Zum Inhalt springen

Flughafen Madeira Cristiano Ronaldo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Aeroporto Internacional da Madeira – Cristiano Ronaldo
Datei:Flughafen Madeira (2004).jpg
Funchal, Madeira (Madeira)
Funchal, Madeira (Madeira)
Funchal, Madeira
Kenndaten
ICAO-Code LPMA
IATA-Code FNC
Koordinaten 32° 41′ 52″ N, 16° 46′ 28″ WKoordinaten: 32° 41′ 52″ N, 16° 46′ 28″ W
 {{#coordinates:32,697899|−16,7745|primary
dim=10000 globe= name= region=PT-30 type=airport
  }}
Höhe über MSL 59 m  (194 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km nordöstlich von Santa Cruz,
16 km nordöstlich von Funchal
Strasse Schnellstraße
Nahverkehr Bus
Basisdaten
Eröffnung 8. Juli 1964
Betreiber ANAM - Aeroportos e Navegação Aérea da Madeira, S.A.
Terminals 1
Passagiere 4.800.000 (2024)<ref name="statistics">2024 Sets Record with 5 Million Passengers at Madeira Airports. Times of Madeira, abgerufen am 15. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Luftfracht 6637 t<ref name="ana"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jahresstatistik der ANA - Aeroportos de Portugal, SA (Muttergesellschaft der Flughafen-Betreibergesellschaft Madeiras, ANAM) (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> (2008)
Flug-
bewegungen
31.800<ref name="ana" /> (2024)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
3,5 Mio.
Start- und Landebahn
05/23 2777 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Madeira – Cristiano Ronaldo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Vorlage:Flughafen-Codes), auch Funchal Airport genannt, ist der internationale Verkehrsflughafen der zu Portugal gehörenden Atlantikinsel Madeira. Er liegt im Osten der Insel und grenzt direkt an die Stadt Santa Cruz.

Geschichte

Datei:Airport Madeira, verlängerte Start-Landebahn von unten.jpg
Neue Landebahn von unten
Datei:Madeira Airport Runway RB.jpg
Betonkonstruktion der östlichen Landebahnhälfte
rechts: östliche Einflugschneise mit der Ponta de São Lourenço
Datei:Airport Approach Madeira 2015.jpg
Anflug auf Madeira. Blick auf die Landebahn auf Betonpfeilern

Der Flughafen wurde am 7. Juli 1964 unter dem Namen Aeroporto de Santa Catarina eröffnet und besaß anfänglich eine nur 1600 Meter (5250 Fuß) lange Start- und Landebahn. Die Ausrichtung der Bahn betrug 60 bzw. 240 Grad = 06/24. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wies die Piste ein leichtes Gefälle auf. Die nordöstliche Landebahnschwelle (24) befand sich 58 Meter über dem Meeresspiegel, das südwestliche Bahnende (06) dagegen nur 42 Meter. Seit den frühen 1970er Jahren war ein Ausbau des Flughafens geplant, mit dem aber erst im Jahr 1982 begonnen wurde. Die um 200 Meter (650 Fuß) verlängerte Start- und Landebahn wurde 1985, ein Jahr vor dem Abschluss der übrigen Baumaßnahmen, in Betrieb genommen.<ref>Aero, Ausgabe 105, Jahrgang 1985</ref>

Früher war der Anflug auf den Flughafen schwierig und gefürchtet, da er sich direkt am Hang der Steilküste befindet, wo Scherwinde auftreten können und die Bahn mit 1800 Metern weiterhin relativ kurz war.

Am 15. September 2000 wurde die 2777 Meter lange neue Start- und Landebahn eröffnet, auf der nun alle Flugzeugtypen landen können. Sie erhielt eine geänderte Ausrichtung von 50 bzw. 230 Grad = 05/23 und wurde über eine Bucht mit einem aufwändigen Stützenbauwerk von 1020 Metern Länge sowie 180 Metern Breite für 520 Mio. Euro realisiert. Die dabei verbauten 3 Meter dicken Betonpfeiler sind bis zu 120 Meter lang, davon bis zu 59 Meter oberirdisch, der Rest ist unterirdisch oder im Meeresgrund verankert. Das Bauwerk und die verantwortlichen Ingenieure erhielten 2004 den „Outstanding Structure Award“ der IABSE.

Die am 23. Juli 2016 angekündigte<ref>Aeroporto da Madeira vai chamar-se “Cristiano Ronaldo”. In: Público. 23. Juli 2016, abgerufen am 23. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Umbenennung des Flughafens in Aeroporto de Cristiano Ronaldo wurde am 29. März 2017 vollzogen.<ref>Ronaldo hat jetzt seinen eigenen Flughafen. In: Die Welt. 25. März 2017, abgerufen am 29. März 2017.</ref>

Ende 2024 ist ein modernes Windmesssystem auf X-Band-Radar-, LIDAR- und Ultraschall-Basis (MADeira Winds: MAD Winds, WindCube Scan) für 3,5 Mio. Euro installiert worden. Es befindet sich in Erprobung und soll Ende 2025 offiziell in Betrieb gehen. Es liefert präzise Messungen der Windfeldes im Umkreis von 10 km um den Flughafen und ist damit weitaus genauer als Messungen per Windsack.<ref>Smoother Summer Air Traffic with Superior Windshear Detection Technology: Why WindCube Scan stands alone Vaisala. Juli 2024, abgerufen am 15. Juni 2025.</ref>

