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Berlin-Wilmersdorf

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Wilmersdorf
Ortsteil von Berlin
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Bild:Berlin_Charlottenburg-Wilmersdorf_Wilmersdorf.svg|300px|Wilmersdorf auf der Karte von Charlottenburg-Wilmersdorf poly 3 3 115 3 115 95 3 95 3 3 Berlin poly 218 215 211 207 208 198 210 191 220 187 233 189 239 199 240 212 238 226 237 235 218 215 218 215 Halensee poly 83 107 100 107 117 108 132 113 129 102 132 99 149 104 170 101 191 96 209 97 207 115 210 136 213 155 211 169 205 182 200 194 188 206 174 217 161 230 151 215 146 203 141 193 134 186 122 183 101 183 91 185 76 187 63 186 57 178 57 168 62 164 70 162 75 155 80 147 77 127 83 107 83 107 Westend poly 19 199 40 189 58 186 78 185 101 183 122 183 134 186 141 193 146 203 151 215 161 230 173 214 188 201 206 191 209 199 214 211 217 225 218 236 215 243 205 242 197 264 189 280 178 291 158 296 137 294 116 288 96 286 78 288 56 291 40 291 37 289 28 287 19 284 16 284 12 272 12 253 13 231 16 212 19 199 19 199 Grunewald poly 237 235 250 247 254 256 252 263 245 270 237 279 232 292 216 288 200 290 184 294 188 278 196 261 205 242 214 243 218 237 219 227 218 215 228 225 237 235 237 235 Schmargendorf poly 259 297 251 296 242 295 235 292 232 287 237 279 249 265 250 254 246 243 241 232 237 218 241 199 264 196 288 194 308 189 309 200 310 217 310 235 308 247 305 255 303 259 300 264 294 266 285 263 278 263 275 269 275 297 259 297 259 297 Wilmersdorf poly 241 199 230 189 219 187 206 191 206 162 204 133 207 103 216 96 233 92 253 90 269 87 263 98 264 111 270 125 274 116 281 115 289 120 296 127 300 137 301 145 296 149 298 152 302 153 294 159 303 169 316 175 307 188 293 195 276 197 257 197 241 199 241 199 Charlottenburg poly 288 60 292 69 258 77 256 89 246 95 232 97 216 95 204 92 199 90 197 85 192 72 185 56 180 41 177 33 200 33 226 33 251 35 273 44 288 60 288 60 Charlottenburg-Nord desc bottom-left

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Koordinaten 52° 29′ 0″ N, 13° 19′ 0″ OKoordinaten: 52° 29′ 0″ N, 13° 19′ 0″ O
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Höhe 43 m ü. NHN
Fläche 7,16 km²
Einwohner 101.220 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte 14.137 Einwohner/km²
Postleitzahlen 10707, 10709, 10713, 10715, 10717, 10719, 10777, 14197
Ortsteilnummer 0402
Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

Wilmersdorf ist ein Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Der historische Kern Alt-Wilmersdorf befindet sich an der Straße Wilhelmsaue.

Geographie

Datei:Berlin-Wilmersdorf Karte.png
Ortsteil Wilmersdorf mit ausgewählten Ortslagen

Lage

Wilmersdorf liegt auf der Hochfläche des Teltow im Südwesten des heutigen Berlin. Es grenzt im Norden an den Ortsteil Charlottenburg, im Westen an die Ortsteile Halensee und Schmargendorf, im Süden an die zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf gehörenden Ortsteile Steglitz (Breitenbachplatz und Südrand der Kreuznacher Straße) und Dahlem sowie im Osten an die zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg gehörenden Ortsteile Friedenau (am Rheingauviertel) und Schöneberg.

Zwischen Olivaer Platz und Cicerostraße bildet der Kurfürstendamm die Nordgrenze zum angrenzenden Ortsteil Charlottenburg, sodass die Hausnummern des Boulevards auf der südlichen Straßenseite auf dieser Höhe bereits zu Wilmersdorf gehören.

Wohnviertel und Stadtquartiere

Datei:CarstennFigurWilmersdorf.jpg
Wilmersdorfer Carstenn-Figur im heutigen Straßennetz

Als stadtplanerisches Zentrum des Ortsteils wurde ab 1870 die sogenannte Wilmersdorfer Carstenn-Figur von Johann Anton Wilhelm von Carstenn auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes Wilmersdorf angelegt.

