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Rita Süssmuth

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Datei:Rita Süssmuth im Bundestag.jpg
Rita Süssmuth im Deutschen Bundestag (2021)
Unterschrift Rita Süssmuth deutsche Pädagogin, Hochschulprofessorin und Politikerin (CDU)
Unterschrift Rita Süssmuth deutsche Pädagogin, Hochschulprofessorin und Politikerin (CDU)

Rita Süssmuth (* 17. Februar 1937 als Rita Kickuth in Wuppertal; † 1. Februar 2026 in Neuss) war eine deutsche Pädagogin, Hochschulprofessorin und Politikerin (CDU). Sie war von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (ab 1986 Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit) und von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Leben

Werdegang

Rita Süssmuth wurde als Tochter des Schulrats Karl Kickuth und dessen Frau Hedwig Kickuth, geborene Bischoff, in Wuppertal-Barmen geboren.<ref>Rita Süssmuth geb. 1937. Haus der Geschichte, abgerufen am 9. März 2018.</ref><ref>Rita Süssmuth (geb. Kickuth). Konrad-Adenauer-Stiftung, abgerufen am 9. März 2018.</ref> Ihre Kindheit verbrachte sie im münsterländischen Wadersloh (damals Kreis Beckum), wo ihr Vater als Lehrer beschäftigt war. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Lippstadt und des Gymnasiums Martinum Emsdetten legte sie im Februar 1956 ihr Abitur am Emsland-Gymnasium in Rheine ab und studierte seit dem Sommersemester 1956 Philologie mit den Fächern Französisch, Geschichte und Pädagogik in Münster, Tübingen und Paris. Am 20. Juli 1961 legte sie in Münster ihr erstes Staatsexamen in den Fächern Französisch und Geschichte ab. Danach folgte ein Postgraduiertenstudium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie. Im Dezember 1964 wurde sie bei Ernst Lichtenstein an der Universität Münster promoviert. Das Thema ihrer Dissertation lautete: Studien zur Anthropologie des Kindes in der französischen Literatur der Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung François Mauriacs; Zweitgutachter der Dissertation war Heinrich Lausberg.

Bereits Ende 1963 erhielt sie eine Assistentenstelle für Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Osnabrück. Im Sommer 1965 übernahm Süssmuth einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe und ab 1966 eine Dozentur an der Pädagogischen Hochschule Ruhr in Dortmund. Von 1969 bis 1982 hatte sie einen Lehrauftrag an der Ruhr-Universität Bochum für Internationale Vergleichende Erziehungswissenschaft. 1971 wurde sie dann zur ordentlichen Professorin für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ruhr ernannt. 1973 nahm sie den Ruf der Universität Dortmund an. Ab 1971 war sie im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Familie tätig. Von 1982 bis 1985 war sie Direktorin des Instituts Frau und Gesellschaft in Hannover. Während ihrer Zeit als aktive Politikerin gab sie Blockveranstaltungen an der Universität Göttingen.

Partei

Datei:Cdu parteitag dezember 2012 suessmuth.JPG
Süssmuth auf dem CDU-Parteitag 2012

Im Jahr 1981 wurde sie Mitglied der CDU, 1983 Vorsitzende des Bundesfachausschusses für Familienpolitik der Partei. 1986 bis 2001 war sie Bundesvorsitzende der Frauen Union, von 1987 bis 1998 Mitglied im Präsidium der CDU. Im September 1989 zählte sie gemeinsam mit Lothar Späth und Heiner Geißler zu derjenigen innerparteilichen Gruppierung, die beim CDU-Parteitag in Bremen eine Kandidatur gegen den CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl erwog.<ref name=":0">Roche | Dr. Claudia Suessmuth Dyckerhoff. Abgerufen am 2. Februar 2026.</ref> Im Oktober 1996 setzte sie sich in einer Rede vor dem Bundesparteitag der CDU für die Einführung der Frauenquote innerhalb der CDU ein.<ref>Stichtag: 21. Oktober 2006 – Vor zehn Jahren: CDU beschließt ein Frauenquorum, wdr.de, 21. Oktober 2006.</ref><ref>Immer mal schnell nach Zürich: Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth und die Flugbereitschaft, Die Zeit 1/1997 vom 26. Dezember 1996.</ref>

Bei der Wahl des CDU-Bundesvorsitzenden im Januar 2021 unterstützte sie Armin Laschet, der in ihrer Amtszeit als Bundestagspräsidentin für sie gearbeitet und z. T. ihre Reden geschrieben hatte.

