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Dubki (Kaliningrad, Bagrationowsk)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Siedlung
Dubki/Neucken
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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Bagrationowsk
Gegründet {{#property:P571}}
Frühere Namen Neucken (bis 1946)
Bevölkerung 19 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)<ref name="einwohner_aktuell">Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)</ref>
Zeitzone UTC+2
Postleitzahl 238421
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 203 000 015
Geographische Lage
Koordinaten 54° 24′ N, 20° 44′ OKoordinaten: 54° 24′ 0″ N, 20° 44′ 0″ O
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Dubki (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Europäisches Russland)
Dubki (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Dubki (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Oblast Kaliningrad)
Dubki (Kaliningrad, Bagrationowsk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Dubki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und liegt im äußersten Südosten des Rajon Bagrationowsk (Kreis Preußisch Eylau). Er gehört zur Gwardeiskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Gwardeiskoje (Mühlhausen)).

Geographische Lage

Dubki liegt sechs Kilometer östlich der Stadt Bagrationowsk (Preußisch Eylau) und ist über Nadeschdino (Lampasch) zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte

Im 16. Jahrhundert lebte auf dem damals Neucken<ref>Neucken – Ostpreußen. In: Informationszentrum Ostpreußen. Potrimpus UG, abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref> genannten Gut eine Familie von Rossen, deren Tochter Esther das Gut in die Ehe mit Wilhelm V. von Massenbach einbrachte. Deren Sohn Georg V. von Massenbach lebte mit seiner Familie hier.

Von 1803 bis 1945 gehörte Neucken der Familie von Braun, die u. a. das spätbarocke Gutshaus im Jahre 1804 errichtete. Dem königlich-preußischen Oberstleutnant a. D. und Gutsbesitzer aus Neucken Viktor Friedrich Ferdinand Leopold von Braun (* 21. Oktober 1787)<ref>Gothaisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 1868, S. 87, Digitalisat</ref> wurde am 17. Dezember 1860 die preußische Anerkennung des Freiherrenstandes zuteil. Letzter Besitzer war der kurzzeitige Reichsminister Magnus Freiherr von Braun. Er ließ 1934 das Gutshaus neobarock umbauen. Hier lebten bis zum Einmarsch der Roten Armee mehr als 50 Invaliden (Gelähmte, Blinde, Krüppel), die von den sowjetischen Soldaten 1945 auf das nicht weit entfernte Vorwerk Palpasch (heute russisch: Pessotschnoje) verlegt wurden.

Der Gutsbezirk Neucken<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Neucken</ref> war von 1874 bis 1945 in den Amtsbezirk Loschen<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Loschen</ref> (russisch: Lawrowo, nicht mehr existent) eingegliedert. Er gehörte zum Landkreis Preußisch Eylau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 lebten in Neucken 152 Menschen<ref>Landkreis Preußisch Eylau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Juni 2009; abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref>. Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Neucken in die Landgemeinde Neucken umgewandelt. Zu ihr gehörten die Ortsteile Ellermühle (nicht mehr existent), Palpasch (russisch: Pessotschnoje) und Rappeln (Rakitnoje, nicht mehr existent). Im Jahre 1933 betrug die Zahl der Einwohner 156, im Jahre 1939 waren es 150<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam Neucken mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Dubki“. Bis zum Jahre 2009 war der Ort in den Nadeschdinski Sowjet (Dorfsowjet Nadeschdino (Lampasch)) eingegliedert und ist seither – aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform<ref>Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 253 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009</ref> – eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) qualifizierte Ortschaft innerhalb der Gwardeiskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Gwardeiskoje (Mühlhausen)) im Rajon Bagrationowsk.

Kirche

Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war Neucken vor 1945 in das Kirchspiel Schmoditten (heute russisch: Rjabinowka) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Preußisch Eylau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Max Kuehnert.