Die Besonderheit der Carstenn-Figur zeichnet sich durch eine großzügig angelegte Mittelallee (zwischen 1872 und 1874 unter dem Namen Kaiserstraße angelegt, von 1874 bis 1950: Kaiserallee, ab 1950: Bundesallee) mit darauf zulaufenden Straßenzügen aus, die ihrerseits von vier symmetrischen Schmuckplätzen eingefangen werden, nämlich Nikolsburger Platz, Fasanenplatz, Nürnberger Platz und Prager Platz.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Bebauung der östlichen Seite der Wilmersdorfer Carstenn-Figur stark beschädigt. Die Stadtplanung der 1960er Jahre mit dem autogerechten Ausbau von Bundesallee, Spichernstraße und Nürnberger Platz zerstörte außerdem das Bild eines geschlossenen, symmetrischen Ensembles, sodass die Figur heute selbst aus der Luft kaum noch erkennbar ist.

Deutlich weniger Zerstörungen erlitt der Bereich westlich der Bundesallee, sodass hier die alte städtebauliche Struktur wesentlich besser zu erkennen ist. Nikolsburger Platz und Fasanenplatz blieben als zentrale Schmuckplätze erhalten.

Ludwigkirchplatz

Die Gegend um den Ludwigkirchplatz, zwischen Lietzenburger Straße im Norden und Hohenzollerndamm im Süden, mit der namensgebenden St.-Ludwigs-Kirche ist geprägt von Gastronomie und der Nähe zum Kurfürstendamm. Der Kiez, bisweilen in den Medien auch Fasanenkiez<ref>Großstadtgesichter vom Fasanenplatz. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 13. Dezember 2017.</ref> genannt, ist vor allem die Ausgehgegend des Ortsteils; neben zahlreichen Restaurants gibt es viele Cafés, Bars und Einzelhandel.<ref>Für Flaneure und Genießer: der Ludwigkirchplatz in Wilmersdorf. In: qiez.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2016; abgerufen am 10. August 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.qiez.de</ref>

Östlich des Ludwigkirchplatzes, zwischen Fasanenplatz und Bundesallee, finden sich das Haus der Berliner Festspiele, die Bar jeder Vernunft und die Fakultät Musik der Universität der Künste.

Güntzelkiez

Die Gegend südlich des Hohenzollerndamms, zwischen Brandenburgischer Straße, Bundesallee und Berliner Straße, ist allgemein als Güntzelkiez bekannt, benannt nach der zentralen Güntzelstraße und dem angrenzenden gleichnamigen U-Bahnhof. Das Viertel ist geprägt durch mehrere gut erhaltene Straßenzüge der Gründerzeit und die Schmuckplätze Hohenzollernplatz und Nikolsburger Platz.<ref>Eve-Catherine Trieba: Der Güntzelkiez in Wilmersdorf gehört für uns zu den schönsten Vierteln Berlins. In: qiez.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. August 2016; abgerufen am 9. März 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.qiez.de</ref>

Prager Platz

Der Prager Platz, östlich der Bundesallee, wurde 1870 als Schmuckplatz angelegt und war lange Zeit eines der kulturellen Zentren im Berliner Westen. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurden der Platz und die umliegende Gegend beinahe vollkommen zerstört und lagen anschließend brach. Die den Platz umschließenden Straßen und der nahegelegene Nürnberger Platz wurden in den 1960er Jahren autogerecht ausgebaut, um die Zufahrt in die nördlich anschließende City West zu erleichtern. 1987, anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins, wurde der Platz unter ästhetischen Gesichtspunkten neugestaltet. Heute ist er wieder ein belebtes Ortsteilzentrum mit Supermärkten, Restaurants, Cafés und einem Einkaufscenter. Er ist außerdem Erholungs- und Freizeitbereich für die umliegenden Wohnviertel.

Fehrbelliner Platz

Datei:Fehrbelliner Platz 4 Berlin-Wilmersdorf.jpg
Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz

Die Gegend um den Fehrbelliner Platz war bis in die 1920er Jahre weitestgehend unbebaut. Im Norden des Platzes war 1904/05 der Preußenpark angelegt worden (anfängliche Bezeichnungen erst Platz D, dann Preußen-Platz). Das dortige Wohnviertel wurde im Bauhausstil errichtet. Die meisten Straßen wurden nach Ländern des Deutschen Reiches und Provinzen Preußens benannt, wie die Sächsische Straße, die Pommersche Straße oder die Württembergische Straße. Weiter nördlich gelangt man zum Kurfürstendamm mit der Schaubühne am Lehniner Platz, der an dieser Stelle die Nordgrenze des Ortsteils bildet. Ebenfalls in den 1920er Jahren wurden erste Behördenbauten am Fehrbelliner Platz errichtet. Der gleichnamige U-Bahnhof war bereits 1913 eröffnet worden. Großangelegte Erweiterungen des Platzes erfolgten unter den Nationalsozialisten, zuletzt mit dem neuen Rathaus Wilmersdorf, das 1943 fertiggestellt wurde. In südlicher Nähe des Platzes befindet sich Deutschlands älteste Moschee, die sogenannte Wilmersdorfer Moschee, die 1924 auf eine Initiative in Berlin lebender muslimischer Studenten errichtet wurde. Berlinweit bekannt und beliebt ist die sogenannte Thaiwiese im Preußenpark, ein allwöchentliches Picknick am Sonntag, bei dem Menschen ostasiatischer Abstammung aus ganz Berlin im Park zusammenkommen, um an improvisierten Verkaufsständen Gerichte aus ihren Herkunftsländern anzubieten.

Wilhelmsaue

Datei:Wilmersdorf Schoeler-Schlösschen.jpg
Schoeler-Schlösschen, ältestes erhaltenes Gebäude in Wilmersdorf

Die Wilhelmsaue mit der Auenkirche und dem Schoeler-Schlösschen ist der alte Ortskern der ehemaligen Landgemeinde Wilmersdorf.

Nördlich zur Wilhelmsaue verläuft die Berliner Straße, die historische Verbindungsstraße zwischen Wilmersdorf und Alt-Berlin, bis heute eine der Hauptverkehrsadern des Ortsteils. Südlich der Wilhelmsaue liegt der Volkspark Wilmersdorf, an Stelle des ehemaligen Wilmersdorfer Sees, einst am Ortsrand der historischen Landgemeinde Wilmersdorf gelegen. Infolge der immer städtischer werdenden Umgebung des historischen Ortskerns wurde der See 1915 aufgrund starker Verschmutzung und zunehmender Verlandung trockengelegt. Die Zeit überdauert hat hingegen der westlich an den Volkspark angrenzende Fennsee.

Bundesplatz

1950 wurden Kaiserplatz und Kaiserallee in Bundesplatz und Bundesallee umbenannt, um die Zugehörigkeit West-Berlins zur Bundesrepublik zu betonen. Um den Platz herum war ab 1888 das damalige Kaiserplatzviertel entstanden. Das Viertel war vor allem für großbürgerliches Wohnen mit geräumigen Etagenwohnungen angelegt worden und blieb in seiner damaligen Gestalt vor allem westlich des Bundesplatzes weitestgehend erhalten. Anders der Bundesplatz selbst, der ebenso wie die Bundesallee in den 1960er Jahren autogerecht umgestaltet wurde, was den ehemaligen parkähnlichen Charakter des Platzes weitestgehend verschwinden ließ. Bekanntheit erlangte das Viertel durch die Langzeitdokumentation Berlin – Ecke Bundesplatz, die ausgewählte Bewohner von 1986 bis 2012 filmisch auf ihrem Lebensweg begleitet und dabei ein Vierteljahrhundert Berliner Zeitgeschichte dokumentiert.

Rheingauviertel

Datei:WilmersdorfRüdesheimerPlatz2.jpg
Rüdesheimer Platz

Das Rheingauviertel wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Landhauskolonie nach englischem Vorbild fertiggestellt und ist in dieser Gestalt bis heute beinahe unverändert erhalten. Die Straßen sind nach Städten und Orten des Rheingaus benannt. In den Motiven der Schmuckelemente an den Fassaden finden sich zahlreiche Andeutungen an den Weinbau in der namensgebenden Region. Um den zentralen Rüdesheimer Platz existiert eine bunte Mischung aus Gastronomie und Einzelhandel. In den Sommermonaten befindet sich auf dem Platz alljährlich der Rheingauer Weinbrunnen, bei dem wechselnde Weingüter aus dem Rheingau Sekt und Wein anbieten.

In einer Auswahl von zwölf europäischen Städten kürte die New York Times in Berlin die Rüdesheimer Straße am Rüdesheimer Platz zur Lieblingsstraße eines ihrer Autoren.<ref>Favorite Streets in 12 European Cities. In: The New York Times. 16. April 2015, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 10. August 2016]).</ref>

Künstlerkolonie

Datei:Künstlerkolonie von oben.jpg
Künstlerkolonie

Im Süden des Rheingauviertels liegt die Künstlerkolonie, historisch bestehend aus drei groß angelegten Wohnblöcken im Bauhausstil. Die Siedlung wurde von der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA) und dem Schutzverbandes deutscher Schriftsteller ab 1927 errichtet und beherbergte in ihrer Geschichte zahlreiche Literaten und andere Kulturschaffende. Die Häuser sollten vor allem zweckmäßig sein und günstigen Wohnraum bieten und stellen so einen Kontrast zum großzügig angelegten Rheingauviertel im Norden oder den großbürgerlichen Straßenzügen des im Süden angrenzenden Steglitz dar. Gleichzeitig wurde das Konzept der „Gartenstadt“ des Rheingauviertels hier fortgesetzt. Auf Hinterhofbebauung wurde verzichtet, dafür wurden die Block-Innenbereiche als begrünte Höfe angelegt. Zentral in der Kolonie wurde der ebenfalls üppig begrünte Ludwig-Barnay-Platz, ehemals Laubenheimer Platz, als Begegnungszentrum für die Anwohner angelegt.

Ursprünglich war geplant, einen vierten Wohnblock in Richtung Breitenbachplatz zu errichten. Dies wurde jedoch von den Nationalsozialisten nach der „Machtergreifung“ unterbunden. Im März 1933 kam es zu Razzien und Verhaftungen sowie Bücherverbrennungen von „kommunistischer und marxistischer“ Literatur durch die SA auf dem zentralen Laubenheimer Platz.<ref>Alexander Stenbock-Fermor: Der rote Graf. Baltischer Aristokrat, Weißgardist, Bergarbeiter, Widerstandskämpfer, Schriftsteller. 2. Auflage. Verlag der Nation, Berlin 1975, S. 312 ff.</ref> Nach dem Krieg wurde die Siedlung um weitere Wohnblöcke ergänzt, die jedoch vor allem der dringend benötigten Wohnraumbeschaffung der Nachkriegsjahre dienten und nicht an das architektonische Konzept der Gartenstadt anschlossen.

Geschichte

Datei:Berlin Wilmerdorf Ansicht 1900.jpg
Auenkirche mit dem ehemaligen Wilmersdorfer See um 1900

Siedlungsgeschichte

Die Gründung erfolgte vermutlich nach 1220 im Zuge des Landesausbaus der jungen Mark Brandenburg, zu deren Stabilisierung die askanischen Markgrafen Siedler ins Land riefen. Ein Dorf der slawischen Vorbevölkerung hat hier sehr wahrscheinlich nicht bestanden. 1293 wurde das Dorf erstmals schriftlich erwähnt, es befand sich zu der Zeit in markgräflichem Besitz. 1375 wird im Landbuch Karls IV. eine Familie „Wilmersdorff“ als ritterlicher Eigentümer genannt. Ob zuerst das Dorf oder die Familie Namensgeber war, ist ungeklärt.<ref name="berlinhandbuch1372">Wilmersdorf. In: Horst Ulrich (Hrsg.): Berlin-Handbuch : das Lexikon der Bundeshauptstadt. 2., durchges. Auflage. FAB, Berlin 1993, ISBN 978-3-927551-27-5, S. 1372 (archive.org).</ref>

Die Siedler aus Schwaben, Thüringen, Flandern und Westfalen lebten von der Landwirtschaft und vom Fischfang im Wilmersdorfer See, der zur eiszeitlichen glazialen Rinne der Grunewaldseenkette gehörte und 1915 nach langen Verlandungsprozessen zugeschüttet wurde. Nach wechselnden Besitzverhältnissen wurde Wilmersdorf zum landesfürstlichen Dominialgut, während Schmargendorf der Familie von Wilmersdorff zufiel. Ausgedehnte Schafzuchten standen lange im Mittelpunkt der Arbeit.

Millionenbauern in der Gründerzeit

Datei:WilmersdorfHiildegardstraßeAkazienhof.jpg
Wohnanlage Wilmersdorf des Beamten-Wohnungs-Vereins zu Berlin, ab 1902 von Erich Köhn errichtet
Datei:Schrammblock1.JPG
Schrammblock, 1925 von Jürgen Bachmann

Mitte des 18. Jahrhunderts erwarben die ersten Einwohner der rasant wachsenden Stadt Berlin Land- und Bauernhäuser in „Deutsch-Wilmersdorf“ und richteten sich Sommersitze in der Wilhelmsaue ein, dem ursprünglichen Dorfkern, der heute zwischen Mehlitz- und Blissestraße liegt. Bodenspekulanten, Bauinvestoren sowie die auf Raum angewiesene Ringbahn kauften Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedenen Großbauern ihre Felder ab, die dank des unerwarteten Geldsegens als „Millionenbauern“ in die Geschichte eingingen, wie die Familien Gieseler und Mehlitz. Otto Schramm begründete mit der Badeanstalt am Wilmersdorfer See und dem Tanzpalast Schramm den Ruf als Seebad Wilmersdorf.

Auf dem Boden des Gutsbezirks Deutsch-Wilmersdorf entstand am Anfang der 1870er Jahre die Kolonie Friedenau, die 1874 zu einer eigenen Landgemeinde erhoben wurde.<ref>Amtsblatt der Regierung Potsdam 1874, S. 394; books.google.de</ref> Der Rest des Gutsbezirks wurde 1875 in die Landgemeinde Deutsch-Wilmersdorf eingegliedert.<ref>Amtsblatt der Regierung Potsdam 1875, S. 66; books.google.de</ref>

Die Eva Lichtspiele wurden 1913 begründet. Mit der Zuschüttung des Sees 1915<ref name="berlinhandbuch1373" /> endete diese Ära, auf dem Seegelände entstanden Sportplätze, die in den 1920er Jahren in den Grünzug Volkspark Wilmersdorf einbezogen wurden. Dieser innerstädtische Grünzug in der ehemals sumpfigen Niederung (Fenn) reicht vom benachbarten Schöneberger Rudolph-Wilde-Park über den Fennsee bis zur Stadtautobahn. Auf dem Gelände der Badeanstalt wurde zwischen 1925 und 1928 nach Plänen des Architekten Jürgen Bachmann der sogenannte „Schrammblock“ erbaut. Die Wohnanlage mit einer der ersten unterirdischen Großgaragen, mit Hofterrassen und Vorgärten füllt das gesamte Viereck zwischen den Straßen Am Volkspark, Schrammstraße, Hildegardstraße und Livländische Straße in einem Gebäudezug.

Historischer Kern: Wilhelmsaue

Datei:Comenius-Schule Wilhelmsaue 20151219 8.jpg
Schulhort der Comenius-Schule im ehemaligen Blissestift von 1911

Eine weitere Millionenbauernfamilie, die Familie Blisse (Namensgeber der Blissestraße), ermöglichte 1911 mit einer Stiftung von über drei Millionen Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 21 Millionen Euro) den Bau eines Waisenhauses, des „Blissestifts“ in der Wilhelmsaue. In dem historischen Gebäude sind heute verschiedene kommunale Einrichtungen untergebracht, unter anderem ein Schulhort und eine Ganztagsbetreuungseinrichtung.

Gleichfalls in der Wilhelmsaue liegt die evangelische Auenkirche aus den Jahren 1895 bis 1897. Das neugotische, dreischiffige Backsteingebäude mit dem farbigen Christusmosaik über dem Eingangsportal stammt von Max Spitta und ersetzte die alte Wilmersdorfer Dorfkirche aus dem Jahr 1772, deren Vorgängerin dem Brand von 1766 zum Opfer fiel. In der Kirche befindet sich mit 6000 Pfeifen und 78 klingenden Registern die zweitgrößte Orgel Berlins (nach der Sauer-Orgel im Berliner Dom).<ref name="berlinhandbuch1373" /> In der Wilhelmsaue 126 liegt das älteste noch erhaltene Haus von Wilmersdorf, das Schoeler-Schlösschen von 1752/1753, das – wie der anschließende kleine Schoelerpark – den Namen seines letzten Bewohners, des Augenarztes und Medizinalrates Heinrich Schoeler (1844–1918) trägt, der das Haus 1893 erwarb.<ref name="berlinhandbuch1373">Wilmersdorf. In: Horst Ulrich (Hrsg.): Berlin-Handbuch : das Lexikon der Bundeshauptstadt. 2., durchges. Auflage. FAB, Berlin 1993, ISBN 978-3-927551-27-5, S. 1373 (archive.org).</ref>

Als Stadtteil zu Berlin

Im 19. Jahrhundert bürgerte sich für das Dorf die Bezeichnung Deutsch Wilmersdorf zur Unterscheidung von Wendisch Wilmersdorf (seit 1937: Märkisch Wilmersdorf) ein. Am 1. April 1906 erhielt die Gemeinde unter dem Namen Deutsch-Wilmersdorf das Stadtrecht.<ref>Amtsblatt der Regierung Potsdam 1906, S. 456; books.google.de</ref> Mit dem 1. April 1907 schied Deutsch-Wilmersdorf aus dem Kreis Teltow aus und wurde ein selbstständiger Stadtkreis. Der erste und einzige Bürgermeister und nach 1909 auch Oberbürgermeister war Ernst Habermann, der seit 1897 bereits das Amt des Gemeindevorstehers innegehabt hatte und nach dem später der Habermannplatz benannt wurde.<ref>Habermannplatz. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)</ref>

Ab 1912 führte die Stadt die Bezeichnung Berlin-Wilmersdorf. Zum 1. Oktober 1920 wurde die Großstadt als Bezirk Wilmersdorf nach Groß-Berlin eingemeindet; sie hatte damals bereits 139.468 Einwohner.

Das jüdische Wilmersdorf

Datei:Gedenktafel Prinzregentenstr 70 (Wilmd) Synagoge Wilmersdorf.JPG
Gedenktafel am einstigen Standort der Synagoge Prinzregentenstraße

Der Bezirk hatte in der Zeit der Weimarer Republik einen starken jüdischen Bevölkerungsanteil; 1933 betrug er 13,5 %. Bei den Gymnasialschülern waren 30 % jüdischen Glaubens, es gab fünf jüdische Privatschulen. Viele bekannte Künstler und Schriftsteller wohnten in Wilmersdorf, unter anderen Egon Erwin Kisch, Anna Seghers und Arnold Zweig. An den 1922 in der Koenigsallee in Grunewald von Rechtsradikalen ermordeten Reichsaußenminister Walter Rathenau erinnert dort ein Gedenkstein. Die jüdische Gemeinde hielt ihre Gottesdienste zunächst in Privatsynagogen ab; 1929 wurde in der Prinzregentenstraße eine große Gemeindesynagoge errichtet, die 2300 Besuchern Platz bot. Das Gebäude wurde während der Novemberpogrome vom 9. zum 10. November 1938 von SA-Trupps teilweise zerstört, die Reste des Gebäudes wurden 1958 abgetragen. An den heute hier befindlichen Wohnhäusern erinnert eine Gedenktafel an die Wilmersdorfer Synagoge.

Im Jahr 2007 wurde in der Münsterschen Straße für die wachsende jüdische Gemeinde das Jüdische Bildungszentrum Chabad eröffnet, das neben einem Kindergarten, einer Schule und einem koscheren Restaurant auch eine Synagoge beherbergt.

Zeit des Nationalsozialismus

Im Haus Wilhelmsaue 40 waren während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter verschiedener Nationen untergebracht. Wie mehrere Dokumente belegen, handelte es sich um ein Lager unter der Regie des damaligen Bezirksamts Wilmersdorf.<ref>Berliner Geschichtswerkstatt bringt provisorische Gedenktafel am Haus Wilhelmsaue 40 an. berliner-geschichtswerkstatt.de</ref>

Neuere Zeit

Bis zur Fusion mit dem ehemaligen Bezirk Charlottenburg im Jahr 2001 gab es einen eigenständigen Bezirk Wilmersdorf im Westteil von Berlin. Dieser umfasste die heutigen Ortsteile Halensee, Schmargendorf, Grunewald und den namensgebenden Ortsteil Wilmersdorf.

Bevölkerung

Jahr Einwohner<ref>1871–1919 Gross-Berlin: Geographie der Weltstadt, Friedrich Leyden 1933</ref>
1858 0001.027<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1
1871 0001.662<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2
1880 002.911
1890 005.164
1900 030.671
1910 109.716
1919 139.468
1930 166.049
Jahr Einwohner<ref>1930–1987 Statistisches Jahrbuch von Berlin (jeweilige Jahre)</ref>
1938 173.320
1946 102.004
1950 113.774
1960 127.647
1970 120.514
1987 105.664
2000 105.492
2007 092.827
Jahr Einwohner<ref>ab 2000 Einwohnerbestand in Berlin – Grunddaten. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (jeweilige Jahre).</ref>
2010 093.533
2011 094.113
2012 095.164
2013 096.038
2014 097.707
2015 099.311
2016 100.320
2017 100.671
Jahr Einwohner
2018 101.762
2019 102.619
2020 101.877
2021 099.688
2022 101.268
2023 101.557
2024 101.220

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2 
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Politik

Gemeindevorsteher/Bürgermeister von Wilmersdorf

Zeitraum Name
1875–1877 Westhoff
1877–1886 Robert Wegener
1886–1892 Bernhard Güntzel
1892–1897 Friedrich Stork<ref>Vorlage:LuiseLexBez</ref>
1897–1921 Ernst Habermann (ab 1906 Bürgermeister, ab 1909 Oberbürgermeister)
1976– Gerhard Walther (ab 1967 Bezirksverordneter, ab 1976 Vorsteher)<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1303.</ref>

Hauptquelle: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf<ref>Bürgermeister und Bezirksbürgermeister. berlin.de</ref>

Partnerschaften

Der ehemalige Bezirk Wilmersdorf hatte folgende Partnerschaften, die jetzt als Partnerschaften des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf weitergeführt werden:<ref>Partnerschaften. Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Januar 2015; abgerufen am 3. Januar 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlin.de</ref>

International

NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Apeldoorn (Niederlande), seit 5. Januar 1968 (dort gibt es eine Straße Wilmersdorf)
DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Gladsaxe (Dänemark), seit 5. Januar 1968
Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg London Borough of Sutton (Vereinigtes Königreich), seit 18. April 1968
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Split (Kroatien), seit 5. Mai 1970
IsraelDatei:Flag of Israel.svg Karmi’el (Israel), seit 16. Januar 1985
UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Kiew (Ukraine), seit 21. Februar 1991
FrankreichDatei:Flag of France.svg Gagny (Frankreich), seit 1992
PolenDatei:Flag of Poland.svg Międzyrzecz (ehem. Meseritz, Polen), seit 11. Juni 1993

National

Botschaften

Im Ortsteil befinden sich Botschaften und diplomatische Vertretungen folgender Länder:

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Bauwerke

Kirchen

Moscheen

  • Wilmersdorfer Moschee (historisch: Berliner Moschee), älteste existierende Moschee in Deutschland, 1924 an Stelle eines Vorgängerbaus von 1915 errichtet

Synagogen

Stolpersteine (Auswahl)

Park- und Gartenanlagen

Theater und Spielstätten

Datei:Berlin Schaubühne nachts.jpg
Schaubühne am Lehniner Platz

Verkehr

Öffentlicher Personennahverkehr

U-Bahnhöfe der Linie U9

U-Bahnhöfe der Linie U3

Die Linie U7 kreuzt die Trassen der Linien U3 und U9 und hält in Wilmersdorf an folgenden U-Bahnhöfen:

Die S-Bahn-Züge der Ringbahnlinien S41, S42 und S46 halten an folgenden Wilmersdorfer Bahnhöfen:

Der an der Ortsteilgrenze zu Friedenau zwischen den S-Bahnhöfen Innsbrucker Platz und Bundesplatz gelegene Güterbahnhof Berlin-Wilmersdorf wurde in den 1970er Jahren aufgegeben.

Individualverkehr

Eine verkehrsreiche Verbindung durch Wilmersdorf ist das Teilstück der Stadtautobahn A 100, das zwischen den Anschlussstellen Schmargendorf (vormals: Autobahnkreuz Wilmersdorf) und Innsbrucker Platz verläuft. An der Anschlussstelle Schmargendorf führt die ehemalige A 104 in Richtung Süden nach Steglitz. Sie ist auf einem Teilstück ein Zubringer der A 100 und an der Schlangenbader Straße mit Wohnhäusern überbaut. Weitere wichtige Verkehrsadern in Wilmersdorf sind

Bildung

Höhere Bildungseinrichtungen

Schulen

Datei:Goethe-Gymnasium B-Wilmersdorf 02-2014.jpg
Goethe-Gymnasium

Sport

Die Sportanlage Blissestraße ist die Heimspielstätte des 1. FC Wilmersdorf.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortsteils

Mit Wilmersdorf verbundene Persönlichkeiten

Datei:Paul Abraham.jpg
Paul Abraham
Datei:Gedenktafel Birger-Forell-Platz (Wilmd) Birger Forell.jpg
Gedenktafel am Birger-Forell-Platz
Datei:Gedenktafel Wittelsbacher Str 5 Erich Maria Remarque.jpg
Gedenktafel für Erich Maria Remarque in der Wittelsbacher Straße 5
Datei:Gedenktafel Detmolder Str 11 (Wilmd) Maria Gräfin von Maltzan.JPG
Gedenktafel für Maria Gräfin von Maltzan in der Detmolder Straße 11

Siehe auch

Literatur

  • Arbeitskreis Geschichte Wilmersdorf (Hrsg.): Bruchstücke – Wilmersdorf. OMNIS Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-933175-55-0.
  • Felicitas Bothe-von Richthofen: Widerstand in Wilmersdorf. Berlin 1993, ISBN 3-926082-03-8 (aus der Reihe Widerstand 1933–1945 der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin).
  • Udo Christoffel (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf – Ein StadtTeilBuch. Kunstamt Wilmersdorf, Berlin 1981.
  • Udo Christoffel (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf – Wilmersdorf, Schmargendorf, Kolonie und Forst Grunewald dargestellt im Kartenbild der Jahre von 1588 bis 1938. Kunstamt Wilmersdorf, Berlin 1983.
  • Udo Christoffel (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf – In StadtAnsichten. Kunstamt Wilmersdorf, Berlin 1984.
  • Udo Christoffel (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf – Die Jahre 1920 bis 1945. Wilhelm Möller, Berlin 1985, ISBN 3-9801001-1-1.
  • Udo Christoffel (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf – Die Juden – Leben und Leiden. Kunstamt Wilmersdorf, Berlin 1987.
  • Udo Christoffel, Elke von der Lieth (Hrsg.): Berlin-Wilmersdorf – Verfolgung und Widerstand 1933 bis 1945. Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin, Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1996, ISBN 3-922912-39-7.
  • Hans-Ulrich Kamke, Sigrid Stöckel, Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Wilmersdorf. Geschichte der Berliner Verwaltungsbezirke. Band 11. Colloquium Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-7678-0721-1 (Veröffentlichung der Historischen Kommission zu Berlin).
  • Rolf Lieberknecht, Karl-Heinz Metzger u. a.: Von der Wilhelmsaue zur Carstenn-Figur. 120 Jahre Stadtentwicklung in Wilmersdorf. Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin, Berlin 1987.
  • Karl-Heinz Metzger: Wilmersdorf im Spiegel literarischer Texte vom 19. Jahrhundert bis 1933. Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin, Berlin 1985.
  • Karl-Heinz Metzger: Kirchen, Moschee und Synagogen in Wilmersdorf. Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin, Berlin 1986.
  • Karl-Heinz Metzger, Ulrich Dunker: Der Kurfürstendamm – Leben und Mythos des Boulevards in 100 Jahren deutscher Geschichte. Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin, Berlin 1986, ISBN 3-924812-13-6.
  • Lilli Moritz: Die Dorfschule zu Wilmersdorf. Teil II: 1855–1886. In: Jahrbuch Der Bär von Berlin. Verein für die Geschichte Berlins, 13. Jahrgang, Berlin 1964.
  • Christian Simon: Wilmersdorf – Zwischen Idylle und Metropole. be.bra verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-8148-0210-7.
  • Paul Wollschläger: Wilmersdorf in alter und neuer Zeit. Berlin 1968.

Weblinks

Commons: Berlin-Wilmersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Stolpersteine in Berlin-Wilmersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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