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Ministerpräsidentenkonferenz

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Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist ein Gremium der Selbstkoordination der 16 deutschen Länder. In ihr werden länderspezifische Themen zwischen den Ministerpräsidenten beraten, gemeinsame Positionen der Länder untereinander abgestimmt und gegenüber der Bundesebene vertreten. Zu den klassischen Aufgaben gehören die Verhandlung und der Abschluss von Staatsverträgen und Abkommen unter den Ländern oder mit dem Bund. Bekannte Beispiele sind der Länderfinanzausgleich oder die Rundfunkstaatsverträge. Da die MPK selbst jedoch kein offizielles Verfassungsorgan ist, sind ihre Sitzungen rein informeller, koordinativer Natur. Ähnliche Gremien gibt es auch auf Ebene der Fachminister (etwa die Kultusministerkonferenz).<ref>Ministerpräsidentenkonferenz | Das Landesportal Wir in NRW. 16. März 2017, abgerufen am 25. November 2020.</ref>

Geschichte

Datei:Bundesarchiv Bild 183-H27936, München, Ministerpräsidenten-Treffen.jpg
Ministerpräsidententreffen in München im Juni 1947; in der Bildmitte stehend der bayerische Regierungschef Hans Ehard

Das erste Treffen der Ministerpräsidenten aller deutschen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg fand Anfang Juni 1947 in München statt. Die Vertreter der Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und der Mark Brandenburg verließen die Konferenz allerdings gleich zu Beginn der Beratungen wieder, weil sie sich nicht mit ihrer Forderung nach der sofortigen Bildung einer deutschen Zentralverwaltung durchsetzen konnten. Die westdeutschen Ministerpräsidenten setzten die Konferenz danach allein fort.<ref name=berlin.de>Die Ministerpräsidentenkonferenz, Abschnitt „Historischer Rückblick“ auf www.berlin.de, abgerufen am 25. März 2014.</ref>

Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F046121-0035, Koblenz, "Rittersturz-Konferenz", Teilnehmer.jpg
Rittersturz-Konferenz in Koblenz im Juli 1948

Als „eigentliche Geburtsstunde“<ref name="berlin.de">Die Ministerpräsidentenkonferenz, Abschnitt „Historischer Rückblick“ auf www.berlin.de, abgerufen am 25. März 2014.</ref> der Ministerpräsidentenkonferenz (noch vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland) gilt das Treffen der Regierungschefs der Länder der drei westlichen Besatzungszonen vom 8. bis 10. Juli 1948 in Koblenz. Diese als Rittersturz-Konferenz (benannt nach dem Tagungsort Hotel Rittersturz) in die Geschichte eingegangene Tagung beschloss die Einsetzung des Parlamentarischen Rates zur Erarbeitung des Grundgesetzes und ebnete damit den Weg zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

Datei:2024-10-24 Politik, Ministerpräsidentenkonferenz 2024 Leipzig STP 8064 by Stepro.jpg
Ministerpräsidentenkonferenz 2024 in Leipzig

Ab 1954 war die Ministerpräsidentenkonferenz eine ständige Einrichtung.<ref name="berlin.de">Die Ministerpräsidentenkonferenz, Abschnitt „Historischer Rückblick“ auf www.berlin.de, abgerufen am 25. März 2014.</ref> Erster MPK-Vorsitzender war der damalige bayerische Ministerpräsident Hans Ehard. Seit der Wiedervereinigung nehmen auch die fünf neuen Länder an der Konferenz teil. Im Herbst 1992 übernahm erstmals ein östliches Land – Sachsen – den Vorsitz.

Verfassungsrechtliche Grundlage

Die Ministerpräsidentenkonferenz ist im Gegensatz zum Bundesrat kein Verfassungsorgan und auch nicht an der Gesetzgebung des Bundes oder der Länder beteiligt. Deshalb sind ihre Beschlüsse rechtlich nicht bindend und müssen gegebenenfalls erst durch Gesetzgebungsverfahren in den einzelnen Ländern umgesetzt werden.

Grundlage dafür ist der Föderalismus in Deutschland (Artikel 20 Absatz 1 GG), nach dem die Länder eigene Gliedstaaten der Bundesrepublik Deutschland sind. Dadurch kann jedes Land die eigenen Kompetenzfelder eigenverantwortlich gestalten (Art. 30, 70, 83 GG) und dabei mit anderen Ländern zusammenarbeiten.

Um dabei die Kompetenzen des Bundesrats nicht zu beeinträchtigen, hat die Ministerpräsidentenkonferenz am 17. Dezember 1992 beschlossen, dass eine Angelegenheit nicht in einer Minister(präsidenten)konferenz beraten werden darf, wenn sie Gegenstand von Beratungen des Bundesrats ist.<ref>Winfried Kluth, Günter Krings (Hrsg.): Gesetzgebung. Rechtsetzung durch Parlamente und Verwaltungen sowie ihre gerichtliche Kontrolle. C. F. Müller, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8114-5423-1, S. 430.</ref>

Organisation und Arbeitsweise

Die Ministerpräsidentenkonferenz findet regelmäßig viermal jährlich statt. Im Sommer und im Dezember kommen die Regierungschefs der Länder im Anschluss an die MPK zu einer Besprechung mit dem Bundeskanzler zusammen. Wenn besonderer Bedarf besteht, finden zusätzliche Sonderkonferenzen statt. Das war bisher beispielsweise bei der Föderalismusreform und dem Länderfinanzausgleich der Fall. Die Ministerpräsidentenkonferenzen werden durch die Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder in entsprechenden Konferenzen vorbereitet (CdS-Konferenzen). Im Falle der persönlichen Verhinderung des Regierungschefs des Vorsitzlandes an einer MPK übernimmt ein Mitglied der Landesregierung im Ministerrang, in der Regel der Chef der Staats- bzw. Senatskanzlei seine Vertretung.

Themen der Beratungen der vergangenen Jahre waren die Europapolitik, Föderalismusreform, Bund-Länder-Finanzbeziehungen, die Medien- und die Bildungspolitik. Besondere Themen werden in vertraulichen Gesprächsrunden, den sogenannten Kamingesprächen, behandelt. An diesen Gesprächen nehmen nur die Regierungschefs ohne ihre Mitarbeiter teil.

Entscheidungen mussten bis Ende 2004 immer einstimmig gefällt werden. Dieses Konsensprinzip wurde während der Beratungen zur Föderalismusreform gelockert, um die Handlungsfähigkeit der Bundesländer zu stärken. Die Entscheidungen bedürfen seit Ende 2004 nur noch der Zustimmung von mindestens 13 Ländern. Ausnahmen bilden dabei die Geschäftsordnung, haushaltswirksame Angelegenheiten und die Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen. Hier gilt weiterhin das Prinzip der Einstimmigkeit. Die Ministerpräsidenten der A-Länder und die der B-Länder führen in der Regel vor der Konferenz getrennte Vorbesprechungen durch, um die Verhandlungsposition festzulegen.

Die Ministerpräsidentenkonferenz schlägt der Bundesregierung zudem eine Liste von 21 der 24 deutschen Mitglieder (und ebenso viele Stellvertreter) des Europäischen Ausschusses der Regionen vor, die die vollständige Liste gewählter Vertreter dann wiederum dem EU-Ministerrat zu Ernennung für die fünfjährige Amtszeit vorschlägt.<ref>European Communities: The selection process for Committee of the Regions members Procedures in the Member States. In: cor.europa.eu. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2012; abgerufen am 21. Oktober 2017.</ref>

Vorsitzwechsel

Der Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz wechselt jährlich nach einer vereinbarten Reihenfolge. Vorsitzender ist der Ministerpräsident des jeweiligen Landes.