Bundesministerin

Am 26. September 1985 wurde sie als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (ab 6. Juni 1986: Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit) in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Nach ihrer Wahl zur Bundestagspräsidentin schied sie am 25. November 1988 aus dem Kabinett aus. Sie forderte einen möglichst weit gefassten Gesundheitsbegriff und wandte sich gegen die Aufhebung des kassenärztlichen Schutzes bei Abtreibung.

Konfrontiert mit AIDS, setzte sie als Vorbeugungsmaßnahmen insbesondere auf ärztliche Aufklärung und Beratung. Daneben propagierte sie gegen Widerstände in ihrer Partei die Verwendung von Kondomen zur Prävention. Kritisiert wurde sie dafür, dass ungeprüfte Medikamente für Bluter nicht zurückgerufen wurden. Zahlreiche Bluter in Deutschland waren durch ungeprüfte Medikamente mit HIV infiziert worden und starben. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, Der Spiegel (41/1987) sprach von 1500 bis 2200 mit HIV infizierten Blutern.<ref>Spur im Amt. In: Der Spiegel. Nr. 41, 1987, S. 85–91 (online5. Oktober 1987).</ref> Als Gesundheitsministerin initiierte sie im Jahr 1987 die Gründung der Nationalen AIDS-Stiftung und unterstützte die spätere Fusion mit der Deutschen AIDS-Stiftung Positiv leben im Jahr 1996. Zunächst war sie als Vorsitzende des Stiftungskuratoriums tätig und danach die Ehrenvorsitzende der Stiftung. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Abgeordnete

Datei:KAS-Süssmuth, Rita-Bild-15006-1.jpg
CDU-Wahlplakat (1998/99)

Von 1987 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei den Bundestagswahlen 1987, 1990 und 1994 gewann sie das Direktmandat im Wahlkreis Göttingen und 1998 zog sie über die Landesliste der CDU Niedersachsen ins Parlament ein.

Präsidentin des Deutschen Bundestags

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1990-0222-022, Berlin, Besuch eines Krankenhauses, Rita Süssmuth.jpg
Süssmuth bei der Besichtigung des Krankenhauses Friedrichshain in Ost-Berlin, Februar 1990

Am 25. November 1988 wurde Rita Süssmuth zur Präsidentin des Deutschen Bundestages gewählt. Sie folgte damit Philipp Jenninger, der einen Tag nach einer missglückten Rede zur Reichspogromnacht zurückgetreten war.<ref>Torsten Krauel: Philipp Jenninger ist tot: Ein Nachruf. In: Die Welt. 6. Januar 2018 (welt.de [abgerufen am 10. Oktober 2021]).</ref> Die beliebte, aber innerparteilich kontroverse Familienministerin wurde laut mehrerer Kommentatoren auf den Posten „weggelobt“.<ref>Torsten Körner: In der Männerrepublik : wie Frauen die Politik eroberten. 1. Auflage. Köln 2020, ISBN 978-3-462-05333-3, Kap. 15.</ref><ref>Rita Süssmuth über die CDU „Wir hatten immer schon schwierige Verlierer“. Abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref><ref>ursel sieber: „Sie hat sich nirgendwo durchgesetzt“. In: Die Tageszeitung: taz. 23. November 1988, ISSN 0931-9085, S. 5 (taz.de [abgerufen am 10. Oktober 2021]).</ref><ref>Robert Leicht: Erste Frau und zweiter Mann. 25. November 1988, abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref>

In ihre Amtszeit fielen unter anderem Wende und friedliche Revolution in der DDR, der Fall der Mauer, die Öffnung des Eisernen Vorhangs, das Ende des Ostblocks, die Auflösung des Warschauer Pakts, der Zwei-plus-Vier-Vertrag, der Zerfall der Sowjetunion und der Abzug der Sowjetischen Streitkräfte aus der vormaligen DDR. Im Dezember 1989 trat Süssmuth für eine gemeinsame Erklärung beider deutscher Staaten zur Anerkennung der polnischen Westgrenze ein. In einer Rede vor dem Bundestag schlug sie einmal den „Freikauf“ der deutschen Ostgebiete vor. Nach der DDR-Volkskammerwahl am 18. März 1990, der ersten demokratischen Volkskammerwahl überhaupt, wählte die Volkskammer Sabine Bergmann-Pohl (CDU) zu ihrer Präsidentin. Bergmann-Pohl, Süssmuth und die Abgeordneten der Volkskammer bereiteten mit einem enormen Arbeitspensum den Weg zur Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 um 0 Uhr in Kraft trat.<ref>bundestag.de: Zwei Präsidentinnen ebnen den Weg zur Deutschen Einheit.</ref>

Im Juli 1990 präsentierte sie einen „Dritten Weg“ im Streit um den § 218 (Schwangerschaftsabbruch) zwischen Indikations- und Fristenlösung.<ref>Abtreibung: Dritter Weg, Der Spiegel 31/1990 vom 30. Juli 1990.</ref><ref>Dienstwagen: Da muß man durch. In: Der Spiegel. Band 12, 18. März 1991 (spiegel.de [abgerufen am 10. Dezember 2018]).</ref> 1992 kritisierten die CDU-Bundestagsfraktion und Bundeskanzler Helmut Kohl ihre Initiative „Die letzte Entscheidung muss bei der Frau liegen“ zur Reform des Abtreibungsparagraphen.

Süssmuth initiierte Reformen des Bundestags: Ihr Vorstoß, eine Diätenerhöhung auszusetzen („Diätennullrunde“) scheiterte im September 1992 am Widerstand ihrer eigenen Fraktion.<ref>Nullrunde abgelehnt, Der Spiegel 40/1992 vom 28. September 1992.</ref> Im März 1993 unterstützten allerdings alle Fraktionen ihren Vorschlag, die Anzahl der rund 660 Bundestagsmitglieder auf 500 zu senken.<ref>Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: LeMO Biografie: Rita Süssmuth. Abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref>

In ihre Amtszeit fielen auch nach 1990/91 historische Debatten und Entscheidungen im Deutschen Bundestag, u. a. die Festlegung Berlins als Bundeshauptstadt, die Abstimmung zur Verhüllung des Reichstages im Jahr 1994 und die Debatte zur Wehrmachtsausstellung im Jahr 1997.

Im Juli 1993 verstimmte Süssmuth die CDU durch ihre Forderung nach Offenlegung des Kali-Fusionsvertrages im Zusammenhang mit dem von Stilllegung bedrohten Thüringer Kalibergwerk Bischofferode.<ref>Matthias Thüsing: Die Tragödie von Bischofferode (13): Rita Süssmuth – „Schon vorm Hungerstreik war alles entschieden“, Thüringer Allgemeine, 11. Juli 2014.</ref> Im Oktober 1993 warf Süssmuth dem Kandidaten der CDU für das Bundespräsidentenamt, Steffen Heitmann, vor, die nationalsozialistische Vergangenheit zu verharmlosen. Auf einer Klausurtagung des Parteivorstandes stimmte sie jedoch für Heitmann.<ref>Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth verteidigt das Recht auf Kritik an Steffen Heitmann: „Ich sage, was gesagt werden muß“, Die Zeit 44/1993 vom 29. Oktober 1993.</ref>

1995 vertrat Süssmuth die Ansicht, dass ohne Aufarbeitung der Vergangenheit der neuen Bundesländer keine Versöhnung möglich sei.

Sie war 1995 eine der Erstunterzeichnerinnen des KirchVolksBegehrens Wir sind Kirche.<ref>KirchenvolksBewegung, Info Frühjahr 2025, S. 4.</ref>

Im Mai 1995 kritisierte sie scharf die im Sparpaket der Bundesregierung geplanten Verschlechterungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und beim Kündigungsschutz sowie die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters für Frauen auf 65 Jahre. 1998 engagierte sie sich für die Errichtung eines Holocaust-Mahnmals in Berlin.<ref>Kultur: „Hängepartie“, tagesspiegel.de, 15. Mai 1998.</ref>