Besonderheiten

Aufgrund der unmittelbaren Lage an einem Steilküstenhang und dadurch auftretender möglicher Windscherung durch Fallwinde zählt der Flughafen zu den schwierig anzufliegenden Flughäfen, zumal ein Instrumentenlandesystem fehlt und beim Anflug aus Südwest geländebedingt in der Endphase eine enge Rechtskurve<ref>Anflugkarte</ref> geflogen werden muss. Deshalb dürfen Landungen nur von Flugkapitänen nach einer Einweisung und mit einer vorgeschriebenen Erfahrung durchgeführt werden; zudem müssen eine gewisse Anzahl an Starts und Landungen in den letzten sechs Monaten nachgewiesen werden, um diese Berechtigung aufrechtzuerhalten. Aufgrund der immer wieder schwierigen Bedingungen wurden zum Beispiel im Jahr 2019 eine Anzahl von 900 Flugzeugen umgeleitet.<ref>In 61 Stunden von Manchester nach Madeira – Inselhopping inklusive, aerotelegraph, 16. Januar 2024</ref>

Verkehrszahlen

Vorlage:Hinweisbaustein

Verkehrszahlen des Flughafens Madeira 2013–2024<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Flughafen Madeira Verkehrszahlen.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 10. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Jahr Fluggast-
aufkommen
(Passagiere)
Luft-
fracht
(t)
Flug-
bewe-
gungen
Jahr Fluggast-
aufkommen
(Passagiere)
Luft-
fracht
(t)
Flug-
bewe-
gungen
Jahr Fluggast-
aufkommen
(Passagiere)
Luft-
fracht
(t)
Flug-
bewe-
gungen
2013 2,36 Mio. 4244 20.665 2018 3,18 Mio. 3139 24.131 2023 4,84 Mio. 3970 31.211
2014 2,46 Mio. 3904 21.226 2019 3,21 Mio. 4317 23.650 2024 4,81 Mio. 4729 31.804
2015 2,61 Mio. 2932 21.421 2020 1,12 Mio. 3250 10.997
2016 2,97 Mio. 2897 24.111 2021 1,90 Mio. 3805 16.341
2017 3,20 Mio. 2891 25.107 2022 3,87 Mio. 3907 28.021

Zwischenfälle

Seit 1973 kam es zu fünf Totalverlusten von Flugzeugen (Stand März 2026), davon wurde 1974 eine geparkte Nord Noratlas der portugiesischen Luftstreitkräfte durch einen Bombenanschlag zerstört. Bei den anderen drei Ereignissen kamen insgesamt 180 Personen ums Leben.<ref>Flughafendaten Funchal Airport im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Vollständige Liste:

  • Am 19. November 1977 verunglückte abends eine Boeing 727-200 der Transportes Aéreos Portugueses (CS-TBR) bei der Landung auf der damals noch kurzen Landebahn. Bei starkem Regen und schlechter Sicht hatte die Maschine bereits zwei Landeversuche abbrechen müssen. Beim dritten Anflug aus Nordost setzte sie zu schnell und etwa 600 Meter (2000 Fuß) hinter der Landeschwelle auf. Wegen Aquaplanings auf der stark überschwemmten Piste konnte die Maschine auf den verbliebenen knapp 900 Metern dann nicht mehr zum Stehen gebracht werden und stürzte über das Ende der Landebahn 40 Meter tief auf die Klippen. Nur 33 der 164 Personen an Bord überlebten den Unfall. Der Unfall ereignete sich nicht beim schwierigeren Anflug aus Südwest, sondern auf dem vermeintlich einfacheren Gegenkurs mit Anflug aus Nordost über die Insel Porto Santo (siehe auch TAP-Flug 425).<ref>Flugunfalldaten und -bericht B-727-200 CS-TBR im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • Am 11. September 2003 stürzte eine Maschine des Typs Beechcraft B200 Super King Air der Willis Lease Finance Corporation (N600BV) mit einem britischen Piloten und neun spanischen Passagieren an Bord kurz nach dem Start vom Flughafen Funchal ins Meer. Alle 10 Insassen starben. Höchstwahrscheinlich stürzte das Flugzeug aufgrund einer räumlichen Desorientierung des Piloten nach dem Nachtstart ins Meer.<ref>Unfallbericht BE Super King Air N600BV, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 16. März 2026.</ref>

Anfahrt

Straße
Der Flughafen liegt direkt an einer der neuen Schnellstraßen, die auf der Insel Madeira in den vergangenen Jahren gebaut wurden. Die Fahrtzeit zur Hauptstadt Funchal beträgt etwa 15 Minuten.
Bus
Es gibt eine regelmäßige Busverbindung nach Funchal, Machico und Caniço.

Siehe auch

Literatur

  • Astrid Röben: Madeira International Airport. In: AERO International, Nr. 7/2017, S. 32–37

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende