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Bruno Zuppiger

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Bruno Zuppiger (2007)

Bruno Zuppiger (* 24. Februar 1952 in St. Gallen; † 19. Februar 2016 in Hinwil;<ref name="tod">Bruno Zuppiger verstarb zu Hause. In: Tages-Anzeiger/Newsnet vom 19. Februar 2016, abgerufen am 20. Februar 2016.</ref> heimatberechtigt in Hinwil und Rapperswil-Jona/ehemals Jona SG) war ein Schweizer Politiker (SVP). Von 1999 bis zu seinem Rücktritt am 10. September 2012 war er Mitglied des Nationalrates.

Ausbildung und Beruf

Zuppiger studierte nach der Matura 1972 bis 1976 an der Hochschule in St. Gallen (HSG) sowie am Lehrerseminar Zürich. Er war von 1971 bis 1972 als Lehrer in Goldingen (SG) und von 1976 bis 1982 in Hinwil (ZH) tätig. Von 1982 bis 1995 war er Sekretär, später Direktor des Kantonalen Gewerbeverbandes Zürich.<ref name="tagi">Mario Stäuble, Daniel Schneebeli: «En glatte Chäib», der grosszügig anrichtete und zugriff, Tages-Anzeiger, 8. Dezember 2011</ref>

Ab 1995 war er mit der Zuppiger & Partner AG als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats im Bereich der Wirtschafts- und Unternehmensberatung tätig.<ref name="tagi" /> Von 2000 bis 2008<ref>Handelszeitung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sesselwechsel (Memento vom 24. August 2011 im Internet Archive)</ref> war er Geschäftsleiter des Küchen-Verbandes Schweiz (KVS). Von 2002 bis 2010 war er Präsident der Markenorganisation Swiss Label, 2004 wurde er Präsident der Handelskammer Schweiz–Baltikum. Von 2006 bis 2013<ref name="infocube" /> war er Geschäftsleiter der Albis Immobilien + Verwaltung GmbH in Zürich.<ref name="wahlen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., wahlen.ch, abgerufen am 12. Dezember 2011</ref> Von 2010 bis 2011 war Zuppiger Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zuppiger tritt als Gewerbeverbands-Präsident zurück. (Memento vom 10. Januar 2012 im Internet Archive) In: Schweizer Fernsehen vom 19. Dezember 2011</ref><ref name="sgv"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rücktritt als Präsident des sgv. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. März 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sgv-usam.ch Medienmitteilung vom 19. Dezember 2011</ref>

Seit 2011 war er Verwaltungsratspräsident der Swiss China Management Group AG<ref name="infocube" />, seit 2012 Präsident des Managementdienstleisters EN Management AG.<ref>Patrick Kühnis: Zuppiger heuerte in Obwalden an, Tages-Anzeiger, 11. September 2012</ref> Von 2012 bis 2013 präsidierte er die Beteiligungsgesellschaft Engelberg Industrial Group (EIG) AG,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.moneyhouse.chSHAB-Einträge (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: moneyhouse.ch, abgerufen am 11. Oktober 2014</ref> danach als deren Geschäftsführer.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bruno Zuppiger. Geschäftsführer EIG AG. (Memento vom 11. Oktober 2014 im Internet Archive) Abgerufen am 11. Oktober 2014</ref> Von 2004 bis 2012 war er Mitglied des Verwaltungsrats bei der Planzer Holding AG in Dietikon und bei der PGMM Schweiz AG in Winterthur, zuletzt als Vizepräsident.<ref name="VR-tagi">Ruedi Baumann, Stefan Hohler: Zuppiger wird angeklagt – und verliert Mandate in der Wirtschaft. In: Tages-Anzeiger vom 1./2. Oktober 2012</ref> Von 1976 bis 2012 war er Verwaltungsrat bei der Beck Keller AG in Regensdorf<ref name="infocube"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bruno Zuppiger. (Memento vom 27. Januar 2013 im Internet Archive) In: Infocube.ch, abgerufen am 25. Februar 2013</ref>. Von 2005 bis 2013 war er Mitglied des Verwaltungsrats der Albis Invest AG in Zürich,<ref name="nzz_feb2013" /> und von 2007 bis 2013<ref name="nzz_feb2013">Austritt aus prominentem Stiftungsrat. In: Neue Zürcher Zeitung vom 24. Februar 2013</ref> war er Mitglied des Stiftungsrates der päpstlichen Schweizergarde (Pontificia Cohors Helvetica),<ref name="wahlen" /> von 2005 bis 2010<ref name="infocube" /> der Continua – Stiftung zur Erhaltung des Vorsorgeschutzes in Zürich.