Zwei Affären taten ihrer Popularität Abbruch: Im März 1991 geriet sie im Zusammenhang mit der „Dienstwagen-Affäre“ in die Schlagzeilen. Ihr Ehemann habe, so der Vorwurf, den Fahrdienst des Deutschen Bundestages benutzt. Die Bundestagsverwaltung stellte die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs fest.<ref>Dienstwagen: Da muß man durch. In: Der Spiegel. Band 12, 18. März 1991 (spiegel.de [abgerufen am 10. Dezember 2018]).</ref> Im Januar 1997 entlastete der Ältestenrat des Bundestags Süssmuth von dem Vorwurf, sie habe von 1993 bis 1996 die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung zu privaten Besuchen bei ihrer Tochter in der Schweiz genutzt.<ref>Mark Gellert: Rita Süssmuths Vorliebe für Flüge in die Schweiz, welt.de, 27. Dezember 2000.</ref><ref>Bettina Gaus und Jan Feddersen: Hat Rita Süssmuth die Flugbereitschaft der Luftwaffe privat genutzt? Die Vorwürfe werden immer bizarrer. Pikant: Bisher wollten fast nur Oppositionspolitiker Ehrenerklärungen für sie abgeben. Die Anzeichen für eine gezielte Kampagne der Parteifreunde mehren sich, die tageszeitung, 20. Dezember 1996, S. 3.</ref><ref>Dienstreisen: Klose entlastet Süssmuth, spiegel.de, 13. Januar 1997.</ref><ref>Matthias Geis: Immer mal schnell nach Zürich. 27. Dezember 1997, abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref>

Nach der Bundestagswahl 1998 endete die Ära Kohl, und das erste rot-grüne Kabinett (Schröder I) kam an die Regierung. Die SPD stellte den Bundestagspräsidenten. Wolfgang Thierse wurde am 26. Oktober 1998 zu Süssmuths Nachfolger gewählt.<ref>Deutscher Bundestag: Wahl des Präsidenten des Deutschen Bundestages. Abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref>

Mit fast zehn Jahren war ihre Amtszeit die drittlängste in der Geschichte des Bundestages. Nur Eugen Gerstenmaier und Norbert Lammert hatten das Amt länger inne.

Weitere Tätigkeiten

Von 1988 bis 2015 war sie Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes und setzte sich für die Erwachsenenbildung und das lebenslange Lernen ein. Ab 2015 war sie Ehrenpräsidentin des Verbandes.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Annegret Kramp-Karrenbauer neue Volkshochschul-Präsidentin. (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive) Deutscher Volkshochschul-Verband, 23. Juni 2015, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Im September 2000 wurde Süssmuth vom damaligen Minister des Innern Otto Schily zur Vorsitzenden einer Unabhängigen Kommission Zuwanderung berufen, die am 12. September 2000 eingesetzt wurde und der 21 Mitglieder angehörten. Stellvertretender Vorsitzender der Kommission war Hans-Jochen Vogel. Auftrag der Kommission war es, ein Gesamtkonzept für ein neues Ausländerrecht zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden im Juli 2001 in Form eines Berichtes vorgelegt, der den Titel Zuwanderung gestalten – Integration fördern trug. Die veröffentlichte Broschüre hatte 323 Seiten.<ref>Zuwanderung gestalten – Integration fördern. (PDF; 3,2 MB) Bundesministerium des Innern, 4. Juli 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Oktober 2018; abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

2003 wurde sie in die neu gegründete Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts, insbesondere aus jüdischem Besitz („Limbach-Kommission“) berufen. Das Gremium hat die Aufgabe der Mediation im Streit um die Restitution von Raubkunst.<ref>Beratende Kommission. In: www.beratende-kommission.de. Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts, insbesondere aus jüdischem Besitz, 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Januar 2022; abgerufen am 14. Januar 2022.</ref>

Am 6. September 2005 wurde Rita Süssmuth zur neuen Präsidentin der staatlich anerkannten Berliner OTA Privathochschule berufen, heute SRH Hochschule Berlin. Sie übergab die Position im Januar 2010 an Peter Eichhorn. Für ihr großes Engagement im Kampf gegen AIDS wurde Rita Süssmuth 2007 mit dem Reminders Day Award ausgezeichnet.

