Kaule (Bergisch Gladbach)
Kaule Stadt Bergisch Gladbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3997)&title=Kaule 50° 58′ N, 7° 9′ O
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| Einwohner: | 3997 (31. Dez. 2025)<ref>Entwicklung – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 22. Februar 2026.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 51429 | |||||
| Vorwahl: | 02204 | |||||
Lage von Kaule in Bergisch Gladbach
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| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Kaule | ||||
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| Kaule auf der Preußischen Neuaufnahme | ||||
| Basisdaten | ||||
| Ort | Bergisch Gladbach | |||
| Ortsteil | Bensberg, Kaule | |||
| Angelegt | vor 1920 (Benennungsjahr) | |||
| Hist. Namen | Weg von Köln nach der Kaule, Weg nach Bensberg | |||
| Anschlussstraßen | Gartenstraße und Kaulerstraße; Kölner Straße | |||
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr | |||
| Technische Daten | ||||
| Länge | 1030 m |
- |
Karte | |
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Kaule ist der Name eines Stadtteils von Bergisch Gladbach sowie der den Stadtteil durchquerenden Straße. Der Stadtteil gehört unter Nr. 54 zum Statistik-Bezirk 5 der Stadt.<ref name=":1">Geoportal Bergisch Gladbach. Straßenverzeichnis. Abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref><ref name="Schulte">Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen. Zweite, von Albert Eßer ergänzte und neu bebilderte Auflage. Bergisch Gladbach 2015. ISBN 978-3-9813488-4-2</ref>
Geographie
Der Stadtteil Kaule liegt im Süden der Stadt Bergisch Gladbach und grenzt an die Stadtteile Frankenforst, Lückerath, Bensberg, Bockenberg.
| Lückerath | Bensberg | Bensberg |
| Frankenforst | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Bockenberg |
| Frankenforst | Bockenberg | Bockenberg |
Lage der Straße Kaule
Die Straße Kaule beginnt im Stadtteil Bensberg kurz vor der Grenze zum Stadtteil Kaule an der Kauler Straße in Verlängerung der Gartenstraße. Von dort führt sie gradlinig nach Südwesten bis zur Einmündung der Straße Am Uhlenbruch. Hier schwenkt sie nach Nordwesten und endet an der Kölner Straße nördlich der Stadtteilgrenze zwischen Kaule und Frankenforst.
Abzweigende Straßen
Die Straße Kaule berührt folgende Straßen (von Norden nach Süden): Ferdinand-Stucker-Straße (rechts), Auf der Halde (links), Forststraße (re) und Reiser (li), Kauler Kreuzgasse (li), Uhlweg (li), Im Alten Feld (re), Im Krähenwinkel (re), Am Uhlenbruch (li).
Etymologie
Die Bezeichnung Kaule geht auf die ursprünglichen Siedlungskerne von drei mittelalterlichen Hofstellen mit dem Namen „auf der Kaule“ in der Freiheit Bensberg zurück.<ref>Max Morsches: Die Kaule in der Freiheit Bensberg. In: Archiv des Bergischen Geschichtsverein Rhein-Berg (Hrsg.): GLkompakt 04/05 S14+15. Band 2005, Nr. 04. GL Verlag, Bergisch Gladbach 2007, S. 14–15 (archive.org).</ref> Im 17. Jahrhundert existierten im Bereich Kaule zehn Güter.<ref>Willi Ommer. Die Erbhuldigung im Bergischen Amte Porz von 1666. Meerbusch, Eigenverlag Juli 2003, 273 Seiten</ref><ref>Reinhold Kornhoff. Huldigungslisten Bensberg Kaule 1666 und 1731, Transkript; ohne Datum, abgerufen am 10. Juni 2025</ref>
Der Siedlungsname leitet sich etymologisch aus dem mittelhochdeutschen „kûle“ (=Grube) her und bezieht sich auf eine künstlich angelegte Vertiefung, aus der Erz, Sand, Kies oder Lehm gewonnen wurde.<ref name="Schulte"/> In diesem Zusammenhang ist die Straßenbezeichnung „Am Pangenfeld“ hinter der Johannes-Gutenberg-Realschule interessant. Wie alte Luftaufnahmen zeigen, hat es in diesem Bereich ein größeres Pingenfeld gegeben. Unter Pinge versteht man eine schüssel- oder trichterförmige Vertiefung im Gelände, die durch einen oberflächennah geführten Bergbau entstanden ist. Es ist bekannt, dass man hier im Hochmittelalter Bergbau betrieben hat. Von daher müsste die Straße eigentlich Am Pingenfeld heißen. Der Bergbau war auch seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der auf Blei- und Zinkerz verliehenen Grube Julien bestimmend. Daran erinnert unter anderem die Straßenbezeichnung Auf der Halde.<ref>Thomas Klostermann: Exkursion durch Bensberg-Kaule. In: Archiv des Bergischen Geschichtsvereins Rhein-Berg. 1999, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref> Noch heute lagern dort circa 1,4 Millionen Tonnen Erz, die gefördert werden können.<ref>Herbert Stahl (Redaktion), Das Erbe des Erzes, Band 2, Die Gruben auf den Gangerzlagerstätten im Erzrevier Bensberg. Köln 2004, ISBN 3-00-014668-7, S. 92 ff.</ref>
Geschichte
Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Freyhof kategorisiert wurde und mit Kuhle bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Kuhlen. Aus ihr geht hervor, dass Kaule zu dieser Zeit Teil der Freiheit Bensberg war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Kaule wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein.
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Kule, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Kaule verzeichnet.
Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Kaule Teil von Bergisch Gladbach.
| Jahr | Einwohner | Wohn-
gebäude |
Kategorie |
|---|---|---|---|
| 1822<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> | 157 | Bauerschaft | |
| 1830<ref>'topographisch-statistische beschreibung der königlich preußischen rheinprovinzen' - Digitalisat | MDZ. Abgerufen am 10. Juni 2025.</ref> | 217 | Bauerschaft | |
| 1845<ref>Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> | 213 | 34 | Bauerschaft |
| 1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> | 62 | 12 | Hofstelle |
| 1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> | 319 | 55 | Wohnplatz |
| 1895<ref name="Gemeindelexikon1895">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1895</ref> | 240 | 46 | Wohnplatz |
| 1905<ref name="Gemeindelexikon1905">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref> | 286 | 47 | Wohnplatz |
Bevölkerung
Kaule hatte 2024 insgesamt 4.018 Einwohner.<ref>Statistik – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref>
Relevante Bauwerke und Einrichtungen
Im Stadtteil Kaule existieren zahlreiche denkmalgeschützte Bauwerke, die in der Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen sind.
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Haus Kaule 44
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Haus Kaule 50
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Haus Uhlweg 2
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Haus Uhlweg 4
Siehe auch
- Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg
- Johannes-Gutenberg-Realschule Bensberg
- Kauler Hof
- Kauler Kreuz
- Puppenpavillon Bensberg
- Liste der Straßen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Kaule
- Liste der Baudenkmäler in Bergisch Gladbach
Literatur
- Kurt Kluxen: Geschichte von Bensberg. Paderborn 1976, ISBN 3-506-74590-5
Weblinks
- Kaule auf OpenStreetMap
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Klappleiste/Anfang Mondsröttchen | Pangenfeld | Reiser | Sand | Schmitten | Welscherheide
Ehemalige Ortsteile: Broichen Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Alt Refrath 62 | Asselborn 42 | Bärbroich 43 | Bensberg 52 | Bockenberg 53 | Frankenforst 64 | Gronau 24 | Hand 15 | Hebborn 22 | Heidkamp 23 | Herkenrath 41 | Herrenstrunden 32 | Katterbach 12 | Kaule 54 | Kippekausen 63 | Lückerath 51 | Lustheide 65 | Moitzfeld 55 | Nußbaum 13 | Paffrath 14 | Refrath 61 | Romaney 31 | Sand 33 | Schildgen 11 | Stadtmitte 21