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Ständerat

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Ständerat
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Basisdaten
Sitz: Bundeshaus in Bern
Legislaturperiode: ständiges Organ ohne Legislaturperiode, allerdings wählt jeder Kanton alle vier Jahre die Ständeräte neu (meist gleichzeitig mit dem Nationalrat)
Abgeordnete: 46
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl: 22. Oktober 2023
12. November 2023
19. November 2023

29. Juni 2025
Vorsitz: Ständeratspräsident
Stefan Engler (Mitte/GR)
Erster Vizepräsident
Werner Salzmann (SVP/BE)
Zweite Vizepräsidentin
Mathilde Crevoisier Crelier (SP/JU)
       
Sitzverteilung:
  • Die Mitte-Fraktion 15
  • Die Mitte 15
  • FDP-Liberale Fraktion 12
  • FDP 12
  • SP-Fraktion 8
  • SP 8
  • SVP-Fraktion 7
  • SVP 6
  • MCG 1
  • Grüne Fraktion 3
  • Grüne 3
  • GLP 1
  • Website
    Ständerat auf parlament.ch
    Bundeshaus
    Bundeshaus
    Bundeshaus
    Datei:Chamber Swiss Council of States.jpg
    Ständeratssaal

    Der Ständerat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist die kleine Kammer der Bundesversammlung, des Parlaments der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Name kommt von Stand, der alten Bezeichnung für die Schweizer Kantone.

    Da es im Ständerat mehr altgediente Politiker gibt als in der anderen Parlamentskammer, dem Nationalrat, wird er in der Deutschschweizer Umgangssprache auch mit dem ursprünglich berndeutschen Wort Stöckli (Auszugshaus) benannt.

    Mitgliederzahl

    Datei:Staenderatssaal-11-g.jpg
    Der Ständeratssaal während einer Sitzung

    Der Ständerat besteht aus 46 Mitgliedern, je einem für jeden der früher Halbkanton genannten Kantone (Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Nidwalden, Obwalden, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden) und je zwei für alle anderen Kantone. Der Kanton Zürich hat mit 1,5 Millionen Einwohnern also im Ständerat das gleiche Gewicht wie Uri mit 37'000 Einwohnern. Die Mitglieder des Ständerats werden als Ständerätinnen und Ständeräte bezeichnet (siehe auch Frauenanteile im Ständerat ab 1971).

    Vorlage:Tabellenstile

    Liste der Ständeratssitze nach Kanton und Bevölkerung
    Abk Kanton Sitze Bevölkerung
    30. September 2025
    pro Sitz zu ZH
    <ref>Bevölkerung des Kantons / Bevölkerung des Kantons Zürich, pro Sitz</ref>
    ZH Kanton ZürichDatei:CHE Zürich COA.svg Zürich 2 1'620'020 810'010 1
    BE Kanton BernDatei:CHE Bern COA.svg Bern 2 1'063'960 531'980 2
    LU Kanton LuzernDatei:Wappen Luzern matt.svg Luzern 2 437'944 218'972 4
    UR Kanton UriDatei:Wappen Uri matt.svg Uri 2 38'275 19'138 42
    SZ Kanton SchwyzDatei:Wappen Schwyz matt.svg Schwyz 2 168'931 84'466 10
    OW Kanton ObwaldenDatei:Wappen Obwalden matt.svg Obwalden 1 39'662 39'662 20
    NW Kanton NidwaldenDatei:Wappen Nidwalden matt.svg Nidwalden 1 45'345 45'345 18
    GL Kanton GlarusDatei:Wappen Glarus matt.svg Glarus 2 42'371 21'186 38
    ZG Kanton ZugDatei:Wappen Zug matt.svg Zug 2 133'739 66'870 12
    FR Kanton FreiburgDatei:Wappen Freiburg matt.svg Freiburg 2 346'674 173'337 5
    SO Kanton SolothurnDatei:Wappen Solothurn matt.svg Solothurn 2 289'792 144'896 6
    BS Kanton Basel-StadtDatei:Wappen Basel-Stadt matt.svg Basel-Stadt 1 201'384 201'384 4
    BL Kanton Basel-LandschaftDatei:Coat of arms of Kanton Basel-Landschaft.svg Basel-Landschaft 1 301'323 301'323 3
    SH Kanton SchaffhausenDatei:Wappen Schaffhausen matt.svg Schaffhausen 2 88'667 44'334 18
    AR Kanton Appenzell AusserrhodenDatei:Wappen Appenzell Ausserrhoden matt.svg Appenzell Ausserrhoden 1 56'705 56'705 14
    AI Kanton Appenzell InnerrhodenDatei:Wappen Appenzell Innerrhoden matt.svg Appenzell Innerrhoden 1 16'733 16'733 48
    SG Kanton St. GallenDatei:Coat of arms of canton of St. Gallen.svg St. Gallen 2 540'036 270'018 3
    GR Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden 2 206'138 103'069 8
    AG Kanton AargauDatei:CHE Aargau COA.svg Aargau 2 735'808 367'904 2
    TG Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau 2 299'509 149'755 5
    TI Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin 2 358'903 179'452 5
    VD Kanton WaadtDatei:Wappen Waadt matt.svg Waadt 2 855'106 427'553 2
    VS Kanton WallisDatei:Wappen Wallis matt.svg Wallis 2 371'288 185'644 4
    NE Kanton NeuenburgDatei:Wappen Neuenburg matt.svg Neuenburg 2 179'518 89'759 9
    GE Kanton GenfDatei:CHE Canton de Genève écu seul COA.svg Genf 2 531'102 265'551 3
    JU Kanton JuraDatei:Wappen Jura matt.svg Jura 2 82'096 41'048 20
    CH Alle 46 9'104'063 197'914 4

