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Flottmann-Hallen

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Mai 2026 um 04:16 Uhr durch imported>Thomas Schulte im Walde (Sonderausstellungen: Verlinkung).
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Datei:Herne - Straße des Bohrhammers - Flottmann 15 ies.jpg
Flottmann-Hallen, im April 2011

Die Flottmann-Hallen sind ein Kultur- und Veranstaltungszentrum in Herne, Straße des Bohrhammers 5, und Teil der Route der Industriekultur.

Geschichte

Die Flottmann-Hallen wurden 1908 als Produktionsstätte für die Flottmann-Werke geplant und errichtet. Der Entwurf in vom Jugendstil beeinflusster Reformarchitektur stammte von den Dortmunder Architekten Georg Schmidtmann und Julius Klemp. Hier arbeiteten bis zu 1.000 Menschen in Tag- und Nachtschichten.

Der Standort wurde 1983 stillgelegt. Die Fabrikgebäude wurden größtenteils abgerissen, nur Ausstellungs- und Versandhalle, Schmiede und Schlosserei blieben erhalten. Die bestehende Anlagen wurden unter Denkmalschutz gestellt und so vor dem Abriss gerettet.

Im Sommer 1985 entschloss sich die Stadt Herne, das Baudenkmal künftig als öffentliches Kultur- und Veranstaltungszentrum zu nutzen. Im Oktober 1986 wurden die Hallen der Öffentlichkeit als Kulturzentrum übergeben. Zwischen 1997 und 2000 wurde dort im 14-täglichen Rhythmus über 70 Folgen der WDR-Talkshow Mittwochs mit … produziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Manfred Erdenberger lud als ersten Gast den damaligen NRW-Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers ein (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.herne.de, abgerufen am 24. Oktober 2015</ref>

Die Herner Flottmann-Hallen sind heute unter anderem eine Spielstätte der RuhrTriennale, auch das International Cycling Film Festival wird seit dem Jahr 2009 alljährlich in den Flottmann-Hallen, dem zentralen Spielort des Festivals, eröffnet.<ref>Internationales Fahrrad-Film-Festival findet in Herne statt In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalteil Herne, vom 11. Oktober 2021, abgerufen am 13. Januar 2022.</ref>

Außenanlagen

Datei:Flottmann-Tor 18.05.2013 19-19-45.jpg
Flottmann-Tor unter seiner Schutzkonstruktion auf dem Gelände, Mai 2013

Nach einer Bodensanierung entstand 2008–2010 auf dem ehemaligen Fabrikgelände ein Naherholungspark.<ref>George Huneck: Elf Hektar „Pantoffelgrün”. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 13. Mai 2009, abgerufen am 5. April 2025 (Lokalteil Herne).</ref>

Ein Blickfang auf dem Gelände ist das schmiedeeiserne Jugendstil-Tor, das von Karl Weinhold entworfen und von Heinrich Flottmann für sein Werkgelände gekauft wurde, nachdem es 1902 auf der Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf präsentiert worden war. 1967 stifteten die Flottmann-Werke das Tor der Stadt Herne. Es stand daraufhin lange Zeit im Park bzw. im Haupthof von Schloss Strünkede, wurde 2010 restauriert und unter einer Schutzkonstruktion aus Beton und Glas wieder auf dem Werksgelände aufgestellt.<ref>Marian Laske: Flottmann-Tor kehrt heim. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 12. September 2010, abgerufen am 5. April 2025 (Lokalteil Herne).</ref><ref>Tag des offenen Denkmals 2014, Flottmann - Hallen</ref>

Im auf dem weitläufigen Außengelände (einem Wald- und Wiesengelände) angelegten Skulpturenpark, der im Kulturhauptstadtjahr 2010 eröffnet wurde und stetig erweitert wird, sind Arbeiten von Heinrich Brockmeier (Zeit des Schweigens), Peter Schwickerath (Stahlschnitt), Reiner Seliger (sesto), Max Scholz, Norbert Thomas und Andreas Bee (Homburger) zu sehen. Neben dem Haupteingang ist eine von Thomas Baumgärtel in Pochoir-Technik gesprayte Banane zu finden.

