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Gloria Automobilfabrik

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Gloria Automobilfabrik
Rechtsform
Gründung 1937
Auflösung 1938
Sitz Atzgersdorf, Österreich
Branche Automobilhersteller

Die Gloria Automobilfabrik war ein Hersteller von Automobilen aus Österreich.<ref name="Die Internationale Automobil-Enzyklopädie" /><ref name="Beaulieu" /><ref name="Österreichische Kraftfahrzeuge" />

Unternehmensgeschichte

Der Ingenieur Hans Pitzek, der zuvor bei Delta-Gnom tätig war, entwickelte ab 1930 in den Fabrikhallen der Avis Flugzeug- und Autowerke einen Kleinwagen.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Ein erster Prototyp mit Namen Gloriette wurde 1932 vorgestellt.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> 1935 gründete Pitzek die Gloriette-Werke in Brunn am Gebirge und begann mit der Produktion. Bereits im Sommer 1936 musste die Erzeugung jedoch aufgrund finanzieller Probleme wieder eingestellt werden.<ref name="Der Morgen. Wiener Montagblatt" />

Im April 1937 wurden durch den Klavierfabrikanten Edmund Luner sen. die Bestände der Gloriette-Werke übernommen. Die Entwicklung und Produktion wurden nach Atzgersdorf verlegt und der Markenname von Gloriette in Gloria geändert.<ref name="Innsbrucker Nachrichten" />

Anfang 1938 kam der weiterentwickelte Kleinwagen auf den Markt. Kurz zuvor waren bei zwei Wertungsfahrten jeweils die höchste Anzahl an Punkten erreicht worden.<ref name="Innsbrucker Nachrichten" /> Aufgrund der veränderten politischen Bedingungen nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich musste die Produktion bereits nach kurzer Zeit und wenigen erzeugten Exemplaren wieder eingestellt werden.

Fahrzeuge

Prototyp Gloriette

Der Prototyp war mit einem wassergekühlten Zweizylinder-Viertaktmotor eigener Fertigung ausgestattet.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Der Motor leistete 18 PS aus 800 cm³ Hubraum.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Das Fahrgestell bestand aus einem Zentralrohrrahmen.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Die angetriebene Hinterachse kam ohne ein Differential aus.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Die offene Karosserie bot Platz für zwei Personen.<ref name="Gloria ohne Glanz" />

Serienmodelle Gloria

Das Modell 4/20 PS verfügte nun über einen wassergekühlten Vierzylinder-Viertaktmotor mit OHC-Ventilsteuerung.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Aus 58 mm Bohrung und 75 mm Hub ergaben sich 795 cm³ Hubraum.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Die Motorleistung betrug 20 PS.<ref name="Gloria ohne Glanz" /><ref>Allgemeine Automobilzeitung: Gloria. 1. Februar 1938, S. 25, abgerufen am 12. Dezember 2022.</ref> Das Dreiganggetriebe war nach Transaxle-Art an der Hinterachse platziert.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Nun war auch ein Differenzial montiert.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Im Angebot standen ein offener Zweisitzer mit Verdeck, eine zweitürige Limousine, ein viersitziges Cabriolet sowie ein Plateauwagen mit 600 kg Nutzlast.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Auf Wunsch waren auch Pritschen- und Kastenwagen lieferbar.<ref name="Gloria ohne Glanz" /> Die Preise betrugen zwischen 3600 und 4400 Österreichische Schilling, umgerechnet etwa 1900 bis 2100 Reichsmark.<ref name="Gloria ohne Glanz" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Gloria ohne Glanz">Gloria ohne Glanz. in: Motor Klassik. Ausgabe 8/1993.</ref> <ref name="Die Internationale Automobil-Enzyklopädie"></ref> <ref name="Beaulieu">Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.</ref> <ref name="Österreichische Kraftfahrzeuge">Seper, Krackowizer, Brusatti: Österreichische Kraftfahrzeuge von Anbeginn bis heute.</ref> <ref name="Der Morgen. Wiener Montagblatt">Gloriette-Erzeugung eingestellt. In: Der Morgen. Wiener Montagblatt, 10. August 1936, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dmo</ref> <ref name="Innsbrucker Nachrichten">Österreichs neuester Kleinwagen setzt sich durch.. In: Innsbrucker Nachrichten, 17. Februar 1938, S. 15 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ibn</ref> </references>

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