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Berjosowka (Kaliningrad, Bagrationowsk, Nadeschdino) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Berjosowka (Kaliningrad, Bagrationowsk, Nadeschdino)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Genditten)
Siedlung
Berjosowka/Groß Sausgarten,
auch: Genditten, Kniepitten, Naunienen,
Perkuiken, Pieskeim, Sossehnen und Tollkeim

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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Bagrationowsk
Gegründet {{#property:P571}}
Frühere Namen bis 1946:
Groß Sausgarten,
Naunienen,
Pieskeim;
Genditten,
Kniepitten
(beide bis 1992
Kusnetschnoje);
Perkuiken,
Sossehnen,
Tollkeim
(alle drei bis
1992 Solnzewo)
Bevölkerung 403 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)<ref name="einwohner_aktuell">Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)</ref>
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 4015668
Postleitzahl 238431
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 203 000 004
Geographische Lage
Koordinaten 54° 24′ N, 20° 43′ OKoordinaten: 54° 24′ 30″ N, 20° 43′ 0″ O
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Berjosowka (Kaliningrad, Bagrationowsk, Nadeschdino) (Europäisches Russland)
Berjosowka (Kaliningrad, Bagrationowsk, Nadeschdino) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Berjosowka (Kaliningrad, Bagrationowsk, Nadeschdino) (Oblast Kaliningrad)
Berjosowka (Kaliningrad, Bagrationowsk, Nadeschdino) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Berjosowka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch Groß Sausgarten, Genditten, Kniepitten, Naunienen, Perkuiken, Pieskeim, Sossehnen, und Tollkeim) ist der gemeinsame Name acht ehemals eigenständiger Ortschaften in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)). Zwischen 1946 und 1992 waren sie den drei Namen Berjosowka, Kusnetschnoje und Solnzewo zugeordnet, dann unter dem Namen Berjosowka vereinigt.<ref>Ortsnamenverzeichnis Gebiet Kaliningrad (nördliches Ostpreußen). Deutsch-Russisch/Russisch-Deutsch (Nesseljonnye punkty Kaliningradskoi oblasti i ich preschnie nazwanija), Kaliningrad, 1993</ref> Sie alle liegen heute im Gebiet der Gwardeiskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Gwardeiskoje (Mühlhausen)) im Rajon Bagrationowsk (Kreis Preußisch Eylau).

Geographische Lage

Das weitflächige Gebiet von Berjosowka liegt nordöstlich der Rajonshauptstadt Bagrationowsk (Preußisch Eylau) und grenzt im Osten direkt an den Rajon Prawdinsk (Kreis Friedland (Ostpreußen)). Mitten durch das Gebiet fließt in nördlicher Richtung die Beisleide (russisch: Reswaja), die später in den Frisching (russisch: Prochladnaja) münden wird.

Durch den Ortsbezirk von Berjosowka ziehen drei Nebenstraßen, die von Gwardeiskoje (Mühlhausen), Tischino (Abschwangen) bzw. von Bagrationowsk und Nadeschdino (Lampasch) kommend sich in dem früher Sossehnen (1946–1992 russisch: Solnzewo) genannten Ortsteil treffen. Im Westen berührt die russische Fernstraße 27A-017 (ex A 195) (ehemalige deutsche Reichsstraße 128) beim früher Perkuiken (1946–1992 russisch: Solnzewo) genannten Ortsteil das Berjosowka-Gebiet.

Eine Bahnanbindung besteht über Bagrationowsk, heute Endpunkt einer Bahnstrecke von Kaliningrad (Königsberg) kommend, die vor 1945 – „Ostpreußische Südbahn“ genannt – bis in das heutige Gebiet Polens hineinreichte.

Geschichte

Bis 1945

Die ländliche Siedlung Berjosowka besteht aus acht einzelnen Orten mit jeweils eigener Geschichte. Bis auf Genditten (1946–1992: Kusnetschnoje), das dem 1927 in Landkreis Bartenstein (Ostpr.) umbenannten Landkreis Friedland zugeordnet war, gehörten alle übrigen sieben Orte vor 1945 zum Landkreis Preußisch Eylau, der wie der Landkreis Bartenstein Teil des Regierungsbezirks Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen war.

Berjosowka/Groß Sausgarten

Bei dem ehemals Groß Sausgarten<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Groß Sausgarten</ref> genannten Ortsteil handelt es sich um ein weit gestreutes Dorf am Westufer der Beisleide (Reswaja) (Karte

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  }}). Bis nach Bagrationowsk (Preußisch Eylau) sind es sechs Kilometer. Durch den Ort verläuft die Nebenstraße von Nadeschdino (Lampasch) nach Sossehnen (1946–1992: Solnzewo).

Zwischen 1874 und 1945 war der Gutsbezirk Groß Sausgarten in den Amtsbezirk Romitten<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Romitten/Naunienen</ref> (heute russisch: Slawjanowka) – ab 1930 in „Amtsbezirk Naunienen“ (russisch: Berjosowka) umbenannt – eingegliedert. Im Jahre 1910 zählte Groß Sausgarten 277 Einwohner.<ref>M. W. Ehrenreich: Landkreis Preußisch Eylau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Juni 2015; abgerufen am 21. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref> Am 24. September 1912 wurde der Gutsbezirk Groß Sausgarten in eine Landgemeinde gleichen Namen sumgewandelt. Die Einwohnerzahlen in den Jahren 1993 und 1939 betrugen 278 bzw. 293.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam Groß Sausgarten 1945 zur Sowjetunion und erhielt im Jahre 1946 die russische Bezeichnung „Berjosowka“.

Berjosowka/Naunienen

Die ehedem Naunienen<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Naunienen</ref> genannte Ortschaft liegt ebenfalls am Westufer der Beisleide (russisch: Reswaja), sechseinhalb Kilometer von Bagrationowsk (Preußisch Eylau) entfernt an der Nebenstraße, die Nadeschdino (Lampasch) mit Sossehnen (1946–1992: Solnzewo) verbindet (Karte

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  }}). Von 1874 bis 1930 gehörte die Landgemeinde Naunienen zum Amtsbezirk Romitten<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Romitten/Nauenien (wie oben)</ref> (russisch: Slawjanowka). Am 28. Mai 1930 wurde Naunienen durch Umbenennung des Amtsbezirks Romitten selber Amtssitz und namensgebender Ort des Amtsbezirks Naunienen, der bis 1945 bestand.

Im Jahre 1910 lebten 87 Einwohner<ref>Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref> in der Landgemeinde Naunienen, die am 30. September 1928 um die Gutsbezirke (Adlig) Tollkeim (1946–1992: Solnzewo) und Pieskeim (1946–1992: Berjosowka) erweitert wurde. 1933 zählte Naunienen 183, 1939 bereits 204 Einwohner.<ref>Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref> Im Jahre 1945 kam Naunienen zur Sowjetunion und wurde 1946 „Berjosowka“ genannt.

Berjosowka/Pieskeim

Der früher Pieskeim<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Pieskeim</ref> genannte Ort liegt westlich der Beisleide (Reswaja) und nordöstlich der Stadt Bagrationowsk (Preußisch Eylau), die fünfeinhalb Kilometer entfernt ist (Karte

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  }}). Die Ortschaft ist nach einem Kilometer von der Nebenstraße zwischen Nadeschdino (Lampasch) und Sossehnen (1946–1992: Solnzewo) beim Abzweig Naunienen (1946–1992: Berjosowka) zu erreichen.

Das Gutsdorf Pieskeim war ab 1874 in den Amtsbezirk Romitten.<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Romitten/Naunienen (wie oben)</ref> (russisch: Slawjanowka) eingegliedert. 1910 lebten hier 87 Einwohner.<ref>Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref> Am 30. September 1928 verlor Pieskeim seine Eigenständigkeit und wurde nach Naunienen eingemeindet, das ein Jahr später Amtsdorf für den in Amtsbezirk Naunienen umbenannten Amtsbezirk Romitten wurde.

Als Kriegsfolge kam auch Pieskeim 1945 zur Sowjetunion und erhielt 1946 den russischen Namen „Berjosowka“.

Berjosowka (Kusnetschnoje)/Genditten

Zwölf Kilometer nordöstlich der Stadt Bagrationowsk (Preußisch Eylau) liegt der früher Genditten<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Genditten</ref> genannte Ort, der nur auf unwegsamer Straße über Nadeschdino (Lampasch) und Pessotschnoje (Palpasch und Gallitten) zu erreichen ist (Karte

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  }}). Im Jahre 1874 wurde Genditten dem Amtsbezirk Galben (russisch: Wischnjaki) im Landkreis Friedland zugeordnet.<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Galben/Gallitten</ref> 1910 hatte Genditten 136 Einwohner.<ref>M. W. Ehrenreich: Landkreis Friedland. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Dezember 2024; abgerufen am 21. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref>

Am 30. September 1928 erhielt die Landgemeinde Genditten „Zuwachs“: die Gutsbezirke Galben (Wischnjaki) und Bögen (Minino) wurden eingemeindet, woraufhin ein Jahr später auch die Umbenennung des Amtsbezirks Galben in Amtsbezirk Gallitten (Pessotschnoje) erfolgte, dem Genditten zugehörte. Die Einwohnerzahlen beliefen sich 1933 auf 407 und 1939 auf 461.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1945 wurde Genditten der Sowjetunion zugetan und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Kusnetschnoje“.

