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Myrrhe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Myrrhe.jpg
Myrrhenharz aus Oman
Datei:Myrrh.JPG
Myrrhe aus der Region Dhofar in Oman
Datei:Somali man Myrrh tree.jpg
Sammeln des Harzes in Somalia

Myrrhe (veraltet Myrre von althochdeutsch myrra, mittelhochdeutsch mirre, wie lateinisch mirra<ref>Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Hrsg. von Walther Mitzka. 20. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 498.</ref> von griechisch myrrha, entlehnt von der semitischen Sprachwurzel m-r-r, hierzu arabisch{{#if:مر| {{#invoke:Vorlage:lang|fold}}{{#if:murr| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:|, DMG {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:| <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}{{#if:

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Dieser bis zu drei Meter hohe, dornige Strauch wächst in Somalia. Andere Myrrhe produzierende Arten gedeihen in Südarabien (darunter Commiphora simplicifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if:|{{{4}}} |}}{{#if:|{{{2}}} |}}{{#if:| {{{3}}} |}}{{#if:| „{{{6}}}“ |}}Schweinf.{{#if:| {{{5}}}|}}, Commiphora foliacea <templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if:|{{{4}}} |}}{{#if:|{{{2}}} |}}{{#if:| {{{3}}} |}}{{#if:| „{{{6}}}“ |}}Sprague{{#if:| {{{5}}}|}}) und Äthiopien (Commiphora habessinica <templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if:|{{{4}}} |}}{{#if:|{{{2}}} |}}{{#if:| {{{3}}} |}}{{#if:| „{{{6}}}“ |}}(O.Berg) Engl.{{#if:| {{{5}}}|}}, Commiphora hildebrandtii <templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if:|{{{4}}} |}}{{#if:|{{{2}}} |}}{{#if:| {{{3}}} |}}{{#if:| „{{{6}}}“ |}}Engl.{{#if:| {{{5}}}|}}).

Geschichte

Im alten Ägypten nutzte man bereits vor 3000 Jahren Myrrhe zur Einbalsamierung. Das getrocknete, gelb-braune Harzgranulat wird seit Jahrtausenden vor allem in Jemen, Äthiopien, Sudan und Somalia verwendet. Myrrhe ist Bestandteil von kultischen Salbungen (Vorlage:GrcS, latinisiert „Christus“, hebräischMessias“ bedeutet „der Gesalbte“). Myrrhe wird seit der Antike unter anderem als Aphrodisiakum verwendet. Frauen und Männer benutzten es früher als Parfüm, Betten wurden vor dem Geschlechtsverkehr damit beträufelt. Aus dem Myrrhenharz (gemäß Avicenna mit aus bestimmten Aloen gewonnener „Aloe“ – etwa Aloe ferox – und Safran)<ref>Paul Uiblein: Nikolaus von Udine. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage. Band 6: Marienberger Osterspiel – Oberdeutsche Bibeldrucke. De Gruyter, Berlin / New York 1987, ISBN 3-11-022248-5, Sp. 1162 f.; hier: Sp. 1163 (Regimen contra pestilenciam).</ref> wurden im Mittelalter in Europa „Pestpillen“ hergestellt und diesem auch eine fiebersenkende Wirkung zugesprochen.

Als erster europäischer Wissenschaftler beschrieb Christian Gottfried Ehrenberg 1829 den „Myrrhestrauch“, auf den er bei seiner Reise durch Südarabien 1826 gestoßen war.<ref>Dieter Martinetz, Karlheinz Lohs, Jörg Janzen (1989), S. 125.</ref>

Mythologie

In der griechischen Mythologie wurde Smyrna, die Tochter des Priesters und Königs Kinyras von Zypern, von ihrem Vater geschwängert. Bei der Geburt ihres Kindes, des Adonis, verwandelte sie sich in einen Myrrhe-Baum. (Smyrna ist das griechische Wort für Myrrhe.)

Bibel

Im Alten Testament findet sich eine Beschreibung für die Herstellung von Salböl: „Nimm dir Balsam von bester Sorte: fünfhundert Schekel erstarrte Tropfenmyrrhe, halb so viel, also zweihundertfünfzig Schekel, wohlriechenden Zimt, zweihundertfünfzig Schekel Gewürzrohr und fünfhundert Schekel Zimtnelken (Zimtblüten), nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl, und mach daraus ein heiliges Salböl […]“ (Vorlage:Bibel/Link). Myrrhe war Bestandteil des Salböls, mit dem die Stiftshütte und die Priester im Tempel gesalbt wurden.

Das Neue Testament berichtet, dass die „Weisen aus dem Morgenland“ (griechisch μάγοι, mágoi) als Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe mitgeführt hätten (Vorlage:Bibel/Link). Diese achtungsbezeugenden Gaben waren seinerzeit sehr wertvoll. Auch beim Tod Jesu spielt Myrrhe eine Rolle. Von den Evangelienschreibern erzählt nur Markus, dass Jesus am Kreuz mit Myrrhe gemischter Wein angeboten wurde (Vorlage:Bibel/Link), den er aber abgelehnt habe. Bei der Grablegung Jesu spendete der Pharisäer Nikodemus hundert Pfund Aloe und Myrrhe (Vorlage:Bibel/Link).

Inhaltsstoffe

Offizinelle Myrrhe wird aus dem Stamm oder den Ästen von Commiphora myrrha oder anderer Commiphora-Arten gewonnen. Sie enthält 25 bis 40 % Harz mit Triterpenalkoholen, -säure und -estern. Ferner sind 2,5 bis 10 % ätherisches Öl enthalten, welches unter anderem Zimtaldehyd, Cuminaldehyd und Furanosesquiterpene vom Germacran-Typ wie bspw. den Geruchsträger 5-Acetoxy-2-methoxy-4,5-dihydrofuranodien-6-on enthält. Ferner sind verschiedene andere Furanosesquiterpene (Commiferin, Furanoeudesma-1,3-dien, Curzerenon u. a.) enthalten. Daneben kommen Schleimstoffe und Proteine als hydrophile Komponenten vor.<ref>T. Dingermann, K. Hiller, G. Schneider, I. Zündorf: Schneider Arzneidrogen. 5. Auflage. Elsevier 2004, ISBN 3-8274-1481-4, S. 409.</ref><ref>Assessment report on Commiphora molmol Engler, gummi-resina (PDF-Datei), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), 12. Juli 2011, auf ema.europa.eu.</ref>

Verwendung

Räucherwerk

Myrrhe wird ähnlich wie Weihrauch als Räucherwerk verbrannt. Schon im Mittelalter war eine konservierende Wirkung, etwa im Circa instans um 1150,<ref>Hans Wölfel: Das Arzneidrogenbuch Circa Instans in einer Fassung des XIII. Jahrhunderts aus der Universitätsbibliothek Erlangen: Text und Kommentar als Beitrag zur Pflanzen- und Drogenkunde des Mittelalters. Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation, Berlin 1939 (A. Preilipper, Hamburg 1939), S. 82.</ref> bekannt.

Medizin

In der mittelalterlichen Medizin fand das Myrrhenharz etwa Anwendung bei der Behandlung von Wunden, wobei man weiße, gelbe und rote Sorten unterschied.<ref>Jürgen Martin: Die ‚Ulmer Wundarznei‘. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 152 und öfter.</ref><ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 425 (zu mirre, mit Zitat aus dem Circa instans: „[…] est autem eligenda que citrina est vel subrufa, interius aliquantulum lucida“).</ref>

Heute hat Myrrhe in Form der äußerlich anzuwendenden Myrrhentinktur Bedeutung bei Entzündungen der Haut und Mundschleimhaut: Sie ist desinfizierend, zusammenziehend und fördert die Narbenbildung, darüber hinaus besitzt sie blutstillende Wirkung. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat für den Gebrauch der Myrrhentinktur als traditionelles pflanzliches Arzneimittel in diesen Anwendungsgebieten eine Monografie verfasst.<ref name="ema-Myrrha">{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC)|Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC): }}{{#if:|{{#if:Myrrha - herbal medicinal product | European Medicines Agency|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Myrrha - herbal medicinal product | European Medicines Agency}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/myrrha%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Myrrha - herbal medicinal product | European Medicines Agency}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/myrrha}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Myrrha - herbal medicinal product | European Medicines Agency}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:ema.europa.eu2019-08-23{{#if: 2024-03-18 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}

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Innerlich wird Myrrhe bei Darmerkrankungen eingesetzt. Untersuchungen in Zellkultur an der Universität Leipzig haben gezeigt, dass die Arzneipflanze auch einen stabilisierenden Einfluss auf die Mastzellen im Darm haben kann.<ref>Fabian Altenbernd et al.: Myrrh and Chamomile Flower Extract Inhibit Mediator Release from IgE-stimulated Mast-Cell-Like RBL-2H3 Cells. In: Plants. Band 24, Nr. 11, 2022, S. 3422. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref> Diese Zellen können Durchfall und Darmbewegungsstörungen auslösen und werden unter anderem mit der Entstehung von Reizdarm-Beschwerden in Verbindung gebracht.<ref>Javier Santos et al.: Release of mast cell mediators into the jejunum by cold pain stress in humans. In: Gastroenterology 1998 Apr;114(4):640-8.{{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref><ref>Jaqueline Hardcastle et al.: The secretory actions of histamine in rat small intestine. In: The Journal of Physiology. Band 388, Juli 1987, S. 521–532. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref><ref>Deborah A. Russell: Mast cells in the regulation of intestinal electrolyte transport. In: American Journal of Physiology. Band 251, Nr. 2 (Teil 1), August 1986, S. G253–G262. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref><ref> Marcus Mall et al.: Activation of ion secretion via proteinase-activated receptor-2 in human colon. In: American Journal of Physiology: Gastrointestinal and Liver Physiology. Band 282, Nr. 2, Februar 2002, S. G200–G210. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref><ref>Giovanni Barbara et al.: Mast Cell-Dependent Excitation of Visceral-Nociceptive Sensory Neurons in Irritable Bowel Syndrome. In: Gastroenterology. Band 132, Nr. 1, Januar 2007, S. 26-37. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref><ref>Sabine Buhner et al.: Activation of human enteric neurons by supernatants of colonic biopsy specimens from patients with irritable bowel syndrome. In: Gastroenterology 2009 Oct;137(4):1425-34. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref><ref>Bin Feng et al.: Neural and neuro-immune mechanisms of visceral hypersensitivity in irritable bowel syndrome. In: American Journal of Physiology: Gastrointestinal and Liver Physiology 2012 May 15; 302(10): G1085–G1098. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}</ref> Weitere in-vitro-Untersuchungen im Zellmodell liefern Hinweise darauf, dass Myrrhe eine stabilisierende Wirkung direkt auf die Tight Junctions des Darmepithels ausübt<ref>Rita Rosenthal et al.: Myrrh exerts barrier-stabilising and -protective effects in HT-29/B6 and Caco-2 intestinal epithelial cells. In: International Journal of Colorectal Disease. Band 32, 2017, S 623–634. (doi:10.1007/s00384-016-2736-x)</ref><ref name="weber2020">Laura Weber et al.: Anti-Inflammatory and Barrier-Stabilising Effects of Myrrh, Coffee Charcoal and Chamomile Flower Extract in a Co-Culture Cell Model of the Intestinal Mucosa. Biomolecules. 2020 Jul; 10(7): 1033. (doi:10.3390/biom10071033)</ref> und so den Schutz durch die Darmbarriere unterstützt.<ref name="hader2023">Helena Hader et al.: Myrrh protects against IL-13-induced epithelial barrier breakdown in HT-29/B6 cells. In: Frontiers in Pharmacology, 2023; 14: 1301800.</ref> Außerdem wirkt sie dem vermehrten Absterben der Darmzellen während eines Entzündungsprozesses entgegen und fördert so ein Abheilen der Darmschleimhaut.<ref name="hader2023" />

Im Tierversuch reduzierte Myrrhe im Darm entzündungsfördernde Prozesse und vermochte dort die Bildung freier Radikale zu vermindern und somit das antioxidative Schutzsystem zu verstärken.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Mit einer Kombination von Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille konnte in einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) der Kliniken Essen-Mitte gezeigt werden, dass die Anwendung zur Erhaltung der remissionsfreien (beschwerdefreien) Phase bei Colitis ulcerosa vergleichbar wirksam waren wie das synthetische Standardarzneimittel Mesalazin.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Aufgrund dieser Studie empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Colitis ulcerosa“ die Kombination komplementär in der remissionserhaltenden Behandlung.<ref>{{#if: S3|S3-|}}Leitlinie Colitis ulcerosa{{#if: Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten| der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten|}}. In: AWMF online {{#if: 2021|(Stand 2021)|}}, S. 132–133</ref>

Der interdisziplinäre Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat die Stammpflanze Commiphora myrrha aufgrund ihrer Bedeutung in der Medizingeschichte, der weitreichenden wissenschaftlichen Erforschung und ihrem Potential als wirksame Darmarznei zur Arzneipflanze des Jahres 2021 gewählt.<ref>Diana Moll: Arzneipflanze des Jahres 2021: Myrrhe – eine Option im OTC-Bereich bei Colitis ulcerosa? In: Deutsche Apotheker Zeitung, 8. Dezember 2020.</ref>

Parfümerie

Myrrhe (Commiphora spp.) und Opopanax<ref>Eintrag zu Opopanax. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum{{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}}||{{#ifeq: 0 | 0 | }} }}</ref> (Harz von Commiphora spp., insbesondere auch Opopanax spp.) zeichnen sich durch einen leicht würzig-süßen Duft von balsamischer Feinheit aus und werden gerne in der Parfümerie eingesetzt. Während das Harz eher als fixierende Komponente verwendet wird, wirkt das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Öl bereits in der Kopfnote.

Siehe auch

Literatur

  • Andrew Dalby: Dangerous Tastes: the story of spices. British Museum Press, London 2000, ISBN 0-7141-2720-5, S. 107–122.
  • Jost Langhorst: Myrrh, dry extract of chamomile flowers and coffee charcoal in the treatment of ulcerative colitis. In: Zeitschrift für Phytotherapie. 36(06), 2015, S. 247–249. doi:10.1055/s-0041-109605.
  • Dieter Martinetz, Karlheinz Lohs, Jörg Janzen: Weihrauch und Myrrhe. Kulturgeschichte und wirtschaftliche Bedeutung. Botanik, Chemie, Medizin. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 978-3-8047-1019-1. Vgl. dazu die Rezension von Gundolf Keil in Spektrum der Wissenschaft. 2, 1991, S. 126 f.
  • A. Massoud, S. El-Sisi, O. Salama: Preliminary study of therapeutic efficacy of a new fasciolicidal drug derived from Commiphora molmol. (myrrh). In: Am. J. Trop. Med. Hyg. 65, 2001, S. 96–99.
  • Johannes Gottfried Mayer: Myrrhe: Neue Beobachtungen zur Tradition eines wahrhaft biblischen Arzneimittels. In: Zeitschrift für Phytotherapie. 36(03), 2015, S. 103–105. doi:10.1055/s-0041-103048.
  • Mechthild Siede: Myrrhe. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Band 25, Hiersemann, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7772-1318-7, S. 370–378.

Weblinks

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Einzelnachweise

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