Krasnoarmeiskoje (Kaliningrad, Bagrationowsk)
Siedlung
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Krasnoarmeiskoje ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch Sollau und Kilgis, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und Kilgis) ist der gemeinsame Name zweier ehemals selbständiger Orte in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehören zur Landgemeinde Dolgorukowskoje im Rajon Bagrationowsk.
Geographische Lage
Krasnoarmeiskoje liegt am östlichen Ufer des Flüsschens Pasmar (russisch: Maiskaja) und 14 Kilometer nordwestlich von Bagrationowsk (Preußisch Eylau). Durch den Ort führt eine Nebenstraße, die die Rajonshauptstadt und frühere Kreisstadt mit Krasnosnamenskoje (Dollstädt) und Slawskoje (Kreuzburg) verbindet und weiter bis zur russischen Regionalstraße 27A-002 (frühere russische R 516, ehemalige Reichsautobahn Berlin–Königsberg „Berlinka“) führt. Eine Bahnanbindung existiert nicht mehr. Vor 1945 war Kreuzburg (russisch: Slawskoje) die nächste Bahnstation an der Kleinbahn Tharau–Kreuzburg (Wladimirowo–Slawskoje).
Geschichte
Bis 1945
Krasnoarmeiskoje/Sollau
Der einst Sollau<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Sollau</ref> genannte Ortsteil Krasnoarmeiskojes geht in seiner Gründung bis in das Jahr 1419 zurück. Im Jahre 1874 bildeten die beiden noch getrennten Landgemeinden Adlig Sollau und Königlich Sollau zusammen mit dem Gutsbezirk Kilgis (heute russisch auch: Krasnoarmeiskoje, bis 1992: Saretschje) den neu geschaffenen Amtsbezirk Kilgis,<ref name="Jehke">Rolf Jehke: Amtsbezirk Kilgis. territorial.de</ref> der bis 1945 bestand. Er gehörte zum Landkreis Preußisch Eylau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.
Im Jahre 1910 zählte Adlig Sollau 39 und Königlich Sollau 172 Einwohner.<ref name="ulischubert">M. W. Ehrenreich (Zusammensteller): Regierungsbezirk Königsberg: Landkreis Preußisch Eylau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, 17. September 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. April 2023; abgerufen am 11. Januar 2026 (Einwohner Dezember 1910).</ref> Am 28. Juni 1927 fusionierten beide Orte zur neuen Landgemeinde Sollau. 1933 lebten hier 173, 1939 bereits 187 Menschen<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>.
Infolge des Zweiten Weltkrieges kam Sollau innerhalb des nördlichen Ostpreußens 1945 zur Sowjetunion und erhielt ein Jahr später die russische Bezeichnung Krasnoarmeiskoje.
Krasnoarmeiskoje (Saretschje)/Kilgis
Das ehemalige Kilgis<ref>Kilgis. Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen.</ref> wurde am 7. Mai 1874 Sitz und namensgebender Ort für den neuen Amtsbezirk Kilgis,<ref name="Jehke" /> der bis 1945 zum Landkreis Preußisch Eylau im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.
In dem Amtsdorf lebten im Jahre 1910 431 Einwohner.<ref name="ulischubert" /> Ihre Zahl, miteingerechnet die Einwohner der Ortsteile Groß Park (russisch: Gussewo), Klein Park (Lugowoje), Neu Sollau (Salessje) und Plembach, kam 1933 nur noch auf 270 und betrug 1939 noch 300.<ref>Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref>
Seit 1945 zur Sowjetunion gehörend, bekam Kilgis 1946 den russischen Namen „Saretschje“.
Amtsbezirk Kilgis (1874–1945)
Zwischen 1874 und 1945 bildete Kilgis einen eigenen Amtsbezirk<ref name="Jehke" /> im Landkreis Preußisch Eylau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Eingegliedert waren die Landgemeinden (LG) bzw. der Gutsbezirk (GB):
| Deutscher Name | Russischer Name | Bemerkungen |
|---|---|---|
| LG Adlig Sollau | Krasnoarmeiskoje | 1927 zusammengeschlossen zur |
| LG Königlich Sollau | Krasnoarmeiskoje | neuen Landgemeinde Sollau |
| GB Kilgis | Saretschje, ab 1993: Krasnoarmeiskoje |
1929 in eine Landgemeinde umgewandelt |
Im Jahre 1945 bestand der Amtsbezirk Kilgis aus den beiden Gemeinde Sollau und Kilgis.
Seit 1946
Die beiden mit den russischen Namen Krasnoarmeiskoje (Sollau) und Saretschje (Kilgis, später auch Krasnoarmeiskoje) benannten Orte waren bis zum Jahre 2008 in den Dorfsowjet bzw. Dorfbezirk Puschkinski eingegliedert. Seither ist Krasnoarmeiskoje aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform<ref>Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 253 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009</ref> eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Dolgorukowo.