Süssmuth war ab 2010 Präsidentin des Konsortiums der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul.<ref>Prof. Dr. Rita Süssmuth – Redner, Gastredner, Key-Note Speaker. Referenten-Kommunikation-Speakers Bureau, abgerufen am 28. März 2022.</ref> Das Konsortium besteht aus 38 deutschen Mitgliedshochschulen und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Es organisiert einen Austausch von Wissenschaftlern mit der Türkisch-Deutschen Universität. Die Mittel der deutschen Aktivitäten wurden vom damaligen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verwaltet.<ref>Deutsche Partner. Türkisch-Deutsche Universität, abgerufen am 28. März 2022.</ref> Von der Universität bekam Süssmuth im März 2022 die Ehrendoktorwürde verliehen.<ref>Verleihung der Ehrendoktorwürden an der Türkisch-Deutschen Universität. 25. März 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. März 2022; abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Neben ihrer politischen Arbeit engagierte sich Süssmuth für Projekte der Zivilgesellschaft, so zum Beispiel in ihrer Funktion als Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland (1994–1998) und Mitglied des Beirats bzw. Kuratoriums der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung (1997–2007).<ref>Thorsten Gödecker: Mohn-Preis für Rita Süssmuth. Auch ein Freundschaftsdienst. In: Neue Westfälische. 21. Januar 2015, S. 3 (Kommentar).</ref> Für ihre Verdienste wurde sie vielfach geehrt.

Rita Süssmuth war Mitglied im Beirat des Deutschen Solidaritätskomitees für einen freien Iran, das die Anliegen der Volksmudschahedin unterstützt. Auf journalistische Nachfrage wollte sie sich zu ihrer Rolle dort und den „Volksmudschahedin“ aktuell nicht äußern, in der Vergangenheit sagte sie, es gehe darum, sich für Frauenrechte, Freiheit und Demokratie im Iran starkzumachen.<ref name="hommerich">Luisa Hommerich: Endlich frei. (PDF) Recherche-Serie zu den iranischen Volksmudschahedin und ihrer politischen Lobby in Deutschland. In: REPORTER:INNEN forum. ZEIT Magazin, 28. Oktober 2021, S. 13, 19, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2023; abgerufen am 30. August 2023.</ref> Von 1997 bis 2019 war sie Vorsitzende des Kuratoriums der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung.<ref>McDonald's Kinderhilfe: Neuer Kuratoriumsvorsitz der McDonald's Kinderhilfe Stiftung. (PDF) In: mcdonalds-kinderhilfe.org. 22. September 2020, abgerufen am 30. November 2021.</ref> Zwischen 1999 und 2013 war sie Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO).<ref>Zum Tod von Rita Süssmuth (1937-2026). In: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. 2. Februar 2026, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref> Ab 2021 war sie Mitglied des Kuratoriums der Adalbert-Stiftung sowie Beirätin im gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO.<ref>Beirat PHINEO gAG. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Juni 2021; abgerufen am 2. Februar 2026.</ref> Des Weiteren schreibt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft der Landesregierung Nordrhein-Westfalen seit 2021 den Rita-Süssmuth-Forschungspreis für exzellente Forschung mit Geschlechterbezug aus.<ref>Landesregierung schreibt Rita Süssmuth-Preis für exzellente Forschung aus. Land.NRW, abgerufen am 27. Januar 2022.</ref> Sie war Vorstandpräsidentin des Vereins „EDUCATION Y – Bildung.Gemeinsam.Gestalten“ mit Sitz in Düsseldorf.<ref>über EDUCATION Y.</ref> Süssmuth war Ehrenmitglied im Zonta-Club Würzburg<ref>Ehrenmitglieder. Abgerufen am 26. Dezember 2021.</ref><ref>Cay Dobberke: „Männerfeinde sind wir nicht“. In: Der Tagesspiegel Online. 3. April 2014, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. Dezember 2021]).</ref> und dem Verein Parité in den Parlamenten.<ref>Verein Parité in den Parlamenten. Abgerufen am 27. Januar 2022.</ref> Von 2008 bis 2023 war sie Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung.<ref>DIE STIFTUNG: Cornelia Pieper leitet Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung. In: DIE STIFTUNG. 12. Januar 2023, abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Von 2003 bis 2023 gehörte sie der Jury des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück an.<ref>Nachruf auf Prof. Dr. Rita Süssmuth – Mitglied der Jury des Erich Maria Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück. 2. Februar 2026, abgerufen am 4. Februar 2026.</ref>

Privatleben

Rita Süssmuth war römisch-katholisch. Von 1964 bis zu dessen Tod 2020 war sie mit dem Hochschullehrer Hans Süssmuth verheiratet und lebte in Neuss, wo sie 2022 zur Ehrenbürgerin ernannt wurde. Sie hatte eine Tochter, Claudia Süssmuth Dyckerhoff,<ref name=":0" /> und war fünffache Großmutter.<ref>Rita Süssmuth: Überlasst die Welt nicht den Wahnsinnigen. Ein Brief an die Enkel. München 2020, S. 7.</ref> In Neuss demonstrierte sie Bürgernähe, indem sie hin und wieder mit Bürgerinnen Skat spielte. Im Juni 2024 machte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich.<ref>„Es geht mir nicht gut, aber ich denke positiv“: Rita Süssmuth macht Brustkrebs-Erkrankung öffentlich. In: tagesspiegel.de. 26. Juni 2024, abgerufen am 1. Februar 2026.</ref> Rita Süssmuth starb am 1. Februar 2026 sechzehn Tage vor Vollendung ihres 89. Lebensjahres in Neuss.<ref>Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist tot. 1. Februar 2026, abgerufen am 1. Februar 2026.</ref><ref>tagesschau.de: Ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben. Abgerufen am 1. Februar 2026.</ref> Sie wurde am 17. Februar 2026 neben ihrem Ehemann auf dem Neusser Hauptfriedhof beigesetzt.<ref>Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist in Neuss beigesetzt worden. In: wdr.de. WDR, 17. Februar 2026, abgerufen am 5. März 2026.</ref>

Widerhall und Bewertung

Am 24. Februar 2026 fand ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale und ein Trauerstaatsakt im Plenarsaal des Bundestages für Rita Süssmuth statt.<ref>Staatsakt für verstorbene Bundestagspräsidentin Süssmuth am 24. Februar. In www.stern.de vom 4. Februar 2026.</ref> Gedenkreden hielten im Rahmen des Requiems Prälat Karl Jüsten und im Rahmen des Staatsakts Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, der Journalist Heribert Prantl und Bundeskanzler Friedrich Merz.<ref>Trauergottesdienst für Rita Süssmuth in Berlin. In: evangelisch.de. 24. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref><ref>Verstorbene CDU-Politikerin Rita Süssmuth bei Trauerstaatsakt gewürdigt. In: tagesschau.de. 24. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> Merz würdigte Süssmuth als Ausnahmepolitikerin. Sie sei ihrer Zeit voraus gewesen und konnte bisweilen unbequem werden, auch für die eigene Partei. Jedoch sei sie mit Leib und Seele Christdemokratin geblieben.<ref>Alexander Budweg, in "Tagesschau, Spätausgabe" des Ersten Deutschen Fernsehens (ARD), 24. Februar 2026 </ref> Eine klassische Partei-Karriere hatte Süssmuth, so die Neue Zürcher Zeitung, nicht hinter sich. Erst wenige Jahre vor der Übernahme des Gesundheits- und Familienministerium in der Nachfolge von Heinrich Geissler, mit 44 Jahren, war sie in die CDU eingetreten. Ihr Vorhaben, Kanzler Kohl zu stürzen, misslang. Sie war immer eine Frau klarer Worte. Ihre Expertise wurde geschätzt. Ihr lag daran, Menschen in die Eigenverantwortung zu bringen. In der Bevölkerung war Süssmuth wegen ihrer klaren Haltung beliebt.<ref>Susann Kreutzmann, Berlin: „Rita Süssmuth kämpfte für die Menschlichkeit. Die einstige Bundespräsidentin ist 88-jährig verstorben.“ In: NZZ vom 2. Februar 2026, S. 3.</ref>

Institutionen

Datei:Grimmepreis 2014 001.jpg
Rita Süssmuth bei der Grimme-Preis-Verleihung 2014

Weitere Aufgaben

Publikationen

  • Studien zur Anthropologie des Kindes in der französischen Literatur der Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung François Mauriacs. Univ., Diss., Münster (Westfalen) 1964.
  • Josef Speck (Hrsg.): Zur Anthropologie des Kindes. Untersuchungen und Interpretationen. Kösel Verlag, München 1968.
  • Frauen – der Resignation keine Chance. In: Sammlung wissenschaftlicher und politischer Texte 1980–1985. Verlag Schwann, Düsseldorf 1985, ISBN 3-590-18052-8.
  • AIDS. Wege aus der Angst. Hoffman und Campe, Hamburg 1987, ISBN 3-455-08668-3.
  • Anneliese Lissner, Rita Süssmuth, Karin Walter (Hrsg.): Frauenlexikon: Traditionen, Fakten, Perspektiven. 2. Auflage. Herder Verlag, Freiburg i. Br. 1989, ISBN 3-451-20977-2.
  • 1989: Emma Co-Autorin.
  • mit Peter Glotz (SPD) und Konrad Seitz (Botschafter): Die planlosen Eliten. Edition Ferenczy bei Bruckmann, München 1992, ISBN 3-7654-2701-2.
  • mit Bernward Baule (Hrsg.): Eine deutsche Zwischenbilanz: Standpunkte zum Umgang mit unserer Vergangenheit. Aufsatzsammlung. Olzog Verlag, München/Landsberg am Lech 1997, ISBN 3-7892-9325-3 (Mit einem Vorwort von Roman Herzog).
  • Wer nicht kämpft hat schon verloren. Meine Erfahrungen in der Politik. Econ Verlag, München 2000, ISBN 3-430-18905-5.
  • Dennoch: Der Mensch geht vor. Für eine Umkehr in Politik und Gesellschaft. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2007, ISBN 978-3-579-06451-2.
  • mit Hermann Glaser: Bildung als globale Herausforderung. Zwei Statements – ein Gespräch. In: Robertson-von Trotha, Caroline Y. (Hrsg.): Kultur und Gerechtigkeit (= Kulturwissenschaft interdisziplinär/Interdisciplinary Studies on Culture and Society. Band 2). Baden-Baden 2007.
  • Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2008, ISBN 978-3-423-24583-8.
  • Das Gift des Politischen. Gedanken und Erinnerungen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2015, ISBN 978-3-423-28043-3. (Rezension in der Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft)
  • Überlasst die Welt nicht den Wahnsinnigen Ein Brief an die Enkel. bene!, München 2020, ISBN 978-3-96340-136-7.
  • Parität jetzt! Wider die Ungleichheit der Geschlechter. Eine Streitschrift. J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2022, ISBN 978-3-8012-0547-8.
  • Keine Zeit mehr, abzuwarten. bene!, München 2022, ISBN 978-3-96340-220-3.
  • Über Mut. Vom Zupacken, Durchhalten und Loslassen. Bonifatius, Paderborn 2024, ISBN 978-3-9879005-2-5.

Ehrungen

Ehrendoktorwürden

Literatur

  • Reimar Oltmanns: Frauen an die Macht – Marie Schlei – Renate Schmidt – Irmgard Adam-Schwaetzer – Rita Süssmuth – Antje Vollmer. Protokolle einer Aufbruchsära. athenäums programm by anton hain, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-445-08551-X.
  • Mira Beham: Rita Süssmuth. Ein Porträt. Heyne, München 1993, ISBN 3-453-04446-0.
  • Ursula Salentin: Ich bleibe Rita Süssmuth. Eine Biographie. Herder, Freiburg im Breisgau 1993, ISBN 3-451-04162-6.
  • Ulf Urban: Rita Süssmuth. Affären und Skandale. Bonus, Selent 2001, ISBN 3-935962-01-0.
  • Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-14729-1.
  • Jürgen Mittag: Vom Honoratiorenkreis zum Europanetzwerk: Sechs Jahrzehnte Europäische Bewegung Deutschland.(<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online [Memento vom 8. März 2012 im Internet Archive; PDF 2,6 MB]) In: 60 Jahre Europäische Bewegung Deutschland. Berlin 2009, Seite 12–28.
  • Johanna Klatt: Rita Süssmuth. Politische Karriere einer Seiteneinsteigerin in der Ära Kohl. Ibidem, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8382-0150-4.
  • Sebastian Sasse: Mit ihr siegte „1968“. Rita Süssmuth ist gestorben. Ein Nachruf. In: Die Tagespost vom 5. Februar 2026, ISSN 1615-8415, S. 4.
  • Rita Süssmuth, Renate Schmidt, Maria Jepsen, Miguel-Pascal Schaar (Hrsg.): Was bleibt? Vier Jahre kirchliche Aids-Arbeit in Hamburg. Männerschwarm, Hamburg 1995, ISBN 3-928983-28-8.
  • Anneliese Lissner, Rita Süssmuth, Karin Walter (Hrsg.): Frauenlexikon. Traditionen, Fakten, Perspektiven. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 1988, ISBN 3-451-20977-2.
  • Martin Merz: Warum segnet ihr uns erst im Sarg? In: Die Zeit, 31. Juli 1992, Nr. 32, ISSN 0044-2070.

