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Herkenrath

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Herkenrath
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3631)&title=Herkenrath 50° 59′ N, 7° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3631) 50° 59′ 23″ N, 7° 11′ 25″ O
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Höhe: 223 m ü. NN
Fläche: 3,01 km²
Einwohner: 3631 (31. Dez. 2025)<ref>Entwicklung – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 22. Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 1.206 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Eingemeindet nach: Bergisch Gladbach
Postleitzahl: 51429
Vorwahl: 02204
Lage von Herkenrath in Bergisch Gladbach
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Herkenrath ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach und gehört unter Nr. 41 zum Statistik-Bezirk 4 der Stadt.<ref name="Schulte">Andree Schulte: Bergisch Gladbach. Stadtgeschichte in Straßennamen. Hrsg. Stadtarchiv, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 195 ff.</ref>

Geographie

Herkenrath grenzt an die Stadtteile Sand, Herrenstrunden, Asselborn, Bärbroich und Moitzfeld.

Herrenstrunden Herrenstrunden, Asselborn
Sand Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bärbroich
Sand Moitzfeld

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Geschichte und Bevölkerungsentwicklung

Datei:Gaststätte Im Fronhof 21.jpg
Im Fronhof, Gaststätte gegenüber der Kirche

Der erste schriftliche Beleg, in dem Herkenrath erwähnt wird, stammt von 1163/1164 aus dem Codex Thioderici. Herkenrath wird neben Bensberg als Pfarrei genannt.<ref name="Speer">Lothar Speer: Die ersten schriftlichen Belege. In: Albert Eßer (Hrsg.): Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte. Bergisch Gladbach 2006, S. 81 und S. 494, A. 104</ref> Die Nennung einer Pfarrei erlaubt den Schluss, dass es dort bäuerliche Siedlungen gab, wenn nicht gar eine Grundherrschaft bestanden hat. Das erste schriftliche Zeugnis, das einen Einblick in die Besitzverhältnisse verschafft, stammt aus der Zeit um 1224, als Dietrich von Dorndorf die Kirche in Herkenrath dem Johanniterorden übertrug.<ref name="Speer" details="86" /> Herkenrath gehörte von 1363 an zum Amt Porz.<ref>Herzoglich-Bergisches Amt Porz. Das digitale Historische Archiv Köln, abgerufen am 29. Januar 2016: „In der Verschreibungsurkunde des Grafen Wilhelm von Berg usw. für Ritter Johann de Cervo vom 6. September 1363 (Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Berg. Urkunde 354) erscheint das bergische Amt Porz (Hier als Bensberg bezeichnet) erstmals, und zwar mit Odenthal, Paffrath, Stammheim, Dürscheid, Bensberg, Porz, Volberg, Lülsdorf, Mondorf und Berheim. Obwohl diese Urkunde von 1363 und wenige andere von einem Amt Bensberg sprechen, heißt es doch überwiegend Amt Porz“</ref> Bis 1975 war Herkenrath ein Stadtteil von Bensberg.

Im Jahr 1773 hatte Herkenrath 290, 1846 900 und 1910 2057 Einwohner (davon waren 2028 katholisch und 29 evangelisch).<ref>Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein. Scriba Verlag, Köln 1973, ISBN 3-921232-05-8, S. 176 (Faksimiledruck der 2. und 3. Auflage von 1925).</ref>

Herkenrath hatte 2024 insgesamt 3.629 Einwohner.<ref>Statistik – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref>


Bergbau

Wahrscheinlich haben bereits Römer in der Umgebung von Herkenrath Bergbau betrieben. Sichere Spuren deuten an vielen Stellen auf mittelalterlichen Bergbau hin. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts galt Herkenrath als ein Zentrum für den industriellen Bergbau. Rings um den Ort herum gab es mehrere größere Bergwerke, die vielen hundert Bergleuten Arbeit gaben. Besonders zu erwähnen sind die Gruben Blücher, Washington, Georg Forster, Berzelius, Weiß und Apfel.

