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Banzendorf

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Banzendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(173)&title=Banzendorf 53° 1′ N, 13° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(173) 53° 1′ 4″ N, 13° 0′ 2″ O
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Höhe: 61 m ü. NN
Fläche: 10,7 km²<ref>Statistische Angaben der amtsangehörigen Gemeinden. (PDF) Abgerufen am 23. März 2023.</ref>
Einwohner: 173 (1. Jan. 2001)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 16835
Vorwahl: 033933
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Banzendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Lindow (Mark)<ref>Banzendorf als Ortsteil von Lindow(Mark) im Kommunalverzeichnis Brandenburg</ref> im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Land Brandenburg. Hier lebten im Jahre 2001 173 Einwohner. Der Ort ist eingebettet in eine kuppige Feldflur.

Der Ort wird vom 13. Meridian östlicher Länge durchschnitten.

Geographie

Banzendorf liegt sieben Kilometer nördlich von Lindow (Mark). Die Gegend um Banzendorf ist hügelig, im Südwesten befindet sich die Dierberger Heide.

Geschichte

Banzendorf gehörte zum Herrschaftsbereich des Klosters Lindow. Die Ortschaft wird das erste Mal im Jahre 1365 erwähnt. Der Ortsname geht in seiner Grundform auf eine slawisch-deutsche Mischung zurück, was eine Entstehungszeit im späten 12. Jahrhundert oder im 13. Jahrhundert vermuten lässt. Der damalige Name war „casa Banzendorp“. Um 1490 gehörte Banzendorf zur im Kern reichsunmittelbaren Herrschaft Ruppin der Grafen von Lindow-Ruppin. Banzendorf gehörte vor 1541 zum Kloster Lindow. Von 1541 bis 1764 gehörte Banzendorf zum Amt Lindow (Mark), von 1764 bis 1872 zum Amt Alt Ruppin. Ab 1992 gehörte die Gemeinde zum Amt Lindow (Mark), bis sie 2003 ein Ortsteil von Lindow (Mark) wurde.

1574 waren neben einem Schulzen neun Zweihüfner, sieben Eihüfner und sieben Kossäten ansässig. Diese Anzahl war etwa konstant bis zum Dreißigjährigen Krieg. Banzendorf war insgesamt mit 29 Hufen sowie zwei Pfarrhufen ausgestattet.

Im Dreißigjährigen Krieg traten in Banzendorf große Schäden auf, so waren 1652 von 25 Höfen 13 wüst, 1687 waren es immer noch zehn. Im Jahre 1665 brannte ein Großteil des Ortes neben der Pfarre ab. Erst mit dem beginnenden 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Lage. 1757 waren neben einem Lehnschulzen zwölf Zweihüfner, ein Halbbauer, fünf Kossäten sowie jeweils ein Schmied, Kuhhirt, Schäfer, Stuthirt, Unterförster, Laufschmied, Stumpfweber, zwei Leineweber und ein Braukrug ansässig. Zu einem starken Wachstum kam es im 19. Jahrhundert. Zählte man 1805 242 Einwohner, so stieg deren Zahl bis 1840 auf 318 und 39 Häuser. 1858 lebten bereits 405 Einwohner im Dorf. Für 1860 sind neben 54 Wohngebäuden 90 Wirtschaftsgebäude zwei Ziegeleien und eine Gtereidemühle nachgewiesen. Eine Windmühle stand nördlich außerhalb des Ortes. Bis 1895 sank dann die Einwohnerzahl wieder und blieb in der Größe etwa bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. 1953 wurde die LPG Typ I mit fünf Mitgliedern gegründet, im Jahre 1960 bestand auch eine LPG Typ III mit 47 Mitgliedern. Der LPG Typ I gehörten 51 Bauern an.

Ortsbild

Für die Ortslage von Banzendorf ist charakteristisch, dass sie deutlich einen nördlichen und einen südlichen Siedlungsbereich aufweist. Im nördlichen Teil bildet die hinter der Bauflucht zurückliegende Dorfkirche das markanteste Gebäude. Nördlich des Eingangs zum Kirchhof befindet sich ein schlichtes Kriegerdenkmal mit einer symmetrisch angeordneten Baumpflanzung. Sie besteht aus je zwei Eichen und einer Linde. In diesem Bereich ist die Bebauung geprägt von locker aneinander gereihten zum Teil recht stattlichen Gehöften aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das geschlossen wirkende Ortsbild ist durch den Wechsel von traufständigen, eingeschossigen Wohnhäusern und rechtwinklig dazu angeordneten giebelständigen Wirtschaftshäusern bestimmt. Zusätzlich beleben Krüppelwalmdächer einzelner Wohnhäuser das Ortsbild.

Am Übergang zwischen dem älteren Dorfteil im Norden und der südlichen Dorferweiterung befindet sich eine mit Pappelreihen aus den 1980er Jahren aufgeforstete Senke. Den südlichen Dorfteil prägt eine einheitliche Bebauung mit kleinen Gehöften aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit Doppelwohnhäusern und Vorgärten. Am südwestlichen Ortseingang befinden sich bauliche Zeugnisse der 1930er Jahre. Am nördlichen Ortsende sind LPG-Bauten erhalten.<ref>Ulrike Schwarz und Matthias Metzler: Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin. In: Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1. Auflage. Band 13.1. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2003, ISBN 3-88462-191-2, S. 179, 180.</ref>

Dorfkirche

In Banzendorf gibt es zwei Baudenkmale, die Dorfkirche Banzendorf und die Grabstätte Degebrodt auf dem Friedhof.<ref>Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Ostprignitz-Ruppin (PDF). Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum</ref> Dorfkirche: Die Dorfkirche wurde wahrscheinlich 1640 erbaut, das Jahr steht auf der Wetterfahne. Die Kirche ersetzte einen Vorgängerbau, von dem aber nichts bekannt ist. Es ist eine Saalkirche mit Satteldach. Der Turm aus dem 17. Jahrhundert wurde 1971 abgetragen. Im Inneren befindet sich ein Kanzelaltar aus dem Jahr 1718. Die Orgel wurde 1889 von Albert Hollenbach erbaut, es gibt Quellen, die Lütkemüller als Orgelbauer angeben.

Grabstätte Degebrodt: Die Grabstätte entstand nach 1912. Sie befindet sich östlich der Kirche auf dem Kirchhof. Um die Grabstätte befindet sich ein Eisengitter im Jugendstil. Gegenüber dem Eingangstor befinden sich drei Gedenktafeln für Wilhelm, Friedrich und Fridericke Degebrodt. Die Degebrodt gehörten zu den wohlhabenden Landbesitzern in Banzendorf.

Literatur

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Teil 2: Gemeinde Fehrbellin, Amt Lindow (Mark) und Stadt Rheinsberg, Ulrike Schwarz und Matthias Metzler und andere, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, 2003, ISBN 3-88462-191-2, Seite 179–183.

Weblinks

Commons: Banzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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