Weblinks

Commons: Rita Süssmuth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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Franz-Josef Wuermeling (CDU, 1953–1962) | Bruno Heck (CDU, 1962–1968) | Aenne Brauksiepe (CDU, 1968–1969) | Käte Strobel (SPD, 1969–1972) | Katharina Focke (SPD, 1972–1976) | Antje Huber (SPD, 1976–1982) | Anke Fuchs (SPD, 1982) | Heiner Geißler (CDU, 1982–1985) | Rita Süssmuth (CDU, 1985–1988) | Ursula Lehr (CDU, 1988–1991) | 1991–1994: Hannelore Rönsch (CDU, Familie & Senioren)Angela Merkel (CDU, Frauen & Jugend) | Claudia Nolte (CDU, 1994–1998) | Christine Bergmann (SPD, 1998–2002) | Renate Schmidt (SPD, 2002–2005) | Ursula von der Leyen (CDU, 2005–2009) | Kristina Schröder (CDU, 2009–2013) | Manuela Schwesig (SPD, 2013–2017) | Katarina Barley (SPD, 2017–2018) | Franziska Giffey (SPD, 2018–2021) | Christine Lambrecht (SPD, 2021) | Anne Spiegel (B90/Grüne, 2021–2022) | Lisa Paus (B90/Grüne, 2022–2025) | Karin Prien (CDU, seit 2025)

siehe auch: Amtsinhaber seit 1953

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Elisabeth Schwarzhaupt (CDU, 1961–1966) | Käte Strobel (SPD, 1966–1972) | Katharina Focke (SPD, 1972–1976) | Antje Huber (SPD, 1976–1982) | Anke Fuchs (SPD, 1982) | Heiner Geißler (CDU, 1982–1985) | Rita Süssmuth (CDU, 1985–1988) | Ursula Lehr (CDU, 1988–1991) | Gerda Hasselfeldt (CSU, 1991–1992) | Horst Seehofer (CSU, 1992–1998) | Andrea Fischer (B90/Grüne, 1998–2001) | Ulla Schmidt (SPD, 2001–2009) | Philipp Rösler (FDP, 2009–2011) | Daniel Bahr (FDP, 2011–2013) | Hermann Gröhe (CDU, 2013–2018) | Jens Spahn (CDU, 2018–2021) | Karl Lauterbach (SPD, 2021–2025) | Nina Warken (CDU, seit 2025)

siehe auch: Amtsinhaber seit 1961 beider deutscher Staaten

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Erich Köhler (CDU/CSU, 1949–1950) | Hermann Ehlers (CDU/CSU, 1950–1954) | Eugen Gerstenmaier (CDU/CSU, 1954–1969) | Kai-Uwe von Hassel (CDU/CSU, 1969–1972) | Annemarie Renger (SPD, 1972–1976) | Karl Carstens (CDU/CSU, 1976–1979) | Richard Stücklen (CDU/CSU, 1979–1983) | Rainer Barzel (CDU/CSU, 1983–1984) | Philipp Jenninger (CDU/CSU, 1984–1988) | Rita Süssmuth (CDU/CSU, 1988–1998) | Wolfgang Thierse (SPD, 1998–2005) | Norbert Lammert (CDU/CSU, 2005–2017) | Wolfgang Schäuble (CDU/CSU, 2017–2021) | Bärbel Bas (SPD, 2021–2025) | Julia Klöckner (CDU/CSU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Helene Weber – Maria Eichenlaub | Helene Weber – Margarete Schuckert | Helene Weber – Hedwig Jochmus | Aenne Brauksiepe – Charlotte Fera | Aenne Brauksiepe | Helga Wex | Rita Süssmuth | Maria Böhmer | Annette Widmann-Mauz | Nina Warken

(Aus Gründen des konfessionellen Proporzes wurde die FU bis ins Jahr 1969 von jeweils einer katholischen und einer evangelischen Vorsitzenden geleitet.)

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Paul Löbe (1949–1951) | Eugen Kogon (1951–1953) | Ernst Friedlaender (1954–1958) | Hans Furler (1958–1966) | Ernst Majonica (1966–1976) | Horst Seefeld (1976–1980) | Walter Scheel (1980–1985) | Philipp Jenninger (1985–1990) | Annemarie Renger (1990–1992) | Hans-Dietrich Genscher (1992–1994) | Rita Süssmuth (1994–1998) | Wolfgang Thierse (1998–2000) | Monika Wulf-Mathies (2000–2006) | Dieter Spöri (2006–2012) | Rainer Wend (2012–2018) | Linn Selle (2018–2024) | Anna-Maija Mertens (seit 2024)

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