Oberbreitenau (Geslau)
Oberbreitenau Gemeinde Geslau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(37)&title=Oberbreitenau 49° 20′ N, 10° 17′ O
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dim=10000 | globe= | name=Oberbreitenau | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 466 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 37 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91608 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
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Oberbreitenau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberbreitenau liegt in der Gemarkung Schwabsroth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Hirtenbachl, einem linken Zufluss des Froschbächleins, der mit weiteren Bächen zum Hagenbach zusammenfließt. 0,5 km westlich liegen die Waldgebiete Spitalseck und Mittelholz, im Norden das Stiftsholz und die Prell. 0,5 km südlich liegt das Roßholz. 1,25 km östlich erhebt sich der Ameisberg (510 m ü. NHN).
Die Kreisstraße AN 7 führt nach Oberndorf (1,6 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2249 beim Speierhof (1,1 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schönbronn ebenfalls zur St 2249 (1,4 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Oberbreitenau acht Mannschaften verzeichnet, die alle das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 7r. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 waren die grundherrschaftlichen Verhältnisse für Oberbreitenau unverändert. Das Hochgericht wurde jedoch von Hohenlohe-Schillingsfürst strittig gemacht, was erst 1710 durch einen Vertrag zugunsten des Vogtamts Colmberg beigelegt werden konnte.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 15. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 709.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberbreitenau 9 Anwesen (1 Gut, 8 Köblergüter). Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J893">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 893.</ref> Es gab zu dieser Zeit 8 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Clonspach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 103 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 158.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1009">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberbreitenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Oberbreitenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.<ref name="J1009"/><ref>Geslau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 2: eingeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, 1807<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Geslau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 3: erdgeschossiges Wohnstallhaus in Fachwerk mit massiver Stubenfront; im Türsturz eingehauen „18 GM ST 07“<ref name="R75">H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 75. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 4: zugehöriger Altsitz. Fachwerkkleinhaus des frühen 19. Jahrhunderts.<ref name="R75"/>
- Haus Nr. 5: zugehöriger Altsitz, zweigeschossiger Putzbau, 1848.<ref name="Denkmalliste"/>
- Haus Nr. 7: eingeschossiger Mansardwalmdachbau, 18./19. Jahrhundert.<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria und Michael (Kirnberg) gepfarrt.<ref name="J893"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberbreitenau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 158 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 75.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberbreitenau in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberbreitenau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Neumühle