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Swinemünder Brücke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Swinemünder Brücke
Swinemünder Brücke
Swinemünder Brücke
Brücke von Südosten aus gesehen
Nutzung Straßenverkehr
Überführt BellermannstraßeSwinemünder Straße
Querung von S-Bahn Berlin
Ort Berlin, Ortsteil Gesundbrunnen
Konstruktion Stahlfachwerk
Gesamtlänge 228,0 m
Baubeginn 1902
Fertigstellung 1905
Eröffnung 11. November 1905
Planer Bruno Möhring, Friedrich Krause
Lage
Koordinaten 52° 32′ 56″ N, 13° 23′ 34″ OKoordinaten: 52° 32′ 56″ N, 13° 23′ 34″ O
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Die Swinemünder Brücke ist eine Stahlfachwerk-Straßenbrücke im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen. Sie wurde von 1902 bis 1905 nach Plänen des Architekten Bruno Möhring und des Ingenieurs Friedrich Krause erbaut.<ref>Entwurfszeichnungen von Bruno Möhring (PDF; 12,1 MB) Uni Stuttgart (S. 3–6 Swinemünder Brücke).</ref> Namensgebend ist die nach dem Ort Swinemünde benannte Swinemünder Straße. Die Brücke ist ein gelistetes Baudenkmal.<ref>Eintrag 09030442 in der Berliner Landesdenkmalliste.</ref>

Baugeschichte

Datei:BeucheltProdukte01.jpg
Swinemünder Brücke, um 1910
Datei:Swinemünder Brücke 2024.jpg
Swinemünder Brücke, 2024

Die Swinemünder Brücke wurde nach dreijähriger Bauzeit am 11. November 1905 feierlich eröffnet und dem städtischen Verkehr übergeben. Die Bauausführung oblag dem Unternehmen Beuchelt & Co. Da die Brücke bis dato die teuerste und größte Berlins war, wurde sie im Berliner Volksmund bald Millionenbrücke genannt.<ref>Die Millionenbrücke. In: Berliner Volkszeitung. 11. November 1905, abgerufen am 7. April 2021.</ref> Der Bau beanspruchte eine Million Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 7,9 Millionen Euro).<ref>Die Millionenbrücke in der illustrierten Beilage Der Welt-Spiegel vom Berliner Tageblatt, 26. August 1905.</ref>

Im Zweiten Weltkrieg stürzte das Mittelfeld ein. Sein Wiederaufbau im Jahr 1954 erfolgte mit einem neuen, nun aber geschweißten Fachwerkfeld und ohne die ursprünglichen dekorativen Elemente.<ref>Mitte, Swinemünder Straße. In: deutsche-digitale-bibliothek.de. Abgerufen am 19. Oktober 2023.</ref> Es folgten Instandsetzungsarbeiten von 1969 bis 1972 und von 1983 bis 1984. Im Jahr 2005 wurde die Brücke einer langwierigen Sanierung unterzogen. Probleme dabei verzögerten die Bauarbeiten und ließen die Kosten auf rund eine Million Euro anwachsen, sodass ihr Volksmund-Name Millionenbrücke erneut zutraf.<ref>Bauen und kein Ende. In: Berliner Zeitung, 7. November 2006.</ref>

Beschreibung

Die 228 Meter lange genietete Stahl-Fachwerkkonstruktion überspannt die Gleisanlagen östlich des Bahnhofs Gesundbrunnen auf zwei gemauerten Pfeilern, über denen sich 17 Meter hohe Portalpfosten erheben. Sie verbindet die Bellermannstraße mit der Swinemünder Straße.

Unmittelbar nordöstlich der Brücke lag die 1974 abgerissene „Plumpe“, bis 1962 Heimspielstätte von Hertha BSC.

Rezeption

Die Brücke wird häufig für Filmaufnahmen verwendet. Meist werden auf ihr der naheliegende Grenzübergang Bornholmer Straße oder auch die Glienicker Brücke zwischen Berlin und Potsdam aufgrund des ähnlichen Erscheinungsbildes dargestellt. So wurden beispielsweise Szenen der Filme Finale in Berlin (Funeral in Berlin), Das Wunder von Berlin<ref>Das Wunder von Berlin. filmorte.de, 30. April 2020, abgerufen am 11. März 2025.</ref> und Bornholmer Straße auf der Swinemünder Brücke gedreht.

Weblinks

Einzelnachweise

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