Kirche
Vor 1945 war die Bevölkerung von Sollau und Kilgis fast ausnahmslos evangelischer Konfession. Beide Orte waren in das Kirchspiel Kreuzburg (heute russisch: Slawskoje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Preußisch Eylau (Bagrationowsk) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Arno Stritzel.
Heute liegt Krasnoarmeiskoje im Einzugsgebiet der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Dorfkirchengemeinde in Gwardeiskoje (Mühlhausen). Sie ist eine Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) und gehört zur Propstei Kaliningrad<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad ( vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).
Literatur
Weblinks
- Krasnoarmeiskoje bankgorodov.ru (russisch)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Bagrationowsk (Preußisch Eylau)
Siedlungen: Awgustowka (Drangsitten und Graventhien) | Berjosowka (Groß Sausgarten) | Bogatowo (Bornehnen und Rositten) | Bolschakowskoje (Leidtkeim) | Bolschedoroschnoje (Julienhof, Kopainen und Laukitten) | Bolschoje Osjornoje (Klein Sausgarten) | Borowoje (Melonkeim und Rohrmühle) | Dolgorukowo (Domtau, Leißen, Pompicken und Stablack) | Dubki (Neucken) | Dubrowka (Görken und Pilzen) | Gwardeiskoje (Mühlhausen) | Iljitschowka (Lank) | Iljuschino (Bönkeim) | Jablotschkino (Lokehnen) | Jenino (1947–1965) | Juschny (Jesau und Katharinenhof) | Kalmykowo (Heyde) | Kamenka ((Groß) Krücken) | Kornewo (Zinten) | Kossatuchino (Barsen) | Krasnoarmeiskoje (Sollau und Kilgis) | Krasnosnamenskoje (Dollstädt und Vogelsang) | Kunzewo (Weßlienen) | Kurskoje zu (Althof) | Lermontowo (Wogau) | Lineinoje (Bögen und Arweiden) | Maiskoje (Groß Bajohren/Baiersfelde) | Maloje Osjornoje (Auklappen) | Maloje Otwaschnoje (Klein Wickbold) | Marijskoje (Weißenstein) | Medowoje (Sollnicken und Tykrigehnen) | Minino (Bögen) | Moskowskoje (Mükühnen und Partheinen) | Moskowskoje (Schrombehnen) | Muschkino (Stobecken) | Nadeschdino (Lampasch) | Nagornoje (Groß Dexen und Roditten) | Newskoje (Groß Lauth) | Niwenskoje (Wittenberg und Friederikenthal) | Nowo-Moskowskoje (Poplitten, Pörschken und Luisenhof) | Nowosjolki (Klein Waldeck) | Nowosjolowo (Groß Rödersdorf) | Oktjabrskoje (Patranken und Wargitten) | Orechowo (Althof) | Ossokino (Groß Waldeck) | Otwaschnoje (Wickbold und Braxeinswalde) | Partisanskoje (Schönmohr) | Perwomaiskoje (Pottlitten) | Pessotschnoje (Gallitten und Palpasch) | Pjatidoroschnoje (Bladiau) | Pobeda (Arnsberg) | Pobereschje (Schnakeinen, Porschkeim und Kissitten) | Podgornoje (Penken) | Pogranitschnoje (Hussehnen) | Pogranitschny (Hermsdorf) | Primorskoje (Wolittnick) | Proletarskoje (Legnitten) | Prudki (Knauten) | Puschkino (Posmahlen) | Rasdolnoje ((Adlig) Pohren) | Rjabinowka (Schmoditten) | Sadowoje | Sagorodnoje (Schloditten) | Saretschnoje (Ramsen und Dopsattel) | Schirokoje (Strobehnen) | Schukowka (Quilitten) | Sergejewo (Klein Lauth) | Sewerny | Slawjanowka (Romitten) | Slawskoje (Kreuzburg) | Snamenka (Groß Hoppenbruch) | Snamenskoje (Kutschitten) | Soldatskoje (Lewitten) | Solnetschnoje (Thomsdorf) | Sosnowka (Schwanis) | Sowchosnoje (Rippen) | Starosselje (Schultitten) [teilw.] | Strelnja (Schultitten) [teilw.] | Tambowskoje (Vierzighuben) | Timirjasewo (Rauschnick) | Tischino (Abschwangen) | Tropinino (Heide) | Tschapajewo (Schlauthienen und Jerlauken) | Tschechowo (Uderwangen) | Walki (Waldkeim) | Wetrowo (Schölen) | Wladimirowo (Tharau und Ernsthof) | Wyssokoje (Tiefenthal) Vorlage:Klappleiste/Ende