    Wahlverfahren

    Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft legt in Art. 150 fest, dass die Regelung der Wahl und Amtsdauer der Ständeräte in die Zuständigkeit der Kantone fällt. Somit existiert de jure im Gegensatz zum Nationalrat keine Gesamterneuerungswahl, demzufolge auch keine konstituierende Sitzung und kein Alterspräsident. Jeder Kanton ist also frei darin, den Zeitpunkt der Wahl und das Wahlverfahren für seine Ständeratsmitglieder selbst festzulegen. Unvereinbarkeitsregeln der Bundesversammlung sind seit 2003 anwendbar.<ref name="HLS">Martin Graf: Bundesversammlung. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref>

    Mit der Zeit hat sich eine Vereinheitlichung des Wahlverfahrens ergeben. Vor 1874 waren die Kantonsvertreter vielerorts vom kantonalen Parlament bestimmt worden,<ref>Wie die Schweiz zur fortschrittlichsten Verfassung der Welt kam, Tages-Anzeiger, 19. April 2024</ref> danach bestimmten alle Kantone früher oder später als Wahlmodus die unmittelbare Wahl durch das Kantonsvolk und legten die frühere Amtsdauer von in der Regel einem Jahr<ref name="HLS"/> auf nun einheitlich vier Jahre fest. Als letzter Kanton hat der Kanton Bern im Jahr 1977 die Volkswahl eingeführt.<ref name="Lohn">Der Ständerat im Wandel der Zeit – Wie hat sich die kleine Kammer im Verlauf der Geschichte verändert?, 2019, S. 17</ref>

    Mit Ausnahme der Kantone Jura und Neuenburg<ref>Les Neuchâtelois acceptent la proportionnelle. In: RTS info. 26. September 2010.</ref>, die ihre Ständeräte nach Proporz wählen, werden die Ständeräte heute in allen übrigen Kantonen mit Majorzwahl durch das Volk gewählt. Der Ständerat des Kantons Appenzell Innerrhoden wird an der Landsgemeinde gewählt; im Kanton Neuenburg können sich auch Ausländer an den Ständeratswahlen beteiligen. Seit einem Landsgemeindebeschluss gilt im Kanton Glarus das aktive Wahlrecht ab dem 16. Lebensjahr auf Gemeinde- und Kantonsebene, was eine Teilnahme an Ständeratswahlen (jedoch nicht an Nationalratswahlen) für unter 18-jährige ermöglicht. Im Kanton Glarus ist zudem das passive Wahlrecht insofern eingeschränkt, als bisherige Ständeratsmitglieder nicht wiedergewählt werden können, wenn sie das 65. Lebensjahr vollendet haben.<ref>Art. 78 der Verfassung des Kantons Glarus.</ref>

    In allen Kantonen mit Ausnahme des Kantons Appenzell Innerrhoden findet die Wahl der Ständeräte am selben Tag statt wie die Nationalratswahl. In Appenzell Innerrhoden findet die Wahl an der traditionellen Landsgemeinde im April vor den Nationalratswahlen statt. In allen Kantonen, die den Ständerat im Majorzverfahren wählen, ist allerdings ein zweiter Wahlgang nötig, wenn im ersten Wahlgang nicht mindestens so viele Kandidaten das absolute Mehr erreicht haben, wie Sitze zu vergeben sind.

