Zum Inhalt springen

Schönberg (Mark)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Schönberg (Mark)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(273)&title=Sch%C3%B6nberg+%28Mark%29 52° 56′ N, 12° 58′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(273) 52° 56′ 4″ N, 12° 58′ 10″ O
 {{#coordinates:52,934444444444|12,969444444444|primary
dim=10000 globe= name=Schönberg (Mark) region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 45 m ü. NN
Fläche: 14,9 km²<ref>Statistische Angaben der amtsangehörigen Gemeinden. (PDF) Abgerufen am 23. März 2023.</ref>
Einwohner: 273 (1. Jan. 2001)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16835
Vorwahl: 033933
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Schönberg (Mark) ist ein Ortsteil der Gemeinde Lindow (Mark) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Land Brandenburg.<ref>Erwähnung als Ortsteil von Lindow(Mark) im Kommunalverzeichnis Brandenburg, abgerufen am 15. April 2026</ref> Hier lebten im Jahre 2001 273 Einwohner.

Geographie

Schönberg liegt vier Kilometer südlich von Lindow (Mark) an der Straße nach Herzberg (Mark). Südlich von Schönberg verläuft die B 167. Im Westen des Ortes befinden sich Felder, im Osten Wälder.

Geschichte

Die Ortschaft Schönberg wird indirekt das erste Mal im Jahre 1365 im Zusammenhang mit einem Henningus Sconnenberch in Neuruppin erwähnt. Der Name stammt wahrscheinlich von der 60 Meter hohen Erhebung Schöne Berg ab.

Im 13. Jahrhundert war Schönberg mit 52 Hufen Kand ausgestattet worden, davon gehörten zwei der Pfarre. 1540 waren ein Lehnschulze, 15 Hüfner, vier Kossäten und ein Kuhhiert ansässig. 1574 ist ein Krüger nachgewiesen. Um 1490 war Schönberg ein Teil der im Kern reichsunmittelbaren Herrschaft Ruppin unter der Landesherrschaft der Grafen von Lindow-Ruppin. Vor 1525 kam es zum Kloster Lindow. Von 1541 bis 1764 gehörte Schönberg zum Amt Lindow (Mark), von 1764 bis 1872 zum Amt Alt Ruppin. Ab 1992 gehörte die Gemeinde zum Amt Lindow (Mark), bis es 2003 ein Ortsteil von Lindow (Mark) wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg traten in Schönberg große Schäden auf, so waren 1652 von 20 Höfen 14 wüst, die erst 1704 wieder besetzt waren. In den Jahren 1750, 1766, 1791 und 1796 wurden durch Brände viele Gebäude zerstört. 1840 betrug die Anzahl der Wohngebäude 35; sie stieg bis 1860 auf 51 an. Weiterhin gab es 90 Wirtschaftsgebäudeund sechs öffentliche Gebäude sowie eine Windmühle, welche auf einer Anhöhe nordwestlich des Dorfes stand. Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl von 165 (1800) auf 279 (1900). 1896 erhielt Schönberg einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Lindow-Löwenberg. Bis 1939 stieg die Einwohnerzahl auf 335 an.

Nach der Bodenreform erhielten im Jahr 1946 48 Siedler Landbesitz. 1953 wurde die LPG Typ I Rote Fahne mit zwölf Mitgliedern gegründet, daraus wurde 1959 in eine LPG Typ III. 1960 bestand neben dieser LPG mit 63 Mitgliedern eine LPG Typ I mit 30 Mitgliedern.

Beschreibung des Dorfes

Die Dorfstraße verläuft von Nordwesten nach Südosten. An ihrem südlichen Ende weitet sie sich zu einer dreieckigen Fläche, an deren südlichem Ende die Dorfkirche steht. Hier trifft die Dorfstraße vorbei am ehemaligen Haltepunkt der Bahnlinie Löwenberg-Rheinsberg auf den Weg nach Vielitz. Am nördlichen Ende Schönbergs gabelt sich die Dorfstraße und führt nach Westen in Richtung Wulkow und Alt Ruppin und von der Stelle „Schönberg Kreuzung“ nach Norden in Richtung Lindow.

