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Emmentaler Alpen

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Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe

Die Emmentaler Alpen (Emmengruppe im Geographischen Lexikon der Schweiz<ref>Vorlage:GeoLexikonSchweiz</ref>) sind eine Gebirgsgruppe am Alpennordrand und befinden sich in den Schweizer Kantonen Bern, Luzern, Ob- und Nidwalden. In ihrem südlichen Teil (Bergketten nördlich von Thuner- und Brienzersee) beginnt bereits das Berner Oberland. Umgeben wird die Gruppe vom Schweizer Mittelland, den Urner-, Berner- und Freiburger Alpen. Das luzernische Entlebuch befindet sich in ihrem Zentrum. Höchste Erhebung ist das Brienzer Rothorn oberhalb des nördlichen Brienzersee-Ufers, wo gleich drei Kantone zusammentreffen.

Namensgebend ist das Emmental mit dem Fluss Emme.<ref>Einteilung der Westalpen. bergalbum.de, nach: «Johannes Führer in Bergwelt, 11/1979 & 1/1980»; abgerufen am 8. März 2009</ref>

Umgrenzung

Die Emmentaler Alpen werden umgrenzt (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend) von Kleiner Emme, Vierwaldstätter- mit Alpnachersee, Sarner Aa, Lungerersee, Brünigpass, Brienzersee, Thunersee, Aare, Chise, Schüpbachkanal, Emme, Grüene, Griesbach, Rotbach, Langete, Luthern und Seewag und bedecken eine Fläche von 1'800 km².<ref name="Höh">Vorlage:Literatur</ref>

Der Höhenbereich erstreckt sich von Vorlage:Höhe (Emmen) bis Vorlage:Höhe (Brienzer Rothorn).

Gliederung

Hohgant, Sigriswiler- und Güggisgrat

Datei:Sieben hengste switzerland.JPG
Die Sieben Hengste von Osten gesehen

Im Zentrum der Emmentaler Alpen befindet sich eine dominierende Bergkette, die von Südwesten nach Nordosten zieht. Nördlich dieser Kette befindet sich ein flacheres Becken zum Mittelland hin. Die Bergkette beginnt mit zwei parallelen Massiven, die vom Thunersee nach Nordosten ziehen. Dabei ist der Sigriswilergrat das nördliche und der Güggisgrat das südliche. Nach etwa sechs Kilometern folgt zwischen den beiden der Bergkamm der Sieben Hengste. Dieser wird nach drei Kilometern durch den Grünenbergpass vom Gebirgsstock des Hohgant getrennt.

Schrattenfluh, Beichlen, Rämisgummen

Datei:Schrattenflue SK Nov2007 0001.jpg
Schrattenfluh im Zentrum der Emmentaler Alpen

Nach weiteren sieben Kilometern trennt das tiefe Tal der Emme den Gebirgsstock der Schrattenfluh ab. Mit der Waldemme endet dieser Stock nach sechs Kilometern und es schliessen sich mehrere niedrigere und kleinere Kämme im Nordosten an, darunter die Beichlen.

Pilatus

Datei:Gipfel und Bergstation Pilatus.JPG
Pilatus (Station) mit Esel

Hierauf flacht das Gelände etwas ab, bis sich zum Vierwaldstättersee das Massiv des Pilatus anschliesst.

Giswiler Stöcke und Brienzergrat

Zwischen Hohgant und Brienzersee befindet sich der Brienzergrat, dessen höchster Gipfel (Brienzer Rothorn) zugleich auch der höchste der Gesamtgruppe ist.

Napfgebiet

Die nördlichste und ins Mittelland übergehende Untergruppe ist das Napfgebiet mit dem Napf als höchstem Berg.

Geologie

Der geologische Untergrund wird durch Formationen aus Kalkstein, Flysch und Molasse gebildet. Kalke der Kreidezeit finden sich vorwiegend im Bereich Pilatus, Schrattenfluh, Hohgant, Güggisgrat und Sigriswilgrat. Der Schrattenkalk ist von ausgedehnten Karrenfeldern und Höhlensystemen durchzogen. Der helvetischen Randkette vorgelagert finden sich die Schichten der subalpinen Molasse Sandstein, Nagelfluh und Mergel. Die Randkette wird von Flysch unterlagert, dessen weiches Gestein die Überschiebung des ganzen Kreide-Paketes über die subalpine Molasse ermöglichte. Als oberstes Stockwerk der Kette finden sich teilweise noch Gesteine aus der Tertiärformation (Hohgantsandstein, Lithothamnienkalk). Eine besondere Stellung nehmen die Giswilerstöcke ein. Sie sind ein Überrest (Klippe) der hier sonst völlig erodierten penninischen Decke.

Gipfel

Datei:Brienzer Rothorn.JPG
Brienzer Rothorn
Datei:Tomlisweg.jpg
Tomlishorn
Datei:Schibengütsch.jpg
Schibengütsch

Erhebungen in den Emmentaler Alpen, die eine Höhe von etwa 2'000 Meter und mehr erreichen.

Berg Höhe Zugehörigkeit
Brienzer Rothorn Vorlage:Höhe Brienzergrat
Tannhorn Vorlage:Höhe Brienzergrat
Furggengütsch Vorlage:Höhe Hohgant
Briefenhorn Vorlage:Höhe Brienzergrat
Steinigi Matte Vorlage:Höhe Hohgant
Tomlishorn Vorlage:Höhe Pilatus
Esel Vorlage:Höhe Pilatus
Hengst Vorlage:Höhe Schrattenfluh
Hächlen Vorlage:Höhe Schrattenfluh
Widderfeld (Pilatus) Vorlage:Höhe Pilatus
Burgfeldstand Vorlage:Höhe Güggisgrat
Hohgant West Vorlage:Höhe Hohgant
Gemmenalphorn Vorlage:Höhe Güggisgrat
Sigriswiler Rothorn Vorlage:Höhe Sigriswilergrat
Ällgäuhorn Vorlage:Höhe Brienzergrat
Matthorn Vorlage:Höhe Pilatus
Schibengütsch Vorlage:Höhe Schrattenfluh
Mittaghorn Vorlage:Höhe Sigriswilergrat
Niederhorn Vorlage:Höhe Güggisgrat
Napf Vorlage:Höhe Napfgebiet

Flora und Fauna

Flora

Die Verbreitungsgrenze von Tannen liegt bei 1'800 Meter, von Buchen bei 1'600 Meter und von Eschen bei 1'400 Meter. In den Wäldern um Entlebuch ist der Wald nahezu ausnahmslos aus Fichten aufgebaut, Mischwald ist kaum vorhanden. Am Hohgant finden sich grössere Bergkieferwälder an den Südhängen.<ref>Vorlage:Webarchiv Abgerufen am 8. März 2009</ref>

Fauna

In den Bereichen von Eigental, Hohgant und Brienzer Rothorn sind einige Steinbockkolonien.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Literatur

  • Oskar Allgäuer: Zentralschweizerische Voralpen. III. Band: Die Voralpen zwischen Brünigpass und Thunersee (Luzerner Voralpen). SAC Wander-, Kletter- und Ski-Tourenführer, Luzern (1932)
  • Willy Auf der Maur: Zentralschweizerische Voralpen. SAC (1996)

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Östliche Westalpen

Vorlage:Normdaten