Heute liegt Dubki im Einzugsgebiet der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Dorfkirchengemeinde in Gwardeiskoje (Mühlhausen). Sie ist eine Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) und gehört zur ebenfalls neu formierten Propstei Kaliningrad<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Persönlichkeiten des Ortes

  • Magnus Freiherr von Braun (* 7. Februar 1878 auf Gut Neucken; † 1972), deutscher Verwaltungsjurist und Politiker (DNVP) und Reichsminister

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Bagrationowsk (Preußisch Eylau)

Siedlungen: Awgustowka (Drangsitten und Graventhien) | Berjosowka (Groß Sausgarten) | Bogatowo (Bornehnen und Rositten) | Bolschakowskoje (Leidtkeim) | Bolschedoroschnoje (Julienhof, Kopainen und Laukitten) | Bolschoje Osjornoje (Klein Sausgarten) | Borowoje (Melonkeim und Rohrmühle) | Dolgorukowo (Domtau, Leißen, Pompicken und Stablack) | Dubki (Neucken) | Dubrowka (Görken und Pilzen) | Gwardeiskoje (Mühlhausen) | Iljitschowka (Lank) | Iljuschino (Bönkeim) | Jablotschkino (Lokehnen) | Jenino (1947–1965) | Juschny (Jesau und Katharinenhof) | Kalmykowo (Heyde) | Kamenka ((Groß) Krücken) | Kornewo (Zinten) | Kossatuchino (Barsen) | Krasnoarmeiskoje (Sollau und Kilgis) | Krasnosnamenskoje (Dollstädt und Vogelsang) | Kunzewo (Weßlienen) | Kurskoje zu (Althof) | Lermontowo (Wogau) | Lineinoje (Bögen und Arweiden) | Maiskoje (Groß Bajohren/Baiersfelde) | Maloje Osjornoje (Auklappen) | Maloje Otwaschnoje (Klein Wickbold) | Marijskoje (Weißenstein) | Medowoje (Sollnicken und Tykrigehnen) | Minino (Bögen) | Moskowskoje (Mükühnen und Partheinen) | Moskowskoje (Schrombehnen) | Muschkino (Stobecken) | Nadeschdino (Lampasch) | Nagornoje (Groß Dexen und Roditten) | Newskoje (Groß Lauth) | Niwenskoje (Wittenberg und Friederikenthal) | Nowo-Moskowskoje (Poplitten, Pörschken und Luisenhof) | Nowosjolki (Klein Waldeck) | Nowosjolowo (Groß Rödersdorf) | Oktjabrskoje (Patranken und Wargitten) | Orechowo (Althof) | Ossokino (Groß Waldeck) | Otwaschnoje (Wickbold und Braxeinswalde) | Partisanskoje (Schönmohr) | Perwomaiskoje (Pottlitten) | Pessotschnoje (Gallitten und Palpasch) | Pjatidoroschnoje (Bladiau) | Pobeda (Arnsberg) | Pobereschje (Schnakeinen, Porschkeim und Kissitten) | Podgornoje (Penken) | Pogranitschnoje (Hussehnen) | Pogranitschny (Hermsdorf) | Primorskoje (Wolittnick) | Proletarskoje (Legnitten) | Prudki (Knauten) | Puschkino (Posmahlen) | Rasdolnoje ((Adlig) Pohren) | Rjabinowka (Schmoditten) | Sadowoje | Sagorodnoje (Schloditten) | Saretschnoje (Ramsen und Dopsattel) | Schirokoje (Strobehnen) | Schukowka (Quilitten) | Sergejewo (Klein Lauth) | Sewerny | Slawjanowka (Romitten) | Slawskoje (Kreuzburg) | Snamenka (Groß Hoppenbruch) | Snamenskoje (Kutschitten) | Soldatskoje (Lewitten) | Solnetschnoje (Thomsdorf) | Sosnowka (Schwanis) | Sowchosnoje (Rippen) | Starosselje (Schultitten) [teilw.] | Strelnja (Schultitten) [teilw.] | Tambowskoje (Vierzighuben) | Timirjasewo (Rauschnick) | Tischino (Abschwangen) | Tropinino (Heide) | Tschapajewo (Schlauthienen und Jerlauken) | Tschechowo (Uderwangen) | Walki (Waldkeim) | Wetrowo (Schölen) | Wladimirowo (Tharau und Ernsthof) | Wyssokoje (Tiefenthal) Vorlage:Klappleiste/Ende