Kirchen und Einrichtungen

Die römisch-katholische Kirche und Pfarre heißt St. Antonius Abbas. Es gibt einen Pfarrverband Lerbach-Strunde, dem die Pfarreien St. Josef in Heidkamp, St. Antonius Abbas in Herkenrath, St. Johannes der Täufer in Herrenstrunden und St. Severin in Sand angeschlossen sind.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pfarrverband Lerbach-Strunde im Blickpunkt (Memento vom 9. Februar 2016 im Internet Archive) abgerufen am 25. April 2016.</ref> Seit Anfang der 1970er Jahre gibt es ein Evangelisches Gemeindezentrum des Gemeindebezirks Herkenrath/Dürscheid. Dieses gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Bensberg und setzt sich aus den Ortschaften Herkenrath, Dürscheid, Immekeppel und Teilen von Moitzfeld zusammen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gemeindebezirk Herkenrath/Dürscheid (Memento vom 25. April 2016 im Internet Archive) abgerufen am 25. April 2016.</ref>

Herkenrath verfügt über drei Kindergärten, eine Grundschule, eine Realschule und das Gymnasium.

Verkehr

Die Haupt-Verkehrsachse Herkenraths bildet die L 289, die den Ort in nord-südlicher Richtung durchquert und innerorts Straßen und Braunsberg heißt. Für Sanierungsarbeiten, bei denen die Deckschicht erneuert wurde, war die Straße zwischen Ball und Braunsberger Feld in den Sommerferien 2022 voll gesperrt. Herkenrath ist an das Busnetz des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg angeschlossen. Kreuzungs- und Endpunkt ist die Haltestelle Ball am Gymnasium Herkenrath.<ref>Busnetz VRS im Rheinisch-Bergischen Kreis. (PDF) Verkehrsverbund Rhein-Sieg, 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. April 2016; abgerufen am 25. April 2016.</ref> Zudem verkehrt ein Wochenend-Nachtbus.

Kultur

Unter der Überschrift Heimatkundliches und Volkstümliches in Herkenrath berichtet H. Jakob Schmitz in einem Aufsatz im Rheinisch-Bergischen Kalender auch über das als Kirmes bezeichnete, jährlich stattfindende Kirchweihfest. Das Besondere daran ist für Herkenrath, dass sie „Decke-Bunne-Kirmes“ (Dicke-Bohnen-Kirmes) genannt wird. Den Namen trägt sie, weil sie in der ersten Juliwoche stattfindet, wenn die Dicken Bohnen reif werden.<ref name="Schmitz">H. Jakob Schmitz: Heimatkundliches und Volkstümliches aus Herkenrath. In: Rheinisch-Bergischer Kalender. 1963, S. 31 ff.</ref><ref>Wanderwege rund um Herkenrath abgerufen am 25. April 2016.</ref><ref>Dorfplatz: Decke-Bunne-Kirmes in Herkenrath. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Abgerufen am 25. April 2016.</ref> Die Bezeichnung Decke Bunne gilt auch als Spitzname für die Herkenrather.<ref name="Schmitz" /> Noch heute sind diese Begriffe für die Kirmes und als Spitzname im Volksmund geläufig. Regelmäßig wird in Herkenrath der Rosenmontagszug unter dem Motto „Für uns Pänz“ (für unsere Kinder) veranstaltet.<ref>Kölner Wochenspiegel – Rosenmontagszug Herkenrath abgerufen am 25. April 2016.</ref>

Sportvereine

TV Herkenrath, Turn- und Sportverein, gegründet 1909.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • H. Jakob Schmitz: Das tausendjährige Herkenrath. Bergisch Gladbach 1950.
  • Albert Eßer (Hrsg.): Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte. Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-9804448-6-4.

Weblinks

Commons: Herkenrath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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