Die Dorfstraße ist überwiegend von Kastanien und Linden gesäumt. Sie zeichnet sich durch lockere Bebauungsstruktur mit Gehöften aus. Das Ortsbild wird aufgelockert durch traufständige eingeschoosige Wohnhäuder aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie sind in Massivbauweise errichtet. Einige in Sichtziegelbauweise errichtete Wirtschaftsgebäude stehen giebelständig in einer Bauflucht mit den Wohnhäusern und vermitteln den Eindruck einer geschlossenen Ortsbebauung. Eine Ausnahme bildet das ehemalige Pfarrhaus in der Dorfstraße 21. Dieses ist ein siebenachsiger Fachwerkbauaus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Krüppelwalmdach gegenüber der Dorfkirche.

Baudenkmale

In Schönberg gibt es mehrere Baudenkmale, die Dorfkirche Schönberg, den sowjetischen Ehrenfriedhof,<ref>Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Märkisch-Oderland (PDF). Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum</ref> die Gebäude Dorfstraße 40 und Dorfstraße 64.

  • Dorfkirche: Die Kirche steht mitten im Ort an der fast rechtwinklig abknickenden Dorfstraße. An dieser Stelle befindet sich eine platzartige Erweiterung. Deren südlicher Teil wird von einem erhöht liegenden Kirchhof eingenommen, den eine niedrige Feldsteinmauer umgibt. Inmitten des Kirchhofs steht die Dorfkirche, die sowohl von Norden als auch von Westen einen markanten Blickpunkt ergibt. Als Kirchenbau vom Ende des 17. Jahrhunderts ist sie eine der wenigen direkt nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges errichteten Fachwerkkirchen in der Region.<ref>Ulrike Schwarz und Matthias Metzler: Denkmale in Brandenburg - Landkreis Ostprignitz-Ruppin. In: Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1. Auflage. Band 13.1. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am rhein 2003, ISBN 3-88462-191-2, S. 357, 358.</ref> Die Dorfkirche wurde erstmals 1541 als Mutterkirche erwähnt. Sie war mit zwei Pfarrhufen ausgestattet und gehörte zur Superintendentur Lindow-Gransee. Sie wurde 1689 erbaut (laut Wetterfahne). Es ist ein Saalbau aus Fachwerk, an der Westseite befindet sich ein Turm mit Pyramidendach. Der Kanzelaltar ist aus der Bauzeit, ebenso der Taufengel. Die größere von zwei Bronzeglocken stammt möglicherweise aus dem 15. Jahrhundert und hat einen Durchmesser von 87 Zentimetern, die kleinere stammt möglicherweise aus dem 14. Jahrhundert und hat einen Durchmesser von 70 Zentimetern.
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof: Der Ehrenfriedhof wurde im Jahre 1946 angelegt und in den Jahren 1967 und 2002 renoviert. Der heutige Obelisk ist aus Granit, vor der Renovierung war er aus Steinguss. Er steht auf einem Sockel mit zwei Stufen. Auf dem Obelisk sind 26 Namen von Gefallenen verzeichnet, genannt werden auch drei Unbekannte. Nördlich des Ehrenfriedhofes befindet sich eine Gedenktafel für die Opfer des Todesmarsches.
  • Dorfstraße 40: Stallgebäude, Teil eines Vierseithofes an der Südseite der Dorfstraße; rechts vom Wohnhaus, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.
  • Dorfstraße 64: Wohnhaus; abseits des Dorfes in einem Waldstück am nordwestlichen Ortsausgang. Es ist ein gutes Beispiel eines Holzhauses, dass eine in den 1920er Jahren beliebte Bauweise dokumentiert. Bemerkenswert sind Details wie die über Eck geführten Sprossenfenster. Das Gebäude dokumentiert das Anwachsen Schönbergs im 20. Jahrhundert.

Literatur

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Teil 2: Gemeinde Fehrbellin, Amt Lindow (Mark) und Stadt Rheinsberg, Ulrike Schwarz und Matthias Metzler und andere, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, 2003, ISBN 3-88462-191-2, Seite 354–359

Weblinks

Commons: Schönberg in der Mark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schönberg in der RBB-Sendung Landschleicher vom 12. August 2018

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende