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Königlich marokkanische Streitkräfte

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(Weitergeleitet von Marokkanische Streitkräfte)
Flagge Königlich marokkanische Streitkräfte
Forces armées royales
القوات المسلحة الملكية المغربية
Führung
Oberbefehlshaber: König von Marokko Mohammed VI.
Verteidigungsminister: Abdellatif Loudiyi
Militärischer Befehlshaber: General Mohammed Berrid<ref>Mohammed VI remplace Belkhir El Farouk par Mohammed Berrid à la tête des FAR. In: ledesk.ma. 22. April 2023, abgerufen am 27. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sitz des Hauptquartiers: Rabat
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 195.800 (2020)
Reservisten: 150.000 (2020)
Wehrpflicht: 12 Monate (seit dem 21. August 2018)
Wehrtauglichkeitsalter: ab dem 19. Lebensjahr<ref>The World Factbook–Morocco. Central Intelligence Agency, abgerufen am 5. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Paramilitärische Kräfte: 50.000 (2020)
Haushalt
Militärbudget: 124 Mrd. M. Dirham
~12,5 Mrd. $ (2024)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig A look at Morocco's defense acquisitions and upgrades in 2023.] en.hespress.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 3,64 % (2023)<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Marokko: Militärausgaben von 2008 bis 2023 (absolut und relativ).] Statista, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Mai 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Geschichte
Gründung: 1956

Die Königlich marokkanischen Streitkräfte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), arabisch القوات المسلحة الملكية المغربية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sind die Streitkräfte des Königreichs Marokko. Der König Marokkos trägt den Titel Oberster Befehlshaber und Chef des Generalstabs der Königlichen Streitkräfte.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.maroc.ma55ème anniversaire des Forces Armées Royales (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Nach Ägypten hat Marokko die Personenmäßig größten Streitkräfte des Maghreb.<ref>Länder mit den größten Streitkräften der Erde. Abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref>

Geschichte

Die marokkanischen Streitkräfte wurden am 14. Mai 1956 nach dem Ende des französischen Protektorats gegründet.<ref>Modern Royal Moroccan Army. In: Royal Moroccan Armed Forces. 20. September 2013, abgerufen am 31. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Königlich Marokkanische Luftwaffe am 19. November 1956<ref>History. In: Royal Moroccan Armed Forces. 9. April 2012, abgerufen am 31. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und die Königliche Marokkanische Marine wurde im Jahr 1960 gegründet.<ref>Royal Moroccan Navy. In: Royal Moroccan Armed Forces. 23. Dezember 2011, abgerufen am 31. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Marokkanische Soldaten dienten jedoch schon vor der Gründung der eigenen Armee bei den französischen Streitkräften. So kämpften sie auf französischer Seite im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. Für ihre Hartnäckigkeit auf dem Schlachtfeld bekamen die marokkanischen Einheiten von der deutschen Wehrmacht den Beinamen Todesschwalben. Danach beteiligten sich marokkanische Soldaten auch im Ersten Indochinakrieg.

Als eigenständige Armee kämpften sie im Algerisch-Marokkanischen Grenzkrieg von 1963, anschließend auf den Golanhöhen im Jom-Kippur-Krieg 1973 und schlugen im Jahr 1977 gemeinsam mit den Armeen von Frankreich und Belgien den Katanga-Aufstand gegen die Regierung in Zaire nieder.

Zwischen 1975 und 1991 führten die marokkanischen Streitkräfte 16 Jahre lang Krieg gegen die POLISARIO, eine von Algerien unterstützte nationale Befreiungsbewegung für die Unabhängigkeit der Westsahara. Als Gründe für den lange erbittert geführten Kampf durch Marokko werden vor allem in den Bodenschätzen angesehen. Besonders wichtig sind hierbei die Phosphatvorkommen, aber auch Erdöl und -gas werden in der Westsahara vermutet.<ref>WDR: Gesellschaftliche und politische Konflikte in Marokko. 29. Oktober 2020, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref>

Als Mauretanien 1979 seinen Teil der Westsahara räumte und an die Frente Polisario übergab, wurde auch dieses Gebiet kurz danach durch Marokko besetzt. Dies führte zu erneuten kriegerischen Auseinandersetzungen. Ab Mitte der 1980er Jahre gelang es den Streitkräften, die Truppen der Frente Polisario weitgehend in Schach zu halten. Dies geht auf den 1981 bis 1985 errichteten Berm, einen 2700 km langen Sandwall zurück. Der Berm war von einer Marokkanischen Armee besetzt, die etwa so groß war wie die gesamte sahrauische Bevölkerung, gegen die der Wall gerichtet ist. Der Berm umfasst die meisten wirtschaftlich wichtigen Teile der Westsahara, darunter Bou Craa, El-Aaiun und Smara. 2019 setzte Marokko weiterhin rund 100.000 Soldaten rotierend zur Grenzsicherung am Berm ein.

Sie sind ebenfalls in die Friedensmissionen der Vereinten Nationen in Somalia 1992 (United Nations Operation in Somalia I) und im Kosovo 1999 (UNMIK) eingetreten. Am 14. Juli 1999 veranstalteten die marokkanischen Streitkräfte auf Einladung des damaligen französischen Präsidenten, Jacques Chirac, als erste nicht-französische Armee seit 1939 eine Militärparade auf den Champs-Elysées.