Kunst im Flottmannpark

Sonderausstellungen

  • 2010: Wasser (Herner Künstlerbund HKB)
  • 2011: Yvonne Kendall & Henning Eichinger. returning to the surface
  • 2011: Die Sammlung Gunhild Söhn
  • 2012: 2. Europäische Jugendkunstausstellung (Überregionales Forum für Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren für die Präsentation ihrer Kunstwerke)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2. Europäische Jugendkunstausstellung (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), 2012, abgerufen am 24. Oktober 2015.</ref>
  • 2013/14: Ornamental Structures (Kooperationsausstellung mit der Städtischen Galerie Herne)
  • 2014: Bernd Damke Gemälde aus 30 Jahren (Kooperationsausstellung mit der Städtischen Galerie Herne)
  • 2014 3. Europäische Jugendkunstausstellung (Überregionales Forum für Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren für die Präsentation ihrer Kunstwerke)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />3. Europäische Jugendkunstausstellung (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), 2014, abgerufen am 24. Oktober 2015.</ref>
  • 2015: 1+1 = zweierlei. Peter Könitz und Herrmann EsRichter
  • 2015: Peter Schwickerath und Norbert Thomas
  • 2016/17: Rudolf Knubel. "Mit den Augen denken. Retrospektive"
  • 2017: Hans Joachim Albrecht & Petra Ellert. Konstruktion – Zeichen – Erzählung. Skulpturen aus Stahl und Papier
  • 2017: Wahrhafte Unterstellungen. Künstlerische Forschung des YoungLab der [ID]factory/TU Dortmund
  • 2017: Thomas P. Kausel. "Die Kraft der reinen, ungemischten Farbe"
  • 2018: David Nash. "Holz und Kohle"
  • 2018: Inge Gutbrod. "roundabout about round" – Installationen und Objekte
  • 2019: KUR eine Ausstellung von Julia Arztmann und Sylvie Hauptvogel
  • 2019: DUO – Skulpturen und Objekte
  • 2019: Annette Wimmershoff & Hanns Armborst – "Gemeinsam sind wir zwei (Dünkelblau und Caput mortuum)"
  • 2019: Jürgen Grislawski. Zwischen Staunen und Entsetzen
  • 2020: Transparenz und Dichte, mit dem Westdeutschen Künstlerbund
  • 2020: SALIGIA – Die 7 Todsünden
  • 2021: „setzen stellen legen“ Matthias Stuchtey und Franziska Reinbothe
  • 2021: Les amis
  • 2022: sichtbar bleiben, zeitgleich in Schloss Strünkede, der Künstlerzeche Unser Fritz und in der vhs‐GALERIE in Wanne
  • 2022: [ CUFH ] Eine malerische Landschaftsinszenierung von Nicola Schrudde
  • 2022/23: Reiner Seliger. Arena
  • 2023: Spuren 3. Herner Künstlerinnen & Künstler der Jahrgänge ab 1961
  • 2023: RaumWechsel
  • 2024: Peter Behrbohm. Islands within the net von Unterflurwarten und Erdfunkstellen
  • 2025: Jáchym Fleig | Armin Hartenstein: Form und Fassung
  • 2025/26: Safronova | Weidemann. Anders als daheim

Bedienung ÖPNV

Linie Verlauf Takt (Mo–Fr) Betreiber
312 (Wanne Waldfriedhof –) Herne Im Dannekamp – Wanne Markt – Mondpalast – Wanne-Eickel Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn – Juliastraße/Großmarkt – Herne Bf Datei:RWB Bahnhof.svg S-Bahn Stadtbahn – Herne Mitte Stadtbahn – Kulturzentrum – Hölkeskampring Stadtbahn – Marienhospital (→ Flottmann-Hallen) – Herne-Südpool
(ab/bis Wanne Waldfriedhof nur samstags, sonn- und feiertags tagsüber)
20 min HCR
NE32 NachtExpress: Herne Bf Datei:RWB Bahnhof.svg S-Bahn Stadtbahn → Horsthausen → Pantringshof → Schloß Strünkede Stadtbahn → Herne Bf Datei:RWB Bahnhof.svg S-Bahn Stadtbahn → Herne Mitte Stadtbahn → Archäologie-Museum/Kreuzkirche Stadtbahn → Tierpark Gysenberg → Siedlung Constantin → Herne-Süd → Flottmann-Hallen → Hölkeskampring Stadtbahn → Herne Bf Datei:RWB Bahnhof.svg S-Bahn Stadtbahn
Fährt in den Nächten Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag, vor Feiertagen und nach besonderer Ankündigung
60 min HCR

Weblinks

Commons: Flottmann-Hallen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 31′ 21″ N, 7° 13′ 33″ O

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Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad

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