Oberndorf (Geslau)
Oberndorf Gemeinde Geslau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(73)&title=Oberndorf 49° 21′ N, 10° 18′ O
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| Höhe: | 457 (453–480) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 73 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91608 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
Oberndorf (<templatestyles src="IPA/styles.css" />) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberndorf liegt in der Gemarkung Schwabsroth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Grundgraben, einem rechten Zufluss der Sulzach, die wiederum ein rechter Zufluss des Kreuthbachs ist. 0,5 km südlich des Ortes erhebt sich der Ameisberg (510 m ü. NHN). 1 km westlich liegen die Waldgebiete Seeschläge und Prell.
Die Kreisstraße AN 7 führt nach Oberbreitenau (1,6 km südwestlich) bzw. an Reinswinden vorbei nach Schwabsroth (1,7 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lauterbach (2,2 km östlich) und nach Morlitzwinden (1,5 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Oberndorf 16 Mannschaften verzeichnet: 14 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg und 2 Anwesen dem Vogtamt Jochsberg. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 7v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 waren für Oberndorf 17 Mannschaften verzeichnet, wovon 15 dem Kastenamt Colmberg unterstanden.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 16. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 709.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberndorf 20 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Ansbach als Grundherrn (Kastenamt Colmberg: 1 Hof, 4 Halbhöfe, 1 Gut, 8 Köblergüter, 1 Söldengütlein, 1 Leerhaus; Vogtamt Jochsberg: 2 Köblergüter; Vogtamt Colmberg: 2 Köblergüter; die Abgaben dieser beiden Untertanen gingen an die Kirche Geslau). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J897">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 897.</ref> Es gab zu dieser Zeit 19 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Oberndorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 104 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 206.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1009">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberndorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Oberndorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.<ref name="J1009"/><ref>Geslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 6: einfaches Fachwerkhaus des frühen 19. Jahrhunderts; Wohnteil mit einem Zwerchgeschoss 1878 aufgestockt<ref name="Ramisch">H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 76. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 7: ähnlich vorigem<ref name="Ramisch"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Geslau) gepfarrt.<ref name="J897"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberndorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 206 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 76.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberndorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberndorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Neumühle