    Auch in den Kantonen Graubünden und Zug fand die Wahl der Ständeräte zunächst schon ein Jahr vor der Nationalratswahl statt. Per Verfassungsänderung im Jahre 2007 übernahmen auch die Bündner und Zuger die Praxis der Mehrheit aller Kantone und wählen ihre Ständeräte parallel zur Nationalratswahl. Während jedoch Graubünden die Änderung schon auf die Wahl 2007 vornahm, trat sie in Zug erst auf die nächsten Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2011 in Kraft.

    Eine vorzeitige Auflösung des Ständerates ist nur im Falle einer vom Volk beschlossenen Totalrevision der Bundesverfassung möglich. Die vorzeitige Abwahl seiner Mitglieder ist lediglich im Kanton Uri vorgesehen. Ansonsten findet nur beim vorzeitigen Rücktritt oder beim Tod eines Ständerates eine Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode statt.

    Als Vertreter der Kantone wurden die Ständeräte zunächst von den jeweiligen Kantonsparlamenten bestimmt. Ab 1867 begannen verschiedene Kantone, ihre Ständeräte durch das Volk zu wählen. Die Einführung der Volkswahl war ein über hundert Jahre dauernder Prozess: Der Kanton Bern führte dieses Verfahren 1977 als letzter ein, während der 1979 gegründete Kanton Jura direkt dazu überging. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Jahr der Einführung.<ref>Erich Gruner: Die Wahlen in den Schweizerischen Nationalrat 1848–1919. Band 3. Francke Verlag, Bern 1978, ISBN 3-7720-1445-3, S. 492–493.</ref>

    Datei:Staenderatssaal-17-g.jpg
    Leerer Ständeratssaal
    Kanton Einführung Kanton Einführung
    Kanton ObwaldenDatei:Wappen Obwalden matt.svg Obwalden 1867 Kanton TessinDatei:CHE Ticino COA.svg Tessin 1892
    Kanton ZürichDatei:CHE Zürich COA.svg Zürich 1869 Kanton GenfDatei:CHE Canton de Genève écu seul COA.svg Genf 1893
    Kanton SolothurnDatei:Wappen Solothurn matt.svg Solothurn 1869 Kanton Appenzell InnerrhodenDatei:Wappen Appenzell Innerrhoden matt.svg Appenzell Innerrhoden 1895
    Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau 1869 Kanton SchwyzDatei:Wappen Schwyz matt.svg Schwyz 1898
    Kanton SchaffhausenDatei:Wappen Schaffhausen matt.svg Schaffhausen 1876 Kanton LuzernDatei:Wappen Luzern matt.svg Luzern 1904
    Kanton NidwaldenDatei:Wappen Nidwalden matt.svg Nidwalden 1877 Kanton AargauDatei:CHE Aargau COA.svg Aargau 1904
    Kanton Appenzell AusserrhodenDatei:Wappen Appenzell Ausserrhoden matt.svg Appenzell Ausserrhoden 1877 Kanton WaadtDatei:Wappen Waadt matt.svg Waadt 1917
    Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden 1880 Kanton WallisDatei:Wappen Wallis matt.svg Wallis 1921
    Kanton ZugDatei:Wappen Zug matt.svg Zug 1881 Kanton St. GallenDatei:Coat of arms of canton of St. Gallen.svg St. Gallen 1967
    Kanton GlarusDatei:Wappen Glarus matt.svg Glarus 1887 Kanton NeuenburgDatei:Wappen Neuenburg matt.svg Neuenburg 1971
    Kanton UriDatei:Wappen Uri matt.svg Uri 1888 Kanton FreiburgDatei:Wappen Freiburg matt.svg Freiburg 1972
    Kanton Basel-StadtDatei:Wappen Basel-Stadt matt.svg Basel-Stadt 1889 Kanton BernDatei:CHE Bern COA.svg Bern 1977
    Kanton Basel-LandschaftDatei:Coat of arms of Kanton Basel-Landschaft.svg Basel-Landschaft 1892 Kanton JuraDatei:Wappen Jura matt.svg Jura 1979

    Parteien

    Vorlage:Sitzordnung Ständerat nach Fraktion 2025.09 Aufgrund des Wahlverfahrens unterscheidet sich die Zusammensetzung des Ständerates nach Parteien von jener im Nationalrat – seit Jahrzehnten sind die FDP sowie die Mitte die zwei stärksten Parteien, während die SVP (ebenso wie früher die SP) deutlich schwächer ist als in der grossen Kammer.

    Die 46 Sitze verteilen sich wie folgt (jeweils zu Beginn der Legislaturperiode):

    Partei 2023 2019 2015 2011 2007 2003 1999 1995 1991 1987 1983 1979<ref group="Anm.">Der Kanton Jura wurde 1979 gegründet, daher stieg die Anzahl Ständeräte von 44 auf 46.</ref> 1975 1971 1967
    Die Mitte/CVP 15<ref group="Anm.">Erste Wahl nach Umbenennung von CVP und Fusion mit der BDP</ref> 13 13 13 15 15 15 16 16 21 18 19 18 17 18
    FDP 11 12 13 11 12 14 18 17 18 14 14 11 14 15 15
    SP 9 9 12 11 9 9 6 5 3 4 6 9 6 4 2
    SVP 6 6 5 5 7 8 7 5 4 4 5 5 5 5 6<ref group="Anm.">3 Sitze für Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei, 3 für Demokratische Parteien aus den Kantonen Glarus und Graubünden. Diese Parteien schlossen sich 1971 zur Schweizerischen Volkspartei zusammen.</ref>
    Grüne 3 5 1 2 2
    GLP 1 2 1
    BDP –<ref group="Anm.">Fusion mit der CVP zu Die Mitte im Jahre 2021</ref> 1 1
    LPS –<ref group="Anm.">Fusion mit der FDP im Jahre 2009.</ref> 2 3 2 3 2 1 2 2
    LdU –<ref group="Anm.">Auflösung am 4.12.1999</ref> 1 1 1 1
    übrige 1<ref group="Anm.">Mouvement citoyens genevois</ref> 1<ref name="parteilos" group="Anm.">parteilos</ref> 1<ref name="parteilos" group="Anm." /> 1<ref name="parteilos" group="Anm." /> 1<ref group="Anm.">Lega dei Ticinesi</ref>

    Anmerkungen <references group="Anm." responsive />

    Aufgaben und Zuständigkeiten

    Ständerat und Nationalrat nehmen gemeinsam die Aufgaben der Bundesversammlung wahr und besitzen dieselben Zuständigkeiten.

    Sessionen

    Für Ständerat und Nationalrat gelten dieselben Regeln für die Durchführung der Sessionen.

    Verfahren

    Für Ständerat und Nationalrat gelten dieselben allgemeinen Verfahrensregeln.

    Parlamentarische Instrumente, Vorstösse

    Ständerat und Nationalrat verfügen über dieselben parlamentarischen Instrumente.

    Organe

    Ständerat und Nationalrat sind Organe der Bundesversammlung; die Regelungen für ihre internen Organe (Präsidium, Büro, Kommissionen, Fraktionen) sind weitgehend identisch.

    Einkommen und Entschädigungen

    Bis zur Änderung vom 21. Juni 2002 des Entschädigungsgesetzes oblag die Entschädigung der Ständeräte zum grösseren Teil den Kantonen. Seit dann ist der Bund dafür zuständig, wie bereits seit 1848 auch für die Entschädigung der Nationalräte.<ref>Oliver Heer, Carlo Pavia: Art. 9 Einkommen und Entschädigungen. In: Martin Graf, Andrea Caroni (Hrsg.): Parlamentsrecht und Parlamentspraxis der Schweizerischen Bundesversammlung. Kommentar zum Parlamentsgesetz (ParlG) vom 13. Dezember 2002. 2., überarbeitete Auflage. Helbing Lichtenhahn, Basel 2024, ISBN 978-3-7190-4742-9, S. 99–100 (sgp-ssp.net).</ref>

