Bahnstrecke Thionville–Trier
| Thionville–Trier | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Obermoselstrecke bei Nittel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer (DB): | 3010 (Trier – Perl Grenze) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer (SNCF): | 178 000 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (DB): | 263e (1944)<ref>Kursbuch 1944</ref> 263e (Trier Hbf – Perl 1946) 248r, 263a, 265 (Trier Hbf – Karthaus 1946) 692 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (SNCF): | 152 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke: | 2 (TER Lorraine) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 70,1 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | DB: 15 kV 16,7 Hz~ SNCF: 25 kV 50 Hz ~ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 120 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweigleisigkeit: | durchgehend außer Karthaus Mitte–Karthaus West/Konz Mitte (Nitteler Tunnel eingleisig innerhalb des Bahnhofs<ref>Bilder vom Nitteler Tunnel</ref>) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betriebsstellen und Strecken<ref>Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers + Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.</ref> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Thionville–Trier (auch Obermoselstrecke oder Obere Moseltalbahn) verbindet das Mittelzentrum Thionville in Lothringen (Frankreich) mit dem Oberzentrum Trier in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Dabei wird für wenige Kilometer der westlichste Teil des Saarlandes an der Obermosel durchfahren.
Geschichte
Die Strecke wurde am 15. Mai 1878 aus Richtung Metz für den Verkehr freigegeben.<ref>Verein Deutscher Eisenbahn-Verwaltungen (Offielle Anzeige). In: Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahn-Verwaltungen. Nr. 36, 10. Mai 1878, S. 490 (digitale-sammlungen.de).</ref> In Trier traf sie auf die 1861 fertiggestellte Verbindung nach Luxemburg und die 1871 in Betrieb genommene Eifelstrecke von Köln.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eisenbahnstrecken im Saarland ( vom 9. März 2014 im Internet Archive) Übersicht der saarländischen Eisenbahnen</ref> Die Strecke endete in Ehrang und führte ab Konz über die Trierer Weststrecke, weil damals Trier West noch der Hauptbahnhof der Stadt war. Erst ein Jahr später, mit Fertigstellung der Strecke nach Koblenz, ist der Hauptbahnhof an seinen jetzigen Ort verlegt worden. Die beiden heute saarländischen Bahnhöfe Nennig und Perl wurden erst 1927 bzw. 1929 gebaut.<ref>Barbara Neu: Saarländische Bahnhöfe des 19. Jahrhunderts. In: Saarlandbilder.net. 1994, abgerufen am 10. Juli 2016.</ref>
Die Bahnstrecke war Teil der Kanonenbahn Berlin–Metz.
Der im Saarland liegende Abschnitt der Strecke zwischen der Gemarkungsgrenze von Nennig im Norden und der französischen Staatsgrenze bei Perl im Süden bildete im Saarland einen Inselbetrieb, hatte also keine Schienenverbindung zum übrigen Netz der Eisenbahnen des Saarlandes. Er wurde deshalb bis zum Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland zum 1. Januar 1957 von der Société nationale des chemins de fer français (SNCF) betrieben.
Bereits 1960 wurde der Abschnitt zwischen Thionville und Apach elektrifiziert, 1974 zwischen Apach und Karthaus.
In den Jahren 2009 / 2010 wurde der Nitteler Tunnel saniert und der zuvor zweigleisige Abschnitt auf ein Gleis reduziert. Dies sparte nach Angaben der Bahn 6 Millionen Euro des im Übrigen knapp 30 Millionen Euro teuren Projekts und geschah trotz wiederholter Proteste der Wirtschaftsministerien von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes sowie des lothringischen Interregionalen Parlamentarierrats (IPR).<ref>Saarbrücker Zeitung vom 16. Juni 2009, Seite B1</ref>
Strecke
Die Strecke ist durchgängig elektrifiziert und mit Ausnahme des Abschnittes Karthaus Mitte–Karthaus West/Konz Mitte sowie des Nitteler Tunnels (s. o.), der sich innerhalb des Bahnhofs Wellen (Mosel) befindet, zweigleisig. Sie zweigt in Thionville von der Hauptstrecke Metz–Luxemburg ab und verläuft weitestgehend entlang der Mosel. Daher hat sie nur ein sehr geringes Gefälle. Größere Brücken sind als Kunstbauten nicht vorhanden. Zwei Drittel der Strecke liegen heute in Deutschland; die Züge dort werden als RB 82 bezeichnet. Die Stationen liegen in unterschiedlichen Verkehrsverbünden gemäß den beiden Bundesländern, nämlich bis zur Landesgrenze im Verkehrsverbund Region Trier (VRT); die drei Stationen im Saarland sind Teil des Saarländischen Verkehrsverbunds (SaarVV). Für den Personenverkehr auf dem französischen Drittel ist der Betreiber TER Grand Est verantwortlich.
Verkehr
Auf dem Abschnitt Trier–Perl (Obermoselstrecke) verkehren stündlich Regionalbahnen.
Im Juni 2007 ist der grenzüberschreitende Schienenpersonennahverkehr wieder aufgenommen worden, allerdings nur mit zwei Zugpaaren an Samstagen, Sonntagen und an Feiertagen.<ref>Per Bahn durchgehend von Trier nach Metz. In: Trierischer Volksfreund. 12. Juni 2007, abgerufen am 14. August 2024.</ref> Zuvor wurde der lediglich ein Kilometer lange Abschnitt zwischen den jeweiligen Grenzbahnhöfen Perl im Saarland und Apach in Lothringen nicht im Personenverkehr bedient. Beide Bahnhöfe waren Endstationen für alle Personenzüge aus dem jeweiligen Land.<ref>kursbuch.bahn.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>kursbuch.bahn.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Befahren werden die beiden Zugpaare der Linie RE 16 mit Dieseltriebzügen vom Typ Alstom Coradia A TER.