Eine gesonderte Regelung betrifft den Ko-Vorsitz als Koordinator und Sprecher der politisch konkurrierenden Ländergruppe (A- und B-Länder) in den traditionell abschließenden Pressekonferenzen der MPK. Falls beim Wechsel des MPK-Vorsitzes ein Übergang vom A-Land auf ein B-Land (oder umgekehrt) erfolgt, bleibt der ausscheidende Ministerpräsident Ko-Vorsitzender seiner Ländergruppe und zwar so lange, bis der MPK-Vorsitz wieder in seine eigene Ländergruppe fällt. So war z. B. MP Klaus Wowereit nach Übergang des MPK-Vorsitzes im Jahre 2005 von Berlin auf Nordrhein-Westfalen für weitere vier Jahre (Vorsitzführung durch die B-Länder NW, NI, HE, SN) Ko-Vorsitzender der sozialdemokratisch geführten A-Länder, bis er 2009 durch MP Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) abgelöst wurde.

Bis zur Wiedervereinigung im Jahre 1990 wechselte der Vorsitz in folgender Reihenfolge zwischen den elf damaligen Ländern:

Nummer Bundesland
01 Bayern
02 Berlin
03 Nordrhein-Westfalen
04 Niedersachsen
05 Hessen
06 Rheinland-Pfalz
07 Schleswig-Holstein
08 Baden-Württemberg
09 Bremen
10 Saarland
11 Hamburg

Seit 1990 ist die aktuelle Reihenfolge zwischen den 16 Ländern:

Nummer Bundesland
01 Niedersachsen
02 Hessen
03 Sachsen
04 Rheinland-Pfalz
05 Sachsen-Anhalt
06 Schleswig-Holstein
07 Thüringen
08 Baden-Württemberg
09 Brandenburg
10 Bremen
11 Mecklenburg-Vorpommern
12 Saarland
13 Hamburg
14 Bayern
15 Berlin
16 Nordrhein-Westfalen

Liste der Vorsitzenden

Name des Vorsitzenden Partei Bundesland Name des Stellvertreters Partei Bundesland Zeitraum
Hans Ehard CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 1954–13. Dezember 1954
Wilhelm Hoegner SPD 13. Dezember 1954–30. September 1955
Otto Suhr BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin 1. Oktober 1955–30. September 1956
Fritz Steinhoff Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen 1. Oktober 1956–30. September 1957
Heinrich Hellwege DP NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 1957–30. September 1958
Georg August Zinn SPD HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 1. Oktober 1958–30. September 1959
Peter Altmeier CDU Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz 1. Oktober 1959–30. September 1960
Kai-Uwe von Hassel Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 1. Oktober 1960–30. September 1961
Kurt Georg Kiesinger Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg 1. Oktober 1961–30. September 1962
Wilhelm Kaisen SPD BremenDatei:Flag of Bremen.svg Bremen 1. Oktober 1962–30. September 1963
Franz-Josef Röder CDU SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland 1. Oktober 1963–30. September 1964
Paul Nevermann SPD HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg 1. Oktober 1964–9. Juni 1965
Herbert Weichmann 9. Juni–30. September 1965
Alfons Goppel CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 1965–30. September 1966
Willy Brandt SPD BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin 1. Oktober–1. Dezember 1966
Heinrich Albertz 14. Dezember 1966–30. September 1967
Heinz Kühn Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen 1. Oktober 1967–30. September 1968
Georg Diederichs NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 1968–30. September 1969
Georg August Zinn (2. Mal) HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 1.–3. Oktober 1969
Albert Osswald 3. Oktober 1969–30. September 1970
Helmut Kohl CDU Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz 1. Oktober 1970–30. September 1971
Gerhard Stoltenberg Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 1. Oktober 1971–30. September 1972
Hans Filbinger Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg 1. Oktober 1972–30. September 1973
Hans Koschnick SPD BremenDatei:Flag of Bremen.svg Bremen 1. Oktober 1973–30. September 1974
Franz-Josef Röder (2. Mal) CDU SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland 1. Oktober 1974–30. September 1975
Hans-Ulrich Klose SPD HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg 1. Oktober 1975–30. September 1976
Alfons Goppel (2. Mal) CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 1976–30. September 1977
Dietrich Stobbe SPD BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin 1. Oktober 1977–30. September 1978
Johannes Rau Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen 1. Oktober 1978–30. September 1979
Ernst Albrecht CDU NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 1979–30. September 1980
Holger Börner SPD HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 1. Oktober 1980–30. September 1981
Bernhard Vogel CDU Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz 1. Oktober 1981–30. September 1982
Uwe Barschel Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 14. Oktober 1982–30. September 1983
Lothar Späth Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg 1. Oktober 1983–30. September 1984
Hans Koschnick (2. Mal) SPD BremenDatei:Flag of Bremen.svg Bremen 1. Oktober 1984–18. September 1985
Klaus Wedemeier 18.–30. September 1985
Oskar Lafontaine SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland 1. Oktober 1985–30. September 1986
Klaus von Dohnanyi HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg 1. Oktober 1986–30. September 1987
Franz Josef Strauß CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 1987–30. September 1988
Eberhard Diepgen CDU BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin 1. Oktober 1988–16. März 1989
Walter Momper SPD 16. März 1989–30. September 1989
Johannes Rau (2. Mal) SPD Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen 1. Oktober 1989–30. September 1990
Gerhard Schröder SPD NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 1990–30. September 1991
Hans Eichel SPD HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 1. Oktober 1991–30. September 1992
Kurt Biedenkopf CDU SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen Hans Eichel SPD HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 1. Oktober 1992–30. September 1993
Rudolf Scharping SPD Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz Kurt Biedenkopf CDU SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen 1. Oktober 1993–30. September 1994
Reinhard Höppner SPD Sachsen-AnhaltDatei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg Sachsen-Anhalt  1. Oktober 1994–30. September 1995
Heide Simonis SPD Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein Reinhard Höppner SPD Sachsen-AnhaltDatei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg Sachsen-Anhalt  1. Oktober 1995–30. September 1996
Bernhard Vogel (2. Mal) CDU ThüringenDatei:Flag of Thuringia.svg Thüringen  1. Oktober 1996–30. September 1997
Erwin Teufel Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg  1. Oktober 1997–30. September 1998
Manfred Stolpe SPD BrandenburgDatei:Flag of Brandenburg.svg Brandenburg Erwin Teufel CDU Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg  1. Oktober 1998–30. September 1999
Henning Scherf SPD BremenDatei:Flag of Bremen.svg Bremen  1. Oktober 1999–30. September 2000
Harald Ringstorff SPD Mecklenburg-VorpommernDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg Mecklenburg-Vorpommern 1. Oktober 2000–30. September 2001
Peter Müller CDU SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland Harald Ringstorff SPD Mecklenburg-VorpommernDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg Mecklenburg-Vorpommern 1. Oktober 2001–30. September 2002
Ole von Beust CDU HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg 1. Oktober 2002–30. September 2003
Edmund Stoiber CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 2003–30. September 2004
Klaus Wowereit SPD BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin Edmund Stoiber CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 2004–30. September 2005
Jürgen Rüttgers CDU Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen Klaus Wowereit SPD BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin 1. Oktober 2005–30. September 2006
Christian Wulff CDU NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 2006–30. September 2007
Roland Koch CDU HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 1. Oktober 2007–30. September 2008
Stanislaw Tillich CDU SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen  1. Oktober 2008–30. September 2009
Kurt Beck SPD Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz Stanislaw Tillich CDU SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen 1. Oktober 2009–30. September 2010
Wolfgang Böhmer CDU Sachsen-AnhaltDatei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg Sachsen-Anhalt Kurt Beck SPD Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz 1. Oktober 2010–19. April 2011
Reiner Haseloff  19. April 2011–30. September 2011
Peter Harry Carstensen CDU Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 1. Oktober 2011–12. Juni 2012
Torsten Albig SPD  12. Juni 2012–30. September 2012
Christine Lieberknecht CDU ThüringenDatei:Flag of Thuringia.svg Thüringen Torsten Albig SPD Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 1. Oktober 2012–30. September 2013
Winfried Kretschmann Grüne Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg Christine Lieberknecht CDU ThüringenDatei:Flag of Thuringia.svg Thüringen 1. Oktober 2013–30. September 2014
Dietmar Woidke SPD BrandenburgDatei:Flag of Brandenburg.svg Brandenburg 1. Oktober 2014–30. September 2015
Carsten Sieling SPD BremenDatei:Flag of Bremen.svg Bremen 1. Oktober 2015–30. September 2016
Erwin Sellering SPD Mecklenburg-VorpommernDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg Mecklenburg-Vorpommern 1. Oktober 2016–4. Juli 2017
Manuela Schwesig 4. Juli 2017–30. September 2017
Annegret Kramp-Karrenbauer CDU SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland Manuela Schwesig SPD Mecklenburg-VorpommernDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg Mecklenburg-Vorpommern 1. Oktober 2017–28. Februar 2018
Tobias Hans 1. März 2018–30. September 2018
Peter Tschentscher SPD HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg Tobias Hans CDU SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland 1. Oktober 2018–30. September 2019
Markus Söder CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern Peter Tschentscher SPD HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg 1. Oktober 2019–30. September 2020
Michael Müller SPD BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin Markus Söder CSU BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 1. Oktober 2020–30. September 2021
Armin Laschet CDU Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen Michael Müller
(bis 21. Dezember 2021)
Franziska Giffey
(ab 21. Dezember 2021)
SPD BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin  1. Oktober 2021–25. Oktober 2021
Hendrik Wüst 27. Oktober 2021–30. September 2022
Stephan Weil SPD NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen Hendrik Wüst CDU Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen 1. Oktober 2022–30. September 2023
Boris Rhein CDU HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen Stephan Weil SPD NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 2023–30. September 2024
Michael Kretschmer CDU SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen Stephan Weil
(bis 20. Mai 2025)
Olaf Lies
(ab 20. Mai 2025)
SPD NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 1. Oktober 2024–30. September 2025
Alexander Schweitzer SPD Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz Michael Kretschmer CDU SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen 1. Oktober 2025–30. September 2026