    Öffentlichkeit des Ratsbetriebs und Offenlegungspflichten der Ratsmitglieder

    Die Verhandlungen von Nationalrat und Ständerat werden im Internet live übertragen und im «Amtlichen Bulletin» publiziert. Zu jeder Abstimmung wird in beiden Räten die Stimmabgabe jedes Ratsmitglieds veröffentlicht. Für die Ratsmitglieder bestehen verschiedene Offenlegungspflichten; z. B. müssen sie ihre beruflichen Tätigkeiten ausserhalb des Parlaments, insbesondere in Verwaltungsräten und ähnlichen Gremien in einem öffentlichen Register eintragen. Ein weiteres öffentliches Register informiert über die Ausweise für einen dauerhaften Zutritt zum Bundeshaus, welche jedes Ratsmitglied für zwei Gäste (z. B. Lobbyisten) ausstellen lassen kann. Kommissionssitzungen sind grundsätzlich nicht öffentlich.

    Sprachen

    Mitglieder

    Für die aktuellen Ständeratswahlen siehe Schweizer Parlamentswahlen 2023 (Kontext) sowie Resultate der Ständeratswahlen (2023–2027) (genaue Resultate).

    Geschichte

    Die Rolle des Ständerates als Kantonsvertretung schälte sich in den Vorarbeiten zur ersten Bundesverfassung von 1848 heraus. Der konservativen Konfliktpartei im Sonderbundskrieg lag viel daran, den Kantonen eine gewisse staatliche Souveränität zu bewahren. Als Kompromiss billigten die siegreichen Liberalen der Gegenpartei als Ersatz für die Tagsatzung den Ständerat zu, der mit seiner Stimmenparität aller Kantone den vorab kleinen Sonderbundskantonen ein überproportionales Stimmengewicht verlieh und damit im neu geschaffenen Bundesstaat einen Ausgleich zum Nationalrat schuf. Das System war allerdings nicht selber erfunden, sondern imitierte unübersehbar das Zweikammersystem der US-amerikanischen Verfassung. Im Gegensatz zu der seit dem Mittelalter tradierten Tagsatzung stimmen die Mitglieder des Ständerates jedoch nicht nach Weisungen (Instruktionen) der Kantone, sondern nach eigenem politischem Ermessen und politisch-ökonomischer Interessenlage respektive Parteizugehörigkeit.

    In den ersten Jahren des Bundesstaats versammelte sich der Ständerat im Rathaus zum Äusseren Stand an der Zeughausgasse.<ref>Sitzungsörtlichkeiten des schweizerischen Parlaments, Möblierung der Säle und Sitzordnungen im Nationalrat und im Ständerat, Parlamentsbibliothek 2023 (PDF)</ref><ref name="HLS"/> 1858 zog er um in das neu errichtete «Bundes-Rathaus» (heute Bundeshaus West);<ref>Eröffnungsrede des Hrn. Ständerathspräsidenten Stähelin. In: Der Bund — e-newspaperarchives.ch. 6. Juli 1858, abgerufen am 24. Mai 2024.</ref><ref>Repertorium über die Verhandlungen der Bundesversammlung der schweizerischen Eidgenossenschaft, Band I, 1848–1874, S. 101 (PDF)</ref> seit 1902 tagt er im Parlamentsgebäude.