Nach den Planungen zum Rheinland-Pfalz-Takt 2015 aus dem Jahr 2008 sollten alle RB ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 von Perl bis Thionville verlängert werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neuer Knoten Trier ( vom 20. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> Wegen Problemen bei der Umrüstung der auf der RB-Linie eingesetzten Elektrotriebwagen der Baureihe ET 442 zum Mehrsystemfahrzeug wurde Mitte 2012 das Vorhaben verworfen und stattdessen das Ziel verfolgt, das Angebot der Linie RE 16 von den zwei Zugpaaren am Wochenende auf fünf bis sechs Zugpaare auszubauen.<ref>Verbandsversammlung – 45. Sitzung. (PDF; 273,0 kB) In: spnv-nord.de. 13. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Januar 2019; abgerufen am 22. Januar 2019.</ref>
Die wenigen noch verkehrenden Züge auf französischer Seite zwischen Thionville und Apach wurden zum Dezember 2013 durch Busse ersetzt.
Im August 2018 hat der für den deutschen Teil der Strecke zuständige Zweckverband SPNV Nord beschlossen, ab 2024 gemeinsam mit der SNCF täglich alle zwei Stunden einen Regionalexpress zwischen Trier und Metz verkehren zu lassen.<ref>Regelmäßige Bahnverbindung von Trier nach Metz geplant. In: Trierischer Volksfreund. 8. August 2018 (volksfreund.de).</ref> Gefahren werden diese Züge mit zweisystemfähigen Alstom Coradia Polyvalent, welche von der französischen Region Grand Est angeschafft werden und vom Saarland und von Rheinland-Pfalz kofinanziert werden.<ref>Alstom: 39 Coradia-Polyvalent-Züge für die Region Grand Est und zum grenzüberschreitenen Verkehr nach Deutschland. In: lok-report.de. Lok-Report, 22. Oktober 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.</ref> Im Jahr 2023 wurde verlautbart, dass ab Dezember 2024 zunächst für 2024/25 ein Übergangsfahrplan gelten soll und der Zweistundentakt erst ab 2026 gefahren wird. Später soll dieser dann zu einem Stundentakt verdichtet werden.<ref>Grenzüberschreitender Regiolis-TFR setzt nachhaltiges Zeichen für Europa. Rheinland Pfalz - Die Landesregierung, 11. September 2023, abgerufen am 14. August 2024.</ref><ref>Gilt das Deutschlandticket bald auch in Bussen nach Luxemburg? In: Trierischer Volksfreund. 11. September 2023, abgerufen am 14. August 2024.</ref> Im Herbst 2024 wurde bekanntgegeben, dass die regelmäßige grenzüberschreitende Verbindung nicht vor 2027 startet. Als Gründe wurden unter anderem ein verzögertes Vergabeverfahren und eine noch fehlende Werkstatt für die neu einzusetzenden Züge genannt.<ref>Bernd Wientjes: Weststrecke startet später, Züge nach Frankreich fahren erst 2027. Trierischer Volksfreund, 1. Oktober 2024, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>
Fahrzeugeinsatz
Nach dem Ende der Dampftraktion 1974 wurden auf der Strecke im Wesentlichen Lokomotiven der Baureihe 181 im Personen- und Güterverkehr eingesetzt. Im Güterverkehr kamen ebenfalls Trierer V160 zum Einsatz, in den 1970ern die Baureihe 216, ab den 1980ern dann die Baureihe 215. Im Personenverkehr kamen zudem Schienenbusse zum Einsatz und französische X 4300 der SNCF.<ref>Udo Kandler: Eisenbahnen im Moseltal. In: Eisenbahn-Journal Special 11/1991, ISSN 0720-051X, S. 22.</ref> 1996 wurden kurzzeitig Triebwagen der Baureihe 670 eingesetzt, die sich jedoch nicht bewährten.
Erst nach der Jahrtausendwende änderte sich der Fahrzeugeinsatz grundlegend. Im Personenverkehr wurden ausschließlich Triebwagen der Baureihe 425 und Baureihe 426 eingesetzt. Diese sollten 2010 durch die Baureihe 442 abgelöst werden. Da sie jedoch keine Zulassung des Eisenbahnbundesamtes erhielten, wurden Lokomotiven der Baureihe 143 mit älteren Doppelstockwagen eingesetzt. Französische X-73900-Triebwagen werden am Wochenende zwischen Trier und Metz eingesetzt. Für den durchgehenden Verkehr im Takt ab 2027 wurden Alstom Coradia Polyvalent in der hierfür ausgestatteten Version beschafft.
Der Güterverkehr ist 2011 fest in der Hand von Mehrsystemfahrzeugen wie der deutschen Baureihe 185 und der französischen BB 37000. Das Umspannen im Rangierbahnhof Ehrang entfällt, da die Züge bis zum Rangierbahnhof Gremberg fahren.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Spurweite 1435 mm
- Wikipedia:Weblink offline
- Bahnstrecke in Rheinland-Pfalz
- Bahnstrecke im Saarland
- Bahnstrecke in Lothringen
- Internationale Bahnstrecke
- Verkehr (Landkreis Trier-Saarburg)
- Bahnstrecke in Grand Est
- Bahnstrecke der Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen