Lauterbach (Geslau)
Lauterbach Gemeinde Geslau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(62)&title=Lauterbach 49° 21′ N, 10° 20′ O
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dim=10000 | globe= | name=Lauterbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 445 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 62 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91608 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
Lauterbach () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Lauterbach liegt in der Gemarkung Schwabsroth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Lauterbachgraben, der den Lauterbacher Weiher speist und ein rechter Zufluss der Sulzach ist, die wiederum ein rechter Zufluss des Kreuthbachs ist. 1,25 km südwestlich liegt der Bucher Wald, 0,5 km südöstlich liegt das Flurgebiet Buchklinge.
Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Geslau (2,3 km nordwestlich) und Oberndorf (2,2 km westlich) jeweils zur Kreisstraße AN 7, zur AN 5 bei Buch am Wald (1,6 km südlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,8 km nordöstlich), die nach Kreuth (1 km nördlich) bzw. ebenfalls zur AN 5 bei Hürbel führt (0,7 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Lauterbach 9 Mannschaften verzeichnet, die alle das Kastenamt Colmberg als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 7v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 hatte sich die Zahl der Mannschaften auf 11 erhöht.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 18. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 708.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lauterbach 13 Anwesen (1 Hof, 10 Halbhöfe, 2 Köblergüter). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Alle Anwesen hatten das Kastenamt Colmberg als Grundherrn. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J879">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 879 f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Lautenbuch. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 103 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 300). Hiernach gab es nur 11 Untertansfamilien.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1009">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lauterbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Lauterbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.<ref name="J1009"/><ref>Geslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 9: 18./19. Jahrhundert, zweigeschossiges Wohnstallhaus mit massivem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss und Fachwerkobergeschoss; Dach auf der einen Traufseite bis zum Erdgeschoss heruntergezogen<ref name="Ramisch">H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 65. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 11: ehemaliges Wirtshaus aus dem Ende 18. Jh., 1855 erweitert; am massiven Teil des zwiebelgiebligen Hauses mit Ecklisenen, Eckgesimsen und Putzbändern zwei Haustafeln, von denen die eine abgewittert ist, die zweite ein Relief, von Krug und Becher sowie die Bezeichnung „L / MK 1855“ trägt<ref name="Ramisch"/>
- Haus Nr. 12: Wirtshaus, eingeschossiger Massivbau, Ende 18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Geslau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Flachsbrechhaus des 19. Jh. am Weg nach Buch am Wald.<ref name="Ramisch"/>
- mittelalterliches Steinkreuz; am südwestlichen Ortsrand<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendel (Buch am Wald) gepfarrt.<ref name="J879"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Lautenbuch. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 300 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 65.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Lauterbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Lauterbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Aidenau | Dornhausen | Geslau | Gunzendorf | Hürbel | Kreuth | Lauterbach | Oberbreitenau | Oberndorf | Reinswinden | Schwabsroth | Steinach am Wald | Stettberg | Unterbreitenau
Sonstiger Wohnplatz: Neumühle