    Siehe auch

    Literatur

    • Philipp Albrecht, Dennis Bühler, Bettina Hamilton-Irvine: Im Goldfischteich. In: Republik. 15. November 2019.
    • Andrea Caroni, Barbara Brun del Re: Art. 82: Veröffentlichung des Stimmverhaltens. In: Martin Graf, Andrea Caroni (Hrsg.): Parlamentsrecht und Parlamentspraxis der Schweizerischen Bundesversammlung. Kommentar zum Parlamentsgesetz (ParlG) vom 13. Dezember 2002. 2., überarbeitete Auflage. Helbing Lichtenhahn, Basel 2024, ISBN 978-3-7190-4742-9, S. 760–766 (sgp-ssp.net).
    • Boris Burri: Art. 36: Geschäftsreglemente. In: Martin Graf, Andrea Caroni (Hrsg.): Parlamentsrecht und Parlamentspraxis der Schweizerischen Bundesversammlung. Kommentar zum Parlamentsgesetz (ParlG) vom 13. Dezember 2002. 2., überarbeitete Auflage. Helbing Lichtenhahn, Basel 2024, ISBN 978-3-7190-4742-9, S. 376–382 (sgp-ssp.net).
    • Sean Mueller, Adrian Vatter (Hrsg.): Der Ständerat (= Politik und Gesellschaft in der Schweiz. Band 11). NZZ Libro, Basel 2020, ISBN 978-3-907291-08-5.

    Weblinks

    Einzelnachweise

    <references />

    <templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

    Vorlage:Klappleiste/Anfang

    1848 | 1851 | 1854 | 1857 | 1860 | 1863 | 1866 | 1869 | 1872 | 1875 | 1878 | 1881 | 1884 | 1887 | 1890 | 1893 | 1896 | 1899 | 1902 | 1905 | 1908 | 1911 | 1914 | 1917 | 1919 | 1922 | 1925 | 1928 | 1931 | 1935 | 1939 | 1943 | 1947 | 1951 | 1955 | 1959 | 1963 | 1967 | 1971 | 1975 | 1979 | 1983 | 1987 | 1991 | 1995 | 1999 | 2003 | 2007 | 2011 | 2015 | 2019 | 2023 | 2027

    Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

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    Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

    Staatenverbund:

    Europäische Union: Europäisches Parlament

    Souveräne Staaten:

    Albanien: Versammlung Albaniens | Andorra: Generalrat der Täler | Belarus: Repräsentantenhaus, Rat der Republik | Belgien: Parlament (Abgeordnetenkammer, Senat) | Bosnien und Herzegowina: Parlamentarische Versammlung (Abgeordnetenhaus, Haus der Völker) | Bulgarien: Nationalversammlung | Dänemark: Volksversammlung | Deutschland: Bundestag, Bundesrat | Estland: Riigikogu | Finnland: Reichstag | Frankreich: Parlament (Nationalversammlung, Senat) | Griechenland: Parlament | Irland: Oireachtas (Dáil, Senat) | Island: Althing | Italien: Parlament (Abgeordnetenkammer, Senat) | Kroatien: Versammlung | Lettland: Saeima | Liechtenstein: Landtag | Litauen: Seimas | Luxemburg: Abgeordnetenkammer | Malta: Repräsentantenhaus | Moldau: Parlament | Monaco: Nationalrat | Montenegro: Parlament | Niederlande: Generalstaaten (Erste Kammer, Zweite Kammer) | Nordmazedonien: Parlament | Norwegen: Großversammlung | Österreich: Parlament (Nationalrat, Bundesrat) | Polen: Sejm, Senat | Portugal: Versammlung der Republik | Rumänien: Parlament (Abgeordnetenkammer, Senat) | Russland: Föderationsversammlung (Duma, Föderationsrat) | San Marino: Großer und Allgemeiner Rat | Schweden: Reichstag | Schweiz: Bundesversammlung (Nationalrat, Ständerat) | Serbien: Nationalversammlung | Slowakei: Nationalrat | Slowenien: Nationalversammlung, Nationalrat | Spanien: Cortes Generales (Abgeordnetenhaus, Senat) | Tschechien: Abgeordnetenhaus, Senat | Türkei: Große Nationalversammlung | Ukraine: Oberster Rat | Ungarn: Parlament | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich: Parlament (Unterhaus, Oberhaus) | Zypern: Repräsentantenhaus

    Sonstige (autonome und
    überseeische) Gebiete
    :

    Åland: Lagting | Färöer: Løgting | Gibraltar: Parlament | Guernsey: States of Guernsey (Alderney: States of Alderney; Sark: Chief Pleas) | Isle of Man: Tynwald (Haus der Schlüssel, Gesetzgebender Rat) | Jersey: States of Jersey

    Umstrittene (nicht
    anerkannte) Gebiete
    :

    Kosovo: Parlament | Transnistrien: Oberster Sowjet | Türkische Republik Nordzypern: Versammlung der Republik

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