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Jägerstraße (Berlin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jägerstraße
Datei:DEU Berlin COA.svg
Wappen
Straße in Berlin
Datei:MitteJägerstraße.jpg
Östlicher Teil der Jägerstraße in Richtung Hausvogteiplatz
Datei:Placeholder.svg
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Mitte
Angelegt  um 1709
Neugestaltet 
Hist. Namen  Otto-Nuschke-Straße
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Mauerstraße (westlich)
Kurstraße (östlich)
Querstraßen  Glinkastraße,
Friedrichstraße,
Markgrafenstraße
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  siehe Bauwerke
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 410 und 320 Meter

-

Karte
Vorlage:Maplink

Die Jägerstraße ist eine Straße im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Sie wird durch den Gendarmenmarkt unterbrochen und ist nach einem 1690 gebauten Jägerhaus für den Oberjägermeister von Hertefeld benannt.<ref>Jägerstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)</ref>

Geschichte

Im 16. Jahrhundert befand sich in Berlin-Friedrichswerder ein Haus der kurfürstlichen Jägerei. Im Jahr 1690 wurde es abgerissen und durch eine Unterkunft für den Oberjägermeister von Hertefeld ersetzt: das Jägerhaus. 1709 wurde deshalb die Straße an diesem Haus zwischen Wall-Straße (heute Oberwallstraße) und Chur-Straße (heute Kurstraße) Jägerstraße benannt. Die Benennung außerhalb der Berliner Stadtbefestigung in der Friedrichstadt erfolgte einige Jahre später.<ref>Hermann Vogt: Die Straßen-Namen Berlins. (PDF) In: Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins, Heft 22, Berlin 1885, S. 39.</ref> Das Jägerhaus ist heute nicht mehr erhalten; vielmehr befindet sich seit ca. 1900 an dieser Stelle das Gebäude der Alten Reichsbank. Die Straße verlief ursprünglich im Osten bis zur Kurstraße, wurde jedoch 1959 bis zur Oberwallstraße verkürzt. Jetzt führt sie wieder bis zur Kurstraße. Zwischen 1958 und 1991 war die Jägerstraße nach dem ehemaligen Ost-CDU-Vorsitzenden und stellvertretenden DDR-Ministerpräsidenten Otto Nuschke benannt.

Bemerkenswerte Bauwerke

Bewohner und Gedenkorte

Datei:Bundesarchiv Bild 183-S96024, Berlin, Jägerstraße, DEFA-Gebäude.jpg
DEFA-Gebäude, Jägerstraße 32, 1950
Datei:Gedenktafel Ernst Zinna.jpg
Gedenktafel für Ernst Zinna in der Jägerstraße 63c
  • Im Haus Nr. 32 befand sich seit etwa 1950 der Hauptsitz der DDR-Filmgesellschaft DEFA, der später bis etwa 1990 als Nebengebäude genutzt wurde.
  • Im Haus Nummer 33 befand sich die Parfüm- und Seifenhandlung von Adolf Nuglisch. 1906 wurde das Haus für den Ausbau des Konfektionshauses Manheimer abgerissen.
  • Vor dem Haus Nummer 63c befindet sich eine Gedenktafel für Ernst Zinna. Der Schlosserlehrling kam während der Märzrevolution 1848 ums Leben.
  • Vor dem Haus Nummer 69 befindet sich eine Gedenktafel für das Bankhaus Adolf Jarislowsky, das hier von 1889 bis 1942 stand.
  • Eine in der Jägerstraße gelegene Gaststätte ist einer der Schauplätze in E. T. A. Hoffmanns Erzählung Die Abenteuer der Sylvester-Nacht.
  • Wegen der vier Ladenlokale eines Metzgers, eines Herrenkonfektionsgeschäfts, einer Parfümerie und eines Kerzenziehers wurde Ecke zur Oberwallstraße Gleichgültige Ecke genannt.
  • im 19. Jahrhundert befanden sich in der Jägerstraße zwei Künstlerkneipen »Sammetbrüdertisch« und bei »Clara Hellmer«, in der sich Schauspieler nach dem Theater trafen<ref>Projekt Gutenberg.org: Zigeunerliebe</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 30′ 50,4″ N, 13° 23′ 37,8″ O

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