Nachdem der Journalist Urs Paul Engeler Zuppiger in einem Artikel der Weltwoche im Dezember 2011 Unregelmässigkeiten bei der Verwaltung der Erbschaft einer früheren Mitarbeiterin vorgeworfen hatte, eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich am 6. Januar 2012 ein Strafverfahren gegen Zuppiger.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich vom 6. Januar 2012, abgerufen am 22. August 2012</ref><ref>Strafverfahren gegen Bruno Zuppiger eröffnet. In: Tages-Anzeiger vom 6. Januar 2012</ref> Am 1. Oktober 2012 erhob die Staatsanwaltschaft gegen ihn und einen seiner früheren Mitarbeiter Anklage mit dem Vorwurf, insgesamt rund 240'000 Franken veruntreut und unter anderem zur Bezahlung von Rechnungen der eigenen Unternehmung verwendet zu haben. Im Rahmen eines abgekürzten Verfahrens anerkannten die Angeschuldigten diesen Vorwurf und einigten sich mit der Staatsanwaltschaft auf bedingte Freiheitsstrafen von je 13 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren und je 1500 Franken Busse.<ref>Tom Felber: Zuppiger hat mit veruntreutem Geld Hotelnächte bezahlt, Neue Zürcher Zeitung vom 9. Januar 2013, S. 14</ref><ref>Anklage gegen Bruno Zuppiger, Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft vom 1. Oktober 2012</ref> Am 16. Januar 2013 verurteilte das Bezirksgericht Zürich die Angeschuldigten zu diesen Sanktionen.<ref>Verurteilter Bruno Zuppiger: «Nichts mehr zu sagen», Der Bund, 16. Januar 2013</ref>

Politik

Zuppiger begann seine politische Karriere als Kirchenrat, damals noch bei der CVP.<ref name="tod" /> 1976 trat er der SVP bei. Er war von 1982 bis 1990 Gemeinderat in Hinwil. 1988 bis 1994 war er Präsident der SVP Bezirk Hinwil, ab 1993 war er Vorstandsmitglied der SVP im Kanton Zürich.

Von 1991 bis 1999 vertrat Zuppiger die SVP im Zürcher Kantonsrat. Er war Mitglied und Präsident verschiedener Kommissionen wie beispielsweise der Finanzkommission (1995–1999). 1999 war er Präsident der Kommission Wirtschaft und Abgaben WAK.

Bei den Parlamentswahlen 1999 wurde er in den Nationalrat gewählt, wo er Mitglied der Finanzkommission (Präsident Subkommission EVD) und ab 2003 Mitglied der Finanzdelegation der Eidgenössischen Räte war, 2005 und 2009 deren Präsident. Von 2003 bis 2007 war er zudem Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben, ab 2007 war er Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) des Nationalrates (2008–2009 Präsident). Zuppiger war seit jeher auch immer ein Verfechter einer starken Schweizer Armee. Aufgrund des Armeeberichts vom Herbst 2010 beteiligte er sich an einer bürgerlichen Allianz, gemeinsam mit Bruno Frick (CVP/SZ), Oberst und Präsident der SiK Ständerat, und Pius Segmüller, dem ehemaligen Kommandanten der päpstlichen Garde.<ref>Bürgerliches Störfeuer gegen die Armee, Weltwoche Ausgabe 37/2013</ref>

Im Vorfeld der Bundesratswahlen 2011 wurde Zuppiger von der SVP-Fraktion zusammen mit Jean-François Rime als Kandidat nominiert.<ref>Die SVP setzt auf Zuppiger und Rime. In: NZZ Online vom 1. Dezember 2011</ref> Nachdem die Weltwoche die oben erwähnten Vorwürfe in der Erbschaftsangelegenheit erhob,<ref>Urs Paul Engeler: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zuppigers Erbsünde. (Memento vom 7. Januar 2012 im Internet Archive) In: Die Weltwoche, abgerufen am 7. Dezember 2011</ref><ref>Zuppigers Leiche im Keller. In: NZZ Online vom 7. Dezember 2011</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zuppiger: «Das gehört zu einer Kampagne». (Memento vom 8. Januar 2012 im Internet Archive) In: Schweizer Fernsehen vom 7. November 2011</ref> zog Zuppiger seine Kandidatur zurück.<ref>«Ich habe entschieden, meine Kandidatur zurückzuziehen». In: Tages-Anzeiger vom 8. Dezember 2011</ref> An seiner Stelle wurde der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, Hansjörg Walter, als Bundesratskandidat der SVP nominiert.<ref>Hansjörg Walter soll's für die SVP richten. In: NZZ Online vom 8. Dezember 2011</ref> In der Folge trat Zuppiger als Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv) zurück.<ref name="sgv" /> Am 10. September 2012 gab Zuppiger zudem als Folge der Erbschaftsaffäre seinen sofortigen Rücktritt aus dem Nationalrat bekannt.<ref>Zuppiger tritt zurück – und klagt an. In: Basler Zeitung.ch/Newsnet vom 10. September 2012</ref> Für ihn rückte Gregor Rutz nach.

Privates

Zuppiger war in zweiter Ehe verheiratet und hatte fünf Kinder, davon drei aus erster Ehe, in der er verwitwete. Er wohnte in Hinwil im Kanton Zürich.<ref>«Ich mag es, für meine Familie da zu sein.» In: Tages-Anzeiger (Oberland-Ausgabe) vom 6. August 2008, S. 45</ref> Zuppiger war Oberst der Schweizer Armee und von 1997 bis 2001 Kommandant des Rettungsregimentes 91.

Er starb kurz vor seinem 64. Geburtstag an plötzlichem Herzversagen.<ref name="tod" />

Weblinks

Einzelnachweise

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