Zwei getrennte Amtszeiten als Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz hatten:

Bisher amtierten lediglich vier Frauen an der Spitze der Ministerpräsidentenkonferenz:

Der Ministerpräsident mit der längsten Amtszeit, der nie Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz war, hieß Hinrich Wilhelm Kopf, der 1946 bis 1955 und 1959 bis 1961 in Niedersachsen regierte. In seine Pause, in der Heinrich Hellwege regierte, fiel turnusgemäß die Präsidentschaft Niedersachsens. Nach der Wiedervereinigung hatte Volker Bouffier (regierte 2010 bis 2022 in Hessen) in Hessen die längste Amtszeit ohne Vorsitz in der MPK. Max Brauer (regierte 1946 bis 1953 und 1957 bis 1960 in Hamburg) war der einzige Landeschef mit über zehnjähriger Amtszeit, der beide turnusmäßigen Chefämter (MPK-Vorsitz und Bundesratspräsidentschaft) nie innehatte.

Siehe auch

Literatur

  • Ariane Leendertz: Die Ministerpräsidentenkonferenz als Selbstbehauptungsorgan der Länder und bundespolitischer Akteur. In: Andreas Wirsching, Lars Lehmann (Hrsg.): Nationalstaat und Föderalismus. Zum Wandel deutscher Staatlichkeit seit 1871, Frankfurt / New York 2024, S. 191–213.
  • Ariane Leendertz: Regieren jenseits der politischen Öffentlichkeit. Die Parallelarena der Exekutiven im deutschen demokratischen Bundesstaat. In: Archiv für Sozialgeschichte 65 (2025), S. 179–211.

Weblinks

Commons: Konferenz der Ministerpräsidenten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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