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Berolinismus

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. März 2026 um 07:36 Uhr durch imported>Rixkölln (Straßen, Plätze und Gegenden: Dreiländereck; siehe z.B. WP-Artikel "Lohmühlenbrücke" sowie https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/geschichte/dreilandereck-am-landwehrkanal-es-ist-ein-ort-an-dem-einmal-das-bose-besiegt-wurde-15166175.html + SO 36).
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Datei:Bundesarchiv Bild 183-R75280, Berlin, "Berolina" am Alexanderplatz.jpg
Beispiel eines Berolinismus: Bärenlina für die ehemalige Berolina

Als Berolinismus (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für Berlin)<ref>Vorlage:Georges-1913-Latein</ref> oder Berlinismus wird ein aus der Berliner Umgangssprache bzw. dem Berliner Volksmund stammender Begriff oder Ausdruck bezeichnet. Dazu gehören unter anderem Spitznamen für bestimmte Straßen, Plätze und Gebäude sowie Bezeichnungen für ortstypische Gewohnheiten. In einigen Fällen wurden Berolinismen als offizielle Namen übernommen.

Spitznamen

Viele Berliner Spitznamen sind weit über die Grenzen Berlins bekannt, und der Berliner Volksmund ist mit diesen Spitznamen durchsetzt, wobei es bei einer Reihe von Begriffen für Gebäude Diskussionen darüber gibt, ob sie tatsächlich zur Berliner Umgangssprache gehören oder doch eher von verschiedenen Touristenführern dem Berliner Volksmund „untergeschoben“ werden.

Wie bei allen Spitznamen (im 17. Jahrhundert spitz: ‚verletzend‘) handelt es sich meist um Spottnamen, die einen kurzen Ersatznamen für den realen Namen geben, der sich aus den Charakteristika der Sache oder der Person ergeben. Die Alltagssprache des Berlinischen soll eine vergleichsweise ruppige Art besitzen und gehe ziemlich frei mit Spottnamen um. Dies wird auch von Touristenführern und Reiseliteratur gern kolportiert; tatsächlich ist das aber wohl eine Legende. Im Alltag werden der Fernsehturm („Telespargel“) und der Funkturm („Langer Lulatsch“) gerade so, nämlich in der offiziellen Form genannt. Die alternativen Namen werden zumeist ironisch gebraucht, um journalistische Volksnähe zu zeigen oder um Touristen mit dem „Witz“ der Berliner zu beeindrucken. Ein Gegenbeispiel ist der Bierpinsel, der eher selten mit der öffentlichen Bezeichnung „Turmrestaurant Steglitz“ oder „Turmrestaurant an der Schloßstraße“ benannt wird.

Viele spitze Bezeichnungen sind stark zeitbezogen. Da jedoch echte und angebliche Spitznamen vor allem von den Medien zur Herstellung eines Berliner Lokalkolorits verbreitet werden, kann zumindest zeitweise so manche sehr eigenartige Bezeichnung auch ohne weiteren Satzbezug von den Berlinern verstanden werden. Die funktionellen Namen überwiegen jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch.

Bauwerke, Denkmäler und Kunstwerke

Datei:Berlin - Siegessäule Spitze.jpg
Goldelse – Viktoria auf der Siegessäule
Datei:Berlin-Mitte Bebelplatz2 05-2014.jpg
KommodeAlte Bibliothek am Opernplatz
Datei:Brandenburg Gate Quadriga at Night.jpg
Retourkutsche – Quadriga auf dem Brandenburger Tor
Datei:2009-07-26-berlin-by-RalfR-36.jpg
Rotes RathausBerliner Rathaus in Mitte
Datei:Berlin Cafe Achteck.jpg
Café AchteckToilettenhäuschen am Gendarmenmarkt
Datei:Gedächtniskirche1.JPG
Hohler Zahn – Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Datei:Berlin Kongresshalle BW 1.jpg
Schwangere AusterKongresshalle am Tiergarten
Datei:Bikini Berlin Straßenansicht 2014.jpg
Bikini-HausEinkaufszentrum am Zoo

