Rheinland-Pfalz-Takt
Rheinland-Pfalz-Takt ist die Bezeichnung für den seit 1994 stufenweise eingeführten integralen Taktfahrplan (ITF) des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Rheinland-Pfalz. Ursprünglich wurde das Taktsystem nur für den Schienenverkehr geplant, wegen des großen Erfolges später aber auch auf landesbedeutsame Buslinien (RegioLinien) ausgeweitet. Hauptziele des Rheinland-Pfalz-Taktes waren die Einführung einer regelmäßigen Bedienung der Nahverkehrsstrecken und die Verbesserung der Umsteigebeziehungen zwischen den einzelnen Linien.
Der Rheinland-Pfalz-Takt wird federführend von den Zweckverbänden Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV Süd) mit Sitz in Kaiserslautern sowie Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) mit Sitz in Koblenz koordiniert. Kooperationspartner sind die Verkehrsverbünde Karlsruhe, Region Trier, Rhein-Mosel, Rhein-Nahe und Rhein-Neckar.
Geschichte
Die vertiefenden Untersuchungen zu einem Integralen Taktfahrplan in Deutschland begannen unter der Federführung der Deutschen Bundesbahn im Jahre 1991, die dazu in der Hauptverwaltung ein eigenes Projekt einrichtete. Sie umfassten die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die das Projekt neben dem Bund finanziell unterstützten. Die Vorschläge des beauftragten Büros SMA und Partner umfassten bis auf Tariffragen praktisch alle Aspekte, die für die Verkehrsmittelwahl mitentscheidend sind. 1993 legte die DB im Jahr 1993 einen Projektbericht vor.
Durch die Regionalisierung im Rahmen der Bahnreform ging die Verantwortung für den Schienenpersonennahverkehr vom Bund auf die Bundesländer über. In diesem Zusammenhang entwickelte das Land Rheinland-Pfalz das Nahverkehrskonzept „Rheinland-Pfalz-Takt“.<ref>20 JAHRE TAKT. (PDF) Abgerufen am 9. Mai 2014.</ref> Bereits 1992/93 entwickelte SMA und Partner ein Fahrplankonzept für Rheinland-Pfalz im Auftrag des Landes und der Deutschen Bundesbahn.<ref name="Präsentation 10 Jahre Takt" />
Im Mai 1994 wurde zunächst im südlichen Rheinland-Pfalz das Zugangebot um 37 % ausgeweitet. Außerdem wurden 1994 und in den Folgejahren mehrere stillgelegte Strecken reaktiviert. Auf ITF-Strecken nahm die Verkehrsleistung (Reisendenkilometer) um 43 % zu; die Einnahmen stiegen um 20 %; besonders große Mehrerlöse waren in Schwachlastzeiten zu beobachten. 1996 wurden weitere Verbesserungen durch die Einführung von klimatisierten Neigetechnik-Dieseltriebzügen der Baureihe 611 auf sechs Regional-Express-Linien wirksam. Eine weitere Zwischenstufe wurde 1997 mit der Einführung von Neigetechnik-Linien auf der Eifel- und Nahestrecke sowie auf der Lahntalbahn wirksam.<ref name="wgsv-2001" /> Von 1994 bis 1998 wurde das Zugangebot um 45 % ausgeweitet und damit die Verkehrsleistung um 90 % gesteigert.<ref name="wgsv-2001" /> Zwischen 1994 und 1997 wurden mit finanzieller Unterstützung des Landes 20 Dieseltriebwagen VT 628, 33 klimatisierte Doppelstockwagen, zwei Doppelstockschienenbusse und acht klimatisierte Dieseltriebzüge mit Neigetechnik angeschafft. Weitere Fahrzeuge folgten.
Bereits im ersten Betriebsjahr stiegen die Fahrgastzahlen. Auf der reaktivierten Eistalbahn zwischen Grünstadt und Eisenberg wurden 82 % mehr Fahrgäste als mit dem vormaligen Busverkehr gezählt.<ref name="db-1995">Deutsche Bahn AG, Geschäftsbereich Nahverkehr (Hrsg.): Das Handbuch für den neuen Nahverkehr. S. 20 f. (ca. 1995).</ref> Während in den ersten Jahren auf einigen Linien trotz lediglich geringfügiger Angebotsausweitung ein starker Fahrgastzuwachs zu beobachten war, gab es auch Linien mit stark ausgeweitetem Angebot, die nur wenig zusätzliche Nachfrage zeigten. Die Zuwächse waren überwiegend außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu beobachten und gingen vor allen Dingen auf Bevölkerungsteile zurück, die über kein eigenes Auto verfügen (Menschen bis 20 und ab 60 Jahre, tagsüber Frauen).<ref name="wgsv-2001">Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.): Merkblatt zum Integralen Taktfahrplan. Definition, Randbedingungen, Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgrenzen im Fern-, Regional- und Nahverkehr. Köln 2001, S. 21, 32.</ref> Zwischen 1991 und 2003 stieg die Verkehrsleistung (Personenkilometer) im rheinland-pfälzischen Schienenpersonennahverkehr um 97 % und übertraf damit die ursprünglichen Prognosen. Im selben Zeitraum wurde die Betriebsleistung (Zugkilometer) um 67 % gesteigert.<ref name="Präsentation 10 Jahre Takt">Bilanz 10 Jahre Rheinland-Pfalz-Takt 2015. (PDF; 361 kB) ZSPNV Süd, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Januar 2016; abgerufen am 24. Januar 2010.</ref> Gleichzeitig wurden mehr als 60 Bahnhöfe und Haltepunkte neu errichtet oder umgebaut.
Das Schienenverkehrsangebot wurde flankiert mit 25 neuen RegioBus-Linien mit insgesamt 9 Millionen Fahrzeugkilometern (Stand: 1. Januar 2000). Die Linien sind in das ITF-System eingebunden, untereinander an geeigneten Knotenpunkten verknüpft und erfreuen sich ebenfalls steigender Nachfrage (Stand: 2001).<ref name="wgsv-2001" />
Rheinland-Pfalz-Takt 2015
Mit Rheinland-Pfalz-Takt 2015 wird ein 2008 beschlossenes Konzept bezeichnet, mit dem der rheinland-pfälzische Personennahverkehr bis 2015 verbessert werden soll. Die Maßnahmen des Programms stellen mit rund 20 % Mehrleistungen insgesamt den umfangreichsten Ausbau des rheinland-pfälzischen Schienenverkehrs seit der Einführung des Taktes 1994 dar. Kern des Programms ist eine Erweiterung des Regional-Express-Netzes. Daneben sind erneut Streckenreaktivierungen und der Neubau von Haltepunkten vorgesehen.<ref>Rheinland-Pfalz-Takt 2015 – Rahmenkonzept zur Weiterentwicklung der SPNV-Angebote in Rheinland-Pfalz und im Saarland. (PDF; 90 kB) ZSPNV Nord, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. März 2012; abgerufen am 21. Dezember 2008.</ref><ref>Rheinland-Pfalz-Takt 2015. (PDF; 5,5 MB) ZSPNV Süd, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. Dezember 2008. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Im Jahr 2013 wurde schon deutlich, dass einige Projekte wie die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn oder die neue Regional-Express-Linie zwischen Kaiserslautern und Koblenz über Bad Kreuznach bis Ende 2015 nicht realisiert werden können. Zum Fahrplanwechsel 2014 starteten ebenso Projekte zu Taktverdichtungen und Zusammenlegungen verschiedener Regionalbahnlinien, um den Fahrgästen umsteigefreie Direktverbindungen anbieten zu können. So wurde die neue Regionalbahnlinie RB23 geschaffen, welche zwischen Limburg (Lahn), Koblenz Hbf, Andernach und Mayen Ost verkehrt. Zudem wurde der Intervall auf der Unterwesterwaldbahn (Limburg (Lahn)–Montabaur–Siershahn) auf einen Stundentakt verdichtet. Zum Fahrplanwechsel 2015 wurde die Regionalbahnlinie RB90 (Limburg (Lahn)–Westerburg–Altenkirchen–Au (Sieg)) über Betzdorf (Sieg) und Siegen ins nordrhein-westfälische Kreuztal verlängert.
Reaktivierungen
Von den ursprünglich sieben geplanten Reaktivierungen zum Fahrplanwechsel 2014/2015 am 14. Dezember 2014 konnte nur eine durchgeführt werden konnte. An der oberen Nahe wurde die Strecke Heimbach – Baumholder reaktiviert, zunächst jedoch im Schienenersatzverkehr. Der Betrieb auf dieser Strecke wurde zum 23. Februar 2015 aufgenommen.
Die sechs anderen ursprünglich zur Reaktivierung zum Fahrplanwechsel 2014/2015 am 14. Dezember 2014 vorgesehenen Strecken waren:
- Die Aartalbahn zwischen Diez und Zollhaus befand sich 2025 noch in Prüfung.<ref name="Landtag RLP 18/7719">Sitzung des Ausschusses für Klima, Energie und Mobilität vom 27. Juni 2025. Spechvermerk zu TOP 7) Prozess der Schienenreaktivierung. Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, 25. Juli 2025, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
- Die Trierer Weststrecke ist seit dem 3. März 2025 Teil einer schnellen Verbindung nach Luxemburg.<ref>Claudia Münchow: Reaktivierungsprojekt Weststrecke Trier: Regionalzüge sollen ab 3. März 2025 über die neue Infrastruktur rollen (Pressemitteilung). Deutsche Bahn AG, 22. November 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024.</ref>
- Die Hunsrückquerbahn zwischen Langenlonsheim und Büchenbeuren bzw. Flughafen Hahn befand sich 2025 noch in Prüfung.<ref name="Landtag RLP 18/7719" /> Die Wiederinbetriebnahme im Güter- und Ausflugsverkehr ist für August 2026 vorgesehen.<ref>Hunsrückquerbahn: Erste Verkehre auf der Strecke erst ab August möglich. Abgerufen am 17. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Die Zellertalbahn befand sich 2025 noch in Prüfung.<ref name="Landtag RLP 18/7719" /> Der Ausflugsverkehr wurde 2017 eingestellt und soll 2026 wiederaufgenommen werden.
- Die Bahnstrecke Homburg–Zweibrücken soll 2028 in die S-Bahn RheinNeckar eingebunden werden.<ref>Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg – Zweibrücken: Deutsche Bahn und Vorhabenträger informieren über aktuellen Stand und nächste Schritte. Deutsche Bahn, 13. März 2025, abgerufen am 25. März 2025.</ref>
- Die Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein befand sich 2024 noch in Prüfung.<ref>https://www.spnv-nord.de/fileadmin/user_upload/76._VBVS_SPNV-Nord_Charts_oeT.pdf</ref>
2024/25 wurden insgesamt 12 Strecken auf ihre Reaktivierbarkeit im regelmäßigen Personenverkehr überprüft. Für sieben Strecken wurden nach positiven Kosten-Nutzen-Analysen die Leistungsphasen 1 und 2 der HOAI beauftragt:<ref name="Landtag RLP 18/7719" />
- Brexbachtalbahn zwischen Engers und Siershahn
- Bahnstrecke Koblenz-Lützel–Mayen Ost zwischen Koblenz-Lützel und Bassenheim
- Bahnstrecke Germersheim–Landau
- Zellertalbahn
- Glantalbahn zwischen Lauterecken-Grumbach und Staudernheim
- Wieslauterbahn
- Kasbachtalbahn zwischen Linz und Kahlenborn
Die Reaktivierung von drei Strecken wird nicht weiter verfolgt:<ref name="Landtag RLP 18/7719" />
- Glantalbahn zwischen Altenglan und Lauterecken-Grumbach
- Bahnstrecke Landau–Herxheim
- Eistalbahn zwischen Ramsen-Eiswoog und Enkenbach
Für zwei Strecken waren die Vorarbeiten für die Kosten-Nutzen-Analysen noch nicht abgeschlossen:<ref name="Landtag RLP 18/7719" />
- Hunsrückquerbahn zwischen Langenlonsheim und Morbach bzw. Hahn
- Aartalbahn
Neue Haltepunkte
Das Konzept des Rheinland-Pfalz-Taktes 2015 sieht vor, an bestehenden Strecken neue Haltepunkte einzurichten. Bis Ende Juni 2017 gingen bereits die folgenden Haltepunkte in Betrieb:
- An der linken Rheinstrecke wurde der Haltepunkt Koblenz Stadtmitte am 14. April 2011 zur Eröffnung der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz in Betrieb genommen.
- An der Bahnstrecke Landau–Rohrbach gingen die Haltepunkte Landau Süd, Annweiler-Sarnstall, Hauenstein Mitte und Stambach in Betrieb.
- An der Bahnstrecke Neustadt–Wissembourg wurde der Haltepunkt Neustadt Süd und an der Bahnstrecke Winden–Karlsruhe der Haltepunkt Wörth Mozartstraße eröffnet.
- An der Bahnstrecke Schifferstadt–Wörth wurden sieben neue Halte für die Stadtbahn Karlsruhe eingerichtet: Germersheim Mitte/Rhein, Germersheim Süd/Nolte, Bellheim Am Mühlbuckel, Rülzheim Freizeitzentrum, Rheinzabern Rappengasse, Rheinzabern Alte Römerstraße und Wörth Zügelstraße.
- An der Bruhrainbahn wurde parallel zum Haltepunkt der Bahnstrecke Schifferstadt–Wörth der Halt Germersheim Mitte/Rhein (oberer Bahnsteig) für die Linie S33 der S-Bahn RheinNeckar eröffnet.<ref>S-Bahn Rhein-Neckar – Netz wird weiter ausgebaut. VRN, 5. Juli 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Juli 2010; abgerufen am 20. Dezember 2018.</ref><ref>S-Bahn Rhein-Neckar: Ausbau zwischen Bruchsal und Germersheim. In: Eurailpress. 14. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Januar 2010; abgerufen am 19. Februar 2010.</ref>
- Im Zuge der Integration der Bahnstrecke Mainz–Ludwigshafen in die S-Bahn RheinNeckar entstanden neue Haltepunkte in Dienheim und Frankenthal Süd. Diese wurden zum Sommer-Fahrplanwechsel am 14. Juni 2015 um 00:00 Uhr in Betrieb genommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spatenstich in Dienheim für neuen Bahnhaltepunkt gefeiert - barrierefreie Bahnhöfe für Mainz-Laubenheim, Nierstein und Guntersblum - Die Bahnhöfe in Mainz-Laubenheim, Nierstein und Guntersblum werden in den nächsten Monaten S-Bahn-gerecht ausgebaut. Hinzu kommt ein neuer Bahnhaltepunkt, der in Dienheim entstehen wird. ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) von Sonja Werner; allgemeine-zeitung.de vom 16. Mai 2014</ref><ref>Frankenthal bekommt zweiten S-Bahn-Haltepunkt. In: Die Rheinpfalz. 6. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Dezember 2013; abgerufen am 16. Juli 2014.</ref>
- An der Biebermühlbahn wurde der ehemalige Halt in Kaiserslautern-Hohenecken im Juni 2017 reaktiviert.
In Planung sind folgende Haltepunkte:
- Auf der Bahnstrecke Alzey–Mainz werden neue Haltepunkte in Nieder-Olm Nord, Ober-Saulheim und Sulzheim geprüft.
- An der Linken Rheinstrecke ist ein neuer Haltepunkt Mainz Schottwerke zwischen dem Mainzer Hauptbahnhof und der Verzweigung nach Wiesbaden vorgesehen. Neben der besseren Abdeckung des westlichen Stadtgebietes soll der Haltepunkt Umsteigerelationen zwischen Alzey, Bingen/Bad Kreuznach sowie Wiesbaden entzerren.
- An der Nahetalbahn werden als neue Haltepunkte Bad Kreuznach-Planig, -Michelin sowie -Rheingrafenstraße, Niederhausen, Bad Sobernheim-Schulzentrum sowie Idar-Oberstein-Globus und -Gewerbegebiet geprüft.
- Für die Bahnstrecke Landau–Rohrbach sind neben den vier bereits in Betrieb genommenen Haltepunkten noch vier weitere geplant: Landau Kreisverwaltung, Annweiler West, Rodalben-Neuhof und Zweibrücken-Rosengarten.
- An der Bahnstrecke Schifferstadt–Wörth wird ein neuer Halt Speyer Süd eingerichtet, der ab voraussichtlich 2021 von den Linien S3 und S4 der S-Bahn RheinNeckar bedient werden soll.<ref>Zur Sache: Planung des Haltepunkts Süd. In: Die Rheinpfalz vom 17. Juli 2014</ref> Die Initiative Kein Haltepunkt Süd kritisiert jedoch diesen Plan.<ref>Initiative Kein Haltepunkt Süd Abgerufen am 22. Juni 2015</ref>
Verworfene Planungen:
- Auf der Moselstrecke wurde ein neuer Haltepunkt unter den Planungsnamen Bengel neu und Bengel/Ürzig diskutiert, der den Haltepunkt Bengel und den Bahnhof Ürzig ersetzen und vom Regional-Express (RE 1/11) bedient werden sollte. Wegen geschätzter Kosten von 3 bis 4 Mio. EUR wurde sowohl auf den neuen Haltepunkt als auch auf den Ausbau der bestehenden Halte verzichtet.<ref>SPNV Nord: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />45. Verbandsversammlung ( vom 25. Januar 2013 im Internet Archive) Abgerufen am 13. Juni 2014 (PDF; 266 kB)</ref>
- An der rechten Rheinstrecke wurde die Anlage eines Haltepunktes Neuwied Mitte geprüft. Dieser wird vorerst jedoch nicht umgesetzt.<ref>SPNV Nord: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />33. Verbandsversammlung ( vom 22. Dezember 2009 im Internet Archive) Abgerufen am 7. April 2010 (PDF; 108 kB)</ref>
- Der an der Pfälzischen Maximiliansbahn geplante Haltepunkt Kandel West wurde wegen Verzögerungen in der Erschließung eines neuen Wohngebietes vorerst zurückgestellt.
- Die geplanten Haltepunkte Worms Nord, Worms Süd und Roxheim an der Bahnstrecke Mainz–Ludwigshafen und Worms West an der Rheinhessenbahn werden aufgrund zu hoher Baukosten vorerst nicht realisiert.<ref>Die S-Bahn fährt durch – HALTEPUNKTE Stationen Worms Süd und Worms West werden nicht gebaut / Kosten doppelt so hoch wie geplant. Abgerufen am 7. Mai 2014.</ref><ref name="NK"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />S-Bahn Rhein-Neckar: Modernisierung der Infrastruktur Mainz–Ludwigshafen ( vom 5. März 2016 im Internet Archive) – vrn.de am 13. Dezember 2012</ref>
Rheinland-Pfalz-Takt 2030
Für den Zeitraum ab 2030 erarbeiten die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs in Rheinland-Pfalz ein neues landesweites Taktfahrplankonzept. Dieses soll eng mit dem vom Bundesministerium für Verkehr entwickelten Deutschlandtakt abgestimmt werden.<ref>SPNV Nord, 60. Verbandsversammlung, TOP 6: Deutschlandtakt: Bewertung des aktuellen Planungsstandes aus Sicht des SPNV-Nord. (PDF) 5. Dezember 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Dezember 2018; abgerufen am 9. Dezember 2018.</ref> Ziel ist eine bessere Vernetzung der regionalen und überregionalen Verkehre sowie eine Optimierung der Anschlussbeziehungen. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Ablösung dieselbetriebener Fahrzeuge durch klimafreundlichere Antriebstechnologien. Neben der Elektrifizierung weiterer Strecken oder Streckenteile ist dabei auch der Einsatz batterieelektrischer Triebzüge vorgesehen. Darüber hinaus sind zusätzliche Direktverbindungen geplant, unter anderem eine umsteigefreie Verbindung zwischen Kaiserslautern und Frankfurt am Main.<ref>ZÖPNV Süd. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref><ref>Mit dem Rheinland-Pfalz-Takt 2030+ in eine starke Zukunft des Nahverkehrs. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>
Markenauftritt
Rolph
Im Juni 2019 stellte der damalige rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing die neue verkehrsträgerübergreifende Dachmarke Rolph (bestehend aus der Abkürzung RLP für das Land Rheinland-Pfalz, einem O als Symbol für Mobilität und einem H, welches diese Buchstaben zu einem Namen verbindet) vor, die in der Außendarstellung die bisherige Marke Rheinland-Pfalz-Takt ersetzt und unter der seitdem landesweit das ÖPNV-Angebot beworben wird.<ref>Wissing: ROLPH ist neue Mobilitäts-Dachmarke. Abgerufen am 21. November 2019.</ref> Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität teilte im Oktober 2023 mit, dass es plant, die Marke in Zukunft nicht mehr zu nutzen, da sie sich nicht ausreichend habe etablieren können. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler wurden für die Kampagne im gesamten Zeitraum etwa 3 Mio. Euro ausgegeben, weshalb das Projekt in seinem Schwarzbuch aufgeführt wurde.<ref>Millionengrab? ÖPNV-Dachmarke "Rolph" in Rheinland-Pfalz vor dem Aus. Südwestrundfunk, 17. Oktober 2023, abgerufen am 19. Oktober 2023.</ref>
moveRLP
Im November 2025 wurde mit der Freischaltung des Internetportals moveRLP die Ablösung der bis dahin interimsweise weitergeführten Marke Rolph umgesetzt.<ref>Hi. Ich bin Rolph. In: rolph.de. Abgerufen am 1. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das neue Portal bietet neben Fahrgastinformationen (Fahrpläne, Tarife) auch direkten Ticketvertrieb und ein Karriereportal,<ref>Einen Job finden oder direkt ein Ticket buchen - das geht auf einer neuen Webseite für den ÖPNV. In: SWR Aktuell Rheinland-Pfalz. Südwestrundfunk, 20. November 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025.</ref> durch welches „das Land [die Verkehrsunternehmen] bei der Akquise von neuen Mitarbeitenden aktiv unterstützt“, so Mobilitätsministerin Katrin Eder. Damit reagiert das Land auf den Wunsch aus der Branche nach Unterstützung bei der Anwerbung von Auszubildenden und Fachkräften angesichts eines bis 2030 um 21 % wachsenden Personalbedarfs bei einer gleichzeitig hohen Anzahl von jährlich 6000 Renteneintritten in der Mobilitätsbranche.<ref>Rheinland-Pfalz: Einführung der Mobilitätsmarke moveRLP. Pressemeldung Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität. In: LOK Report. Lokomotive Fachbuchhandlung GmbH, 20. November 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Siehe auch
Literatur
- Fritz Engbarth: Von der Ludwigsbahn zum Integralen Taktfahrplan: 160 Jahre Eisenbahnverkehr in der Pfalz. Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd, Kaiserslautern 2007
- Georg Speck: Der Integrale Taktfahrplan – Ist mehr Nahverkehr für weniger Geld möglich?. in: DER NAHVERKEHR 9/96, Düsseldorf 1996, S. 33–38
- Karl-Geert Kuchenbecker, Georg Speck: Eisenbahnpolitik in Rheinland-Pfalz, in: Bitte einsteigen – Aus 150 Jahren Eisenbahn in Rheinland-Pfalz, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz (Hrsg.), Mainz 1997, S. 122–125, ISBN 3-87439-421-2
- Werner Schreiner: Wieder zum Leben erweckt, in: hinundweg – Das Kundenmagazin des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, Nr. 75, Sommer/Herbst 2022, S. 18–20
Weblinks
- moveRLP | Mobilität verbindet Rheinland-Pfalz
- Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord
- Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd
Einzelnachweise
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