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Hürbel. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 103 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 772.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J979">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 979 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hürbel dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Frommetsfelden und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Frommetsfelden zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Bieg umgemeindet. Am 1. Juli 1972 wurde Hürbel im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.<ref name="J979"/><ref>Geslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 8: Wohnstallhaus, mit Wohnteil, Fachwerk, 18./19. Jahrhundert.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Geslau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 10: Eingeschossiges Wohnstallhaus des frühen 19. Jahrhunderts. Der Wohnteil in Fachwerk mit Zwerchgiebel aufgestockt. Gefährdeter Bauzustand.<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 51. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Steinkreuz<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerzahlen
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendel (Buch am Wald) gepfarrt.<ref name="J871"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hürbel. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 772 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 51.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hürbel in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hürbel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Neumühle