Straßen, Plätze und Gegenden

Datei:Alexanderplatz in Berlin - Panorama.jpg
AlexAlexanderplatz in Mitte
Datei:Kaiser-Wilhelm-Gedaechtniskirche 05-13 view 12.jpg
Ku’dammKurfürstendamm in Charlottenburg

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Eine besondere Bedeutung als Ortsbezeichnung für die Randgebiete und das Umland Berlins hat jwd. Eine Abkürzung aus janz weit draußen mit der Bedeutung: Ganz weit draußen. Mit dem Wachsen der Großstadt rückten die Ortslagen des „jwd“ zunehmend in die „Provinz“.

Viele Gegenden und bestimmte Stadtgebiete oder wichtige Straßenkreuzungen werden nach dortigen oder ehemals bestehenden Kneipen oder Ausflugsgaststätten bezeichnet. Auch wenn diese Restaurationen nicht mehr existieren, überlebten deren Namen als Ortsmarkierung.<ref>Diese Form der Benennung von markanten Punkten der Stadt ist nicht zwingend typisch für Berlin. Diese volkstümliche Gewohnheit besteht auch in anderen deutschen Großstädten.</ref> Es werden zum Teil auch berlininterne oder sogar offizielle Bezeichnungen daraus, beispielsweise

Bequeme noch erkennbare Kürzungen für Straßen, Plätze und Gegenden wurden bereits vor 1900 gebräuchlich. Die Bezeichnung Damm erhielt sich für jede Art einer befestigten Straße und geht auf die Befestigung von Straßen mit Knüppeldämmen zurück, die im stadtnamensstiftenden Sumpfland vor der Straßenpflasterung mit Steinen üblich war. Sie waren zumeist den Herrschaften wie zum Beispiel Kurfürsten und Kaisern vorbehalten, wovon der Kurfürstendamm und der Kaiserdamm bis heute künden.

„Komm’ vom Damm runta, Frollein!“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Kurt Krömer: zitiert seine Freundin „Shakira“ aus Hohenschönhausen, die ihre Tochter auffordert, von der Straße zu gehen

Der Alex ist schon lange auch überregional bekannt. Das Wort für den zentralen Platz der Hauptstadt wird deutschlandweit genutzt.<ref>Berlin: Vom "Alex" über den Wannsee. In: Deutsche Handwerks Zeitung, 11. Mai 2012.</ref> Gleiches gilt für den Ku'damm.<ref>KuDamm und Gedächtniskirche. sehenswuerdigkeiten-online.de „Der KuDamm ist das alte Herz West-Berlins. Der Kurfürstendamm lädt ein zum Flanieren, Shoppen und zum Ausgehen.“</ref> Andere Bezeichnungen werden nur von und für Bewohner des Kiez und seiner Umgegend verständlich gebraucht. Von Journalisten werden solche Ausdrücke gefördert und der Bekanntheitsgrad erweitert. Die folgenden Beispiele sollen nur den Wortsinn und die Bildungsart belegen, es ist keinesfalls eine abgeschlossene Liste.

Datei:Kottiwood.jpg
Spätkauf am Kottbusser Tor namens „Kottiwood“ (Kofferwort aus „Kotti“ und Hollywood)

Geld

  • Heiermann für ein 5 DM Stück oder Schein<ref name="berlintypisch.wordpress.com">berlintypisch.wordpress.com</ref>
  • Pfund oder Zwanni seit der Kaiserzeit für eine 20er Banknote der jeweils umlaufenden deutschen Währung<ref name="berlintypisch.wordpress.com" />
  • Sechser<ref>berlin.de</ref> für das 5-Pfennig-Stück, heute auch für das 5-Cent-Stück
  • Spandauer hieß in West-Berlin, jedoch weniger im Bezirk Spandau selbst, die 5 DM-Banknote<ref>Kiezkamera im Tagesspiegel vom 7. Januar 2020</ref>

Weblinks

Wiktionary: Berolinismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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