Heute nehmen die Streitkräfte an weiteren Friedensmissionen teil (MINUSCA (763 Soldaten), MONUSCO (1.372 Angehörige), UNMISS (1 Soldat)).<ref name=":IISS" />

Seit 2020 intensiviert Marokko im Rahmen der historischen Abraham-Abkommen die Verteidigungs- und Wirtschaftszusammenarbeit mit Israel. Laut einem Bericht der französischen Wirtschaftszeitung La Tribune wird die marokkanische Armee 36 leicht gepanzerte Haubitzen vom Typ Atmos 2000 des israelischen Unternehmens Elbit Systems kaufen, die auf tschechischen Tatra-Lkw montiert sind.<ref>Marokko und Israel erweitern Militärkooperation. 14. Februar 2025, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref>

Struktur

Datei:M109A5 Howitzer in Morocco.jpg
M109A5 Panzerhaubitze der 15th Royal Artillery Group
Datei:US Navy 050405-N-3557N-112 The Moroccan Navy Floreal-class frigates, Muhammed V (FFGHM 611) and Hassan II (FFGHM 612) conduct maneuvers with the ships assigned to the USS Kearsarge (LHD 3) Expeditionary Strike Group.jpg
Die Fregatten Muhammed V (FFGHM 611) und Hassan II (FFGHM 612) der französischen Floréal-Klasse

Die Königlich marokkanischen Streitkräfte bestehen aus fünf Teilstreitkräften.

Dies macht insgesamt 215.800 Soldaten, dazu kommen 150.000 Reservisten und 30.000 weitere Paramilitärs.<ref name=":IISS">International Institute for Strategic Studies (Hrsg.): The Military Balance 2021. 121. Auflage. Taylor & Francis, 2021, ISBN 978-1-03-201227-8, S. 356–358.</ref>

Königlich marokkanisches Heer

Das Königlich marokkanische Heer (Armée royale) wurde nach der Unabhängigkeit 1956 vom damaligen König Mohammed V., Großvater des aktuellen Königs, Mohammed VI., gegründet.

Königlich marokkanische Luftwaffe

Datei:Royal Moroccan Air Force F-16.JPG
F-16D Block 52 der marokkanischen Luftstreitkräfte

Die Königlich marokkanische Luftwaffe wurde am 14. Mai 1956 gegründet. Sie verwendet vor allem die Modelle:

Königlich marokkanische Marine

Datei:Moroccan HH-65A Dolphin helicopter. dropping a search and rescue swimmer.jpg
Ein marokkanischer Rettungsschwimmer der königlichen Marine wird von einem HH-65A Dolphin-Hubschrauber per Seilwinde aufgenommen

Die Königlich marokkanische Marine wurde am 1. April 1956 vom damaligen König Mohammed V. gegründet. Sie dient dazu, die Küsten Marokkos zu sichern (die Küstenwache ist Teil der Marine), die Sicherheit der Straße von Gibraltar zu gewährleisten sowie die Ausschließliche Wirtschaftszone Marokkos schützen.

Königlich marokkanische Gendarmerie

Die Königlich marokkanische Gendarmerie wurde am 29. April 1957 gegründet und ersetzte damit die französische Gendarmerie Marokkos. Sie ist von der marokkanischen Polizei abgetrennt, hat jedoch ähnliche Aufgaben; darunter:

  • Ausführen juristischer Anordnungen
  • Beschützen ausländischer Einwohner (Siedler)
  • Gewährleisten der öffentlichen Sicherheit
  • Assistieren bei der Planung

Die Königlich marokkanische Gendarmerie besteht aus 5 Kompanien bzw. 103 Brigaden, die jeweils einem Gebiet in Marokko zugeordnet sind. Bei großen Nationalveranstaltungen, wie der Feier zur Thronfolge des aktuellen Königs, unterstützt die Gendarmerie die örtliche Polizei.

Königlich marokkanische Garde

Die Königlich marokkanische Garde wurde im Jahr 1956 gegründet und ist als Militärkorps Teil der marokkanischen Streitkräfte. Sie dient dem Schutz des Königs und seiner Familie und tritt die Nachfolge der prestigeträchtigen, im Jahr 1088 gegründeten Schwarzen Garde an.

Königlich marokkanische Spezialkräfte

Die Forces spéciales marocaines (FSM) sind die Elite- und Spezialeinheiten der marokkanischen Armee. Diese Einheiten sind den verschiedenen Teilstreitkräften zugeordnet.

Königlich marokkanische Armee:

Königlich marokkanische Garde:

  • Kommandoeinheit der königlichen Garde

Königlich marokkanische Marine:

Königlich marokkanische Gendarmerie:

  • GSIGR (Groupe de Securité et d'intervention de la Gendarmerie Royale)
  • Fallschirmjägerstaffel der Gendarmerie
  • Schnelle Eingreiftruppe (DGSN)

Bekannte Einsätze

Ein bekannter Einsatz marokkanischer Spezialeinheiten ist der im Huthi-Konflikt. Das marokkanische Engagement wurde im Dezember 2009 bekannt. Es wurde geschätzt, dass hunderte von marokkanischen Elitetruppen, überwiegend Fallschirmjäger und Kommandoeinheiten, die für Aufstandsbekämpfungsoperationen trainiert wurden, in den Jemen geschickt wurden, um die jemenitisch-saudische Offensive gegen die Huthis zu unterstützen.

Ausrüstung

Bodenfahrzeuge

Kürzliche Aufrüstungen

Seit 2008 rüsten die marokkanischen Streitkräfte merklich auf. Es wird Militärtechnik bewusst bei unterschiedlichen Ländern zugekauft, um Abhängigkeiten zu vermeiden.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Königlich marokkanische Streitkräfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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1 Der Sinai wird Asien zugerechnet.  2 Keine eigenen Streitkräfte.  3 Völkerrechtlich nicht anerkannt bzw. umstritten. 

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