Berjosowka (Kusnetschnoje)/Kniepitten

Am Ostufer des Flüsschens Beisleide (russisch: Reswaja) liegt das ehemals Kniepitten<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Kniepitten</ref> genannte Dorf, acht Kilometer nordöstlich von Bagrationowsk (Preußisch Eylau) an der Straße, die von Tischino (Abschwangen) kommend nach Sossehnen (1946–1992: Solnzewo) führt (Karte

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  }}). Die Landgemeinde Kniepitten wurde 1874 dem Amtsbezirk Romitten<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Romitten/Naunienen (wie oben)</ref> (Slawjanowka) zugeordnet, der 1930 in „Amtsbezirk Naunienen“ umbenannt wurde. 1910 wurden hier 111 Einwohner gezählt.<ref>Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref>

Am 30. September 1928 wurden die Gutsbezirke Romitten und Sossehnen (1946–1992: Solnzewo) nach Kniepitten eingemeindet, so dass die Einwohnerzahl bis 1933 auf 619 und 1939 sogar 779 stieg.<ref>Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref> 1945 kam Kniepitten zur Sowjetunion und erhielt 1946 den Namen „Kusnetschnoje“.

Berjosowka (Solnzewo)/Perkuiken

Fünf Kilometer nordöstlich der Stadt Bagrationowsk (Preußisch Eylau) liegt der kleine Ort mit dem ehemaligen Namen Perkuiken, unmittelbar an der russischen Fernstraße A 195, der früheren deutschen Reichsstraße 128 (Karte

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  }}). Mit Louisenthal war Perkuiken in die Landgemeinde Knauten (heute russisch: Prudki) innerhalb des Amtsbezirks Knauten<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Knauten/Mühlhausen</ref> eingegliedert, der 1936 in „Amtsbezirk Mühlhausen“ (heute russisch: Gwardeiskoje) umbenannt wurde. 

Am 1. Januar 1936 schließlich wurde die Gemeinde Knauten und damit auch Perkuiken nach Mühlhausen eingemeindet. 1945 zur Sowjetunion gekommen erhielt Perkuiken 1946 die russische Bezeichnung „Solnzewo“.

Berjosowka (Solnzewo)/Sossehnen

Das frühere Gutsdorf mit Namen Sossehnen<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Sossehnen</ref> liegt sieben Kilometer nordöstlich von Bagrationowsk (Preußisch Eylau) am Schnittpunkt der drei Berjosowka durchziehenden Nebenstraßen von Gwardeiskoje (Mühlhausen), Tischino (Abschwangen) bzw. Nadeschdino (Lampasch) (Karte

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  }}). 1874 kam der Ort zum Amtsbezirk Romitten<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Romitten/Naunienen (wie oben)</ref> (heute russisch: Slawjanowka), der 1930 in „Amtsbezirk Naunienen“ (Berjosowka) umbenannt wurde. Im Jahre 1910 lebten hier 67 Einwohner.<ref>Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref> Am 30. September 1928 verlor Sossehnen seine Eigenständigkeit und wurde Romitten in die Landgemeinde Kniepitten (1946–1992: Kusnetschnoje) eingemeindet. 

1945 der Sowjetunion zugeordnet, erhielt Sossehnen 1946 die russische Bezeichnung „Solnzewo“.

Berjosowka (Solnzewo)/Tollkeim

Sechseinhalb Kilometer nordöstlich von Bagrationowsk (Preußisch Eylau) liegt das ehedem Tollkeim<ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: (Adlig) Tollkeim</ref><ref>Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Köllmisch Tollkeim</ref> (auch Adlig Tollkeim, Köllmisch Tollkeim) genannte Dorf, das über eine Stichstraße von Naunienen (Berjosowka) erreichbar ist (Karte

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  }}). 1874 zum Amtsbezirk Romitten<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Romitten/Naunien (wie oben)</ref> und 1930 zum Amtsbezirk Naunienen zugehörig, lebten 1910 in Adlig Tollkeim mit dem Wohnplatz Köllmisch Tollkeim 58 Einwohner.<ref>Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Preußisch Eylau (wie oben)</ref>

Am 30. September 1928 erfolgte zusammen mit Pieskeim die Eingemeindung nach Naunienen. 1945 kam Tollkeim als Kriegsfolge zur Sowjetunion und erhielt 1946 die russische Bezeichnung „Solnzewo“.

Seit 1946

Ab 1946 bildeten die ehemaligen deutschen Ortschaften Groß Sausgarten, Naunienen und Pieskeim einen Ort mit dem gemeinsamen russischen Namen „Berjosowka“. Die Ortschaften Genditten und Kniepitten wurden damals zu dem Ort „Kusnetschnoje“, die Ortschaften Perkuiken, Sossehnen und Tollkeim zum Ort „Solnzewo“ zusammengeschlossen. In den Jahren 1992/93 wurden Kusnetschnoje und Solnzewo dem nächstgelegenen Ort Berjosowka zugeordnet.

Berjosowka war bis zum Jahr 2009 in den Nadeschdinski sowjet (Dorfsowjet Nadeschdino (Lampasch)) eingegliedert. Erst seither ist der Ort – aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform<ref>Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 253 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009</ref> – eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) qualifizierte Ortschaft innerhalb der Gwardeiskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Gwardeiskoje (Mühlhausen) im Rajon Bagrationowsk).

Kirche

Bis 1945

Die Einwohner der acht heute im Gebiet Berjosowkas liegenden Dörfer Genditten, Groß Sausgarten, Kniepitten, Naunienen, Perkuiken, Pieskeim, Sossehnen und Tollkeim waren vor 1945 fast ausnahmslos evangelischer Konfession. Die meisten Orte waren in das Kirchspiel Schmoditten (heute russisch: Rjabinowka) eingepfarrt, mit Ausnahme von Perkuiken, das zum Kirchspiel Mühlhausen (Gwardeiskoje) gehörte, und Genditten, das dem Kirchspiel Domnau (Domnowo) zugeordnet war. Damit war Genditten in ein Kirchspiel des Kirchenkreises Friedland (Ostpreußen) (heute russisch: Prawdinsk), später Bartenstein (heute polnisch: Bartoszyce) eingegliedert, die übrigen gehörten zum Kirchenkreis Preußisch Eylau (Bagrationowsk), beide aber innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.

Seit 1946

Während der Zeit der Sowjetunion war kirchliches Leben aufgrund staatlicher Repressalien nicht möglich. Erst in den 1990er Jahren entstanden in der Oblast Kaliningrad wieder evangelische Gemeinden, von denen die Dorfkirchengemeinde in Gwardeiskoje (Mühlhausen) und in Domnowo (Domnau) Berjosowka am nächstliegenden sind. Beide sind Filialgemeinden der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) und damit Teil der Propstei Kaliningrad<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Bagrationowsk (Preußisch Eylau)

Siedlungen: Awgustowka (Drangsitten und Graventhien) | Berjosowka (Groß Sausgarten) | Bogatowo (Bornehnen und Rositten) | Bolschakowskoje (Leidtkeim) | Bolschedoroschnoje (Julienhof, Kopainen und Laukitten) | Bolschoje Osjornoje (Klein Sausgarten) | Borowoje (Melonkeim und Rohrmühle) | Dolgorukowo (Domtau, Leißen, Pompicken und Stablack) | Dubki (Neucken) | Dubrowka (Görken und Pilzen) | Gwardeiskoje (Mühlhausen) | Iljitschowka (Lank) | Iljuschino (Bönkeim) | Jablotschkino (Lokehnen) | Jenino (1947–1965) | Juschny (Jesau und Katharinenhof) | Kalmykowo (Heyde) | Kamenka ((Groß) Krücken) | Kornewo (Zinten) | Kossatuchino (Barsen) | Krasnoarmeiskoje (Sollau und Kilgis) | Krasnosnamenskoje (Dollstädt und Vogelsang) | Kunzewo (Weßlienen) | Kurskoje zu (Althof) | Lermontowo (Wogau) | Lineinoje (Bögen und Arweiden) | Maiskoje (Groß Bajohren/Baiersfelde) | Maloje Osjornoje (Auklappen) | Maloje Otwaschnoje (Klein Wickbold) | Marijskoje (Weißenstein) | Medowoje (Sollnicken und Tykrigehnen) | Minino (Bögen) | Moskowskoje (Mükühnen und Partheinen) | Moskowskoje (Schrombehnen) | Muschkino (Stobecken) | Nadeschdino (Lampasch) | Nagornoje (Groß Dexen und Roditten) | Newskoje (Groß Lauth) | Niwenskoje (Wittenberg und Friederikenthal) | Nowo-Moskowskoje (Poplitten, Pörschken und Luisenhof) | Nowosjolki (Klein Waldeck) | Nowosjolowo (Groß Rödersdorf) | Oktjabrskoje (Patranken und Wargitten) | Orechowo (Althof) | Ossokino (Groß Waldeck) | Otwaschnoje (Wickbold und Braxeinswalde) | Partisanskoje (Schönmohr) | Perwomaiskoje (Pottlitten) | Pessotschnoje (Gallitten und Palpasch) | Pjatidoroschnoje (Bladiau) | Pobeda (Arnsberg) | Pobereschje (Schnakeinen, Porschkeim und Kissitten) | Podgornoje (Penken) | Pogranitschnoje (Hussehnen) | Pogranitschny (Hermsdorf) | Primorskoje (Wolittnick) | Proletarskoje (Legnitten) | Prudki (Knauten) | Puschkino (Posmahlen) | Rasdolnoje ((Adlig) Pohren) | Rjabinowka (Schmoditten) | Sadowoje | Sagorodnoje (Schloditten) | Saretschnoje (Ramsen und Dopsattel) | Schirokoje (Strobehnen) | Schukowka (Quilitten) | Sergejewo (Klein Lauth) | Sewerny | Slawjanowka (Romitten) | Slawskoje (Kreuzburg) | Snamenka (Groß Hoppenbruch) | Snamenskoje (Kutschitten) | Soldatskoje (Lewitten) | Solnetschnoje (Thomsdorf) | Sosnowka (Schwanis) | Sowchosnoje (Rippen) | Starosselje (Schultitten) [teilw.] | Strelnja (Schultitten) [teilw.] | Tambowskoje (Vierzighuben) | Timirjasewo (Rauschnick) | Tischino (Abschwangen) | Tropinino (Heide) | Tschapajewo (Schlauthienen und Jerlauken) | Tschechowo (Uderwangen) | Walki (Waldkeim) | Wetrowo (Schölen) | Wladimirowo (Tharau und Ernsthof) | Wyssokoje (Tiefenthal) Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Albeneck | Albenlauk | Albenort | Alkehnen | Alt Legden | Amalienwalde | Arweiden (Lineinoje) | Augustenhof (Kolodino) | Balga (Wessjoloje) | Barslack (Woinowo) | Bartlangen | Baumgart | Bekarten (Borowoje) | Bilshöfen | Boggentin (Lermontowo) | Bolbitten | Bomben (Alexandrowskoje) | Bombitten (Ochotnoje) | Braxeinshof (Kandijewo) | Bruch Wedderau | Bükühnen | Dagwitten (Bolschedoroschnoje) | Deutsch Thierau (Iwanzowo) | Diedersdorf (Jasnaja Poljana) | Dinge | Dingort (Welikopolje) | Döbnicken (Woinowo) | Dösen (Skworzowo) | Dösenbruch | Domlitten | Dorotheenhof (Aksjonowo) | Dothen (Donskoje) | Düsterwalde | Ellermühle | Erichswalde | Ernstfelde | Fabiansfelde (Newskoje) | Fedderau | Follendorf (Rybakowo) | Freihof | Frenzelswalde | Freudenthal | Friederikenthal (Niwenskoje) | Friedrichshof | Frisching (Prochladnoje) | Fuchsberg | Galben [Kr. 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Partheinen] | Milchbude [Kreis Königsberg/Samland, Ksp. Mahnsfeld] | Moddien (Nekrassowo) | Moritten (Oktjabrskoje) | Morren | Mostitten (Ostrowskoje) | Mühlenwalde | Naunienen (Berjosowka) | Nausseden | Nemritten | Neu Abschwangen | Neu Legden | Neu Park (Maikowo) | Neu Posmahlen (Sewerjanka) | Neu Schnakeinen (Pobereschje) | Neu Sollau (Salessje) | Newecken (Timirjasewo) | Nonnenhausen (Michailowskoje) | Ober Ecker (Poretschje) | Otten | Packerau [Kr. Heiligenbeil] (Jasnoje) | Packerau [Kr. 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